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Startseite Deutschland & die WeltUNHCR warnt: Syrer nicht zur Rückkehr drängen
Deutschland & die Welt

UNHCR warnt: Syrer nicht zur Rückkehr drängen

von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 27. Juni 2025
von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 27. Juni 2025
Syrer in Deutschland feiern den Sturz von Assad in Syrien am 08.12.2024 / via dts Nachrichtenagentur
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UNHCR-Chef Filippo Grandi hat vor einer überstürzten Rückkehr syrischer Flüchtlinge in ihre Heimat gewarnt. Grandi betonte in einem Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, dass die Lage in Syrien weiterhin fragil sei und Investitionen vor einer Rückkehr Priorität haben sollten.

Warnung vor überhasteter Rückkehr

Im Gespräch mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ äußerte Filippo Grandi, Chef des Flüchtlingshilfswerks UNHCR, Besorgnis über die Situation syrischer Geflüchteter. „Die Syrer sind das Assad-Regime losgeworden, aber die neue Regierung ist unerfahren, die Lage fragil“, sagte Filippo Grandi. Nach seinen Angaben sind bereits Hunderttausende Menschen – vor allem Binnenvertriebene – nach Syrien zurückgekehrt. „Aus Europa aber noch kaum jemand, weil ihre Situation hier besser ist. Man sollte sie noch nicht zu einer Rückkehr drängen, das schafft neue Probleme. Erst sollte man in Syrien investieren“, betonte Filippo Grandi in dem Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“.

Einzelne Schicksale als Beispiel für Hilfebedarf

Von einer kürzlichen Reise in die syrische Stadt Daraa berichtete Filippo Grandi der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ auch von persönlichen Begegnungen. So erzählte er von einer Frau, deren Familie durch den Krieg auseinandergerissen wurde. „Ich fragte: Was ist Ihr dringendster Wunsch? Sie sagte: Ich bin zwar dankbar, dass Sie mir etwas Geld geben. Aber wissen Sie, ich bin eine Geschäftsfrau. Sie zeigte mir all die Speisen, die sie auf der Straße verkauft. Sie sagte: ‚Ich bin die beste Köchin der Stadt. Geben Sie mir einen Kühlschrank. Damit starte ich mein neues Leben.’“

Hilfe als Investition statt als Almosen

Anhand dieser Erfahrung formulierte Filippo Grandi einen Appell, die internationale Hilfe für Syrien neu zu denken. „Wir sollten Hilfe neu denken: als Investment, nicht als Wohltätigkeit. Die Frau braucht einen Kühlschrank, kein Geld. So muss sie das Essen für ihr Geschäft nicht jeden Tag aufs Neue zubereiten“, sagte Filippo Grandi der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“.

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mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet

Dieser Artikel wurde mit Material der Nachrichtenagentur dts erstellt, kann jedoch durch unsere Redaktion ergänzt oder aktualisiert worden sein.

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