Der Bundesverband Güterverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL) warnt angesichts stark gestiegener Dieselpreise vor schweren wirtschaftlichen Folgen für die Transportbranche. In einem Brief an das Bundeskartellamt fordert der Verband eine sofortige Untersuchung der Preisbildung auf dem deutschen Kraftstoffmarkt.
BGL fordert Eingreifen des Bundeskartellamts
In einem Schreiben an Kartellamtspräsident Andreas Mundt schlägt BGL-Vorstandssprecher Dirk Engelhardt Alarm. Der Verband erhalte aus allen Regionen Deutschlands „Rückmeldungen über drastische Preissprünge, die viele Betriebe an die Grenze ihrer wirtschaftlichen Belastbarkeit bringen und in ihrer Existenz gefährden“, schreibt Engelhardt laut „Handelsblatt“.
Engelhardt bittet die Wettbewerbshüter „nachdrücklich, die Preisbildungsmechanismen im deutschen Kraftstoffmarkt kurzfristig zu überprüfen“. Eine Untersuchung könne klären, ob die starke Abweichung der deutschen Preisentwicklung gegenüber anderen europäischen Märkten auf „strukturelle Faktoren, Marktverhalten oder mögliche Wettbewerbsverzerrungen“ zurückzuführen sei.
Stärkster Preisanstieg in Deutschland
Laut BGL-Daten zur Preisentwicklung weist Deutschland den höchsten Anstieg aller betrachteten Länder auf. „Und dies in einer Dynamik, die nicht allein mit der Entwicklung der Rohölpreise zu erklären ist“, erklärte Engelhardt.
Für die Transportunternehmen hätten die Kostensteigerungen massive wirtschaftliche Folgen. Angesichts der geringen Margen im Logistikgeschäft führe die aktuelle Entwicklung „binnen kürzester Zeit zu realen Liquiditätsproblemen“. Dies gefährdet laut Engelhardt „nicht nur einzelne Betriebe, sondern die Funktionsfähigkeit der gesamten Lieferketten“.
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