E-Bike-Unfälle führen bei älteren Männern besonders häufig zu schweren Verletzungen. Das ergab eine Studie der Technischen Universität München (TUM). Demnach waren fast alle schwer verletzten Patienten, die nach einem E-Bike-Sturz auf die Intensivstation mussten, Männer mit einem Durchschnittsalter von 77 Jahren. Keiner von ihnen hatte einen Helm getragen.
Studie der Technischen Universität München
Einer Untersuchung der Technischen Universität München (TUM) zufolge sind insbesondere ältere Männer von schweren Unfällen mit E-Bikes betroffen. Die Unfallchirurgen der TUM analysierten die Daten von 103 verletzten E-Bike-Fahrern aus den Jahren 2017 bis 2023.
Allein 2023 habe sich die Zahl der behandelten Unfälle im Vergleich zum Vorjahr um das Anderthalbfache erhöht, so die Forscher. Über ein Drittel der Patienten musste stationär aufgenommen werden. Fast alle schwer verletzten Patienten, die nach einem E-Bike-Sturz auf die Intensivstation mussten, waren Männer mit einem Durchschnittsalter von 77 Jahren und ohne Helm unterwegs.
Risikofaktoren und Unfallmechanismen
Als Risikofaktoren identifizierte die Studie eine Kombination aus Erschöpfung während der Fahrt, der Einnahme von Blutverdünnern und dem Verzicht auf einen Helm. Das hohe Gewicht der E-Bikes von rund 20 Kilogramm erschwere die Kontrolle bei Stürzen, erklärten die Mediziner der TUM. Zudem könne die Motorunterstützung dazu führen, dass Fahrer ihre körperliche Erschöpfung zu spät bemerkten.
Warnung vor „folgenschwerer Kaskade“
Leitender Oberarzt Michael Zyskowski warnte vor einer „folgenschweren Kaskade“. Er verwies auf das Zusammenspiel von hohem Fahrzeuggewicht, motorischer Unterstützung und fehlendem Helmschutz. Die Mediziner riefen alle E-Bike-Nutzer dringend dazu auf, einen Helm zu tragen. Dieser hätte ihrer Einschätzung nach die meisten schweren Kopfverletzungen verhindern können.
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