Der Deutsche Städtetag spricht sich für ein bundesweites Nachtfahrtverbot für Mähroboter aus, um Igel und andere Kleintiere besser zu schützen. Städte seien zunehmend zu Ersatzlebensräumen für Tiere geworden, weshalb es nach Einschätzung des kommunalen Spitzenverbandes konsequenter Schutzmaßnahmen bedürfe.
Städtetag fordert konsequenten Schutz für Kleintiere
Claudia Kalisch, Vizepräsidentin des Deutschen Städtetages und Oberbürgermeisterin von Lüneburg, verwies auf die Bedeutung städtischer Gärten für die Tierwelt. „Gerade in den Abendstunden sind in den Gärten viele Tiere aktiv. Sie sind auch auf diese Grünflächen im unmittelbaren Wohnumfeld angewiesen“, sagte Kalisch den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Städte seien inzwischen Ersatzlebensräume für viele Tiere, da Lebensräume in der freien Natur verloren gehen. Ein bundesweites Nachtfahrverbot sei deshalb „konsequenter Schutz“.
Hersteller und Bürger in der Verantwortung
Kalisch sieht auch die Hersteller der Geräte in der Pflicht. Der Deutsche Städtetag appelliere an die Hersteller, „Lösungen zu finden, damit Kleintiere durch Mähroboter nicht weiter gefährdet werden“, sagte sie weiter den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.
Beitrag der Nutzer zum Schutz der Artenvielfalt
Nach Ansicht von Kalisch können auch Bürger aktiv zum Schutz der Kleintiere beitragen, indem sie die Nutzung ihrer Geräte anpassen. Sie könnten ihre Mähroboter so einstellen, dass sie nicht nachts fahren. „Das ist ein wichtiger Baustein, um die Tiere zu schützen und die Lebensqualität in der Stadt durch Artenvielfalt zu bereichern.“ Besonders Igel seien durch Mähroboter gefährdet, weil sie sich bei Gefahr instinktiv zusammenrollen, anstatt zu fliehen.
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