Die US-Aktienmärkte haben den Handel am Freitag mit Kursgewinnen beendet, während eine Grundsatzentscheidung des obersten Gerichts der USA zu den von US-Präsident Donald Trump verhängten Zöllen für Zurückhaltung an den Finanzmärkten sorgte. Die Entscheidung begrenzt die Zollbefugnisse des Präsidenten, lässt aber andere Instrumente zur Handelspolitik offen. Gleichzeitig legten Euro, Gold und Ölpreise moderat zu.
Zu Handelsende in New York wurde der Dow mit 49.626 Punkten berechnet, ein Plus von 0,5 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag. Wenige Minuten zuvor war der breiter gefasste S&P 500 mit rund 6.910 Punkten 0,7 Prozent im Plus, die Technologiebörse Nasdaq berechnete den Nasdaq 100 zu diesem Zeitpunkt mit rund 25.013 Punkten 0,9 Prozent im Plus.
Oberstes US-Gericht begrenzt Zölle von Trump
Als „Tag der Befreiung“ feierte US-Präsident Donald Trump im April 2025 den Tag, an dem er weitreichende Zölle für gegnerische und verbündete Länder weltweit verkündete. Das Institut der deutschen Wirtschaft sprach stattdessen von einem „Epochenbruch“. Nun sind diese Zölle Geschichte: Das oberste Gericht der USA urteilte am Freitag, dass Trump für derart weitreichende Zölle eine klare Genehmigung des Kongresses benötigt, der nach der US-Verfassung für Zölle zuständig ist.
Anleger reagierten mit zurückhaltender Erleichterung auf die Entscheidung. Denn wie Trump wenige Stunden später mit einem weltweiten Zusatzzoll zeigte und wie aus dem Sondervotum von Verfassungsrichter Brett Kavanaugh hervorgeht, hat der US-Präsident andere Wege als den im April 2025 gewählten, um Zölle zu verhängen, wenn auch weniger weitreichende. Und auch im verfassungsgemäß zuständigen US-Kongress ist Trumps Partei in beiden Parlamentskammern in der Mehrheit.
Währungen und Rohstoffe im Plus
Die europäische Gemeinschaftswährung war am Freitagabend etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1786 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8485 Euro zu haben.
Der Goldpreis konnte deutlich profitieren, am Abend wurden für eine Feinunze 5.095 US-Dollar gezahlt (+2,0 Prozent). Das entspricht einem Preis von 139,00 Euro pro Gramm.
Der Ölpreis stieg geringfügig: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagabend gegen 22 Uhr deutscher Zeit 71,68 US-Dollar, das waren zwei Cent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.
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