Der Unterschied in der Bezahlung von Frauen und Männern ohne Tarifvertrag ist in den vergangenen zehn Jahren gewachsen, während er bei tarifgebundenen Beschäftigten gesunken ist. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine schriftliche Frage der Linken-Fraktion hervor, über die die "Rheinische Post" in ihrer Samstagausgabe berichtet.
Gender Pay Gap entwickelt sich unterschiedlich
Aus der Antwort der Bundesregierung geht hervor, dass Frauen ohne Tarifvertrag im Jahr 2014 pro Stunde durchschnittlich 3,76 Euro weniger verdienten als Männer. 2025 lag der Unterschied laut Bundesregierung bereits bei 4,03 Euro. Bei Beschäftigten mit Tarifvertrag reduzierte sich das Lohngefälle im gleichen Zeitraum von 4,40 Euro auf 4,03 Euro.
Die Zahlen zeigen zudem, dass Beschäftigte mit Tarifvertrag im Durchschnitt mehr verdienen als Beschäftigte ohne Tarifvertrag. Darauf verweist die Bundesregierung in ihrer Antwort, wie die "Rheinische Post" berichtet.
Linke-Fraktion hebt Rolle von Tarifverträgen hervor
Arbeitspolitischer Sprecher der Linken-Fraktion Pascal Meiser betont in der "Rheinischen Post" die Wirksamkeit von Tarifverträgen: "Die Zahlen der Bundesregierung zeigen noch einmal deutlich, dass Tarifverträge nicht nur generell zu höheren Löhnen führen, sondern dass in tarifgebundenen Betrieben auch die Lohndifferenz zwischen Frauen und Männern deutlich geringer ist", sagte er. Jede Maßnahme für mehr Tarifbindung sei daher ein wichtiger Beitrag für Gleichstellung und faire Bezahlung von Frauen.
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