Ein russischer Drohnenangriff hat am Dienstagnachmittag das historische Zentrum
Wie durch ein Wunder gab es keine Toten, obwohl der Angriff zur Hauptverkehrszeit stattfand. 15 Schüler der Klosterschule, die in dem Gebäude lebten, entkamen nur knapp der Katastrophe, nachdem sie Schutzräume aufgesucht hatten. Eine 90-jährige Frau wurde verletzt aus ihrer zerstörten Wohnung gerettet. Zwei Passantinnen wurden durch umherfliegende Trümmerteile schwer verletzt und mussten ins Militärkrankenhaus gebracht werden, wo einer von ihnen ein Teil des Magens amputiert werden musste. Das historische Zentrum von Lwiw, das zwei Weltkriege nahezu unbeschadet überstanden hat, ist zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt worden. Zahlreiche Denkmäler sind vorsorglich eingehaust und viele Kirchen haben ihre wertvollen Bleiglasfenster mit Splitterschutzplatten abgedeckt.
Russland startet massiven Drohnenangriff auf Ukraine
Der Angriff auf Lwiw war Teil eines russischen Großangriffs, bei dem fast tausend Drohnen zwischen Montagnacht und Dienstagabend gegen die Ukraine gestartet wurden. Der ukrainische Generalstab spricht von einem der größten Luftangriffe seit Beginn der Vollinvasion vor mehr als vier Jahren. Dabei lenkte Moskau 556 sogenannte Kamikaze-Drohnen gegen die zentralen und westlichen Teile der Ukraine. Lwiw war eine der am schwersten getroffenen Städte. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warf Russland eine ‚absolute Verkommenheit‘ vor. Die Ukraine führte in der Nacht mehrere Angriffe gegen Russland durch, wobei insbesondere der wichtige nordwestliche Hafen Ust-Luga am Finnischen Meerbusen ins Visier genommen wurde.
Drohnen über Baltikum: Ukraine oder Russland im Visier
Unterdessen wurden Drohnen aus dem russischen Luftraum über Estland und Lettland gemeldet. Eine Drohne traf den Schornstein des Kraftwerks Auvere in Estland, wie der estnische Inlandsgeheimdienst ISS mitteilte. Eine weitere Drohne stürzte über lettischem Gebiet ab. Die lettische Ministerpräsidentin Evika Silina erklärte, dass es sich bei der Drohne offenbar um eine ukrainische gehandelt habe. Es habe keine Verletzten gegeben.
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