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Startseite AktuellTierische Veränderungen in Afrika-Tierwelt „Takamanda“
AktuellArchivZoo Osnabrück

Tierische Veränderungen in Afrika-Tierwelt „Takamanda“

von Zoo Osnabrück 1. Juni 2016
von Zoo Osnabrück 1. Juni 2016
Tierische Veränderungen in Afrika-Tierwelt „Takamanda“
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In diesen Tagen ist viel los in der Afrika-Tierwelt „Takamanda“ im Zoo Osnabrück: Drei Diana-Meerkatzen und ein Bongo sind eingezogen und sechs Impalas haben den Waldzoo verlassen. Auch das Geschlecht des Servalnachwuchses steht nun fest. 

Vor rund acht Wochen brachte Servalkatze Nahla drei Jungtiere zur Welt. Jetzt steht fest: alle drei sind Weibchen.

Gemeinsam mit den Tierpflegern der afrikanischen Tierwelt „Takamanda“ und dem wissenschaftlichen Mitarbeiter Tobias Klumpe untersuchte Zootierarzt Thomas Scheibe die drei jungen Wildkatzen.

Wolfgang Festl mit jungem Serval

Revierleiter Wolfgang Festl hat die jungen Servale gut im Griff

„Die Jungtiere hatten jetzt das erste Mal Kontakt zu Menschen und wir haben die Gunst der Stunde für einen ‚Rundumschlag‘ genutzt: Wir haben das Geschlecht festgestellt, den Katzen einen Mikrochip eingesetzt, sie geimpft, gewogen und ihnen eine Wurmkur verabreicht“, erklärt der Wildtierarzt.

Den meisten Zootieren werden Mikrochips eingesetzt – wie auch Haustieren wie Hunden oder Katzen. Dank der nur wenige Millimeter großen Chips können die Tiere eindeutig identifiziert werden – auch bei Umzügen in andere Zoos. Nach der Untersuchung durften die drei Servalkätzchen schnell wieder zu ihrer Mutter, die in den nächsten Monaten noch ein wachsames Auge auf ihre Zöglinge haben wird.  

Diana-Meerkatze

Die Diana-Meerkatzen erkunden zur Zeit alleine ihr neues Zuhause

Drei neue Diana-Meerkatzen

Das Empfangskomitee von Takamanda wächst ebenfalls – zwar noch nicht durch Nachwuchs, aber durch drei erwachsene Diana-Meerkatzen aus dem Zoo Leipzig. So verdoppelt sich die Gruppe der als gefährdet geltenden Diana-Meerkatzen mit drei Weibchen auf sechs Tiere. Der Osnabrücker Zoo hofft, damit in die Zucht einsteigen zu können, wie der wissenschaftliche Mitarbeiter und Säugetierkurator Tobias Klumpe beschreibt: „Nur wenige deutsche Zoos halten Diana-Meerkatzen. Unsere drei neuen Diana-Meerkatzen kommen aus dem Zoo Leipzig. Um die Zucht der seltenen Primaten voranzutreiben, hat der Zuchtbuchkoordiantor uns als neues Zuhause empfohlen.“ Somit zogen die 34-jährige Oka und ihre 11 und 7 Jahre alten Töchter Kabala und Tuna in den Osnabrücker Zoo um. Dort werden sie erst an ihr neues Zuhause und danach an ihre Artgenossen (Männchen Gerard, 5 Jahre und die beiden Weibchen Mawembe, 11 Jahre, Nyuki, 8 Jahre) gewöhnt. Erst danach treffen sie nach und nach auf ihre neuen Mitbewohner: sieben Drills und drei Rotbüffel. „Wenn Tiere neu aufeinandertreffen, ist das immer sehr spannend“, erklärt Klumpe. „Da achten wir ganz genau auf jeden einzelnen Charakter und entscheiden individuell, wann wir sie mit ihren Artgenossen beziehungsweise den anderen Tierarten zusammenlassen. Das kann einige Zeit in Anspruch nehmen.“     

Bongo-Männchen Suma

Bongo-Männchen Suma hat sich schon gut im Zoo Osnabrück eingelebt

Wechsel auf hinterer Anlage

Die sechs Impalas, die auf  der hinteren großen Anlage der afrikanischen Tierwelt „Takamanda“ lebten, haben den Zoo Osnabrück verlassen. „Erst einmal sind in Takamanda keine Impalas zu sehen. Wir haben aber noch eine Gruppe auf Samburu, unserer zweiten afrikanischen Tierwelt“, so Klumpe. Dort leben Impala-Weibchen mit einem Männchen. Wie bisher wird in Zukunft männlicher Nachwuchs, wenn er älter ist, auf die große Anlage in Takamanda umziehen, denn Impalas leben in der Regel nicht mit mehreren Männchen in einer Gruppe. „Auf der großen Anlage im hinteren Bereich Takamandas fand ein ‚fliegender Wechsel‘ statt. Die Impalas haben uns verlassen, aber dafür ist das junge Bongo-Männchen Suma eingezogen“, so Klumpe. Auch die Aufnahme des Bongos war eine Empfehlung des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms. Im Osnabrücker Zoo wird nun eine Junggesellengruppe der gering gefährdeten Antilopen gehalten. „Bongo-Weibchen leben in Verbänden mit ihren Jungtieren zusammen. Und irgendwo müssen die Männchen dann unterkommen – ähnlich wie bei unseren Impalas“, erklärt der Biologe weiter. Die Diana-Meerkatzen sind in nächster Zeit abwechselnd mit ihren Mitbewohnern und später gemeinsam mit ihnen auf der Anlage zu sehen, der Bongo hat sich schon eingelebt und erkundet sein neues Zuhause Seite an Seite mit seinen neuen Mitbewohnern.

Fotos: Zoo Osnabrück – Hanna Rickert, Lea von Hören (Bongo)

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Zoo Osnabrück

Eine Pressemitteilung vom Zoo Osnabrück.

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