# Trumpf-Chefin warnt: Deutschlands Wirtschaft so schlecht wie nie Datum: 12.05.2026 14:09 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/trumpf-chefin-warnt-deutschlands-wirtschaft-so-schlecht-wie-nie-711874/ --- Die Vorstandsvorsitzende des Maschinenbauers Trumpf, Nicola Leibinger-Kammüller, warnt vor einer dramatischen Lage der deutschen Wirtschaft und sieht die industrielle Basis des Landes in Gefahr. Sie fordert von der schwarz-roten Bundesregierung strukturelle Reformen, konkrete Sparmaßnahmen und eine klare Strategie für Deutschland. ## „Seit Kriegsende war die wirtschaftliche Lage noch nie so dramatisch“ Die Vorstandsvorsitzende des schwäbischen Maschinenbauers Trumpf, Nicola Leibinger-Kammüller, zeichnet ein düsteres Bild der wirtschaftlichen Situation. „Seit Kriegsende war die wirtschaftliche Lage in Deutschland noch nie so dramatisch“, sagte die Unternehmerin dem „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe). „Da war Corona nichts dagegen.“ Auf einer Hausmesse bei Trumpf habe sie nach eigenen Worten „noch nie so viele frustrierte Unternehmer auf einem Fleck“ gesehen. Viele kleine und mittelständische Betriebe erstickten in Bürokratie und kämen an den Rand ihrer Möglichkeiten. „Wir verlieren unsere industrielle Basis“, warnte die Trumpf-Chefin. ### Forderungen an Bundesregierung und Kanzler Merz Leibinger-Kammüller forderte die schwarz-rote Koalition zum Handeln auf. Es sei die „verdammte Pflicht und Schuldigkeit der Bundesregierung, eine vernünftige Strategie für dieses Land aufzustellen“, sagte sie dem „Handelsblatt“. Das Kräfteverhältnis zwischen CDU und SPD sei aus ihrer Sicht eindeutig – Kanzler Friedrich Merz (CDU) müsse die Reformgeschwindigkeit deutlich erhöhen. Es brauche konkrete Sparansagen und strukturelle Reformen, vor allem bei der Rente. Zum Reizthema Reichensteuer sagte die Trumpf-Chefin, sie wäre bereit, mehr Steuern zu zahlen. Allerdings verknüpfte sie dies mit der Forderung, das zusätzliche Geld für Bildung auszugeben statt für „Gießkannenpolitik“ wie beim Tankrabatt. Auch diese Äußerungen tätigte sie gegenüber dem „Handelsblatt“. ### Lob für Wirtschaftsministerin Reiche und Entwicklung bei Trumpf Ausdrücklich verteidigte die Unternehmerin die Wirtschaftsministerin: „Katherina Reiche ist mutig, geht ins Feuer, sie treibt die richtigen Dinge voran.“ Dieses Lob äußerte Leibinger-Kammüller ebenfalls im Gespräch mit dem „Handelsblatt“. Nach Jahren des Verzichts können sich Trumpf-Beschäftigte im Herbst erstmals wieder auf einen Bonus oder eine tarifliche Gewinnbeteiligung freuen. Das laufende Geschäftsjahr 2025/26 (Ende Juni) entwickle sich „ganz ordentlich“, sagte Leibinger-Kammüller dem „Handelsblatt“. „Der Auftragseingang zieht an. Das gibt Hoffnung.“ Das Geschäft mit Lasern für die Halbleiterfertigung laufe stark, unter anderem wegen der hohen Nachfrage durch den Bau von Datencentern. Im Geschäftsjahr 2024/25 hatte Trumpf einen Verlust geschrieben und musste rund 1.000 Arbeitsplätze abbauen. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück