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Startseite AktuellStudie zum Mobilitätsverhalten: Osnabrück auf dem Weg zu klimafreundlicher Verkehrsstadt
AktuellOsnabrück

Studie zum Mobilitätsverhalten: Osnabrück auf dem Weg zu klimafreundlicher Verkehrsstadt

von PM 1. April 2025
von PM 1. April 2025
Metrobus der Stadtwerke Osnabrück / Foto: Pohlmann
43

Die Menschen in Osnabrück haben im Jahr 2023 mehr als die Hälfte aller Wege – 54 Prozent – aktiv zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt. Im sogenannten Binnenverkehr, also den Bewegungen innerhalb der Stadtgrenzen, lag der Fuß- und Radanteil sogar bei 63 Prozent – ein Anstieg um neun Prozentpunkte im Vergleich zum Jahr 2018. Diese Erkenntnisse aus der bundesweiten Untersuchung „Mobilität in Städten – SrV“ der TU Dresden zeigen: Die Osnabrückerinnen und Osnabrücker sind auf gutem Wege, ihr Mobilitätsverhalten zu ändern und so zum Klimaschutz beizutragen.

Anteil der Verkehrsmittel am Verkehrsaufkommen ermittelt

Die repräsentative Studie, deren Ergebnisse die TU Dresden in dieser Woche vorgestellt hat, hat unter anderem den sogenannten Modal Split ermittelt. Der Modal Split bildet die Anteile der genutzten Verkehrsmittel an allen zurückgelegten Wegen (Verkehrsaufkommen) eines Werktages ab und ist somit ein zentraler Indikator für das Mobilitätsverhalten einer Stadt. Er wird deshalb sowohl zur Beschreibung des Ist-Zustandes als auch zur Zielfestlegung genutzt. So wurde beispielsweise im Osnabrücker Vorreiterkonzept Klimaschutz anhand des Modal Split ein Zielszenario 2040 mit Zwischenzielen für 2025, 2030 und 2035 aufgestellt.

Verstärkte Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln

Die Stadt Osnabrück hat sich 2023 zum dritten Mal nach 2013 und 2018 an der SrV-Studie beteiligt. Die aktuellen Ergebnisse zeigen nicht nur einen Anstieg der Fuß- und Radverkehrsanteile, sondern auch eine Wiederbelebung des öffentlichen Nahverkehrs: 8 Prozent aller Wege wurden in der aktuellen Studie mit öffentlichen Verkehrsmitteln (kurz: ÖV) zurückgelegt. Damit liegt der ÖV-Anteil in etwa wieder auf dem Niveau vor der Covid-19-Pandemie (2018: 9 Prozent ÖV am Modal Split). Der Nutzungseinbruch der öffentlichen Verkehrsmittel – insbesondere im Zuge der Lockdown-Maßnahmen 2020 – sind folglich bis zum Erhebungszeitraum der SrV 2023 in etwa wieder ausgeglichen worden. Ein Grund hierfür liegt nach Einschätzung der TU Dresden unter anderem in der Einführung des Deutschlandtickets.

Nur noch ein Drittel der Wege mit dem Auto zurückgelegt

Damit einher geht ein Rückgang des Anteils des motorisierten Individualverkehrs (kurz: MIV). Dieser ist seit 2013 sowohl beim gesamten Wegeaufkommen als auch im Binnenverkehr kontinuierlich gesunken und lag 2023 bei 37 Prozent aller Wege und 29 Prozent aller Wege im Binnenverkehr. Das heißt: Weniger als ein Drittel aller Wege innerhalb der Stadt werden mit dem MIV zurückgelegt, während der Anteil des Umweltverbundes aus Fußverkehr, Radverkehr und ÖV nun bei über zwei Dritteln aller Wege liegt.

Positive Entwicklung in Hinblick auf Klimaziele

Stadtbaurat Thimo Weitemeier begrüßt die Entwicklung mit Blick auf die im Vorreiterkonzept Klimaschutz festgelegten Ziele ausdrücklich: „Der Gesamtanteil des Umweltverbundes an allen Wegen lag 2023 mit 62 Prozent bereits 2 Prozent über dem Zielwert für 2025 und nur noch 3 Prozent unter dem Zielwert für 2030.“

Zur Methodik der Erhebung

Daten zum Mobilitätsverhalten lassen sich nicht über quantitative Zählungen im Straßenverkehr oder ÖPNV gewinnen, sondern erfordern eine methodisch fundierte Erhebung durch repräsentative Haushaltsbefragungen, wie sie die TU Dresden im Zuge der bundesweiten Untersuchung „Mobilität in Städten – SrV“ durchführt (SrV steht dabei für „System repräsentativer Verkehrsbefragungen“). In Osnabrück wurden dafür 1389 zufällig ausgewählte Personen hinsichtlich ihres Mobilitätsverhaltens befragt. Die Ergebnisse treffen somit keine Aussagen über den Gesamtverkehr auf den Straßen, sondern lediglich zum Mobilitätsverhalten der Wohnbevölkerung einer Stadt. Der durch die Bürgerinnen und Bürger erzeugte Verkehr trägt dennoch maßgeblich zum Verkehrsaufkommen bei. Weitere relevante Verkehrsarten wie Einpendler-, Touristen- und Besucherverkehre werden in der „Mobilität in Städten – SrV 2023“ jedoch nicht berücksichtigt.

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PM

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