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Startseite AktuellPopulismus und Migration: Renommierter kanadischer Humboldt-Preisträger forscht an der Universität Osnabrück
Deutschland & die Welt

Populismus und Migration: Renommierter kanadischer Humboldt-Preisträger forscht an der Universität Osnabrück

von PM 7. Februar 2026
von PM 7. Februar 2026
Universität Osnabrück / Foto: Guss
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Die Universität Osnabrück bekommt prominente Verstärkung aus Kanada: Dr. Oliver Schmidtke, Professor an der University of Victoria und Träger des diesjährigen Humboldt-Forschungspreises, wird für zwölf Monate am Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) sowie im Sonderforschungsbereich „Produktion von Migration“ (SFB 1604) forschen.

Untersuchung über Zusammenhang zwischen Migration und dem Aufstieg des Rechtspopulismus in westlichen Demokratien

Der renommierte Politikwissenschaftler untersucht den Zusammenhang zwischen Migration und dem Aufstieg des Rechtspopulismus in westlichen Demokratien – ein hochaktuelles Thema von großer gesellschaftlicher Bedeutung. Oliver Schmidtke wird 2026 und 2027 insgesamt 12 Monate in Deutschland sein. Diese Zeit will er nutzen, um von der Universität Osnabrück aus sein Forschungsnetzwerk in Deutschland und in Europa auszubauen, neue Projekte anzuschieben und Vortrags- und Recherchereisen zu unternehmen, etwa an das Deutsche Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM) in Berlin oder an das Europäische Hochschulinstitut in Florenz.

Möglich durch Humboldt-Forschungspreis

Der Humboldt-Forschungspreis ist eine der wichtigsten deutschen Auszeichnungen für internationale Spitzenforscherinnen und -forscher und mit 80.000 Euro dotiert. Er würdigt Forschende, deren Arbeiten ihr Fachgebiet nachhaltig geprägt haben, und ermöglicht es ihnen, selbst gewählte Forschungsvorhaben an einer wissenschaftlichen Einrichtung in Deutschland durchzuführen.

Dass Oliver Schmidtke für sein Forschungsvorhaben Osnabrück gewählt hat, unterstreicht die internationale Strahlkraft des IMIS und des Sonderforschungsbereichs „Produktion von Migration“. „Hier gibt es vielfältige Anknüpfungspunkte für meine Forschung“, sagt Schmidtke. „Ich freue mich darauf, im Austausch mit den Osnabrücker Kolleginnen und Kollegen meine Arbeit zu Migration, demokratischer Resilienz und Populismus zu vertiefen.“

Schmidtke war bereits an einigen führenden Forschungseinrichtungen der Welt

Oliver Schmidtkes akademischer Werdegang führte ihn an einige der führenden Forschungseinrichtungen der Welt: Nach seiner Promotion am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz folgten Stationen in Harvard, an der Humboldt-Universität Berlin und der Universität Hamburg. Seit 2000 lebt und arbeitet er in Kanada, wo er bis Ende 2025 das Centre for Global Studies an der University of Victoria leitete. Als Co-Leiter des Europe-Canada Network engagiert er sich seit 2006 für die Stärkung transatlantischer Wissenschaftsbeziehungen.

Eine große Bereicherung für die Universität Osnabrück

IMIS-Direktorin Prof. Dr. Helen Schwenken betont den Mehrwert der Zusammenarbeit: „Oliver Schmidtkes vergleichende Perspektive auf rechtspopulistische Bewegungen und Parteien ist für uns eine große Bereicherung. Wir freuen uns auf das wechselseitige Lernen.“ Das IMIS pflegt bereits seit vielen Jahren intensive Beziehungen mit anderen europäischen und außereuropäischen Migrationsforschungsinstituten – auch in Kanada. Diese sollen durch den Aufenthalt von Oliver Schmidtke am IMIS weiter vertieft werden.

SFB-Sprecher Prof. Dr. Andreas Pott, der den Preisträger nominierte, freut sich auf die Umsetzung der gemeinsamen Pläne: „Neben Veranstaltungen für Doktorandinnen und Doktoranden sind Dialog- und Transferaktivitäten geplant, die wissenschaftliche und gesellschaftliche Debatten verbinden sollen. Zudem werden im Rahmen des SFBs gemeinsame Analysen und Publikationen entstehen.“

Preisträgerinnen und Preisträger können bis zu einem Jahr in Deutschland forschen

Der Humboldt-Forschungspreis wird jährlich von der Alexander von Humboldt-Stiftung an international führende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verliehen, die im Ausland leben und arbeiten. Die Preisträgerinnen und Preisträger können bis zu einem Jahr in Deutschland forschen und mit deutschen Fachkolleginnen und -kollegen zusammenarbeiten.

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