Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) will die deutsche Außenwirtschaftspolitik umbauen und „strategischer“ ausrichten. Im Fokus stehen „neue Partnerschaften, resilienteren Lieferketten und klarere Regeln für ausländische Investitionen“. Deutschland bleibe zwar offen für Investitionen, „aber nicht blind für Abhängigkeiten“, so Reiche.
Investorenkonferenz und Deutschlandfonds als Schlüsselelemente
Ein Schlüsselmoment wird die für Oktober 2026 terminierte Investorenkonferenz der Bundesregierung sein. Diese soll nach den Worten Reiches "internationales Kapital mit Vorhaben in Infrastruktur, KI und Deep Tech" zusammenbringen.
Mit rund 30 Milliarden Euro an öffentlichen Mitteln und Garantien soll der sogenannte "Deutschlandfonds" private Investitionen mobilisieren – und so insgesamt 130 Milliarden Euro zusammenkommen. "Der nächste Wachstumsschub kommt nicht aus neuen Subventionen, sondern aus neuen Technologien, unternehmerischem Mut und privatem Kapital", lässt sich Reiche zitieren.
Strategiepapier und langfristige Ziele
Im regelmäßig aktualisierten Strategiepapier "Entlasten – Entfesseln – Erneuern" des Bundeswirtschaftsministeriums spielen ausländische Investitionen eine zunehmend wichtige Rolle. Das Dokument liegt mit Stand August vor.
Darin sind die Investorenkonferenz, das Davos-Haus beim Weltwirtschaftsforum im Januar 2027 sowie das Inkrafttreten des neuen EEG und die Etablierung der strategischen Gasspeicherreserve ab Winter 2027 als zentrale Themen genannt.
Pläne bis 2032
Für 2028 bis 2031 nennt das Ministerium konkrete Vorhaben: "Deutschlandfonds ausbauen, WIN-Initiative fortsetzen und mobilisiertes Kapital auf mehr als 25 Milliarden Euro verdoppeln, Ratifizierung der Abkommen mit Indien und Australien, H2-Kernnetz stufenweise und Importkorridore nach Nachfrage ausbauen".
Für 2032 ist schließlich der "Start des technologieoffenen, marktlichen Kapazitätsmarktes" geplant.