Nach den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin gewinnt die Debatte um die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier an Fahrt. Mechthild Heil (CDU) wirbt für eine Frau im höchsten Staatsamt. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) plant Gespräche nach den September-Wahlen.
Heil für Frau im Amt des Bundespräsidenten
Die Vorsitzende der Gruppe der Frauen in der Unionsfraktion im Bundestag, Mechthild Heil (CDU), betont: "Natürlich bin ich immer noch überzeugt, dass eine Frau nach 77 Jahren endlich als Bundespräsidentin gewählt werden sollte". Dies sagte sie der "Rheinischen Post" (Freitagsausgabe).
Wann die endgültige Kandidatenentscheidung fällt, ist laut Heil noch unklar. "Aber immerhin steht nach den letzten Landtagswahlen nun fest, wie viele Wahlleute aus den Ländern entsandt werden können." Damit sei auch klarer, wo die Mehrheiten für eine Kandidatur lägen, so die CDU-Politikerin.
Merz plant Gespräche, Aigner im Gespräch
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte angekündigt, nach den Wahlen im September Gespräche über die Nachfolge Steinmeiers führen zu wollen. Als mögliche Kandidatin wird immer wieder die bayerische Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) genannt.
Die Bundesversammlung wählt den Nachfolger oder die Nachfolgerin am 30. Januar.