Der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Jochen Kopelke, hat die friedlichen Schülerproteste am Halloween-Tag gewürdigt. Gleichzeitig verurteilte er gewalttätige Randalierer scharf. Besondere Polizeimaßnahmen für kommende Demonstrationen hält er nicht für nötig.
Kopelke würdigt demokratisches Engagement
Jochen Kopelke, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP), hat den Einsatzkräften für ihre Arbeit am Halloween-Tag gedankt. Gleichzeitig hob er die friedlichen Proteste von Schülern hervor, "die friedlich für ihre Anliegen auf die Straße gegangen sind".
In einem Interview mit den Zeitungen der Funke-Mediengruppe betonte er, dass junge Menschen, die sich für bessere Schulen, bezahlbares Leben und ihre Zukunft engagieren, Gehör verdienen. "Diese jungen Menschen haben demokratisches Engagement gezeigt. Ihre Anliegen dürfen durch die Gewalttäter nicht in den Hintergrund geraten".
Scharfe Kritik an Gewalttätern
Kopelke übte scharfe Kritik an den Randalierern, die die Proteste für Gewalt missbraucht hätten. "Linksextremistische Gewalttäter, die friedlichen Protest als Deckmantel für ihren Hass auf die Polizei missbrauchen, sind feige Schläger. Auch gewaltbereite junge Männer, die Geschäfte plündern und Einsatzkräfte attackieren, haben keine politische Botschaft." Die Angriffe auf Einsatzkräfte und Plünderungen bezeichnete er als unpolitisch und verurteilte sie als feige.
Auf die Frage, ob die Polizei für den nächsten Protest am 20. November besondere Vorsorgemaßnahmen benötige, antwortete er mit einem klaren Nein. "Nein, wir haben sehr gute regionale Einsatzkonzepte erlebt und haben professionelle Polizeiarbeit gesehen". Die Versammlungsbehörden hätten "sehr gut gearbeitet", so Kopelke.
Digitale Ermittlungen sollen Täter überführen
Kopelke zeigte sich zuversichtlich, weitere Täter durch die Auswertung von Videoaufnahmen aus sozialen Medien zu identifizieren. "Videos aus den sozialen Medien sind digitale Beweismittel, die wir mit besonderer Technik und Software auswerten können, und dann die Identifizierung der Tatverdächtigen beginnt. Die Staatsanwaltschaft kann dann aus dieser Ermittlungsarbeit Fahndungen veranlassen, sodass die Personen schnell nach der Tat festgenommen werden können. Wir werden jetzt auch alle Täter aus der digitalen Welt in die echte Realität holen und festnehmen." Die Aufnahmen dienten als digitale Beweismittel, die mit spezieller Software analysiert würden, um Tatverdächtige zu ermitteln.