Vor dem Hintergrund wachsender Spannungen mit Russland hat Serbiens Präsident Aleksandar Vucic bekräftigt, sein Land in die Europäische Union zu führen. Er kündigte an, in den kommenden Tagen Empfehlungen aus Brüssel zu erwarten und diese vollständig umsetzen zu wollen.
Vucic bekennt sich zum EU-Kurs
Serbiens Präsident Aleksandar Vucic hat seinen Willen erneuert, das Land an die Europäische Union heranzuführen. Vor dem Hintergrund steigender Spannungen mit Russland sagte er der „SZ“, er erwarte in den nächsten Tagen Empfehlungen von der EU, „mit denen werde man ins Parlament gehen“.
Vucic versicherte gegenüber der „SZ“: „Und wir werden all ihre Empfehlungen annehmen.“ Konkrete Inhalte dieser Empfehlungen wurden von ihm nicht genannt, sie sollen jedoch nach seinen Angaben dem serbischen Parlament vorgelegt werden.
Teil-Beitritt als Zwischenziel
Da Aleksandar Vucic nach eigenen Worten nicht davon ausgeht, dass Serbien in absehbarer Zeit vollwertiges EU-Mitglied werden kann, wirbt er für eine Art Teil-Beitritt. „Ich glaube an den gemeinsamen Markt, an ein Europa ohne Grenzen. Wenn wir auf diese Weise politisch und wirtschaftlich Teil der EU werden könnten, ohne Stimmrecht, ohne Vetorecht und ohne einen eigenen Kommissar, dann würde uns das schon sehr glücklich machen“, sagte er der „SZ“.
Keine dritte Amtszeit und keine Verfassungsänderung
Angesprochen auf eine mögliche dritte Amtszeit, die von der Verfassung ausgeschlossen wird, verwies Aleksandar Vucic ebenfalls gegenüber der „SZ“ auf die geltenden Regeln. „Natürlich darf ich das nicht, und ich habe auch nicht vor, die Verfassung ändern zu lassen, wie mir das manche Medien unterstellen“, sagte er.
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