US-Präsident Donald Trump untersagt den Bundesbehörden die Zusammenarbeit mit dem KI-Unternehmen Anthropic. Für bestimmte Behörden gilt eine sechsmonatige Übergangsfrist, bevor der Stopp vollständig greift. Hintergrund sind Konflikte über die Nutzung der Anthropic-Technologie im Militär- und Geheimdienstbereich.
US-Präsident Donald Trump verbietet den US-Bundesbehörden die Zusammenarbeit mit dem KI-Unternehmen Anthropic. "Wir brauchen sie nicht, wir wollen sie nicht und werden nie wieder mit ihnen Geschäfte machen", teilte Trump am Freitag mit.
Übergangsfrist für Behörden
Für Behörden wie das "Kriegsministerium", die die Produkte von Anthropic in unterschiedlichem Umfang nutzen, soll es eine sechsmonatige Übergangsfrist geben. "Die Vereinigten Staaten von Amerika werden niemals zulassen, dass ein radikal linkes, wokes Unternehmen diktiert, wie unser großartiges Militär Kriege führt und gewinnt", so Trump zur Begründung.
Trump griff das Unternehmen scharf an. "Die linksradikalen Spinner von Anthropic haben einen verhängnisvollen Fehler begangen, indem sie versucht haben, das Kriegsministerium unter Druck zu setzen und es zu zwingen, ihren eigenen Nutzungsbedingungen statt unserer Verfassung zu gehorchen. Ihr Egoismus gefährdet amerikanische Leben, unsere Truppen und unsere nationale Sicherheit."
Konflikt um Nutzungsbedingungen
Laut Medienberichten hatte Anthropic in der Vergangenheit vom US-Verteidigungsministerium 200 Millionen US-Dollar an Förderung bekommen. Dort soll man wohl eigentlich überzeugt sein, dass das Anthropic-Tool Claude den Modellen anderer KI-Unternehmen weit voraus und das beste Modell für Verteidigungs- und Geheimdienstaufgaben sei.
Offenbar wollten die US-Behörden vollen Zugriff auf die KI, den die Firma aber nicht gewähren will. Dem Vernehmen nach soll Anthropic stattdessen zur Bedingung gemacht haben, dass seine Modelle weder zur Massenüberwachung noch für die Entwicklung von Waffen, die ohne menschliches Zutun aktiv werden, eingesetzt werden.
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