Im Streit um einen möglichen Militäreinsatz in der Straße von Hormus erhöhen die deutschen Reeder den Druck auf die Bundesregierung. Der Verband Deutscher Reeder (VDR) fordert Berlin auf, internationale Schutzbemühungen für die Handelsschifffahrt zumindest politisch und diplomatisch zu unterstützen. Zugleich mahnt der Verband eine grundsätzliche Klärung des Stellenwerts sicherer Seewege für Deutschland an.
Reeder pochen auf diplomatische Lösung
In der Debatte um einen Militäreinsatz in der Straße von Hormus haben die deutschen Reeder den Druck auf die Bundesregierung für eine diplomatische Lösung erhöht.
VDR-Hauptgeschäftsführer Martin Kröger sagte der „Rheinischen Post“ (Dienstagsausgabe): „Die Bundesregierung wägt in der aktuellen Lage verständlicherweise sehr sorgfältig ab.“ Es gehe aus Sicht des Verbandes nicht um eine militärische Beteiligung Deutschlands. „Es geht aus unserer Sicht nicht um eine deutsche Kriegsbeteiligung, sondern darum, internationale Anstrengungen zum Schutz der Handelsschifffahrt zumindest politisch und diplomatisch zu unterstützen“, betonte Kröger in der „Rheinischen Post“.
Bedeutung sicherer Seewege für Handel und Versorgung
Kröger verwies in der „Rheinischen Post“ auf die zentrale Rolle der Seefahrt für die deutsche Wirtschaft: „Als große Handelsnation hat Deutschland ein grundlegendes Interesse an sicheren Seewegen. Rund zwei Drittel unserer Importe und Exporte werden über den Seeweg transportiert – ohne sichere maritime Routen gibt es keinen freien und stabilen Handel.“
„Wer eine verlässliche Versorgung für Wirtschaft und Bevölkerung will, darf diejenigen nicht alleinlassen, die unter teils hohem Risiko Handel über See erst ermöglichen“, mahnte Kröger in der „Rheinischen Post“.
Grundsätzliche Frage nach Stellenwert des Seeschutzes
„Unabhängig von der aktuellen Lage in der Golfregion stellt sich grundsätzlich die Frage, welchen Stellenwert der Schutz freier und sicherer Seehandelswege sowie der Schifffahrt und ihrer Besatzungen für Deutschland hat“, sagte der VDR-Hauptgeschäftsführer der „Rheinischen Post“.
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