In der aktuellen Ölkrise kann sich die Deutsche Umwelthilfe (DUH) zwar autofreie Sonntage vorstellen, setzt ihren Schwerpunkt aber auf die Forderung nach einem Tempolimit. Nach Einschätzung der Umweltorganisation wäre ein generelles Tempolimit deutlich wirksamer bei der Einsparung von Kraftstoff als symbolische Einzelmaßnahmen.
DUH: Autofreie Sonntage als symbolische Maßnahme
Verkehrsexpertin Dorothee Saar von der Deutschen Umwelthilfe (DUH) sieht in autofreien Sonntagen vor allem einen besonderen Erlebniswert im öffentlichen Raum. „Autofreier Sonntag – das vermittelt sicher seltene Momente einer ganz neuen Begegnung im Straßenraum, sei es unbeschwertes Flanieren und Radeln im Stadtraum oder Rollschuhlaufen auf der Autobahn“, sagte Saar der „Rheinischen Post“ (Freitagausgabe). „An diesen Sonntagen wird den Menschen auffallen, wie dominant der Straßenverkehr den Alltag prägt, auch durch Lärm und dreckige Luft.“
Tempolimit statt Symbolpolitik
Mit Blick auf mögliche Einsparungen beim Sprit stuft Saar autofreie Sonntage jedoch kritisch ein. Mit Blick auf Einsparungen beim Sprit bleibe die Maßnahme jedoch „auf der Ebene der Symbolpolitik“, so Saar in der „Rheinischen Post“. „Was wirklich wirksam ist: ein Tempolimit.“
DUH beziffert Einsparpotenzial
Nach Angaben der Deutschen Umwelthilfe könnte ein Tempolimit von 100 Stundenkilometer auf Autobahnen und 80 Stundenkilometer außerorts bis zu 4,7 Milliarden Liter Benzin und Diesel jährlich einsparen. Es sei „kurzfristig, so gut wie kostenlos und ohne lange Vorabdiskussionen um Ausnahmen, wer nun am Sonntag doch fahren dürfen soll und wer nicht“, sagte Saar der „Rheinischen Post“.
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