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Startseite AktuellStadtbaurat antwortet zum Ledenhof: Verwaltung hat nie behauptet, eine „Nicht-Versiegelung sei technisch unmöglich“
AktuellKommentarMeinung & Kolumne

Stadtbaurat antwortet zum Ledenhof: Verwaltung hat nie behauptet, eine „Nicht-Versiegelung sei technisch unmöglich“

von Hasepost 7. September 2025
von Hasepost 7. September 2025
Ledenhof kurz nach der Asphaltierung. / Foto: Pohlmann
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In Paris wurde ein Platz über einer innerstädtischen Tiefgarage und einer Metrostation großflächig entsiegelt und mit einem kleinen Stadtwald bepflanzt. In Osnabrück hingegen sorgte die Asphaltierung des Ledenhofs in den vergangenen Monaten bei vielen Bürgern und Ratsvertretern für Entsetzen, Ablehung und die Frage: „Gestaltet man heute noch so einen innerstädtischen Platz?“

Vor diesem Hintergrund bat HASEPOST-Herausgeber Heiko Pohlmann Osnabrücks Stadtbaurat Thimo Weitemeyer im Rahmen unseres neuen Formats „Um Antwort wird gebeten“ (u.A.w.g.) um eine Stellungnahme: „Warum geht in Paris, was auf dem Osnabrücker Ledenhof angeblich unmöglich war?“ Die Antwort liegt nun vor – ungekürzt als Gastbeitrag.

Eine Antwort von Osnabrücks Stadtbaurat Thimo Weitemeier

Sie hatten um Antwort gebeten – die liefern wir gerne. Wir freuen uns, dass Osnabrück den Vergleich mit der Weltmetropole Paris nicht scheuen muss. Auch wenn die Parkgarage am Ledenhof dann doch etwas kleiner ausfällt als die Metro.

Zunächst möchte ich klarstellen, dass die Verwaltung nie behauptet hat, eine „Nicht-Versiegelung sei technisch unmöglich“. Wir hatten jedoch einen anderen Auftrag: Ziel der Umgestaltung war es nicht, einen innerstädtischen Wald zu pflanzen, sondern neben der Erweiterung der entsiegelten Flächen eine multifunktional nutzbare Veranstaltungsfläche zu schaffen, die unter anderem Raum für Wochenmärkte, Sonderveranstaltungen und den Eiszauber bietet. Dafür muss der Platz regelmäßig befahrbar sein, zum Beispiel durch die Marktbeschicker, und das erfordert nun einmal befestigte Flächen.

Trotzdem ist nun deutlich mehr Fläche entsiegelt als zuvor: Vor dem Umbau verfügte der Platz über 2400 Quadratmeter begrünte Fläche, nach dem Umbau werden es 3300 sein. Auch bei den Bäumen ist die Bilanz positiv: Zwar wurden 48 Bäume gefällt, die größtenteils vorgeschädigt waren. Wir haben im Bereich Ledenhof/Neuer Graben jedoch auch 46 Bäume neu gepflanzt, weitere vier Bäume werden jetzt noch folgen. Noch mehr Bäume sind aufgrund von Statik und Standort – viele Stellen sind beispielsweise zu schattig – schlichtweg nicht möglich.

Abgesägter Baum am Ledenhof

Abgesägter Baum am Ledenhof / Foto: Pohlmann

Im Übrigen haben auch unsere Bäume eine Höhe von sechs bis sieben Metern, müssen also den Vergleich mit Paris nicht scheuen. Noch größere Bäumen haben wir nicht gepflanzt, da sonst die Wurzelballen über die Platzfläche herausgeragt hätten. Die neuen Bäume können jetzt in die Fläche wurzeln, da unter der Asphaltfläche circa zwölf Kubikmeter große Substratbeete angelegt wurden.

Bei der Frage, warum wir nicht noch mehr Erde aufgeschüttet haben, kommt tatsächlich die Statik ins Spiel – da unterscheidet sich unsere Parkgarage dann vielleicht doch von der Pariser Metro. Bei der Tiefgarage durften wir jedenfalls eine maximale Gesamtbelastung von 30 kN/m² nicht überschreiten. Hätten wir flächendeckend zwei Meter Oberboden aufgebracht, wären wir bei nassem Oberboden schnell auf 36 kN/m² gekommen, und darin ist das Aufbaugewicht von Bordsteinen etc. noch nicht einmal berücksichtigt. Davon abgesehen sollte der Platz außerdem barrierefrei sein, um auch Menschen mit körperlichen Einschränkungen Markt-  und Veranstaltungsbesuche zu ermöglichen. Auch deshalb wäre ein zwei Meter hohes Aufschütten von Oberboden nicht möglich gewesen. An der niedrigsten Stelle kommen wir nun auf eine Überdeckung vom Aufbau zur Tiefgaragendecke von circa 70 Zentimetern. An der tiefsten Stelle der Veranstaltungsfläche haben wir eine Überdeckung von einem Meter.

Und apropos Veranstaltungsfläche: Für Veranstaltungen gibt es behördliche Flächenvorgaben, die wir zu berücksichtigen hatten. Auch mussten wir Flächen für die Feuerwehr freihalten, um die Erreichbarkeit aller Anrainer sicherzustellen – IHK, Haus Ledenhof, Tiefgarage und Steinwerk. Diese Flächen können grundsätzlich nicht begrünt sein.

Die neue Veranstaltungsfläche hat nun eine Größe von 2100 Quadratmetern. Sie liegt vollständig über der Tiefgarage – also einem Bereich, der im Untergrund zu 100 Prozent versiegelt ist. Wir haltend das für eine sehr sinnvolle Platzausnutzung, denn eine direkte Versickerung von Regenwasser kann hier ohnehin nicht stattfinden. Das Wasser muss also in jedem Fall über ein Drainagesystem auf dem Tiefgaragendach aufgefangen und den Regeln der Technik entsprechend gesammelt und an ein Leitungsnetz angeschlossen werden.

Bleibt die Farbwahl: Die beige Farbe des Abstreumaterials soll nicht den Asphalt kaschieren, sondern war immer so vorgesehen, um den Platzcharakter zu verstärken und den Reflexionsanteil durch den helleren Farbton zu erhöhen.

Sie sehen also, auch in Osnabrück haben wir uns durchaus Gedanken gemacht. Ich biete Ihnen für die Zukunft gerne auch eine frühzeitige und sachliche Information bei konkreten Bauprojekten an. Bis dahin genießen Sie die Nutzungsmöglichkeiten des neugestalteten Ledenhofs schon mal beim Tag der Niedersachsen oder sobald der Wochenmarkt zurückkehrt!

In diesem Sinne viele Grüße
Thimo Weitemeier

Stadtbaurat


Hinweis der Redaktion: Herr Weitemeyer bezieht sich in seiner Antwort immer nur auf eine Metrostation, über der in Paris vor dem Rathaus (Hôtel de Ville) eine große Fläche entsiegelt und bepflanzt wurde. Tatsächlich handelt es sich um eine Tiefgarage und eine nur periphär betroffene Metro-Station.
Die Antwort von Herrn Weitemeyer erreichte uns bereits vor dem Tag der Niedersachsen, die Veröffentlichung wurde wg. Urlaub und einer zwischenzeitlich aktualisierten Artikelplanung verschoben.

Anmerkung des Herausgebers und Fragestellers: Was unerwähnt bleibt ist, dass Weitemeyers Amtsvorgänger Stadtbaurat Frank Otte eine „ungebundene Decke“ und damit in vollem Umfang des Platzes entsiegelte Fläche angekündigt hatte und diese Pläne – faktisch am zuständigen Planungsausschuss der Kommunalpolitik und der Öffentlichkeit vorbei –, versteckt in einer Ausschussvorlage, nachträglich geändert wurden.

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Hasepost

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