Nach dem US-Prozess gegen Meta verlangen Verbraucherschützer auch für Deutschland schärfere Vorgaben für soziale Netzwerke. Schutzmaßnahmen wie Zeitlimits oder nächtliche Sperren könnten den Nutzungsdruck von Minderjährigen verringern, so die Chefin des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen, Ramona Pop.
Kritik an Geschäftsmodellen und Algorithmen
Pop verwies auf den in den USA abgeschlossenen Vergleich, der Meta zu Änderungen in seinen Apps für Kinder und Jugendliche verpflichtet. Gleichzeitig betonte sie, dass solche Maßnahmen allein nicht ausreichten, um junge Menschen wirksam zu schützen.
Das eigentliche Problem seien Geschäftsmodelle und Algorithmen, die darauf ausgelegt seien, Aufmerksamkeit möglichst lange zu binden. Kinder und Jugendliche bräuchten keine bloßen Nutzungsgrenzen, sondern Plattformen, die von vornherein sicher seien.
Forderung nach altersgerechter Gestaltung
Die Verantwortung könne und dürfe nicht allein bei den Eltern liegen, so Pop. Plattformen müssten so gestaltet sein, dass junge Menschen geschützt sind, ohne sie von digitaler Teilhabe auszuschließen.
Risikoreiche Funktionen sollten erst freigeschaltet werden, wenn Nutzer ihre Volljährigkeit nachgewiesen haben.