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Startseite Deutschland & die WeltSchweitzer fordert erstmals Frau als Bundespräsidentin Deutschlands
Deutschland & die Welt

Schweitzer fordert erstmals Frau als Bundespräsidentin Deutschlands

von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 22. April 2025
von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 22. April 2025
Schloss Bellevue / Foto: dts
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Rheinland-Pfalz Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD) spricht sich für die Wahl einer Frau zur Bundespräsidentin aus. Er sieht in Gesellschaft und Politik eine breite Unterstützung für diesen Vorstoß und betont die hohe Symbolkraft einer weiblichen Staatsoberhauptschaft. Schweitzer stellt sich damit klar gegen das Argument, bei der Besetzung des Amtes solle das Geschlecht keine Rolle spielen.

Breite Mehrheit für eine Bundespräsidentin erwartet

Alexander Schweitzer (SPD), Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, hat sich am Dienstag im Gespräch mit dem TV-Sender „Welt“ dafür ausgesprochen, erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland eine Frau zur Bundespräsidentin zu wählen. „Ich kann mir vorstellen, dass es für diesen Vorschlag eine breite Mehrheit gibt, nicht nur in der Politik, nicht nur in der Regierung oder im Bundestag, im Bundesrat, sondern insgesamt in Deutschland“, sagte Schweitzer dem Sender. Weiter erklärte er: „Und deshalb freue ich mich auf die Debatte und bin mir sicher, es ist eine kluge Debatte, deshalb, weil sie natürlich auch die Frage damit beantwortet: Welche Ansprüche haben wir denn an die oberste Repräsentantin unseres Volkes, unseres Staates?“

Symbolkraft und gesellschaftlicher Auftrag

Schweitzer betonte die Bedeutung einer Frau im höchsten Staatsamt: Eine Bundespräsidentin hätte „eine hohe Symbolkraft“ und „auch die Verantwortung, dem Land immer wieder auch Vorschläge zur Orientierung zu geben und die Gesellschaft zusammenzuhalten“, so Schweitzer laut „Welt“. Er fügte hinzu: „Und ich finde, dafür werden wir ganz bestimmt qualifizierte, hervorragende Frauen in Deutschland finden.“

Kompetenzdebatte und gesellschaftlicher Wandel

Das oft genannte Argument, dass bei der Wahl des Staatsoberhauptes einzig Kompetenz zählen solle, wies Schweitzer zurück. „Frauen sind kompetent, sind befähigt, in allen Bereichen der Gesellschaft Verantwortung zu übernehmen. Sie tun es tagtäglich und ich finde, deshalb sollten sie es auch an der Spitze unseres Landes tun, an der Spitze unseres Staates tun“, sagte Schweitzer im Gespräch mit „Welt“.

Zudem hinterfragte er, ob es bei bisherigen männlichen Amtsinhabern wirklich immer nur um Kompetenz gegangen sei. Schweitzer wörtlich: „Ob immer nur die Qualifikation und die Befähigung eine Rolle gespielt habe oder es ‚männlich dominierten Strukturen einfach nur eingefallen ist, einen Mann zu wählen‘“. Diesbezüglich erklärte der SPD-Politiker: „Da sei man doch weit darüber hinaus in der gesellschaftlichen Entwicklung.“ Weiter sagte er: „Und darum mache ich mich so stark dafür, dass an die Spitze unseres Landes, an die Spitze unseres Staates eine Frau als erste Repräsentantin kommt.“

Signal für die Gesellschaft

Abschließend betonte Schweitzer die Bedeutung eines solchen Schrittes: Eine Bundespräsidentin könne „die Gesellschaft nach vorne bringen“, so der Ministerpräsident. Er führte aus: „Wir müssen nun wirklich auch für uns mal erkennen, dass wenn zwölf Bundespräsidenten nacheinander alles Männer im Amt waren, dann ist die Zeit nicht nur reif, sondern überreif, dass die andere Hälfte der Gesellschaft, nämlich die Frauen, endlich auch zum Zug kommt, um unser Land zu repräsentieren.“ Schweitzer weiter: „Ich glaube, das ist ja tatsächlich ein gutes Signal, nicht nur in die Politik, sondern in die Gesellschaft insgesamt.“

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mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet

Dieser Artikel wurde mit Material der Nachrichtenagentur dts erstellt, kann jedoch durch unsere Redaktion ergänzt oder aktualisiert worden sein.

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