In der Oberpfalz stürzte ein 60 Meter langes Rotorblatt ab. Die Ursache wird untersucht.
In der Oberpfalz ist es zu einem ungewöhnlichen Zwischenfall gekommen: Ein Rotorblatt eines Windrades ist abgestürzt. Das tonnenschwere Bauteil fiel am Mittwochvormittag im Bürgerwindpark Berching im Landkreis Neumarkt zu Boden. Verletzt wurde laut Betreiber niemand. Die Ursache des Vorfalls ist noch unklar und wird derzeit untersucht. Ein Rotorblatt wiegt etwa 15 bis 25 Tonnen und ist circa 55 Meter lang, wie Fachmagazine berichten.
14 Jahre alte Anlage regelmäßig gewartet
Die Anlage vom Typ Senvion ist rund 14 Jahre alt und stammt aus dem Baujahr 2012. Sie sei regelmäßig gewartet worden, teilte das Unternehmen Windpower aus Regensburg mit. Die letzte Überprüfung fand im November 2025 statt. Die wiederkehrende Wartung, die alle vier Jahre fällig ist, erfolgte planmäßig im Oktober 2023. ‚Wir setzen alles daran, die Schadensursache für diesen sehr ernsten Vorfall schnellstmöglich zu klären‘, teilte Clemens Reichl, der technische Geschäftsführer von Windpower, mit.
Erster Rotorblatt-Abriss in 30 Jahren
Anwohner hatten am Vormittag einen lauten Knall gehört, als das Rotorblatt herabfiel und sofort die Betreiberfirma informiert, heißt es von Windpower. Der Bereich rund um das betroffene Windrad wurde abgesperrt. Aktuell werde mit Hilfe externer Serviceteams die Ursache der Rotorblatt-Havarie sowie die Höhe des entstandenen Sachschadens untersucht, wie der BR berichtet. Laut Tag24 handelt es sich um den ersten Vorfall dieser Art in der 30-jährigen Geschichte des Unternehmens. Die Techniker des Unternehmens würden dabei von einem Gutachter unterstützt.
Straßensperre nach Windrad-Unfall
Laut Polizei wurde vorübergehend eine Straße in unmittelbarer Nähe gesperrt. Der Berchinger Windpark besteht aus insgesamt zehn Windkraftanlagen. Sechs davon würden von Bürgerbeteiligungsgesellschaften der Windpower-Gruppe betrieben, teilte das Unternehmen mit. Etwa 2400 Personen sowie acht Kommunen seien an den Erträgen der Anlagen beteiligt.
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