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Startseite AktuellSo informiert das Remarque-Friedenszentrum in Osnabrück mit einer Sonderausstellung über den „Auftakt des Terrors“
AktuellKulturOsnabrück

So informiert das Remarque-Friedenszentrum in Osnabrück mit einer Sonderausstellung über den „Auftakt des Terrors“

von Laura Hilgert 29. Januar 2026
von Laura Hilgert 29. Januar 2026
Erich-Maria-Remarque-Friedenszentrum Osnabrück
269
📍Ort des Geschehens: Osnabrück (Gesamtstadt)

Ehrfürchtige Stille herrscht im Erich-Maria-Remarque-Friedenszentrum, das anlässlich des Gedenktags an die Opfer des Nationalsozialismus eine Sonderausstellung präsentiert. In elf Stationen führt sie durch das Terrorregime der Nationalsozialisten. Von den Anfängen auf dem Weg in die Diktatur bis zum Jahr 1945 gibt die Ausstellung Einblicke in Hintergründe und Zustände der Zeit – beginnend bereits im Jahr 1919.

Sonderausstellung bis zum 29. März 2026

Die Sonderausstellung „Auftakt des Terrors – Frühe Konzentrationslager im Nationalsozialismus“ stammt von der Arbeitsgemeinschaft „Gedenkstätten an Orten früher Konzentrationslager“. Sie wurde am 27. Januar im Anschluss an die Gedenkfeier eröffnet und ist noch bis zum 29. März zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Information in elf Stationen

Die Themenstationen informieren mit Fotografien und kurzen Texten über Rolle und Funktion der Konzentrationslager sowie über die Entwicklungen, die zu ihrer Einrichtung führten. Die frühen Konzentrationslager entstanden bereits wenige Monate nach der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler. Sie werden häufig übersehen, da viele von ihnen nach wenigen Wochen oder Monaten wieder geschlossen wurden. Dennoch kommt ihnen eine zentrale Bedeutung zu: Sie markieren den Beginn des nationalsozialistischen Terrors. „Die Lager waren faktisch rechtsfreie Räume“, heißt es in der Ausstellung. Aus ihnen entwickelten sich die späteren Konzentrationslager.

Sonderausstellung im Erich-Maria-Remarque-Friedenszentrum. / Foto: Justus Hanneken

Sonderausstellung im Erich-Maria-Remarque-Friedenszentrum. / Foto: Justus Hanneken

Beleuchtung von Einzelschicksalen

Mit eindringlichen Fotografien und Zitaten macht die Ausstellung deutlich, wie grausam und sinnlos Verfolgung, Inhaftierung und Tötung durch das Regime waren. Besonders an der sechsten Station „Häftlinge“ werden einzelne Schicksale vorgestellt und die Gründe für ihre Verfolgung erläutert.

So wird unter anderem an Ernst Heilmann erinnert, bis 1933 demokratischer Politiker in Preußen, der aufgrund seiner jüdischen Herkunft in mehreren Konzentrationslagern inhaftiert war und 1940 ermordet wurde. Ein weiteres Beispiel ist Alois Dangelmaier, ein katholischer Stadtpfarrer, der sich gegen die Hinrichtung von Kommunisten aussprach und dafür sieben Wochen in einem Konzentrationslager inhaftiert war.

Sonderausstellung im Erich-Maria-Remarque-Friedenszentrum. / Foto: Justus Hanneken

Sonderausstellung im Erich-Maria-Remarque-Friedenszentrum. / Foto: Justus Hanneken

Zum Friedenszentrum

Neben wechselnden Sonderausstellungen zum Thema „Krieg und Kultur“ beherbergt das Friedenszentrum eine Dauerausstellung zum Osnabrücker Schriftsteller Erich Maria Remarque. Remarque kämpfte zwischen 1916 und 1918 im Ersten Weltkrieg und verarbeitete seine Erfahrungen unter anderem in dem Roman „Im Westen nichts Neues“. Das Foyer des Zentrums dient deshalb regelmäßig als Ausstellungsort für Sonderausstellungen rund um Krieg und Kultur.

Erinnern im Fokus

Die Sonderausstellung im Erich-Maria-Remarque-Friedenszentrum erinnert daran, was in der Geschichte geschehen ist. Sie richtet den Blick insbesondere auf die Anfänge des Nationalsozialismus – mit dem Ziel, Wissen zu vermitteln und dafür zu sensibilisieren, dass sich ein solcher Terror niemals wiederholen darf.

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Laura Hilgert

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