In mehreren deutschen Städten haben am Donnerstag erneut Tausende Schüler gegen die Wehrdienstbeschlüsse der Bundesregierung demonstriert. Aufgerufen hatte das Bündnis „Schulstreik gegen Wehrpflicht“, das die Pläne der Regierung als „erste Schritte hin zur Wiedereinführung der Wehrpflicht“ kritisiert. Nach eigenen Angaben mobilisierte das Bündnis bereits über 55.000 junge Menschen zu Protesten gegen die vorgesehenen Regelungen.
Bundesweite Schulstreiks gegen Wehrdienstpläne
Wie schon im Dezember hatte das Bündnis Schulstreik gegen Wehrpflicht zu den Demonstrationen aufgerufen. Es appellierte an Schüler, am Donnerstag nicht zur Schule zu gehen und stattdessen „gegen die Wehrpflicht und alle Zwangsdienste“ zu streiken. Die Wehrdienstpläne der Bundesregierung lehnt das Bündnis nach eigenen Angaben als „erste Schritte hin zur Wiedereinführung der Wehrpflicht“ ab.
Nach Angaben des Bündnisses sind bisher bereits über 55.000 Schüler gegen die Pläne auf die Straße gegangen. Auch für den Donnerstag erhofft es sich eine ähnlich große Resonanz. Kundgebungen fanden bundesweit in vielen Städten statt.
Proteste von Berlin bis in andere Regionen
In Berlin versammelten sich am Morgen zahlreiche junge Menschen am Potsdamer Platz, um an den Protesten teilzunehmen. Auch in anderen Städten folgten Schüler dem Aufruf des Bündnisses „Schulstreik gegen Wehrpflicht“ und beteiligten sich an Demonstrationen und Kundgebungen.
Briefe der Bundeswehr und geplante Musterung
Eine Wehrpflicht gibt es bisher allerdings nicht. Stattdessen schickt die Bundeswehr seit Januar an alle 18-Jährigen Briefe für einen Fragebogen. Diesen müssen Männer ausfüllen, für Frauen ist das freiwillig. Ab Mitte 2027 müssen Männer dann verpflichtend zur Musterung.
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