In Ungarn geht der Wahlkampf in die heiße Phase, und Ministerpräsident Viktor Orbán steht
Orbán hat bereits im Februar erklärt, die Ukraine sei ‚unser Feind‘, da sie die Interessen Ungarns verletze. Gleichzeitig lässt die Regierung kritische Energieinfrastruktur von der Armee bewachen, um die vermeintliche Bedrohung durch die Ukraine zu unterstreichen. Diese Taktik ist nicht neu; bereits 2022 wurde die Angst vor einem Krieg als Wahlkampfthema genutzt. Doch laut einer Studie des Analyseinstituts Policy Solutions hat die Angst vor einem Krieg in Ungarn abgenommen. Während 2023 noch 60 Prozent der Befragten diese Befürchtung hatten, waren es im Herbst 2025 nur noch 46 Prozent. Unter den Wählern der Oppositionspartei Tisza ist der Anteil noch geringer.
Ungarns Außenminister soll EU-Geheimnisse an Russland
Die größte Sorge vieler Wähler ist nicht der Krieg, sondern die Korruption im Land und ihre Folgen. Während Orbán versucht, mit Kriegsängsten zu punkten, erschüttern schwere Vorwürfe seine Regierung. Wie die Tagesschau und die Welt berichten, soll der ungarische Außenminister Péter Szijjártó vertrauliche Informationen aus EU-Ministertreffen an Russland weitergegeben haben. Die EU-Kommission zeigte sich ‚äußerst besorgt‘ über diese Vorwürfe und forderte eine Erklärung von der ungarischen Regierung. Szijjártó bezeichnete die Vorwürfe als ‚Verschwörungstheorien‘ und ‚Fake News‘, während Orbán behauptete, sein Außenminister sei abgehört worden. Die Vorwürfe werden jedoch durch Berichte der Washington Post gestützt, die von einer mutmaßlichen Unterstützung des russischen Auslandsgeheimdienstes SWR für Orbáns Wahlkampf sprechen.
Orbán beschuldigt Russland der Wahlkampfmanipulation
Demnach soll sogar ein inszeniertes Attentat auf Orbán geplant worden sein, um seine Opferrolle zu unterstreichen. Die Opposition in Ungarn spricht von ‚Hochverrat‘ und kündigt Konsequenzen an. Auch die EU zeigt sich empört über die mutmaßliche Weitergabe von Informationen an Russland. Bundeskanzler Friedrich Merz warf Orbán einen ‚groben Verstoß gegen die Loyalität der Mitgliedstaaten‘ vor. Die Spannungen zwischen Ungarn und der EU sind damit auf einem neuen Höhepunkt angelangt, während der Wahlkampf in Ungarn an Intensität gewinnt.
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