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Startseite Deutschland & die WeltSED-Opferbeauftragte fordert Umbenennung von Lenin-Straßen
Deutschland & die Welt

SED-Opferbeauftragte fordert Umbenennung von Lenin-Straßen

von Hasepost Redaktion 7. Dezember 2025
von Hasepost Redaktion 7. Dezember 2025
Evelyn Zupke (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur
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Die Bundesbeauftragte für die Opfer der SED-Diktatur, Evelyn Zupke, fordert eine Umbenennung von Straßen, die nach Lenin und ehemaligen SED-Funktionären benannt sind. Solche Straßennamen seien aus ihrer Sicht mit einer Würdigung dieser Personen durch die heutige demokratische Gesellschaft verbunden und somit nicht mehr zeitgemäß. Stattdessen plädiert sie für Ehrungen von Menschen, die in der DDR Widerstand geleistet haben.

Forderung nach neuer Erinnerungskultur im Straßenbild

Evelyn Zupke, Bundesbeauftragte für die Opfer der SED-Diktatur, sieht insbesondere Straßennamen, die an sowjetische oder führende SED-Politiker erinnern, kritisch. „35 Jahre nach der Wiedervereinigung sollte keine Straße mehr nach Lenin, Otto Grotewohl oder Wilhelm Pieck benannt sein“, sagte Zupke der „Bild“. Eine Straßenbenennung sei Ausdruck von Würdigung durch unsere heutige demokratische Gesellschaft. „Diese Personen stehen dagegen für das Leid von Tausenden von Opfern.“

DDR-Vergangenheit auf Straßenschildern in Ostdeutschland

In Ostdeutschland lebt die DDR auf zahlreichen Straßenschildern weiter. So gibt es noch mehr als ein Dutzend Leninstraßen, außerdem sind Straßen nach den SED-Chefs Wilhelm Pieck und Otto Grotewohl bekannt. Darüber hinaus existieren weiterhin Bezeichnungen wie Straßen der DSF (Deutsch-Sowjetischen Freundschaft) und der LPG (Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft) oder wie in Sandersdorf-Brehna (Sachsen-Anhalt) eine Straße der Aktivisten.

Appell an Bürgermeister für Umbenennungen

Die Bundesbeauftragte für die Opfer der SED-Diktatur wünscht sich „einen deutlich kritischeren Umgang mit diesen Straßennamen“. Hier sehe sie insbesondere auch die Bürgermeister in der Pflicht, so Zupke gegenüber der „Bild“. „Eine bisherige Lenin- oder Wilhelm-Pieck-Straße umzubenennen nach einer Persönlichkeit, die in der DDR Widerstand geübt hat, wäre aus meiner Sicht im 35. Jahr der Deutschen Einheit das richtige Signal.“

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Hasepost Redaktion

Die HASEPOST-Redaktion liefert täglich aktuelle Nachrichten für Osnabrück und die Region. Dieser Artikel basiert auf Basismaterial der dts Nachrichtenagentur, das – sofern gekennzeichnet – durch KI bearbeitet wurde. Der Artikel wurde von unserer Redaktion geprüft, inhaltlich bearbeitet und gegebenenfalls um lokale Aspekte oder weiterführende Informationen aus anderen Quellen ergänzt.

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