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Heidi Reichinnek

Linke fordert Verdopplung der Beitragsbemessungsgrenze für Rente

von Hasepost Redaktion 16. März 2026

Die Vorsitzende der Linken-Fraktion im Bundestag, Heidi Reichinnek, fordert eine grundlegende Reform der gesetzlichen Rentenversicherung. Unter anderem plädiert sie für eine Verdopplung der Beitragsbemessungsgrenze und die Einbeziehung aller Erwerbstätigen in das System.

Rentenreform mit höherer Beitragsbemessungsgrenze

Die Vorsitzende der Linken-Fraktion im Bundestag Heidi Reichinnek hat eine Verdopplung der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung gefordert. „Wir müssen unser Rentensystem endlich vom Kopf auf die Füße stellen“, sagte Reichinnek der Sendung „Blome und Pfeffer“ von ntv am Montag. Dazu gehöre ein System, „in das alle Erwerbstätigen einzahlen – auch Beamte, Selbstständige und Abgeordnete. Und wir müssen unsere Beitragsbemessungsgrenzen verdoppeln“. Es sei nicht vermittelbar, „warum die Pflegekraft auf jeden Euro ihres Gehalts Beiträge zahlt, der Klinik-CEO aber nicht“.
Derzeit liegt die Beitragsbemessungsgrenze für die gesetzliche Rentenversicherung bei 8.450 Euro (101.400 Euro im Jahr). Die Linke will Spitzenverdiener durch eine Verdopplung der Beitragsbemessungsgrenze mehr in die Pflicht nehmen.

Warnung vor Altersarmut

Jeder fünfte Rentner in Deutschland sei armutsgefährdet, so Reichinnek. Trotz jahrzehntelanger Arbeit, Kindererziehung und Pflege schaffe es ein reiches Land wie Deutschland nicht, allen Menschen ein Alter in Würde zu ermöglichen. „Immer mehr stehen mit 70 noch hinter der Kasse, sammeln Pfandflaschen oder müssen zur Tafel.“

Kritik an privater Vorsorge

Scharf kritisierte Reichinnek den Fokus der Regierung auf private Vorsorge und Aktienmodelle. Wenn immer wieder darauf verwiesen werde, dass Menschen privat vorsorgen sollten, werde ignoriert, dass „mindestens jeder Vierte in diesem Land am Ende des Monats keinen Cent übrig hat, um Geld in eine teure und riskante private Rentenversicherung zu stecken“. Stattdessen brauche es eine starke gesetzliche Rente, von der alle im Alter leben könnten.

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16. März 2026 0 Kommentare
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Shell-Tankstelle (Archiv)

Mineralölbranche warnt: Strengeres Kartellrecht gefährdet Spritversorgung

von Hasepost Redaktion 16. März 2026

Die Mineralölbranche warnt vor Versorgungsengpässen mit Benzin und Diesel, sollte das Kartellrecht wie von der Bundesregierung geplant verschärft werden. Vertreter von Verbänden der Mineralölwirtschaft und des Tankstellengewerbes sehen erhebliche Rechtsunsicherheiten und zusätzliche wirtschaftliche Risiken, insbesondere für mittelständische Betreiber. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) lehnt weitergehende Markteingriffe nach österreichischem Vorbild ab und verweist auf mögliche Mehrbelastungen für Kunden. Noch in diesem Monat soll ein entsprechendes Gesetz zur Verschärfung des Kartellrechts verabschiedet werden.

Warnungen der Mineralölwirtschaft vor Rechtsunsicherheit

Die Mineralölbranche hat sich gegen eine Verschärfung des Kartellrechts positioniert und vor möglichen Engpässen in der Versorgung mit Benzin und Diesel gewarnt. „Für Unternehmen entstehen dadurch erhebliche Rechts- und Planungsunsicherheiten sowie ein hoher Dokumentations- und Begründungsaufwand“, sagte Christian Küchen, Hauptgeschäftsführer des Wirtschaftsverbands Fuels und Energie, der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Dienstagausgabe) nach einem „Benzingipfel“ mit den Regierungsfraktionen am Montagmittag.
„Nach unserer Einschätzung sind die Risiken so hoch, dass sie sich auf die Versorgungssicherheit in Deutschland negativ auswirken könnten“, sagte Küchen nach dem offiziell „Task Force“ genannten Treffen zwischen Politik und Kraftstoffwirtschaft. Sein Verband vertritt unter anderem die Markentankstellen.

Kritik kleinerer und unabhängiger Tankstellen

Auch die Vertreter der kleineren Tankstellen äußern sich kritisch. „Wenn Preisänderungen regulatorisch eingeschränkt werden, trifft das den Mittelstand häufig stärker als große integrierte Mineralölkonzerne. Diese verfügen über andere Beschaffungsstrukturen, größere Kapitalpolster und oft auch über zentrale Preissteuerungssysteme“, sagte Daniel Kaddik, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Freier Tankstellen und Unabhängiger Deutscher Mineralölhändler. „Für unabhängige Betreiber kann eine solche Regulierung daher zusätzliche wirtschaftliche Risiken bedeuten.“ Die Bundesregierung will noch in diesem Monat ein Gesetz zur Verschärfung des Kartellrechts verabschieden.

Reiche gegen österreichisches Modell

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hat sich ihrerseits gegen weitere Eingriffe in den Markt nach dem Vorbild Österreichs ausgesprochen. Dort dürfen die Tankstellen künftig nur noch dreimal die Woche die Preise anheben. „Wenn wir das dreimal die Woche machen, fürchte ich, dass die Preisaufschläge so hoch sind, dass sie am Ende den Tankkunden stärker belasten“, sagte sie vor einem Treffen der EU-Energieminister in Brüssel.
„Das kann nicht im Interesse der Kunden sein, die dringend preiswerten Sprit brauchen“, sagte sie weiter. Reiche forderte Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) auf, sicherzustellen, dass die zusätzlichen Steuereinnahmen, die der Staat wegen der Aufschläge habe, gerecht verteilt würden.

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16. März 2026 0 Kommentare
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Herfried Münkler

Politologe warnt: Artikel 5 im Iran-Konflikt gefährdet Nato

von Hasepost Redaktion 16. März 2026

Der Berliner Politologe Herfried Münkler warnt vor gravierenden Folgen einer möglichen Ausrufung des Bündnisfalls nach Artikel 5 des Nato-Vertrags im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg. Eine solche Aktivierung könnte die Nato grundlegend verändern und die Allianz aus seiner Sicht vor eine Zerreißprobe stellen.

Münkler warnt vor „Ende der Nato“

Der Berliner Politologe Herfried Münkler hat mit Blick auf den Iran-Krieg eindringlich vor den Folgen einer Ausrufung des Bündnisfalls nach Artikel 5 des Nato-Vertrags durch Trump gewarnt. „Die Aktivierung von Artikel 5 wäre das Ende der Nato, denn damit würde sich das Bündnis aus einem Defensiv- in ein Offensivbündnis verwandeln“, sagte Münkler dem „Handelsblatt“ (Dienstagausgabe).
„Jedes Mitglied könnte dann ein beliebiges Land angreifen und, sobald es in Schwierigkeiten gerät, die Hilfe der anderen anfordern“, ergänzte er gegenüber dem „Handelsblatt“. Das sei im Falle von Afghanistan, dem bisher einzigen Artikel-5-Einsatz, anders gewesen, weil die USA die Angriffe gegen al-Qaida als direkte Antwort auf die Terroranschläge des 11. September begründen konnten.

Preis für europäische Unterstützung und Blick auf Ukraine

Natürlich könne „man darüber nachdenken, den USA in der Straße von Hormus aus der Patsche zu helfen, zumal sich argumentieren lässt, dass die Blockade der Straße von Hormus ein Angriff auf den Welthandel ist“, sagte Münkler dem „Handelsblatt“. Aber die Europäer müssten „dafür einen Preis einfordern, der eine stärkere Unterstützung der Ukraine durch die USA zum Ziel hat, denn der russische Angriff auf die Ukraine ist de facto ein Angriff auf Europa“, argumentierte der Politikwissenschaftler in dem Gespräch mit dem „Handelsblatt“.

Kritik an Planung der US-Militäraktion

Allein die Debatten um die Aktivierung der Nato-Beistandsklausel zeige, „wie nachlässig die US-Militäraktion gegen den Iran geplant worden ist“, sagte Münkler dem „Handelsblatt“.

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16. März 2026 0 Kommentare
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Seit Jahren ist das Haste Open Air ausverkauft, bevor es traditionell Anfang September seine Tore öffnet.
 / Foto: Björn Plantholt | Fotokrat

Haste Open Air 2026 ist restlos ausverkauft

von Hasepost 16. März 2026

Verkaufsrekord für das Haste Open Air in Osnabrück: Das Festival ist früher als jemals zuvor ausverkauft. Wer sich rechtzeitig ein Ticket gesichert hat, darf sich Anfang September auf eines der beliebtesten kleinen Festivals im Raum Osnabrück freuen. Das Organisationsteam lässt die Fangemeinde nicht ganz ohne Musik in den Frühling: Am 11. April 2026 findet der beliebte Grill- und Bierabend nahe des Festivalgeländes im Ortsteil Haste statt – kostenlos, draußen und mit der Osnabrücker Cover-Band „Akustikhelden“.

Verbundenheit, Solidarität und Rock ‘n‘ Roll

Das ehrenamtlich organisierte Haste Open Air hat sich in den vergangenen Jahren weit über die Stadtgrenzen hinaus als authentisches Gemeinschaftserlebnis etabliert. Dass die Tickets für die Ausgabe im Jahr 2026 so schnell vergriffen waren, dürfte neben der familiären Community auch an den diesjährigen Headlinern liegen. Wo die Deutschpunker von „Adam Angst“ und „Dritte Wahl“ Haltung und Leidenschaft auf die Bühne bringen, mischen die Regional-Ikonen der „Frog Bog Dosenband“ den Party-Cocktail an. Aus London gesellt sich die Ska-Band „Buster Shuffle“ im Polohemd und mit Schiebermütze hinzu.

Vorgeschmack im Frühling: Grill- und Bierabend am 11. April 2026

Für alle, die die Wartezeit auf den Festivalsommer verkürzen möchten, hat das Organisationsteam eine gute Nachricht: Bereits zum vierten Mal veranstalten sie mit dem sogenannten „Grill- und Bierabend“ ein Umsonst-und-draußen-Minifestival auf einem Teil des Geländes, auf dem auch das Hauptfestival im September stattfinden wird. Am 11. April 2026 spielen die „Akustikhelden“ aus Osnabrück live. Die Band steht für unterhaltsame Akustik-Covermusik mit Herz und Witz und hat sich in der Region eine treue Anhängerschaft erspielt. Der Eintritt ist frei.

Über das Haste Open Air

In enger Partnerschaft mit der Kirchengemeinde San Judas y San Nicolás in Havanna, Kuba, arbeitet die Katholische Kirchengemeinde Christus König in Haste an der Verbesserung der schwierigen Lebensbedingungen auf Kuba. Das 2008 ins Leben gerufene Benefizkonzert „Haste Open Air“ ist ein wichtiger Baustein. 75 Prozent des Reinerlöses spenden die Veranstalter jedes Jahr an die Partnergemeinde. Mit weiteren 25 Prozent fördert die Veranstaltung soziale Einrichtungen in Osnabrück, beispielsweise Kindertagesstätten oder das Mehrgenerationenhaus Haste.

16. März 2026 0 Kommentare
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Katastrophenschutz (Archiv)

Grüne verlangen bundeseinheitliche Koordination des Zivilschutzes

von Hasepost Redaktion 16. März 2026

Die Grünen im Bundestag wollen den Bevölkerungsschutz in Deutschland neu ordnen und stärker koordinieren lassen. In einem Antrag, der an diesem Dienstag in der Fraktion beschlossen werden soll, fordern sie unter anderem, den Zivilschutz zur Gemeinschaftsaufgabe von Bund und Ländern zu machen und einen „Operationsplan Zivile Verteidigung“ zu erarbeiten. Der „Tagesspiegel“ (Dienstagausgabe) berichtet über die Pläne.

Grüne dringen auf neues Gesetz für den Zivilschutz

Die Bundestagsfraktion der Grünen will die Bundesregierung auffordern, den Bevölkerungsschutz in Deutschland besser zu koordinieren. Das geht aus einem Antrag hervor, den die Abgeordneten an diesem Dienstag beschließen sollen und über den der „Tagesspiegel“ (Dienstagausgabe) berichtet.
Darin plädieren die Grünen unter anderem dafür, mit einem neuen Gesetz den Zivilschutz zur Gemeinschaftsaufgabe von Bund und Ländern zu machen. Bisher sind dafür den Angaben zufolge allein die Länder zuständig. Die Bundesregierung solle außerdem definieren, wie viele Einsatzkräfte im Zivilschutz benötigt werden, und Technisches Hilfswerk, Feuerwehr und Hilfsorganisationen beim nötigen Aufwuchs unterstützen, heißt es weiter in dem Antrag.

Kritik an Innenminister Dobrindt

Der Grünen-Abgeordnete Leon Eckert, der den Antrag verfasst hat, sieht in der zivilen Verteidigung erheblichen Nachholbedarf. „Die Zeitenwende in der zivilen Verteidigung steht vier Jahre nach dem Beginn des russischen Angriffskriegs noch immer aus“, sagte er laut „Tagesspiegel“. Bis auf Ankündigungen habe Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) im Bereich der zivilen Verteidigung bisher wenig Substantielles geliefert, kritisiert der Haushaltspolitiker, der für den Etat des Innenministeriums zuständig ist.
„Wir fordern endlich die überfälligen Entscheidungen von Minister Dobrindt, um unsere Gesellschaft als Ganzes gegen aktuelle Bedrohungen zu wappnen“, so Eckert weiter. Der Bund solle einen „Operationsplan Zivile Verteidigung“ erstellen sowie eine Koordinierungsstelle schaffen, um den Zivilschutz in Deutschland stärker zu steuern.

Übungstag, Erste Hilfe und Fortbildungen

Über strukturelle Änderungen hinaus verlangen die Grünen konkrete Maßnahmen zur Stärkung der Fähigkeiten im Bevölkerungsschutz. Sie sprechen sich für einen jährlichen bundesweiten Übungstag aus. Schüler sollen im Unterricht die Erste Hilfe erlernen. Für Landräte und Oberbürgermeister soll es verpflichtende Fortbildungen im Zivilschutz geben.

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16. März 2026 0 Kommentare
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SPD-Parteizentrale (Archiv)

SPD modernisiert Willy-Brandt-Haus zur kreativen Kampagnenzentrale

von Hasepost Redaktion 16. März 2026

Die SPD plant einen umfassenden Umbau ihrer Parteizentrale, des Willy-Brandt-Hauses, um die Arbeitsstrukturen zu modernisieren und Flächen neu zuzuschneiden. Generalsekretär Tim Klüssendorf bestätigte entsprechende Pläne dem „Spiegel“ und kündigte Investitionen der parteieigenen Vermietungsgesellschaft an, während die Kostenfrage nachrangig sei.

SPD-Zentrale soll modernisiert und Flächen neu verteilt werden

SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf bestätigte dem „Spiegel“, dass die Partei einen groß angelegten Umbau ihrer Parteizentrale, des Willy-Brandt-Hauses, plant. „Ziel ist es, eine moderne Arbeitsatmosphäre zu schaffen – mit viel Raum für Kreativität, Kommunikation und schlagkräftige Kampagnen“, sagte er laut „Spiegel“.
Im Zuge der Modernisierung will Klüssendorf den Flächenbedarf anpassen und die Räume neu zuschneiden. Man bündle die Mitarbeiter des Parteivorstandes auf der vierten, fünften und sechsten Etage des Hauses, erklärte er dem „Spiegel“. Die dadurch freiwerdende dritte Etage soll vermietet werden, ähnlich wie die Etagen eins und zwei bereits heute. Auch aus dem benachbarten Paul-Singer-Haus, das sich ebenfalls im Besitz einer SPD-Gesellschaft befindet, will Klüssendorf die Mitarbeiter zurück in die Zentrale holen. Die Flächen dort sollen ebenfalls in die Vermietung gehen.

Kostenthematik und Rolle der Vermietungsgesellschaft

Es gehe ihm dabei nicht vordringlich ums Geldsparen, erklärte Klüssendorf dem „Spiegel“. „Wir wollen mit dem Umbau eine moderne Arbeitsumgebung schaffen, die zu einer zeitgemäßen Organisation passt. Die Kosten stehen im Hintergrund.“ Im Gegenteil werde die parteieigene Vermietungsgesellschaft des Willy-Brandt-Hauses zunächst einen hohen Betrag investieren.

Umbaupläne nach Etagen und Reaktionen aus der Belegschaft

Noch in diesem Jahr soll der Umbau in der vierten Etage beginnen. Künftig sollen dort alle mit Kommunikation und Außendarstellung befassten Beschäftigten zusammenarbeiten. Kurze Wege und schnelle Absprachen sind das Ziel. „Im vierten Stock schlägt künftig das Herz unserer Kampagne“, sagte Klüssendorf dem „Spiegel“. Danach sollen die Stockwerke fünf und sechs modernisiert werden, wo Leitungsebene, Organisationsentwicklung, Verwaltung und programmatische Arbeit ihren Sitz haben werden.
Klüssendorf räumte gegenüber dem „Spiegel“ ein, dass es in Teilen der Belegschaft Vorbehalte gebe. „Viele jüngere Mitarbeiter wünschen sich eine moderne Arbeitsatmosphäre, bei anderen gibt es auch Sorgen“, sagte er. Er nehme diese ernst und befinde sich mit Beschäftigten sowie Betriebsrat in produktiven Gesprächen. „Wir finden für unterschiedliche Bedürfnisse gute Lösungen“, versprach der Generalsekretär dem „Spiegel“.

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16. März 2026 0 Kommentare
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Das SL-Gebäude am Westerberg.

Gute Nachricht des Tages: Hochschule Osnabrück treibt nachhaltige Landwirtschaft voran

von PM 16. März 2026

Steigende Anforderungen an Tierwohl und Klimaschutz, wirtschaftlicher Druck auf Betriebe, gesellschaftliche Erwartungen an Transparenz und Nachhaltigkeit – die Agrar- und Ernährungswirtschaft steht vor tiefgreifenden Veränderungen. Wie dieser Wandel gelingen kann, ist Kern des Forschungsverbunds agri:change. Das auf fünf Jahre angelegte Projekt wird mit rund 25 Millionen Euro aus dem Programm zukunft.niedersachsen – ein gemeinsames Wissenschaftsförderprogramm des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur und der VolkswagenStiftung – gefördert. Die Koordination liegt bei der Universität Göttingen, die transdisziplinäre Leitung beim Verbund Transformationsforschung agrar Niedersachsen (trafo:agrar).

Zukunft der Agrar- und Ernährungswissenschaft muss gesichert werden

Die Hochschule Osnabrück arbeitet dabei mit 14 weiteren wissenschaftlichen Partnern gemeinsam an Transformationspfaden für eine zukunftsfähige Agrar- und Ernährungswirtschaft. Zur Auftaktveranstaltung in Hannover kamen nun alle Akteurinnen und Akteure zusammen. Mit dabei waren auch Falko Mohrs, Niedersächsischer Minister für Wissenschaft und Kultur, und Miriam Staudte, Niedersächsische Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Mohrs sagte: „Die Herausforderungen für die Agrar- und Ernährungswirtschaft als zweitwichtigste Wirtschaftsbranche unseres Landes sind komplexer denn je: Klimawandel, Ressourcenknappheit, geopolitische Unsicherheiten und steigende gesellschaftliche Erwartungen verlangen neue Antworten. Innovationen aus der Wissenschaft können neue Wege eröffnen und praxistaugliche Lösungen ermöglichen – beispielsweise um die Effizienz der Höfe und Betriebe zu steigern, Ernten zu stabilisieren und zugleich Nachhaltigkeit und Tierwohl voranzubringen. Als Land investieren wir daher rund 68 Millionen Euro in drei große Forschungsverbünde im Agrar- und Ernährungsbereich. Mit agri:change schaffen wir eine starke wissenschaftliche Grundlage, um die niedersächsische Landwirtschaft und damit unsere Ernährungssicherheit zukunftsfest weiterzuentwickeln.“

Hochschule Osnabrück erhält für ihre Expertise Förderung vom Land

Die Hochschule Osnabrück bringt ihre Expertise in drei der vier sogenannten agri:labs ein. Dies sind praxisnahe Reallabore, in denen gemeinsam mit Partnern aus der Praxis konkrete Lösungen entwickelt und erprobt werden. Thematisch reichen die Beiträge von nachhaltigen Wertschöpfungssystemen über zukunftsfähige Nutztierhaltung und die Nutzung von Nebenströmen bis hin zur integrierten Agrarlandschaftsentwicklung. Für ihre Forschung erhält die Hochschule Osnabrück Fördermittel in Höhe von knapp 2,2 Millionen Euro.

Konkrete Fragestellungen in der Praxis erproben

Agri:change zeichnet sich nicht nur durch die große Zahl an beteiligten Akteurinnen und Akteuren aus Wissenschaft, Politik und Praxis aus, sondern vor allem durch die unmittelbare Praxisnähe, wie Prof. Dr. Nana Zubek, Professorin für Agrarökonomie der Hochschule Osnabrück erläutert: „Transformationsprozesse können nur dann erfolgreich sein, wenn sie von den betroffenen Akteurinnen und Akteuren mitgetragen werden.“ Das zeigt sich auch in den Teilprojekten, in denen Nana Zubek mit ihrem Team arbeitet. Gemeinsam untersuchen sie, wie gesellschaftlich akzeptiert tiefgreifende Veränderungen entlang der agrarischen Wertschöpfungskette überhaupt sind und welche Rolle dabei persönliche Kontakte, Austausch und Netzwerke spielen. Denn ob sich nachhaltigere Produktionsweisen durchsetzen, hängt oft davon ab, wie Landwirtinnen und Landwirte, Unternehmen und Bürgerinnen und Bürger darüber sprechen und welche Erfahrungen sie im eigenen Umfeld machen.

Lebensrealität soll im Mittelpunkt der Forschung bleiben

Gleichzeitig wird analysiert, wie sich eine nachhaltige Umgestaltung der Agrar- und Ernährungswirtschaft auf die Lebensqualität in Regionen auswirkt. Entstehen neue Arbeitsplätze und Geschäftsmodelle? Verändern sich Einkommen oder wirtschaftliche Strukturen? Was passiert, wenn sich Produktion verlagert? Wenn beispielsweise weniger Fleisch in Niedersachsen erzeugt würde: Wird dann anderswo mehr produziert? Und was wären verbundene ökonomische, ökologische sowie gesellschaftliche Konsequenzen? Solche überregionalen wirtschaftlichen Zusammenhänge werden mit in den Blick genommen.

Hochschule Osnabrück thematisch breit aufgestellt

Neben Zubek sind noch Prof. Dr. Guido Recke, Prof. Dr. Inga Tiemann, Dr. Kathrin Toppel sowie Prof. Dr. Diemo Daum mit ihren Teams im Gesamtprojekt vertreten und decken dabei unterschiedliche Themengebiete ab. Das Team von Prof. Dr. Diemo Daum entwickelt neue Ansätze, um bislang ungenutzte Pflanzenbestandteile aus dem Freilandgemüsebau nachhaltig zu erschließen und ihr Potenzial für die Lebensmittelverarbeitung zu bewerten. Im Fokus stehen dabei vor allem Blätter von Wurzel-, Knollen- und Kohlgemüse sowie Gemüsefraktionen, die etwa aufgrund zu geringer Größe nicht als Frischware vermarktet werden. Gleichzeitig untersuchen die Forschenden, inwieweit entsprechende Verwertungsoptionen dazu beitragen können, Stickstoffverluste durch Nitratauswaschung und Lachgasemission aus Ackerböden zu verringern und damit Umwelt und Klima zu schützen. Prof. Dr. Inga Tiemann und Dr. Kathrin Toppel beschäftigen sich mit ihren Kolleginnen und Kollegen mit Geflügel. Tiemann arbeitet im Teilprojekt „Geflügel ‚Low carbon line ‘ – regionale Produktion mit geringer Umweltwirkung.“ Die „Carbon Line – Huhn“ schafft die Datengrundlage für eine evidenzbasierte Bewertung von Klimawirkungen in der Geflügelhaltung. Ziel ist es, Ressourceneffizienz und Tierwohl systemisch zusammenzudenken und praktikable Transformationspfade für die Geflügelbranche aufzuzeigen.

Geflügelhaltung stellt besonderen Fokus der Forschung dar

Toppel erprobt und bewertet am Lehr- und Forschungsbetrieb Waldhof der Hochschule verschiedene Ansätze zur Reduzierung des Risikos von Hitzestress bei Masthühnern. Damit leistet das Team einen Beitrag dazu, Geflügelhaltung auch in einem sich wandelnden Klima tiergerecht und zukunftsfähig zu gestalten. Der inkludierte Praxisaustausch ebnet den direkten Weg für erfolgreiche Maßnahmen ins Controlling von Masthühnerbeständen. Für die wirtschaftliche Nutzung bislang ungenutzter Rest- und Begleitstoffe in Deutschland besteht noch erheblicher Forschungsbedarf. Insbesondere sind die mengenmäßigen, technisch verfügbaren und ökonomisch verwertbaren Potentiale verschiedener Wertschöpfungsketten nicht bekannt. Diese Aspekte werden im Fachgebiet von Prof. Dr. Guido Recke untersucht. Ein weiterer Fokus liegt auf der ökonomischen Optimierung durch Nebenstrom-Upcyling von ausgewählten Lebens- und Futtermitteln und auf Akzeptanzanalysen bei den beteiligten Unternehmen.

Anspruch an praxisnahe Forschung ist stets Ziel der Hochschule Osnabrück

Mit dem Engagement im Verbundprojekt agri:change unterstreicht die Hochschule Osnabrück ihren Anspruch, wissenschaftliche Erkenntnisse frühzeitig in die Praxis zu überführen und den Wandel der Agrar- und Ernährungswirtschaft aktiv mitzugestalten. So entstehen fundierte Entscheidungsgrundlagen und konkrete Lösungsansätze für eine nachhaltige Entwicklung in Niedersachsen und darüber hinaus.

16. März 2026 0 Kommentare
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Jens Spahn

Spahn fordert Konsequenzen nach EVP-Chats mit Rechtsparteien

von Hasepost Redaktion 16. März 2026

Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) fordert nach Berichten über eine Chatgruppe konservativer EVP-Vertreter mit rechten Parteien im Europäischen Parlament Konsequenzen. Zugleich weist er den Vorwurf einer Zusammenarbeit mit der AfD ausdrücklich zurück und betont die politische Bedeutung regulärer Mehrheitsbildungen im Parlament.

Spahn fordert Konsequenzen und weist Vorwürfe zurück

Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) hat nach Berichten über eine Chatgruppe, in der sich Vertreter der konservativen EVP mit rechten Parteien im Europäischen Parlament ausgetauscht haben sollen, Konsequenzen gefordert. Auch CDU und CSU gehören zur Parteienfamilie der EVP. An der Chatgruppe sei offenbar auch ein Mitarbeiter der EVP aus Spanien beteiligt gewesen, sagte Spahn am Montag in der ntv Sendung „Blome & Pfeffer“. „Das muss Konsequenzen haben.“ Er sei „gerne dabei“, über mögliche Folgen zu sprechen, „insbesondere für die Frage, wie es mit dem weitergeht“.
Zugleich wies Spahn Vorwürfe einer Zusammenarbeit mit der AfD zurück. „Der entscheidende Punkt ist: Was die AfD will, macht und tut im Brüsseler Parlament, interessiert keinen Menschen. Es ist auch nicht von Relevanz“, sagte er in der ntv Sendung „Blome & Pfeffer“. Eine solche Chatgruppe sei „keine Form der Zusammenarbeit“.

Streit um Mehrheiten im Europäischen Parlament

Entscheidend sei vielmehr, dass es im Europäischen Parlament keine Einigung mit SPD und Grünen gegeben habe, betonte Spahn bei ntv. „Die SPD-Europaabgeordneten arbeiten in Brüssel gegen das, was die gemeinsame Bundesregierung aus Berlin heraus will, und gegen das, was die Kommission vorschlägt“, sagte Spahn. Wenn sich dann Mehrheiten im Parlament fänden – „ohne die radikale Rechte, das ist wichtig“ – dann sei das eine normale Abstimmung im Europäischen Parlament.

Schnieder fordert Aufklärung und harte Linie gegenüber AfD

Der CDU-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz, Gordon Schnieder, hat die EVP-Fraktion im EU-Parlament aufgefordert, Konsequenzen aus den Chats mit der AfD zu ziehen. „Die Vorgänge müssen vollständig aufgeklärt werden, und daraus müssen Konsequenzen folgen“, sagte Schnieder den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Das ist jetzt Aufgabe der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament.“ Die Abgeordneten der CDU/CSU-Gruppe und ihre Mitarbeiter seien von den Vorgängen nicht betroffen.
Für die Landes-CDU stellte Schnieder gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe klar, dass es keine Zusammenarbeit mit der AfD gebe. Wer das missachte, könne nicht weiter in der Partei bleiben: „Wer in solchen Chatgruppen unterwegs ist oder meint, sich mit der AfD zusammentun zu müssen, hat in unseren Reihen keinen Platz. In so einem Fall ist man sofort raus.“
Hintergrund ist eine Recherche, derzufolge die EVP-Fraktion, der die deutschen Unions-Abgeordneten angehören, jüngst gemeinsam mit dem rechten Flügel des Europaparlaments in einer Chatgruppe und bei einem persönlichen Treffen von Abgeordneten an einem Gesetzesvorschlag zur Verschärfung der Migrationspolitik arbeitete.

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16. März 2026 0 Kommentare
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Flughafen BER

Warnstreik am BER: Verdi ruft Flughafenbeschäftigte zu Ausstand

von Hasepost Redaktion 16. März 2026

Die Gewerkschaft Verdi hat für Mittwoch zu einem Warnstreik am Flughafen BER aufgerufen. Hintergrund sind nach Gewerkschaftsangaben blockierte Tarifverhandlungen, die bereits in der zweiten Runde ins Stocken geraten seien. Für Passagiere am BER ist mit Flugausfällen und Verspätungen zu rechnen.

Warnstreik am Flughafen BER wegen stockender Tarifgespräche

Die Gewerkschaft Verdi teilte am Montag mit, dass die Beschäftigten am Flughafen BER am Mittwoch die Arbeit niederlegen sollen. Die Arbeitgeber blockierten nach Angaben der Gewerkschaft die laufenden Tarifverhandlungen, was zu der Warnstreikmaßnahme führte. Es dürfte zu Flugausfällen und Verspätungen kommen.
Verdi-Verhandlungsführer Holger Rößler erklärte, dass die Beschäftigten den Flughafenbetrieb täglich am Laufen hielten und Respekt sowie einen Tarifabschluss verdienten, der ihre Arbeit anerkenne. „Die Beschäftigten halten den Flughafenbetrieb täglich am Laufen und verdienen Respekt sowie einen Tarifabschluss, der ihre Arbeit anerkennt“, sagte Rößler laut Verdi. In der zweiten Verhandlungsrunde hätten die Arbeitgeber ein Angebot vorgelegt, das die Tarifkommission als nicht verhandlungsfähig zurückgewiesen habe. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 25. März angesetzt.

Verdi weist Angebot der Arbeitgeber zurück

Die Arbeitgeber hatten in der zweiten Verhandlungsrunde eine Lohnerhöhung in mehreren Schritten bei einer Laufzeit bis Ende 2028 angeboten. Demnach sollte es bis Juni eine Nullrunde geben, gefolgt von einem Plus von einem Prozent ab Juli 2026, 1,5 Prozent ab Juli 2027 und einem weiteren Prozent ab Mai 2028. Rößler bezeichnete das Angebot als „Provokation am Verhandlungstisch“, wie Verdi mitteilte.

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16. März 2026 0 Kommentare
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Boris Palmer

Boris Palmer lehnt Ministerposten ab und bleibt Tübingens OB

von Hasepost Redaktion 16. März 2026

Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer wird nicht in die geplante Landesregierung unter Cem Özdemir (Grüne) wechseln. Nach Medienberichten hat sich der parteilose Kommunalpolitiker entschieden, sein Amt in Tübingen weiterzuführen und nicht Mitglied des künftigen Kabinetts zu werden.

Palmer sagt Landesregierung ab

Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer hat offenbar entschieden, nicht in die neue Landesregierung unter Cem Özdemir (Grüne) einzutreten. Das berichten die „Stuttgarter Zeitung“ und die „Stuttgarter Zeitung“ unter Berufung auf Kreise der Grünen.
Der parteilose Palmer erklärte demnach, er werde sein Amt in Tübingen weiterhin ausüben. Özdemir, der als Ministerpräsident vorgesehen ist, hatte dem Bericht zufolge in einer Sitzung des Landesvorstands mitgeteilt, dass er mit Palmer über einen möglichen Eintritt in das Kabinett gesprochen habe. Palmer habe jedoch klargestellt, dass er in Tübingen bleiben werde.
Auf Nachfrage bestätigte der OB diese Entscheidung und sagte, dass er keinen Grund sehe, sein Amt, das ihm die Bürger für acht Jahre anvertraut hätten, aufzugeben.

Hintergrund und Spekulationen

Palmer war vor etwa drei Jahren aus der Grünen-Partei ausgetreten, hielt jedoch weiterhin Kontakt zum sogenannten Realo-Flügel. Im Landtagswahlkampf unterstützte er Özdemir. Dies führte zu Spekulationen über einen möglichen Eintritt Palmers in das Kabinett.

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16. März 2026 0 Kommentare
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