HASEPOST ¦ Zeitung und aktuelle Nachrichten für Osnabrück
  • Osnabrück
  • Region Osnabrück
  • Deutschland & die Welt
  • Kultur
  • Sport
  • Meinung & Kolumne
.
Stadt Osnabrück und SWO Netz erneuern Infrastruktur in...
Nach Säureattacke: Berufsinformationszentrum der Arbeitsagentur bis mindestens 11....
Museum Industriekultur Osnabrück öffnet künftig auch dienstags
Gute Nachricht des Tages: Allergikerfreundlicher Apfel der Hochschule...
Gericht weist Klage von Ex-OB Griesert gegen Mehrfamilienhaus...
Vogelgrippe-Virus H5N1 im Zoo Osnabrück bestätigt
Einbruch in ein Wohnhaus in Bramsche
Feministischer Kampftag 2026: Am 8. März wird in...
Das bedeutet die Städtefreundschaft zwischen Hefei und Osnabrück
Das sind die nervigsten Baustellen in Osnabrück
  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
  • ✨ KI-Leitlinie
HASEPOST ¦ Zeitung und aktuelle Nachrichten für Osnabrück
  • Osnabrück
  • Region Osnabrück
  • Deutschland & die Welt
  • Kultur
  • Sport
  • Meinung & Kolumne
HASEPOST ¦ Zeitung und aktuelle Nachrichten für Osnabrück
HASEPOST ¦ Zeitung und aktuelle Nachrichten für Osnabrück
  • Osnabrück
  • Region Osnabrück
  • Deutschland & die Welt
  • Kultur
  • Sport
  • Meinung & Kolumne

© (1996) 2014 – 2026 osna.com GmbH
Impressum & Datenschutzerklärung.

Startseite Deutschland & die WeltRufe nach unabhängiger Aufklärung nach tödlichem Polizeieinsatz
Deutschland & die Welt

Rufe nach unabhängiger Aufklärung nach tödlichem Polizeieinsatz

von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 28. April 2025
von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 28. April 2025
Foto: dts
11

Nach den tödlichen Polizeischüssen auf einen 21-jährigen Deutschen in Oldenburg fordern Politiker verschiedener Parteien strukturelle Konsequenzen und eine unabhängige Aufklärung des Vorfalls. Während die Grünen und die Linke auf eine unabhängige Ermittlungsbehörde pochen, lehnen CDU und die Gewerkschaft der Polizei eine solche Reform ab und sehen die bestehenden Strukturen als ausreichend an.

Forderungen nach unabhängiger Untersuchung

Lamya Kaddor (Grüne), Innenpolitikerin, betonte im Gespräch mit dem „Tagesspiegel“: „Es handelt sich bei Lorenz A. nicht um das erste Schicksal dieser Art.“ In der Nacht auf Ostersonntag war der 21-jährige Lorenz A., ein schwarzer Deutscher, von einem Polizeibeamten mit mehreren Schüssen von hinten tödlich verletzt worden, nachdem er vor einer Diskothek mehrere Menschen mit Reizgas angegriffen hatte.

Der Fall löste deutschlandweit Proteste aus, Tausende Menschen forderten eine unabhängige Aufklärung. „Erste Anhaltspunkte lassen Zweifel an der Verhältnismäßigkeit und Rechtmäßigkeit polizeilichen Handelns aufkommen“, sagte Lamya Kaddor dem „Tagesspiegel“. Laut Kaddor sei es richtig, dass die Polizei aus dem Nachbarlandkreis die Ermittlungen übernommen habe, jedoch reiche das nicht aus: „Wünschenswert wäre es dennoch, eine unabhängige Behörde neben der Staatsanwaltschaft mit der Aufklärung zumindest mitzubetrauen“, forderte sie. Sie sprach sich für unabhängige Polizeibeauftragte aus: „Mit eigenen Ermittlungsbefugnissen und Einsichtsrechten könnte dieser die Arbeit der Polizei selbst unabhängig untersuchen und bewerten und so der Öffentlichkeit ein eigenes Bild präsentieren.“

Kritik aus der Linkspartei

Auch Clara Bünger (Linke), Innenexpertin, äußerte gegenüber dem „Tagesspiegel“ Bedenken an der Unabhängigkeit interner Ermittlungen: „Wenn Polizeibeamte gegen Kollegen ermitteln, bestehe zwangsläufig ein Interessenkonflikt, auch wenn die Ermittlungen formal an eine andere Dienststelle übergeben werden.“ Sie argumentierte: „Die Polizei kenne sich untereinander. Deshalb braucht es endlich eine wirklich unabhängige Ermittlungsbehörde mit umfassenden Befugnissen. Nur so kann Vertrauen geschaffen werden, dass in Fällen tödlicher Polizeigewalt transparent, lückenlos und im Interesse der Betroffenen aufgeklärt wird – und dass es am Ende auch Konsequenzen gibt.“

Gegenstimmen aus CDU und Polizei

CDU-Innenpolitiker Alexander Throm wandte sich gegen entsprechende Reformvorschläge und äußerte im „Tagesspiegel“: „Ich habe keine Zweifel, dass auch hier die Ermittlungen professionell und unparteiisch ablaufen.“ Er fügte hinzu: „Die Unvoreingenommenheit, die man von Polizei und Staatsanwaltschaft erwartet, sollten wir alle auch diesen gegenüber aufbringen.“

Der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Jochen Kopelke, teilte diese Auffassung und sagte: „Es braucht keine explizite unabhängige eigenständige Ermittlungsinstitution neben der Polizei.“ Laut Kopelke sei die Aufklärung von Straftaten Hauptaufgabe der unabhängigen Staatsanwaltschaften, die Polizei lediglich deren Ermittlungspersonal. Er betonte: „Deutsche Polizeiarbeit und Ermittlungsarbeit ist nicht vergleichbar mit der in Großbritannien und somit sind diese unabhängigen eigenständigen Institutionen auch nicht wirksam.“

Der Streit um die richtige Form der Aufklärung nach tödlicher Polizeigewalt bleibt damit weiter bestehen.

0 Kommentare 0 FacebookTwitterPinterestEmail
mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet

Dieser Artikel wurde mit Material der Nachrichtenagentur dts erstellt, kann jedoch durch unsere Redaktion ergänzt oder aktualisiert worden sein.

vorheriger Artikel
SPD und Union planen Schutz vor Wucherpreisen bei Tickets
nächster Artikel
CDU-Parteitag stimmt für Koalition mit SPD

das könnte Sie auch interessieren

Grüne holen in Umfrage zur Landtagswahl Baden-Württemberg auf

26. Februar 2026

Dax steigt nach KI-Rally, stößt erneut an Widerstand

26. Februar 2026

Studie: Hummeln optimieren Lernstrategien bei der Nahrungssuche

26. Februar 2026

Nach Sanierung: ICE Hamburg–Berlin künftig dauerhaft langsamer

26. Februar 2026

Evonik prüft Regress wegen US-Zöllen in Millionenhöhe

26. Februar 2026

Steuerzahlerbund kritisiert Milliardenkosten für Schloss-Bellevue-Sanierung

26. Februar 2026

Roth wirft Kulturstaatsminister Weimer Angriff auf Kunstfreiheit vor

26. Februar 2026

Gericht stoppt vorerst Einstufung der AfD als rechtsextrem

26. Februar 2026

AfD darf vorerst nicht als „gesichert rechtsextrem“ eingestuft...

26. Februar 2026

DM-Chef verteidigt Online-Medikamente als Beitrag zur Gesundheitsreform

26. Februar 2026


Aktuelle Artikel

  • Grüne holen in Umfrage zur Landtagswahl Baden-Württemberg auf

    26. Februar 2026
  • Dax steigt nach KI-Rally, stößt erneut an Widerstand

    26. Februar 2026
  • Studie: Hummeln optimieren Lernstrategien bei der Nahrungssuche

    26. Februar 2026
  • Nach Sanierung: ICE Hamburg–Berlin künftig dauerhaft langsamer

    26. Februar 2026
  • Evonik prüft Regress wegen US-Zöllen in Millionenhöhe

    26. Februar 2026


Impressum

  • Facebook
  • Twitter
  • Instagram

© (1996) 2014 – 2026 osna.com GmbH   ·   Impressum & Datenschutzerklärung   ·   Made with ♡ in Osnabrück.   ·  Unsere Partnerportale:
OSNA.dating Partnersuche   ·   Hilfethemen für die US Einreise mit dem ESTA.  ·   www.kfz-versicherung-trotz-schufa.com  


zurück nach oben
HASEPOST ¦ Zeitung und aktuelle Nachrichten für Osnabrück
  • Home3 demos
  • Politics
  • Economy
  • Sport
  • Culture
  • Technology
  • Region Osnabrück+ Kreis ST
  • Seite 3