Das SPD-Parteimagazin „Vorwärts“ wird ab sofort nicht mehr regelmäßig gedruckt erscheinen und soll grundlegend zu einem digitalen Angebot umgebaut werden. Verlag, Redaktion und SPD wollen nach Angaben aus SPD-Führungskreisen ein „völlig neues Produkt“ entwickeln, das Konzept soll beim „Vorwärts“-Sommerfest im September präsentiert werden.
Umbruch beim traditionsreichen SPD-Parteimagazin
Das SPD-Parteimagazin „Vorwärts“ wird nach Informationen des „Tagesspiegels“ unter Berufung auf SPD-Führungskreise ab sofort nicht mehr als regelmäßige gedruckte Ausgabe erscheinen. Verlag und Redaktion des „Vorwärts“ und die SPD wollten „ein völlig neues Produkt“ entwickeln. SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf ist, wie seine Vorgänger, „Vorwärts“-Herausgeber.
In einer E-Mail von „Vorwärts“-Chefredakteurin Karin Nink vom Mittwoch an die Abonnenten des Magazins, aus der der „Tagesspiegel“ zitiert, heißt es: „Wenn wir den `Vorwärts` als schlagkräftige Stimme der deutschen Sozialdemokratie erhalten wollen, müssen wir ihn so weiterentwickeln, dass er im digitalen Zeitalter gut bestehen und die SPD stärken kann“. Unter der Betreff-Zeile „Die (vorerst) letzte Vorwärts-Ausgabe“ schreibt Nink laut „Tagesspiegel“, der „Vorwärts“ habe sich „im Jahr ihres 150. Geburtstags gemeinsam mit dem Herausgeber und dem Schatzmeister auf den Weg gemacht, die Parteizeitung grundlegend weiterzuentwickeln. Bis zum vorwärts-Geburtstag im Herbst gehen wir diesen Weg weiter – hin zu einem neuen, digitalen `Vorwärts`. Du kannst also gespannt sein.“
Fokus auf digitale Kanäle
In der Zwischenzeit informiere der „Vorwärts“ seine Abonnenten „wie gewohnt auf vorwärts.de, auf Facebook, Instagram und Tiktok, im Podcast `SPDings` und in unserem wöchentlichen Newsletter“. Die meisten „Vorwärts“-Abonnenten sind SPD-Mitglieder. Nicht zuletzt die Wandlungsbereitschaft und -fähigkeit des „Vorwärts“ habe dazu beigetragen, „dass er so alt wie keine andere nationale Zeitung in diesem Land geworden ist. Wie das gelungen ist, liest du in dieser – vorerst letzten – Ausgabe“, schreibt Nink mit Verweis auf das E-Paper.
Hintergrund: Druck eingestellt, Verlag bleibt
Zuletzt war der „Vorwärts“ als gedrucktes Magazin viermal im Jahr erschienen, sechsmal als E-Paper. Beim „Vorwärts“-Sommerfest im September werde das neue Konzept präsentiert, heißt es in SPD-Führungskreisen. Digitaler Wandel, wirtschaftliche Stagnation, steigende Druckkosten, schlechte Wahlergebnisse und sinkende Mitgliederzahlen machen der SPD-Parteizeitung seit Jahren zu schaffen. Schon seit Jahren gibt es Überlegungen, den „Vorwärts“ umzugestalten. Die SPD-Spitze scheute sich lange vor einem solchen Schritt, heißt es in der Partei. Der Verlag des „Vorwärts“ und die Redaktion sollen erhalten bleiben, wird in SPD-Führungskreisen betont.
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