Im Notzinger Moos wurde eine Großkatze gesichtet – Experten vermuten einen Puma.
In der Nähe des Münchner Flughafens sorgt eine mutmaßliche Raubkatze für Aufregung. Wie das Landratsamt Erding mitteilte, wurde im Naturschutzgebiet Notzinger Moos in der Gemeinde Oberding ein verdächtiges Tier gesichtet. Ein Jäger hatte am späten Dienstagabend mit einem Nachtsichtgerät Aufnahmen gemacht, die ein Experte als möglichen Puma einordnete, wie der Bayerische Rundfunk berichtet. Die Polizei startete daraufhin eine großangelegte Suchaktion mit Hubschraubern, Drohnen und zahlreichen Einsatzkräften am Boden. Bisher blieb die Suche jedoch ohne Erfolg – weder Spuren noch das Tier selbst konnten ausfindig gemacht werden, wie die Süddeutsche Zeitung schreibt. In der Nacht zum Donnerstag soll die Suche mit Wärmebildkameras fortgesetzt werden, um das Tier möglicherweise zu lokalisieren.
Behörden warnen vor unbekannter Großkatze
Die Behörden rufen die Bevölkerung zur Vorsicht auf. Wer das Tier sieht oder Hinweise zu seinem Aufenthaltsort hat, soll sich sofort bei der Polizei in Erding melden und Abstand halten. Besonders betont wird, Hunde anzuleinen und kleine Kinder nicht unbeaufsichtigt spielen zu lassen. Der Vorsitzende der Kreisjägerschaft, Thomas Schreder, riet zur Ruhe und warnte davor, aktiv nach dem Tier zu suchen, wie die dpa berichtet. Er betonte, dass es sich um eine unbekannte größere Katzenart handeln könnte, die nicht unterschätzt werden dürfe.
Herkunft des Tieres bleibt rätselhaft
Woher das Tier stammen könnte, ist weiterhin unklar. Das Landratsamt Erding gab an, dass es keine Erkenntnisse über einen Zirkus oder Halter in der Region gebe. Die Analyse der Bildaufnahmen dauere an, und es sei noch nicht zweifelsfrei geklärt, ob es sich tatsächlich um einen Puma handele, wie die Neue Westfälische schreibt.
Frühere Sichtungen entpuppten sich als Fehlalarm
In der Vergangenheit hatten sich ähnliche Sichtungen in Deutschland oft als Fehlalarme herausgestellt. So entpuppte sich 2023 eine vermeintliche Löwin in Kleinmachnow bei Berlin als Wildschwein, und 2025 wurde ein angeblicher Puma am Geiseltalsee in Sachsen-Anhalt später als Hauskatze identifiziert, wie mehrere Medien berichten.