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Weißes Haus

USA drängen Iran zu Waffenstillstand und Atomprogramm-Stopp

von Hasepost Redaktion 25. März 2026

Die USA drängen im laufenden Golfkrieg auf einen Waffenstillstand mit Iran und haben dazu mehrere zentrale Forderungen formuliert, darunter den Stopp der Urananreicherung und Einschränkungen beim Raketenprogramm. Iran stellt nach Angaben von Diplomaten Gegenforderungen und verlangt Kontrolle über die Straße von Hormus. Bahrain arbeitet laut Diplomatenkreisen an einer Resolution des UN-Sicherheitsrates, die zur Beendigung des Krieges beitragen soll.

USA drängen Iran zu Waffenstillstand

Die USA, die gemeinsam mit Israel den laufenden Golfkrieg begonnen haben, drängen Iran zu einem Waffenstillstand. Das berichtet der "Spiegel" unter Berufung auf europäische Diplomatenkreise. Ein Waffenstillstand ist demnach eines der zentralen Verhandlungsziele Washingtons. Zudem wollten die USA erreichen, dass es künftig keine Anreicherung von Uran mehr geben dürfe.
Die USA verlangen nach diesen Angaben auch ein Moratorium beim ballistischen Raketenprogramm. Diese Raketen sind nach wie vor eines der zentralen Angriffsziele des laufenden Krieges. Eine weitere Forderung der USA ist, dass Iran die Unterstützung für das von den Revolutionswächtern kontrollierte Netzwerk von schiitischen Milizen einstellt.

Iranische Gegenforderungen zur Absicherung

Iran fordert laut Diplomatenangaben als Absicherung die Kontrolle über die Straße von Hormus und verlangt, dort gegebenenfalls Durchfahrtsgebühren erheben zu dürfen.

Rolle des UN-Sicherheitsrates und Bahrains

Nach Diplomatenangaben arbeitet derzeit Bahrain an einer Resolution des UN-Sicherheitsrates, die zu einer Beendigung des Krieges beitragen könnte. Der Golfstaat gehört dem Sicherheitsrat derzeit als nichtständiges Mitglied an. Dem Vernehmen nach soll die Resolution aber wohl nicht nach Kapitel VII der UN-Charta gefasst werden, nach dem der Sicherheitsrat auch Militäroperationen zur Wiederherstellung des Friedens mandatieren kann.

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25. März 2026 0 Kommentare
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Friedrich Merz

Merz hält trotz massiver Kulturkritik an Staatsminister Weimer fest

von Hasepost Redaktion 25. März 2026

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) nach massiver Kritik aus der Kulturszene demonstrativ den Rücken gestärkt. Im Bundestag betonte er am Mittwoch sein Vertrauen in den für Kultur und Medien zuständigen Staatsminister und verteidigte dessen Vorgehen trotz anhaltender Kontroversen.

Merz bekräftigt Vertrauen in Kulturstaatsminister

Bundeskanzler Friedrich Merz erklärte im Bundestag: „Ich will Ihnen sagen, Wolfram Weimer hat mein Vertrauen.“ Der CDU-Chef stellte damit klar, dass er trotz der anhaltenden Debatte in der Kulturszene zu Kulturstaatsminister Wolfram Weimer steht.
„Natürlich ist ein Staatsminister des Bundes, der für Kultur und Medien zuständig ist, auch eine umstrittene Person, wenn er sich in schwierige Debatten begibt“, sagte Merz weiter. „Das ist aus meiner Sicht unvermeidlich – jedenfalls dann, wenn er seine Meinung zum Ausdruck bringt und wenn er auch Entscheidungen trifft, die natürlich nicht bei allen und jederzeit auch Zustimmung stoßen.“
Merz verteidigte Weimers Arbeit ausdrücklich: „Ich bin sicher, dass er viele Dinge tut, die in der Kulturszene, die im gesamten Bereich von Kultur und Medien auch auf sehr große Zustimmung stößt, und diese Zustimmung teile ich“, sagte er im Bundestag.

Breite Kritik aus Kulturszene

Weimer steht in der Kritik, weil er einen Baustopp der Erweiterung der Nationalbibliothek in Leipzig plante, Buchhandlungen vom Verfassungsschutz überprüfen und sie vom Buchhandlungspreis ausschließen ließ, die Verleihung des Preises absagte und Medienberichten zufolge versucht haben soll, die Chefin der Filmfestspiele Berlinale, Tricia Tuttle, abzusetzen. Scharfe Kritik kam unter anderem vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels.
Zuletzt forderten die Lagerarbeitsgemeinschaft Buchenwald-Dora und die Lagergemeinschaft Buchenwald-Dora Weimer dazu auf, auf einen Auftritt beim Gedenken zur Befreiung des ehemaligen Konzentrationslagers zu verzichten.

Reaktionen von Verbänden und Initiativen

Insbesondere der Börsenverein des Deutschen Buchhandels wandte sich wegen der Maßnahmen im Zusammenhang mit Buchhandlungen und dem Buchhandlungspreis gegen den Kulturstaatsminister. Mit der Aufforderung der Lagerarbeitsgemeinschaft Buchenwald-Dora und der Lagergemeinschaft Buchenwald-Dora, auf einen Auftritt bei der Gedenkveranstaltung zur Befreiung des ehemaligen Konzentrationslagers zu verzichten, erhielt die Kritik an Weimer eine weitere öffentlichkeitswirksame Dimension.

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25. März 2026 0 Kommentare
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Evonik Industries

Ifo-Chef lobt Chemie-Tarifabschluss als moderaten Inflationsausgleich

von Hasepost Redaktion 25. März 2026

Der Präsident des Ifo-Instituts, Clemens Fuest, bewertet den Tarifabschluss für die Chemie- und Pharmaindustrie als moderat und sieht darin vor allem einen Ausgleich der Inflation. Arbeitsmarktexperte Hagen Lesch vom arbeitgebernahen Institut der Deutschen Wirtschaft spricht von einem typischen Kompromiss, der beiden Seiten Vorteile bringt.

Fuest sieht nur Inflationsausgleich für Beschäftigte

Der Präsident des Ifo-Instituts Clemens Fuest lobt den Abschluss der Tarifpartner für die Chemie- und Pharmaindustrie als „moderat“. „Denn damit erhalten die Beschäftigten voraussichtlich nur einen Inflationsausgleich“, sagte er dem „Handelsblatt“ (Donnerstagausgabe). Das spiegele die Krise wider, in der sich die deutsche Chemieindustrie befinde. Zusätzlich verschärft werde die Lage nun durch die Folgen des Iran-Krieges, so Fuest.

Tarifabschluss als Reaktion auf die Krise

„Die Chemie-Tarifpartner können Krise“, sagte der Arbeitsmarktexperte des arbeitgebernahen Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW), Hagen Lesch. Es sei ein „typischer Chemie-Kompromiss, der für beide Seiten Besonderes beinhaltet – die Arbeitgeber bekommen 2026 die geforderte Atempause und durch eine lange Laufzeit Planungssicherheit bei den Lohnkosten“, sagte er. Die Gewerkschaft könne ab 2027 ordentliche Entgeltsteigerungen verbuchen, die aber erst einmal erwirtschaftet werden müssten.

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Rheinmetall (Archiv)

Innenpolitiker warnen vor russischen Angriffen auf Rüstungsindustrie

von Hasepost Redaktion 25. März 2026

Nach der Festnahme mutmaßlicher russischer Agenten warnen führende Innenpolitiker von SPD und CDU vor gezielten Operationen gegen die deutsche Rüstungsindustrie. Sie verweisen auf eine anhaltend hohe Gefährdungslage und sehen Deutschland im Fokus hybrider Kriegsführung Russlands.

Warnungen vor Angriffen auf die Rüstungsindustrie

Der innenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Sebastian Fiedler, sieht die deutsche Rüstungsbranche gezielt ins Visier Russlands genommen. Es sei „innerhalb der russischen Logik, dass die deutsche Rüstungsindustrie einschließlich ihrer Verantwortungsträger im Zielspektrum von Spionage, Sabotage und Anschlagsplänen liegt“, sagte Fiedler dem „Handelsblatt“ (Donnerstagausgabe).
Die Gefährdungslage in Deutschland sei nach wie vor auf einem „abstrakt sehr hohen Niveau“, sagte Fiedler dem „Handelsblatt“. „Deutschland befindet sich bei der hybriden Kriegsführung durch Russland im Fadenkreuz.“ Man müsse davon ausgehen, dass die Bundesrepublik in Europa „Zielland Nummer eins“ sei.

Hinweise auf eine Serie russischer Operationen

Auch Marc Henrichmann (CDU), Vorsitzender des Parlamentarischen Kontrollgremiums für die Nachrichtendienste, ordnet den aktuellen Vorgang in einen größeren Zusammenhang ein. Er sagte dem „Handelsblatt“ (Donnerstagausgabe), der aktuelle Fall reihe sich „in eine lange Kette russischer Tötungsoperationen in Westeuropa ein“ und sei „scharf zu verurteilen“.
Henrichmann verwies zudem auf frühere Erkenntnisse zu möglichen Angriffszielen. Bereits 2024 habe es Meldungen über einen Anschlagsplan gegen Rheinmetall-Chef Armin Papperger gegeben, „den unsere Sicherheitsbehörden zusammen mit europäischen Partnern vereiteln konnten“, sagte Henrichmann dem „Handelsblatt“.

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Ron Prosor

Israels Botschafter attackiert Steinmeier wegen Iran-Krieg-Äußerung

von Hasepost Redaktion 25. März 2026

Der israelische Botschafter in Deutschland, Ron Prosor, hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wegen dessen Einschätzung kritisiert, der Iran-Krieg sei völkerrechtswidrig. In einem Gastbeitrag wirft er Steinmeier vor, mit seiner Auslegung des Völkerrechts Israels und auch Deutschlands Recht auf Selbstverteidigung infrage zu stellen und die Bedrohung durch den Iran zu unterschätzen.

Kritik an Steinmeiers Völkerrechts-Äußerungen

In einem Gastbeitrag für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Donnerstagausgabe) wirft Botschafter Ron Prosor Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier vor, mit dessen Einordnung des Iran-Kriegs als völkerrechtswidrig die Grundlagen der Selbstverteidigung zu schwächen. „Das Völkerrecht ist wichtig. Steinmeiers Auslegung läuft jedoch darauf hinaus, nicht nur Israels Recht, sondern im Fall der Fälle auch Deutschlands Fähigkeit zur Selbstverteidigung zu unterbinden“, schreibt der Botschafter in dem Beitrag für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Donnerstagausgabe).
Prosor verbindet seine Kritik mit einem Verweis auf geopolitische Machtkonstellationen. „Das wäre ein Traum für die Achse Moskau-Teheran: Unter dem Schirm des Völkerrechts können sie unsere Länder bedrohen, ohne je selbst Konsequenzen zu fürchten“, heißt es in dem Gastbeitrag für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Donnerstagausgabe).

Warnung vor iranischer Rolle im Krieg in Europa

Der Botschafter warnt in dem Beitrag ausdrücklich davor, die Gefahr durch den Iran zu unterschätzen. Wer glaube, der Iran sei weit weg, „der irrt sich gewaltig“, so der Botschafter in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Donnerstagausgabe). Er verweist dabei auf die Rolle des iranischen Regimes im Kontext des Kriegs in Europa: „Die Mullahs sind längst Teil des Krieges in Europa. Ihre Drohnen fallen auf ukrainische Städte und töten Zivilisten. Die Mullahs unterstützen Putin und Putin unterstützt die Mullahs. Und während man in Berlin über Diplomatie philosophiert, baut Teheran ballistische Raketen, die auch auf europäische Hauptstädte zielen – ihre Terrorzellen sind dort längst aktiv.“

Iranisches Atomprogramm als „existenzielle Gefahr“

Prosor mahnt in dem Gastbeitrag, man könne es sich nicht leisten, auf den nächsten „Schock“ zu warten. „Ein Iran mit der Atombombe ist keine theoretische Debatte“, behauptete Prosor in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Donnerstagausgabe). „Es ist eine existenzielle Gefahr. Und zwar nicht nur für uns. Wenn Teheran die Bombe hat, wird die Welt eine andere sein. Dann helfen keine diplomatischen Sprechzettel mehr.“

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Einkaufswagen vor

Regierung prüft Mehrwertsteuererhöhung – Ökonomen uneins über Folgen

von Hasepost Redaktion 25. März 2026

Die von der Bundesregierung erwogene Erhöhung der Mehrwertsteuer stößt bei Ökonomen auf ein geteiltes Echo, während die Opposition im Bundestag den Vorstoß klar ablehnt. Diskutiert werden laut „Handelsblatt“ verschiedene Modelle, bei denen ein höherer allgemeiner Mehrwertsteuersatz mit Entlastungen an anderer Stelle kombiniert würde.

Ökonomen sehen Chancen und Risiken

Clemens Fuest
Auch Gabriel Felbermayr
Skeptischer äußert sich Marcel Fratzscher

Deutliche Kritik aus der Opposition

Die Opposition im Bundestag lehnt den Vorschlag ab. „Dass die Union ernsthaft erwägt, mitten in der Ölpreiskrise durch Mehrwertsteuererhöhungen die Inflation noch weiter anzuheizen, ist Wahnsinn“, sagte Grünen-Fraktionsvize Andreas AudretschKatharina Beck

Verschiedene Modelle in der Prüfung

Laut „Handelsblatt“ rechnet das Bundesfinanzministerium auf Bitten des Bundeskanzleramts verschiedene Modelle durch. Demnach könnte der generelle Mehrwertsteuersatz von 19 auf 21 Prozent steigen. Im Gegenzug könnte der ermäßigte Mehrwertsteuersatz für Güter des täglichen Bedarfs von derzeit sieben Prozent sinken. Mit Mehreinnahmen könnten zudem die Steuern und Abgaben auf Arbeitseinkommen fallen.


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EU-Fahnen (Archiv)

Lille wird Sitz der neuen Europäischen Zollbehörde EUCA

von Hasepost Redaktion 25. März 2026

Die nordfranzösische Stadt Lille wird Standort der zukünftigen Europäischen Zollbehörde (EUCA). Das teilten der Europäische Rat und das EU-Parlament am Mittwoch mit. Die Behörde soll die nationalen Zollbehörden in der Europäischen Union koordinieren und unterstützen und voraussichtlich rund 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigen.

Lille setzt sich als EUCA-Standort durch

Die nordfranzösische Großstadt Lille ist als Sitz der neuen Europäischen Zollbehörde ausgewählt worden. Nach Angaben von Europäischem Rat und EU-Parlament soll die EUCA die Aktivitäten der nationalen Zollbehörden in der gesamten Union koordinieren und unterstützen. Geplant ist, dass die Behörde rund 250 Mitarbeiter haben wird.
Die Entscheidung über den Sitz der EUCA wurde den Angaben zufolge in einem informellen interinstitutionellen Treffen auf politischer Ebene getroffen. Der Standort Lille wird nun in die umfassende Zollreformverordnung aufgenommen, über die Rat und Parlament derzeit in den letzten Verhandlungsphasen stehen. Im Rahmen dieser Verhandlungen muss auch das Datum festgelegt werden, an dem die Behörde ihre Arbeit aufnehmen wird.

Teil einer umfassenden Zollreform

Die Gründung der neuen Behörde ist Teil der Bemühungen, das gesamte Zollsystem der EU zu reformieren. Ziel ist es, den erheblichen Druck durch gestiegene Handelsströme, fragmentierte nationale Systeme, den rasanten Anstieg des E-Commerce und sich verändernde geopolitische Realitäten zu bewältigen.
Im Oktober 2025 hatte die Europäische Kommission die Mitgliedstaaten aufgerufen, ihr Interesse an der Ausrichtung der EUCA zu bekunden. Neun Mitgliedstaaten reichten Bewerbungen ein: Belgien mit Lüttich, Kroatien mit Zagreb, Frankreich mit Lille, Italien mit Rom, die Niederlande mit Den Haag, Polen mit Warschau, Portugal mit Porto, Rumänien mit Bukarest und Spanien mit Malaga.

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Lars Klingbeil

Klingbeil plant Rentenreform und Steuerentlastung für Beschäftigte

von Hasepost Redaktion 25. März 2026

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) hat eine stärkere Orientierung der Rente an den Beitragsjahren sowie Reformen am Arbeitsmarkt und bei der Einkommensteuer angekündigt. In einer Grundsatzrede bei der Bertelsmann-Stiftung betonte er, längeres Arbeiten müsse attraktiver werden und Leistungsbereitschaft solle sich mehr lohnen.

Rente stärker an Beitragsjahren orientieren

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) will sich bei der Rente künftig „viel stärker an den Beitragsjahren“ orientieren. Man dürfe ein früheres Ausscheiden aus dem Berufsleben nicht länger fördern, sagte er am Mittwoch in einer Grundsatzrede bei der Bertelsmann-Stiftung. Stattdessen müsse längeres Arbeiten attraktiver gemacht werden.
„Wir werden als Gesellschaft insgesamt mehr arbeiten müssen“, sagte Klingbeil laut Bertelsmann-Stiftung. Problematisch seien in dieser Hinsicht hohe Teilzeitquoten, Anreize für frühes Ausscheiden aus dem Arbeitsmarkt sowie Transfersysteme, die Mehrarbeit teilweise sogar entwerteten. „Ich will, dass wir ein System schaffen, in dem sich Leistungsbereitschaft auszahlt“, betonte der Minister.

Geplante Entlastung bei der Einkommensteuer

Klingbeil kündigte zudem eine Reform der Einkommensteuer an, die „95 Prozent der Beschäftigten entlastet“. Er sprach in diesem Zusammenhang von „einigen hundert Euro im Jahr“. Dafür müssten aber hohe Einkommen und hohe Vermögen „einen Beitrag leisten“.

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Friedrich Merz

Kanzler Merz: Deutschland ist derzeit nicht verteidigungsfähig

von Hasepost Redaktion 25. März 2026

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sieht Deutschland derzeit nicht als verteidigungsfähig und fordert umfassende Anstrengungen zur Stärkung des Landes. In der Regierungsbefragung im Bundestag betonte er, Deutschland könne seine Interessen in Europa und weltweit nur wahrnehmen, wenn es wirtschaftlich und militärisch stärker werde.

Merz: Deutschland ist „nicht mehr“ verteidigungsfähig

In der Regierungsbefragung im Bundestag stellte Friedrich Merz am Mittwoch die aktuelle Lage Deutschlands kritisch dar. „Die Bundesrepublik Deutschland ist nur dann stark in Europa und kann auch nur dann ihre Interessen auf der Welt wahrnehmen, wenn sie selbst stark ist“, sagte der Bundeskanzler. „Und stark zu sein in diesen Zeiten heißt, eine prosperierende Volkswirtschaft zu sein, Arbeitsplätze zu sichern und neue zu ermöglichen und gleichzeitig verteidigungsfähig zu werden.“
Merz machte deutlich, dass er diese Verteidigungsfähigkeit derzeit nicht gegeben sieht. Er sage bewusst „zu werden“ – „denn man sei es nicht mehr“.

Aufruf zu umfassenden Anstrengungen der Bundesregierung

Der Kanzler forderte, Regierung und Politik müssten ihre Arbeit konsequent darauf ausrichten, Deutschland wieder zu stärken. „Darauf alle Anstrengungen auszurichten, ist die wichtigste Aufgabe der Bundesregierung in diesen herausfordernden Zeiten“, so Merz.
Gleichzeitig zeigte er sich überzeugt, dass die bestehenden Probleme lösbar seien. Die Probleme seien „nicht unbewältigbar“. Merz sagte weiter: „Die meisten der Probleme, die wir heute haben in unserem Land, sind hausgemacht, sind von uns selbst mit herbeigeführt und deswegen liegt es auch und vor allem an uns, dafür zu sorgen, dass diese Probleme wieder kleiner werden und dass sie am besten bald verschwinden.“

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Smartphone-Nutzerinnen (Archiv)

Linke: Recht auf Reparatur reicht nicht aus, bleibt zu teuer

von Hasepost Redaktion 25. März 2026

Das vom Bundeskabinett beschlossene Recht auf Reparatur stößt bei der Linken auf Kritik. Bundesgeschäftsführer Janis Ehling moniert, die geplanten Regelungen gingen nicht weit genug und seien für viele Menschen finanziell kaum nutzbar. Er fordert, Reparaturen deutlich zu verbilligen und Herstellern Tricks bei Verschleiß und Ersatzteilen zu untersagen.

Linke kritisiert Begrenzung des Reparaturrechts

Janis Ehling
Ehling forderte, dass Geräte grundsätzlich so konstruiert werden müssten, dass sie sich tatsächlich reparieren lassen. „Das funktioniert nur ohne Tricks, ohne teure Spezialteile und ohne künstliche Hürden. Wer ein Gerät kauft, muss auch Zugang zu Ersatzteilen, Software und Anleitungen haben.“ Aus seiner Sicht gilt zudem: „Reparieren muss billiger sein als Neukauf.“

Vorwurf des "kalkulierten Betrugs"

Um das sicherzustellen, müsse nach den Worten Ehlings Schluss sein „mit geplantem, künstlich herbeigeführtem Verschleiß“. Wenn Geräte so gebaut würden, dass sie kurz nach Ablauf der Garantiezeit kaputtgehen, dann sei das „kein Zufall, sondern kalkulierter Betrug“. „Und das müsse bestraft werden“, forderte Ehling gegenüber der „Rheinischen Post“.

Entwurf von Justizministerin Hubig im Kabinett

Über den Entwurf für das Reparaturgesetz von Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) hat das Kabinett am Mittwoch entschieden. Details zu den konkreten Inhalten des Entwurfs gingen aus den Aussagen Ehlings gegenüber der „Rheinischen Post“ nicht hervor.

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25. März 2026 0 Kommentare
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