Die Spritpreise in Deutschland steigen weiterhin unaufhaltsam an.
Das waren 1,1 Cent weniger als beim Allzeithoch 2022. Ein Liter Diesel kostete 2,443 Euro. Damit fiel der Preisanstieg – es war der elfte in Folge – aber zumindest geringer aus als zuletzt. E10 verteuerte sich nur um 0,1 Cent, Diesel um 0,3 Cent. Vergangene Woche hatten die Preise noch teilweise um mehrere Cent pro Tag zugelegt. Am Ostermontag haben die Kraftstoffpreise neue Höhen erreicht. Der durchschnittliche Preis für einen Liter Super E10 stieg um 6,6 Cent auf 2,235 Euro.
Dieselpreis erreicht neues Rekordhoch
Diesel legte um 6,6 Cent auf durchschnittlich 2,487 Euro zu. Seit Anfang April sind die Preise in Deutschland aber weiter gestiegen. Zum Vergleich: Vergangenen Montag – also vor Einführung der Regel – lag der bundesweite Tagesdurchschnittspreis für Super E10 bei 2,087 Euro je Liter, Diesel kostete 2,295 Euro. Auch am Ostersonntag hatte der Dieselkraftstoff ein neues Allzeithoch erreicht. Wie der ADAC mitteilte, kostete Diesel gestern im Tagesdurchschnitt 2,440 Euro pro Liter und damit 1,5 Cent mehr als am Tag zuvor. Der Anstieg bei Super E10 fiel mit 0,7 Cent moderater aus: 2,191 Euro pro Liter mussten Autofahrer für den Kraftstoff im Tagesdurchschnitt zahlen. Ein Blick auf den Ölmarkt gibt keine Hoffnung auf Entspannung: Der Preis für Rohöl der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni stieg zum Wochenstart zeitweise auf über 111 US-Dollar je Barrel (159 Liter).
IEA-Chef warnt vor historischer Energiekrise
Das sind fast 40 Dollar mehr als vor Beginn des Krieges. Der Chef der Internationalen Energieagentur (IEA), Fatih Birol, warnt vor einer Zuspitzung der Probleme bei der Ölversorgung. ‚Man muss sich bewusst sein, dass der März zwar sehr schwierig war, der April aber noch viel schlimmer werden wird‘, sagt Birol in Paris der Zeitung Le Figaro. Denn die Golfstaaten förderten nur noch etwas mehr als die Hälfte der vor dem Krieg geförderten Ölmenge, und Erdgas werde gar nicht mehr exportiert. ‚Die Welt hat noch nie eine Störung der Energieversorgung in einem solchen Ausmaß erlebt. Betrachtet man die drei großen Öl- und Gaskrisen der Vergangenheit, so ist die aktuelle Krise schwerwiegender als die von 1973, 1979 und 2022 zusammen. Wir stehen vor einem großen Energieschock, der einen Öl-, einen Gas- und einen Nahrungsmittelschock vereint.‘
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