RWE-Chef Markus Krebber stellt die bisherigen gesetzlichen Vorgaben zu Mindestfüllständen in Gasspeichern infrage. Stattdessen regt er die Einführung einer strategischen Gasreserve an, die nach seinen Vorstellungen über zwei Jahre aufgebaut werden soll und nur im Notfall zum Einsatz kommt.
„Füllstandslevel-Vorgaben sind kontraproduktiv“
RWE-Chef Markus Krebber kritisiert die bestehenden Regelungen zu Mindestfüllständen in den Gasspeichern. „Füllstandslevel-Vorgaben sind kontraproduktiv für den Markt und machen die Gasversorgung am Ende teurer“, sagte er dem Nachrichtenportal Politico. Als Alternative schlägt er ein neues Instrument vor: „Ein passendes Instrument wäre zum Beispiel eine strategische Gasreserve, die nicht in den Markt integriert ist und nur im Notfall angezapft werden darf – so wie bei der nationalen Ölreserve“, sagte Krebber Politico.
Zweistufige Einführung über zwei Jahre
Nach den Vorstellungen von Krebber müsste eine solche strategische Reserve mit ausreichendem zeitlichen Vorlauf aufgebaut werden. Nur so ließen sich zusätzliche Verwerfungen an den Energiemärkten verhindern. „Ich würde die strategische Gasreserve über zwei Jahre einführen, um die Marktpreise im kommenden Sommer nicht zu belasten und die Kosten für die Verbraucher gering zu halten“, sagte Krebber Politico.
Modell zur Begrenzung der Kosten
Die finanziellen Aufwände für eine strategische Gasreserve schätzt der RWE-Chef als handhabbar ein. Die Kosten für eine solche Reserve hält er für „sehr überschaubar“, wenn das Instrument aus seiner Sicht richtig gestaltet wird. „Um die Kosten gering zu halten, könnte man zum Beispiel das Vorhalten der strategischen Reserve mit Mindestvorgaben verauktionieren, und den günstigsten Anbieter die Reserve bewirtschaften lassen“, so der RWE-Chef gegenüber Politico.
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