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Lars Klingbeil

SPD-Spitze hält trotz Wahldebakel in Rheinland-Pfalz geschlossen fest

von Hasepost Redaktion 23. März 2026

Nach der Wahlniederlage der SPD in Rheinland-Pfalz wollen die Parteivorsitzenden Lars Klingbeil und Bärbel Bas im Amt bleiben. Beide verwiesen nach einer Sitzung des Parteipräsidiums im Willy-Brandt-Haus darauf, dass die Partei in der aktuellen Lage handlungsfähig bleiben müsse und sich auf Inhalte statt Personaldebatten konzentrieren solle.

Parteispitze will Kurs halten

SPD-Parteivorsitzender Lars Klingbeil machte nach der Sitzung des Parteipräsidiums deutlich, dass er trotz der Wahlschlappe in Rheinland-Pfalz nicht an einen Rückzug denkt. Es sei klar, dass nach einem solchen Wahlausgang auch über Personal diskutiert werde, sagte Klingbeil am Montag im Willy-Brandt-Haus. Zugleich betonte er: „Ich bin sehr dankbar dafür, wie kontrovers, wie hart, aber auch wie offen wir diskutiert haben.“ Angesichts der aktuellen Lage stellte Klingbeil klar: „Wir werden nicht die zweitgrößte Regierungspartei jetzt in ein Chaos stürzen und in einen Prozess gehen, wo wir uns um uns selbst drehen und uns nicht um das Land kümmern.“

Bas warnt vor Selbstzerfleischung

Auch Bundestagspräsidentin und SPD-Parteivorsitzende Bärbel Bas äußerte sich in eine ähnliche Richtung. Die Menschen erwarteten, „dass die SPD sich nicht jetzt in Selbstzerfleischung ergießt, sondern dieses Land braucht jetzt auch eine starke Regierung“, sagte sie. Nach ihren Worten sei es unisono auch die Meinung im Präsidium, dass man jetzt über die Inhalte und die Strategie reden müsse, wie man das Land nach vorne bringe. „Es macht keinen Sinn, jetzt über Personal wochenlang uns zu zerlegen“, so Bas.

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23. März 2026 0 Kommentare
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Siemens (Archiv)

Siemens-Finanzvorstand: Künstliche Intelligenz bedroht Geschäftsmodell nicht

von Hasepost Redaktion 23. März 2026

Der scheidende Finanzvorstand Ralf Thomas des Industriesoftware-Anbieters Siemens sieht das Geschäftsmodell des Unternehmens trotz des raschen Fortschritts bei Künstlicher Intelligenz nicht gefährdet. Die zahlreichen Zukäufe von Softwareunternehmen der vergangenen Jahre bewerten er und der Konzern weiterhin als Erfolg, während bereits der Übergang im Finanzressort vorbereitet wird.

„Software sei nicht gleich Software“

Software sei nicht gleich Software, sagte Ralf Thomas dem „Handelsblatt“ (Dienstagausgabe). „Wir greifen nicht auf einen Fundus bekannten Wissens zurück, sondern schaffen in gestaltenden Prozessen Neues.“ Die Frage, wie man zum Beispiel den nächsten Halbleiter entwickle, sei noch nicht durch Künstliche Intelligenz beantwortet.

Milliardenschwere Zukäufe im Soll

Die Dutzenden Softwarefirmen, die Siemens in den vergangenen Jahren für Milliardensummen übernommen hat, entwickelten sich nach Plan, so Thomas. „Alle Akquisitionen sind werthaltig.“ Der Konzern sehe sich nach weiteren Übernahmezielen um.

Wechsel im Finanzressort

Ralf Thomas übergibt das wichtige Finanzressort am 1. April an seine Vorstandskollegin Veronika Bienert.

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23. März 2026 0 Kommentare
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Volkswagen Osnabrück

Warum Antimilitaristen in Osnabrück Rüstungsjobs auf eine Stufe mit Zuhältern stellen

von Dominik Lapp 23. März 2026

Am Dienstag (24. März) um 12:00 Uhr soll vor dem VW-Werk in Osnabrück eine Kundgebung stattfinden. Antimilitaristen wollen dabei mit einer symbolischen Aktion – einem vor die Werkstore gestellten Kleinbus – für eine sozial-ökologische Umstellung der Produktion werben. Doch im Zentrum der Debatte steht vor allem eine zugespitzte Aussage: der Vergleich von Rüstungsarbeit mit moralisch fragwürdigen Tätigkeiten wie der Zuhälterei.

Arbeit muss sinnvoll sein

Die Aktivisten stellen die verbreitete Annahme infrage, dass jeder Arbeitsplatz automatisch schützenswert sei. Mit ihrem bewusst provokanten Vergleich wollen sie verdeutlichen, dass es aus ihrer Sicht nicht nur um den Erhalt von Jobs gehen dürfe, sondern auch um deren gesellschaftlichen Nutzen. Arbeit müsse sinnvoll sein und dürfe nicht auf Kosten anderer Menschen oder grundlegender Werte gehen.

Konkret richtet sich die Kritik gegen eine mögliche stärkere Ausrichtung der Produktion auf militärische Zwecke. Diese sei nicht nur mit hohen gesellschaftlichen Folgekosten verbunden, sondern widerspreche auch dem Anspruch, Wohlstand, Demokratie und soziale Sicherheit zu schützen. Stattdessen, so die Forderung, würden Ressourcen gebunden, die für Umwelt- und Sozialpolitik dringend benötigt würden.

Problematische Perspektive

Auch das Argument der Arbeitsplatzsicherung wird von den Protestierenden zurückgewiesen. Sie verweisen darauf, dass Jobs in der Rüstungsindustrie keine langfristige Sicherheit böten: Entweder steige die Nachfrage durch anhaltende Konflikte – mit entsprechend gravierenden Folgen –, oder sie breche ein, was wiederum Arbeitsplätze gefährde. In beiden Fällen sei die Perspektive problematisch.

Als Alternative bringen die Aktivist*innen eine sozial-ökologische Konversion ins Spiel. Die Idee: Statt militärischer Güter könnten beispielsweise Fahrzeuge für den öffentlichen Bedarf produziert werden. Der symbolische Kleinbus steht dabei für konkrete zivile Nutzungsmöglichkeiten, die sowohl gesellschaftlich sinnvoll als auch wirtschaftlich tragfähig sein könnten.

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Blonde Frau

Prominente Frauen fordern Zehn-Punkte-Plan gegen männliche Gewalt

von Hasepost Redaktion 23. März 2026

Rund 250 prominente Frauen haben einen Zehn-Punkte-Plan zum Schutz vor männlicher Gewalt vorgelegt, der sich mit konkreten Forderungen an die Bundesregierung richtet. Der Maßnahmenkatalog, über den der „Spiegel“ berichtet, sieht unter anderem schärfere Regeln gegen digitale Gewalt und sexualisierte Übergriffe vor.

Zehn-Punkte-Plan gegen männliche Gewalt

Zu den Unterzeichnern gehören unter anderem Bärbel Bas, Grünen-Parteichefin Franziska Brantner, Moderatorin Carolin Kebekus, Schauspielerin Veronica Ferres, Musikerin Nina Chuba und die Aktivistin Luisa Neubauer. Der vom „Spiegel“ veröffentlichte Maßnahmenkatalog richtet sich an die Bundesregierung und soll Frauen besser vor männlicher Gewalt schützen.
Das Bündnis fordert unter anderem, das Herstellen nicht-einvernehmlicher sexualisierter Deepfakes unter Strafe zu stellen, da das reine Erstellen solcher Inhalte bislang nicht strafbar ist. Zudem verlangen die Unterzeichner ein digitales Gewaltschutzgesetz mit Anspruch auf rasche Löschung von Inhalten und Identifizierung von Tätern.

Scharfe Regeln gegen digitale Gewalt

Über den Zehn-Punkte-Plan berichtet der „Spiegel“. Die Unterzeichnerinnen fordern darin, sogenannte Nudify-Apps zu verbieten, die es ermöglichen, Personen auf Fotos mithilfe von KI virtuell auszuziehen. Ein solches Verbot soll den Missbrauch von Bildern und die Verbreitung sexualisierter Darstellungen ohne Einverständnis der Betroffenen verhindern.

Reformen im Strafrecht gefordert

Die Frauen fordern außerdem, das Prinzip „Ja heißt Ja“ im Sexualstrafrecht zu verankern, wonach jede sexuelle Handlung ohne ausdrückliche Einwilligung strafbar sein soll. Ebenso soll der Straftatbestand „Femizid“ im Strafgesetzbuch eingeführt werden.

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23. März 2026 0 Kommentare
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Anke Rehlinger

Rehlinger fordert Drei-Punkte-Kurswechsel für kriselnde SPD

von Hasepost Redaktion 23. März 2026

Saarlands Ministerpräsidentin und SPD-Vize Anke Rehlinger hat nach der Wahlniederlage in Rheinland-Pfalz von ihrer Partei einen Kurswechsel in drei Schritten gefordert. Personalwechsel allein reichten aus ihrer Sicht nicht aus, um die Probleme der SPD zu lösen. Sie kritisierte zudem das Erscheinungsbild der Bundespartei in Berlin als zu technokratisch und verlangte mehr Orientierung an den Alltagssorgen der Menschen.

Rehlinger warnt vor reinen Personaldebatten

Saarlands Ministerpräsidentin und SPD-Vize Anke Rehlinger betonte, ein bloßer Austausch von Führungspersonal dürfe nicht als Lösung für die Schwierigkeiten der Partei missverstanden werden. „Es hat der SPD noch nie gutgetan, ihre Probleme durch Personalwechsel allein als erledigt zu betrachten“, sagte sie dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Zu möglichen personellen Veränderungen äußerte sie sich nicht.
Stattdessen kritisierte Rehlinger das Auftreten der Bundespartei. Über die SPD im politischen Berlin sagte sie: „Die SPD in Berlin wird als zu technokratisch wahrgenommen. Wir klingen oft nach Aktenordnern.“ Die SPD müsse die Partei der Arbeitsplätze sein, „die nach dem Kollegen klingt, auf den man sich verlassen kann“, erklärte sie dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.

Drei-Schritte-Plan für inhaltliche Neuausrichtung

Rehlinger formulierte drei inhaltliche Schwerpunkte, an denen sich die SPD künftig orientieren solle. „Erstens: Wir müssen uns den Themen stellen, die zu Hause beim Abendbrot diskutiert werden.“ Daran müsse sich die Partei konsequent ausrichten – „und nicht daran, was in der SPD den meisten Applaus bringt“, sagte sie dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.
Als zweiten Punkt nannte die SPD-Politikerin die Verbindung von wirtschaftlicher Stärke und sozialer Gerechtigkeit. „Zweitens müsse die SPD wirtschaftliche Stärke und soziale Gerechtigkeit miteinander verbinden. „Sozialpolitik ist wichtig, aber Wirtschaftspolitik ist die Grundlage dafür, dass es allen gut gehen kann.“ Die Bundesregierung sollte gemeinsam ein mutiges Reformprogramm vorlegen, um Deutschland fit zu machen, erklärte sie dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.

Schwache Landesverbände als Risiko für den Bund

Als dritten Punkt forderte Rehlinger eine stärkere Unterstützung für schwache Landesverbände. „“Und drittens: Sich intern endlich um die einstelligen Landesverbände kümmern.“ Wenn die SPD in großen Ländern dauerhaft einstellig sei, könne sie im Bund keine guten Wahlergebnisse holen, sagte sie dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Bei der Wahl in Baden-Württemberg vor zwei Wochen war die SPD auf 5,5 Prozent abgestürzt.

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23. März 2026 0 Kommentare
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Paar geht

Regierung plant Abschaffung kostenloser Mitversicherung für Ehepartner

von Hasepost Redaktion 23. März 2026

Die Bundesregierung plant einem Medienbericht zufolge, die kostenlose Mitversicherung von Ehepartnern in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung abzuschaffen. Betroffene sollen demnach künftig einen Mindestsatz von rund 225 Euro im Monat zahlen, um das Defizit der Kassen zu senken und Anreize zur Arbeitsaufnahme zu erhöhen. Ausnahmen sind für Personen mit kleinen Kindern oder pflegebedürftigen Angehörigen vorgesehen, eine endgültige Entscheidung steht jedoch noch aus.
Die gesetzliche Krankenversicherung und Pflegeversicherung könnten für viele Familien spürbar teurer werden. Die Bundesregierung will die kostenlose Mitversicherung für Ehepartner offenbar abschaffen, wie das „Handelsblatt“ (Dienstagausgabe) unter Berufung auf Koalitionskreise berichtet. Wer bisher kostenlos mitversichert war, soll den Plänen zufolge künftig einen Mindestsatz von etwa 225 Euro im Monat zahlen.

Geplanter Mindestbeitrag und mögliche Ausnahmen

Die Abschaffung der beitragsfreien Mitversicherung werde voraussichtlich ein zentraler Baustein der Reformen bei Gesundheit und Pflege, hieß es aus der Bundesregierung. Die Maßnahme soll das Milliardendefizit der Krankenkassen verringern und zugleich den Anreiz erhöhen, einen Job anzunehmen. Den Plänen zufolge soll künftig ein Beitrag von 200 Euro monatlich an die Krankenversicherung und von 25 Euro an die Pflegeversicherung gehen. Ausnahmen soll es für Personen mit Kindern unter sechs Jahren oder pflegebedürftigen Angehörigen geben.

Expertenkommission legt Vorschläge vor

Ende März wird eine von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) eingesetzte Expertenkommission Vorschläge zur Stabilisierung der Krankenkassenbeiträge präsentieren. In der Bundesregierung laufen aber bereits parallel Gespräche über mögliche Reformen. Dabei zeichne sich ab, dass man die kostenlose Mitversicherung für Ehepartner abschaffen werde, hieß es in Koalitionskreisen. Eine finale Entscheidung steht noch aus, zunächst soll der Kommissionsbericht abgewartet werden.

Milliardenentlastung für die Sozialkassen

Wenn mitversicherte Ehepartner künftig den Mindestbeitrag zahlten, könnte das die Kranken- und Pflegeversicherung um einen niedrigen einstelligen Milliardenbetrag im Jahr entlasten. Insgesamt sind etwa 16 Millionen Menschen in Deutschland kostenlos mitversichert, der Großteil davon Kinder. Für sie soll sich nichts ändern.

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23. März 2026 0 Kommentare
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Zug kollidiert mit Betonplatten: Staatsschutz ermittelt

Zug kollidiert mit Betonplatten: Staatsschutz ermittelt

von Redaktion Hasepost Videonews 23. März 2026


In der Nacht zum Samstag ist ein Regionalexpress im Ruhrgebiet mit Betonplatten auf den Gleisen

Die Fahrgäste konnten ihre Reise mit einem Ersatzzug fortsetzen. Nach Angaben der Polizei lagen mehrere Betonplatten und eine Metallstange auf den Gleisen. Die Platten stammten offenbar aus einem Kabelschacht neben der Strecke und wurden dort herausgenommen. Der Tatort liegt nahe einer Unterführung im Bereich Königsstraße/Roggenkamp.

Staatsschutz ermittelt bei Bahnanschlag

Die Polizei hat ein Verfahren wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet. Wie der Spiegel berichtet, wird ein politischer Hintergrund nicht ausgeschlossen, weshalb der Staatsschutz des Polizeipräsidiums Dortmund die Ermittlungen übernommen hat. Die Polizei sucht nach Zeugen, die verdächtige Personen in der Nähe der Bahnstrecke beobachtet haben könnten. In den vergangenen Monaten hat es immer wieder Anschläge auf Bahnstrecken gegeben, wie der Focus berichtet.

Polizei sucht Zeugen nach Bahnvorfall

Die Ermittlungen dauern an, und die Polizei bittet um Hinweise aus der Bevölkerung. Die genauen Umstände des Vorfalls und die Motive der Täter sind noch unklar. Die Ermittler prüfen alle möglichen Spuren, um den oder die Verantwortlichen zu identifizieren und zur Rechenschaft zu ziehen.

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Fernwärme-Anschluss (Archiv)

Iran-Krieg: Fernwärmepreise steigen später trotz teurerem Gas

von Hasepost Redaktion 23. März 2026

Die steigenden Gas-Großhandelspreise infolge des Iran-Kriegs werden viele Fernwärme-Kunden nach Einschätzung von Fachleuten erst mit Verzögerung treffen. Wie stark Verbraucher betroffen sind, hängt demnach maßgeblich von der lokalen Erzeugungsstruktur der Fernwärme und den Preisregeln der Versorger ab.

Verzögerte Weitergabe der Gaspreise

Fachleute erwarten, dass die steigenden Gas-Großhandelspreise infolge des Iran-Kriegs mit Verspätung bei vielen Fernwärme-Kunden ankommen werden. „Es kommt allerdings darauf an, wie die Wärme vor Ort erzeugt wird“, sagte Florian Munder, Energieexperte des Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV), dem „Spiegel“. „Manche Netze sind schon weitgehend frei von fossiler Energie, was in der aktuellen Krise von Vorteil ist.“
Zudem dürfen viele Fernwärme-Versorger die Preise nur einmal im Jahr erhöhen, nur in manchen Fällen halbjährlich oder quartalsweise. „Bis die hohen Großhandelspreise auf Fernwärme-Kunden durchschlagen, kann eine ganze Weile vergehen“, so Munder.

Unterschiedliche Preisbindung der Versorger

Viele große Anbieter orientieren sich dabei an einem Index des Statistischen Bundesamts, der die Kosten der einzelnen Brennstoffe über einen längeren Zeitraum betrachtet. „Manche kleinere Betreiber nutzen aber auch Börsenindizes, die kurzfristige Preisschocks schneller abbilden“, sagte der Verbraucherschützer dem „Spiegel“.
Der Branchenverband AGFW bestätigt, dass sich Spannungen auf dem Gasmarkt auch auf fossil betriebene Heizkraftwerke auswirken können. Dabei komme es aber auch darauf an, wie kurzfristig oder langfristig im Voraus ein Versorger Gas einkauft.

Erfahrungen aus der Zeit nach dem Ukraine-Angriff

Nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine zählte die Fernwärme zunächst zu den relativ günstigen Heizmethoden; die hohen Gaspreise schlugen erst mit Verzögerung bei Fernwärme-Kunden durch. „Auch bei den jüngsten Entwicklungen ist ein ähnliches Muster plausibel“, sagte Werner Lutsch, AGFW-Geschäftsführer, dem „Spiegel“: Die Fernwärme dürfte „zunächst vergleichsweise preisstabil bleiben, während mögliche Preissteigerungen erst zeitversetzt wirksam werden“.

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Flugzeugunglück in

Air-Canada-Jet kollidiert mit Einsatzfahrzeug: Tote und Verletzte

von Hasepost Redaktion 23. März 2026

Auf dem New Yorker Flughafen LaGuardia ist am frühen Montagmorgen ein Regionaljet von Air Canada nach der Landung mit einem Fahrzeug der Flughafenbehörde zusammengestoßen. Die US-Luftfahrtbehörde FAA verhängte daraufhin einen Bodenstopp für alle Flugzeuge am Flughafen, ankommende Maschinen wurden umgeleitet oder kehrten um.

Kollision nach Landung aus Montreal

Nach Angaben der Behörden war die Maschine vom Typ CRJ-900 aus Montreal gekommen, als sie nach der Landung auf dem Flughafen LaGuardia mit einem Fahrzeug der Flughafenbehörde kollidierte. Der Zusammenstoß ereignete sich den Behörden zufolge bei einer Geschwindigkeit von etwa 38 Kilometern pro Stunde.
Offizielle Angaben zu Verletzten und Toten wurden zunächst nicht gemacht. In Medienberichten hieß es jedoch, „dass der Pilot und der Co-Pilot bei dem Unglück ums Leben gekommen seien“. Weiter berichteten Medien, „mehr als ein Dutzend Passagiere an Bord des Flugzeugs sollen zudem Verletzungen unterschiedlichen Schweregrades erlitten haben“.

Bodenstopp und Umleitungen

Der Vorfall führte dazu, „dass die US-Luftfahrtbehörde FAA einen Bodenstopp für alle Flugzeuge am Flughafen verhängte“. Ankommende Flugzeuge wurden nach Behördenangaben „zu anderen Flughäfen umgeleitet oder kehrten zu ihren Startflughäfen zurück“.
Den Behördenangaben zufolge war der Jet „mit einem ihrer Feuerwehrfahrzeuge kollidiert, welches zu einem anderen Vorfall unterwegs war“.

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Frankfurter Börse

Dax rutscht ab: Iran-Krieg treibt Ölpreis und Angst

von Hasepost Redaktion 23. März 2026

Der Dax hat am Montagmorgen deutlich nachgegeben und ist um 1,8 Prozent unter das Schlussniveau vom Freitag gefallen. Marktbeobachter verweisen vor allem auf die Unsicherheiten durch den Iran-Krieg und die Blockade der Straße von Hormus, die auch den Ölpreis spürbar nach oben treibt. Anleger weichen zunehmend auf festverzinsliche Anlagen aus, während die Nachfrage nach Absicherungen wächst.
Der Dax wurde gegen 9:30 Uhr mit rund 21.975 Punkten berechnet und lag damit 1,8 Prozent unter dem Schlussstand vom Freitag. An der Spitze der Kursliste rangierten Deutsche Börse, Brenntag und Mercedes-Benz, am Ende Vonovia, Rheinmetall und Siemens Energy.

Iran-Krieg belastet Aktienmarkt

„Der Iran-Krieg lässt sich mittlerweile für die Mehrzahl der Anleger auf eine einfache Gleichung herunterbrechen: Entweder die Straße von Hormus wird wieder passierbar, oder es gibt keinen Neueinstieg in Aktien“, sagte Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank. Je länger diese für die Weltwirtschaft so wichtige Meerenge blockiert bleibe, desto höher werde der Ölpreis steigen – und desto düsterer würden die Aussichten für die Gewinnentwicklung der meist zyklischen Dax-Aktien, so Stanzl laut Consorsbank.

Flucht in sichere Anlagen

„Festverzinsliche Anlagen ohne Kursrisiko sind derzeit Trumpf“, so Stanzl. „Die Anleger sorgen sich mehr um den Erhalt ihres Kapitals, als darum, eine Rendite zu erwirtschaften.“ Die Nachfrage nach Absicherungen wachse, denn weitere Kursverluste seien nicht auszuschließen, erklärte der Chefmarktanalyst der Consorsbank.

Euro schwächer, Ölpreis steigt

Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich am Montagmorgen etwas schwächer. Ein Euro kostete 1,1544 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8663 Euro zu haben.
Der Ölpreis stieg unterdessen deutlich. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 113,90 US-Dollar; das waren 1,5 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

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23. März 2026 0 Kommentare
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