Die Grünen im Osnabrücker Rat setzen sich für eine Verbesserung der ambulanten Pflege in der Stadt ein. Konkret schlagen sie ein Koordinierungstreffen aller Anbietenden ambulanter Pflegeleistungen vor. Vorausgegangen waren Gespräche unter anderem mit dem Paritätischen Wohlfahrtsverband.
50 Prozent der Zeit von Pflegekräften im Auto
„Die ambulante pflegerische Versorgung in Osnabrück wird von einer Vielzahl unterschiedlicher Träger angeboten. Und deren Kapazitäten sind endlich. Pflegeanfragen für Patient:innen müssen immer häufiger abgelehnt werden. Die Versorgung wird durch pflegende Angehörige aufgefangen, die zusehends an ihre Grenzen kommen. Gleichzeitig gibt es keinerlei Koordination der Einsatzorte im Stadtgebiet, sodass enorme Fahrzeiten im Stadtverkehr anfallen. Laut Aussagen von Pflegediensten verbringen die Pflegekräfte bis zu 50 Prozent ihrer Zeit im Auto. Das Motto muss deshalb lauten: Weniger Fahrzeit, mehr Zeit für die Patient:innen“, erklärt Martin Büker, pflegepolitischer Sprecher der Grünen.
Besprechung von Möglichkeiten bei Rundem Tisch
Ziel eines Runden Tisches sei es, im gemeinsamen Gespräch Möglichkeiten zur Verbesserung der ambulanten Pflege zugunsten der Patientinnen, Patienten und der Pflegekräfte auszuloten. „Dabei geht es nicht nur um die aktuelle Situation der ambulanten Pflege in unserer Stadt, sondern auch um Fragen der gegenseitigen Unterstützung und Arbeitsteilung bei spezifischen Dienstleistungen wie dem Hausnotruf. Aber auch der Aufbau einer gemeinsamen Interessenvertretung oder eine stärkere Kooperation und Vernetzung könnten Themen sein, denen man damit Zeit und Raum geben würde“, ergänzt die sozialpolitische Sprecherin der Grünen, Anke Jacobsen.
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