Nach einer Protestveranstaltung der Gen-Z-Bewegung in Frankfurt am Main ist es zu schweren Ausschreitungen gekommen. Über 100 Polizeibeamte wurden verletzt, darunter ein Beamter, der durch einen Steinwurf schwer im Gesicht getroffen wurde. Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) kündigte harte Konsequenzen an, darunter ein Versammlungsverbot für den 20. November.
Gewalt gegen Polizei eskaliert
Nach einer Demonstration der Gen-Z-Bewegung in Frankfurt am Main kam es am Samstagabend zu massiven Ausschreitungen. Laut Hessischem Innenministerium richteten sich "erheblichen Gewaltausbrüchen und Angriffen" gegen die eingesetzten Polizeikräfte. Innenminister Roman Poseck (CDU) sprach von einem "enormen Gewaltpotential von Linksextremisten und gewaltorientierten jungen Menschen, größtenteils mit Migrationshintergrund", das sich "entladen" habe.
"Genau vor diesen Gefahren haben wir im Vorfeld gewarnt. Deshalb war die Polizei massiv im Einsatz, mit über 1.000 Kräften, mit Wasserwerfern, SEK, Hubschrauber und Tränengas." Die Beamten seien über Stunden "sehr erheblich durch die Gewalttäter angegriffen worden", so Poseck weiter. "Über 100 verletzte Beamte sind ein schockierendes Ergebnis, darunter ein Beamter, der durch einen Steinwurf ins Gesicht getroffen wurde und dadurch Zähne verloren hat." Die Lage konnte erst nach Mitternacht unter Kontrolle gebracht werden.
Innenminister kündigt harte Maßnahmen an
"Dass, was wir gesehen haben, muss aus meiner Sicht eine Initialzündung für eine deutlich härtere Gangart gegen Kriminelle sein", sagte er. Für den 20. November 2026 dürfe in Frankfurt keine vergleichbare Versammlung stattfinden. "Dabei ist zu berücksichtigen, dass die erste Eskalation von der Versammlung ausgegangen ist".
Die Polizei werde bei weiteren Protesten mit einem "noch stärkeren Aufgebot" im Einsatz sein und von Anfang an "robust vorgehen". Die Innenstädte sollten nicht "dem gewalttätigen Mob überlassen" werden, betonte der CDU-Politiker. "Dazu gehört auch, dass wir die überwiegend migrantische Täterklientel klar benennen und gegen diese vorgehen. Hier darf es keine falschen Tabus geben."
Bilanz der Ausschreitungen
Nach aktuellem Stand wurden 366 Personen kontrolliert, 54 festgenommen und 1.225 Platzverweise erteilt. Zudem wurden 17 Geschäfte beschädigt. Die Polizei konnte Plünderungen [[DTS_QUOTE_007|offenbar]] verhindern, wie es in der Mitteilung hieß.
Poseck kündigte an, die Bekämpfung des Linksextremismus "weiter intensivieren" zu wollen.