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Startseite Deutschland & die WeltRüstungschef kritisiert langsame Aufrüstung der Bundeswehr
Deutschland & die Welt

Rüstungschef kritisiert langsame Aufrüstung der Bundeswehr

von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 12. Dezember 2024
von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 12. Dezember 2024
Foto: dts
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Der scheidende Vorstandschef des deutsch-französischen Rüstungsunternehmens KNDS, Frank Haun, kritisiert die Bundesregierung wegen ihrer zögerlichen Aufrüstung der Bundeswehr. In einem Interview mit der „Welt“ äußerte er Bedenken bezüglich der aktuellen Sicherheitslage in Europa und der mangelnden Verteidigungsfähigkeit Deutschlands.

Langsame Aufrüstung der Bundeswehr

Frank Haun, noch bis Freitag Vorstandschef von KNDS, zeigte sich unzufrieden mit der bisherigen Verteidigungspolitik Deutschlands. Insbesondere der schleppende Austausch und die Neubeschaffung von Kampfpanzern sei ein Problem. „Minister Pistorius ist in seiner Sprache direkt, aber bei den Kampfpanzern hat auch er zunächst nur die 18 Leopard 2 ersetzt, die in die Ukraine gingen“, sagte Haun der „Welt“ (Freitagsausgabe). „Es hat bis Sommer 2024 gedauert, bis ein Auftrag für 105 zusätzliche Leoparden kam. Es passiert also etwas, aber sehr langsam.“

Probleme mit Munitions- und Haubitzenbeständen

Ebenso problematisch sei die Situation bei den Munitionsdepots, die nach Hauns Angaben nahezu leer sind. „Ja, es wird jetzt mehr produziert, aber das geht vorzugsweise in die Ukraine. Ich hoffe, wir füllen irgendwann unsere eigenen Lager wieder auf, damit wir widerstandsfähig, robust und abschreckungsfähig werden. Das sind wir in Europa derzeit nicht“, sagte Haun. Auch hinsichtlich der Panzerhaubitzen äußerte er Bedenken: „Wie viel Panzerhaubitzen hat Deutschland noch? Ein paar Dutzend. Aber es gab noch keine Bestellungen. Jetzt haben Gespräche begonnen, aber nun kommt eine neue Bundesregierung. Und das heißt immer automatisch: vorläufige Haushaltsführung. Also keine neuen Projekte.“

Forderung nach höherem Verteidigungsetat

Frank Haun betonte die Dringlichkeit einer angemessenen finanziellen Ausstattung der Bundeswehr. Er forderte einen Verteidigungsetat von dauerhaft über 80 Milliarden Euro, um die Sicherheitslage ernst zu nehmen. „Diese Summe sei nötig, ‚wenn man die Sicherheitslage ernst nimmt‘. Dazu müsse man entweder Ausgaben umverteilen, oder es blieben nur Schulden,“ erklärte Haun. Die derzeitige Sicherheitslage in Europa beschrieb er als beispiellos gefährlich seit dem Jahr 1945.

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mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet

Dieser Artikel wurde mit Material der Nachrichtenagentur dts erstellt, kann jedoch durch unsere Redaktion ergänzt oder aktualisiert worden sein.

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