Zwei Drittel der Verbraucher in Deutschland planen trotz gestiegener Lebenshaltungskosten, 2026 zu verreisen. Gleichzeitig wollen viele von ihnen beim Urlaub sparen und ihre Ausgaben stärker im Blick behalten. Besonders stark wirkt sich der Kostendruck auf Haushalte mit niedrigeren Einkommen aus.
Mehrheit hält an Reiseplänen fest
Laut einer Umfrage von Yougov im Auftrag der Postbank planen zwei Drittel der Verbraucher, im Jahr 2026 zu verreisen. Knapp zwei Drittel der Befragten mit Reiseplänen gaben allerdings an, am Urlaub zu sparen.
50 Prozent der Befragten mit Reiseplänen achten stärker auf die Ausgaben als sonst; knapp elf Prozent schränken sich finanziell deutlich ein. Gut jeder Dritte (36 Prozent) erklärt, beim Urlaub nicht zu sparen.
Steigende Kosten drücken auf das Urlaubsbudget
Vor allem die gestiegenen Lebenshaltungskosten geben 38 Prozent der Befragten als Grund für bescheidenere Urlaubspläne an. Es folgen hohe Reisekosten, die 27 Prozent der Umfrageteilnehmer als Anlass für Einsparungen im Urlaub nennen.
Geringere Einkommen besonders belastet
Besonders stark zeigt sich die Preisbelastung bei niedrigeren Einkommen: Knapp 76 Prozent der Befragten mit einem monatlichen Haushaltsnettoeinkommen von unter 2.500 Euro sparen an den Urlaubskosten. Bei Einkommen ab 2.500 Euro trifft dies auf rund 57 Prozent zu.
Je schmaler das Budget, desto eher gerät der Urlaub insgesamt unter Druck: Fast 19 Prozent der Befragten mit einem Einkommen von unter 2.500 Euro und Reiseplänen würden im Zweifel zuerst auf den Urlaub verzichten. Bei höheren Einkommen liegt dieser Anteil bei knapp zehn Prozent.
Die Umfrage wurde im Januar 2026 mit 2.110 Personen durchgeführt.
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