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Startseite Deutschland & die WeltUmfrage: AfD-Rekordhoch 26 Prozent, vor der Union
Deutschland & die Welt

Umfrage: AfD-Rekordhoch 26 Prozent, vor der Union

von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 12. August 2025
von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 12. August 2025
Tino Chrupalla und Alice Weidel (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur
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Die AfD liegt in der jüngsten Sonntagsfrage des Instituts Forsa für die Sender RTL und ntv mit 26 Prozent vor der Union, die auf 24 Prozent fällt. Parallel trübt sich die wirtschaftliche Stimmung ein, während eine knappe Mehrheit den Fortbestand der Großen Koalition bis 2029 erwartet.

AfD in Forsa-Sonntagsfrage vor Union

In der Erhebung des Instituts Forsa für die Sender RTL und ntv legt die AfD im Vorwochenvergleich um einen Punkt zu und kommt auf 26 Prozent. Die Union lässt um einen weiteren Punkt nach und erreicht 24 Prozent. Dies ist ihr schlechtester Wert seit der Bundestagswahl 2021, als sie unter Armin Laschet mit 24,1 Prozent das bislang schwächste Ergebnis ihrer Geschichte erzielte.

Die SPD verharrt bei 13 Prozent. Die Grünen legen um einen Punkt auf ebenfalls 13 Prozent zu. Die Linke verliert einen Punkt und liegt bei elf Prozent. FDP (drei Prozent), BSW (vier Prozent) und sonstige Parteien (sechs Prozent) bleiben auf dem Niveau der Vorwoche. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen steigt auf 25 Prozent.

Kompetenzwerte und wirtschaftliche Erwartungen

Bei der Frage nach der politischen Kompetenz liegt die Union mit 19 Prozent zwar weiterhin vorn, verliert jedoch erneut an Zustimmung (-1), so die Forsa-Erhebung für RTL und ntv. Die AfD verbessert sich leicht auf 12 Prozent, während SPD (sieben Prozent), Grüne (fünf Prozent) und Linke (fünf Prozent) unverändert auf niedrigem Niveau bleiben. Die Hälfte der Bundesbürger (50 Prozent) traut keiner Partei zu, die aktuellen Herausforderungen zu bewältigen.

Die wirtschaftliche Stimmung trübt sich weiter ein: Nur noch 14 Prozent der Befragten erwarten eine Verbesserung der wirtschaftlichen Lage (-4), während 62 Prozent mit einer Verschlechterung rechnen. Dies ist der höchste Pessimismus-Wert des laufenden Jahres. 22 Prozent gehen von gleichbleibenden Verhältnissen aus. Der daraus berechnete Indexwert sinkt auf -48. Die ökonomische Lage gehört derzeit zu den Top-3-Themen im öffentlichen Interesse – hinter dem Krieg in der Ukraine und dem Nahostkonflikt.

Zufriedenheit mit Kanzler und Koalition

100 Tage nach seiner Wahl zum Bundeskanzler fällt die Zustimmung zu Friedrich Merz (CDU) auf ein Rekordtief: Nur noch 29 Prozent der Befragten zeigen sich mit seiner Arbeit zufrieden (-3), während 67 Prozent unzufrieden sind. Besonders kritisch wird seine Leistung in Ostdeutschland bewertet (nur 20 Prozent Zustimmung), im Westen liegt der Wert bei 31 Prozent.

Die Unzufriedenheit ist besonders ausgeprägt bei Anhängern der AfD (95 Prozent), der Linken (89 Prozent) und der Grünen (77 Prozent). Selbst unter SPD-Anhängern überwiegt mit 60 Prozent die Kritik. Lediglich die Anhängerschaft von CDU/CSU hält mit 72 Prozent mehrheitlich zum Kanzler.

Trotz der schwachen Kanzlerwerte geht eine knappe Mehrheit von 52 Prozent der Bevölkerung davon aus, dass die Große Koalition aus CDU/CSU und SPD bis zum Ende der Legislaturperiode 2029 Bestand haben wird. 43 Prozent erwarten ein vorzeitiges Ende. Besonders groß ist das Vertrauen in den Fortbestand der Koalition bei den Anhängern von CDU/CSU (81 Prozent), SPD (64 Prozent) und Grünen (67 Prozent). Im Sommer 2024 hatten noch 60 Prozent der Befragten geglaubt, die Ampel-Koalition werde durchhalten, obwohl sie sich damals bereits in einer politischen Abwärtsspirale befand. Unter AfD-Anhängern erwarten aktuell hingegen drei Viertel (74 Prozent) ein Scheitern der schwarz-roten Regierung.

Die Daten zu den Parteipräferenzen, zur politischen Kompetenz und zu den Wirtschaftserwartungen wurden vom 5. bis 11. August erhoben. Die Datenbasis besteht aus 2.505 Befragten. Zur Zufriedenheit mit Merz sowie zum Fortbestand der Regierungskoalition wurden vom 8. bis 11. August 1.001 Personen befragt.

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mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet

Dieser Artikel wurde mit Material der Nachrichtenagentur dts erstellt, kann jedoch durch unsere Redaktion ergänzt oder aktualisiert worden sein.

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