Der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall hat im Jahr 2025 ein deutliches Umsatz- und Gewinnplus
Die sogenannte Nomination, die neben dem klassischen Auftragseingang auch das Volumen aus neu abgeschlossenen Rahmenverträgen umfasst, stieg im vergangenen Jahr um knapp 9 Prozent auf 26,4 Milliarden Euro. Für das laufende Jahr erwartet Rheinmetall einen Umsatzzuwachs von 40 bis 45 Prozent auf 14 bis 14,5 Milliarden Euro. Die operative Ergebnismarge soll dabei bei rund 19 Prozent liegen. Der Rüstungskonzern konzentriert sich künftig vollständig auf das Rüstungsgeschäft und will sich von seiner Autozuliefersparte trennen. Diese Sparte hat das Unternehmen bereits als nicht fortgeführtes Geschäft in der Bilanz ausgeklammert. Gleichzeitig expandiert Rheinmetall in neue Bereiche wie den maritimen Sektor und den Weltraum durch die Übernahme des Marineschiffbauers NVL und ein Gemeinschaftsunternehmen rund um Satelliten. Laut Konzernchef Armin Papperger zahlt sich die Entwicklung zum umfassenden Systemhaus im Rüstungsbereich bereits aus.
Rheinmetall profitiert von Rüstungsboom
Die hohe Nachfrage nach Wehrtechnik hat Rheinmetall im vergangenen Jahr ein hohes Umsatzplus beschert. ‚Wir werden gebraucht, wenn es darum geht, die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands und Europas zu erhöhen‘, sagte Papperger laut Mitteilung. Rheinmetall werde einen bedeutenden Anteil an den steigenden Rüstungsausgaben haben. Der Backlog soll sich in diesem Jahr mehr als verdoppeln, wie der Spiegel berichtet. Die angespannte sicherheitspolitische Lage untermauert die aussichtsreiche Position des Konzerns. Waffen von Rheinmetall kommen nach Konzernangaben auch im Irankrieg zum Einsatz. Der Konzern will etwa den USA helfen, ihre durch die heftigen Angriffe auf Iran geleerten Raketenarsenale wieder aufzufüllen.
Aufträge könnten sich verdoppeln
Der Auftragsbestand könnte sich bis Jahresende auf 135 Milliarden Euro mehr als verdoppeln. Rheinmetall stellt Artillerie- und Flugabwehr-Geschütze sowie Panzer, Militär-Lastwagen, Munition, Drohnen und seit Kurzem auch Schiffe her. Das Düsseldorfer Unternehmen hatte den militärischen Geschäftszweig der Bremer Lürssen-Werft übernommen. Die Firmenzentrale von Rheinmetall ist in Düsseldorf, das größte Werk im niedersächsischen Unterlüß. In Weeze am Niederrhein fertigt Rheinmetall Bauteile für den Tarnkappenbomber F-35, wie n-tv berichtet. Der Konzern hatte angekündigt, ab 2027 insgesamt rund 1,5 Millionen Schuss Artilleriegranaten jährlich herstellen zu wollen. Die Aufrüstung der Bundeswehr und anderer NATO-Armeen hilft der krisengeschüttelten Industrie, auch wenn manche staatlichen Aufträge nicht so schnell wie erhofft kommen.
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