Im Osnabrücker Schinkel sind derzeit zwei Straßen in derselben Fahrtrichtung gesperrt: die Wesereschstraße und die Borsigstraße. Ein Leser fragte bei unserer Redaktion an, ob das der Stadt wohl bei der Planung aufgefallen ist – und wie lange das dauert. Die Antwort aus dem Rathaus: Ja, das ist abgestimmt. Und die Umwege seien auch zumutbar.
Stadtsprecher Simon Vonstein erklärt auf Anfrage der HASEPOST: Bei den Arbeiten in der Wesereschstraße gehe es um eine Verlegung von Versorgungsleitungen der Stadtwerke Osnabrück. Die Maßnahme sei der Baustellenkoordination Anfang Juli vorgestellt und den Stadtwerken mit Auflagen genehmigt worden – unter anderem eine Einbahnstraßenregelung für etwa elf Wochen.
Parallel sei Mitte Juli das Hochbauvorhaben in der Borsigstraße dazugekommen, mit entsprechendem Platzbedarf etwa für einen Kran. Größere Hochbauvorhaben würden dort „leider nicht langfristig vorher angekündigt“, sondern in der Regel mit eher kurzem Vorlauf beantragt. Die Koordination mit solchen Maßnahmen gestalte sich daher häufig „schwierig bis unmöglich“.
Warum beide Baustellen trotz räumlicher Nähe parallel laufen dürfen
Geprüft worden sei, ob Versagungsgründe für eine der beiden Maßnahmen vorlägen. Der reale Umweg für die gesperrte Wesereschstraße über Kreuzstraße und Ebertallee betrage 300 Meter – das sei „absolut zumutbar“. Folgt man dem Wegweiser auf der Bohmter Straße und fährt über Oststraße und Tannenburgstraße, betrage der reale Umweg für die Borsigstraße etwa 800 Meter. Vor diesem Hintergrund wäre es nach Vonstein „unverhältnismäßig“ gewesen, eine der beiden Baumaßnahmen abzulehnen.
Rund um die Heilig Kreuz-Kirche / dl-de/by-2-0: Stadt Osnabrück, Fachdienst Geodaten
Die Lösung mit der Einbahnstraße als „geringeres Übel“
Bei der Prüfung der Einbahnstraßenführung auf der Wesereschstraße sei zudem zu bedenken gewesen, dass auf der Schützenstraße am Ende nicht nach links auf die Bremer Straße abgebogen werden könne. Die jetzige Führung sei deshalb als das „geringere Übel“ favorisiert worden.
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