Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat zum Tod des Schauspielers Mario Adorf kondoliert und dessen Bedeutung für Film und Theater gewürdigt. Adorf habe das kulturelle Leben weit über die Landesgrenzen hinaus geprägt und sei im deutschen Autorenfilm ebenso zu Hause gewesen wie im internationalen Kino.
Würdigung eines prägenden Schauspielers
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bezeichnete Mario Adorf am Donnerstag als „einen der bedeutendsten deutschen Schauspieler“, der das kulturelle Leben weit über die Landesgrenzen hinaus bereichert habe. Adorf sei sowohl im deutschen Autorenfilm als auch im internationalen Kino zu Hause gewesen, ohne sich dabei zu verlieren, teilte Steinmeier mit.
„In seinen zahlreichen Rollen hat Mario Adorf uns Stärken und auch Schwächen des Menschen nahe gebracht – mit großer Intensität und sehr viel Feingefühl“, so Steinmeier. Viele seiner Figuren seien in das kollektive Film- und Theatergedächtnis eingegangen. Unvergessen seien seine Rollen als Kölner Kommissar Beizmenne in „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ und als Klebstofffabrikant Heinrich Haffenloher in der Serie „Kir Royal“.
Persönliche Erinnerungen des Bundespräsidenten
Steinmeier erinnerte sich an persönliche Begegnungen mit Adorf, die ihm viel bedeuteten. „Unvergessen ist mir persönlich, wie wir gemeinsam in Berlin an der Verlegung eines Stolpersteins teilnahmen für den von den Nationalsozialisten zu Unrecht des vielfachen Mordes beschuldigten Bruno Lüdke, der an den Folgen von Menschenversuchen 1944 verstorben war“, so das Staatsoberhaupt.
Adorf habe durch seine sprachliche Kraft und körperliche Präsenz seine Figuren zum Leuchten gebracht und das Publikum zum Lachen und Weinen bewegt, erklärte Steinmeier. Er werde als wunderbarer Schauspieler und besonderer Mensch in Erinnerung bleiben.
✨ mit KI bearbeitet