Für vier Wochen gesperrt: „Bunte Hunde“ aus Osnabrück gestalten Hermannsturm in Georgsmarienhütte
Der Hermannsturm auf dem Dörenberg soll zu einem Kunstwerk werden. Ab Anfang August beginnen die Arbeiten, um ein großflächiges Wandbild an den Innen- und Außenflächen der Turmfassade zu gestalten. Dafür muss der Aussichtspunkt für etwa vier Wochen gesperrt werden.
Anfang des Jahres wurde insbesondere der Hermannsturm, aber auch das Zwillingsbauwerk der Varusturm auf dem Lammersbrink mit Graffiti beschmiert. Da die gereinigten weiß-beigen Wände des Turmes wohl wieder einem Sprayer zum Opfer gefallen wären, wird der Hermannsturm nun mit einem großen Wandbild versehen. Im kommenden Jahr soll dann auch der Varusturm umgestaltet werden.

Anfang des Jahres wurden sowohl der Hermannsturm als auch der Varusturm durch Farbschmierereien und Graffitis verunstaltet. / Foto: Stadt Georgsmarienhütte
„Bunte Hunde“ sollen erdgeschichtliche Zeitreise sichtbar machen
Konkret sehen die aktuellen Planungen vor, dass in Kooperation mit dem Natur- und Geopark TERRA.vita ein zusammenhängendes Wandbild an der Innen- und Außenfassade entsteht. Dabei sollen die Besucherinnen und Besucher nach Fertigstellung beim Aufgang zur Turmplattform durch verschiedene Motive sowohl eine erdgeschichtliche Zeitreise als auch eine Reise vom Erdkern bis zur Erdoberfläche erleben können. Umgesetzt wird das Projekt von den Spray-Art- und Graffiti-Künstlern „Bunte Hunde“ aus Osnabrück. Für die Arbeiten wird der Hermannsturm eingerüstet und kann währenddessen nicht betreten werden. In etwa vier Wochen soll die Fassaden dann fertig sein.
Der DAX startet am Mittwochmorgen negativ in den Handelstag, während der Markt auf die Sitzungsergebnisse der Federal Reserve und die Quartalszahlen der Technologieunternehmen wartet.
Ungewisser Marktstart.
Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax ist am Mittwochmorgen negativ in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 16.170 Punkten berechnet, 0,3 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag. Am unteren Ende der Kursliste rangierten am Morgen Deutsche Bank, Porsche und Sartorius. Entgegen dem Trend im Plus waren unter anderem RWE und Fresenius.
Abwarten auf große Neuigkeiten
„Vollkommen unbeeindruckt“ von den Quartalszahlen der Technologieunternehmen Alphabet und Microsoft werden die Marktteilnehmer am Mittwoch wohl vor allem auf das Sitzungsergebnis der Fed schauen, erwartet Marktanalyst Andreas Lipkow. „Die Quartalszahlen der Deutschen Bank überraschen ebenfalls wenig und haben kaum Einfluss auf die Gesamtgemengelage“, fügte er hinzu. Die Investoren werden weiterhin sehr defensiv und vorsichtig agieren.
Erwartungen und Prognosen
In den USA sei eine Leitzinsanhebung von 25 Basispunkten bereits eingepreist. Wichtiger würden die begleitende Worte von Fed-Chef Jerome Powell sein und ob es zu einer Zinsanhebungspause in den USA kommen werde. Am Donnerstag steht dann bereits die Zinsentscheidung der EZB an. „Ein volles Programm mit viel potentiellen Wendepunkte für die internationalen Finanzmärkte“, so Lipkow.
Europäische Währung und Ölpreise
Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte am Mittwochmorgen fast unverändert. Ein Euro kostete 1,1061 US-Dollar (+0,03 Prozent), ein Dollar war dementsprechend für 0,9041 Euro zu haben. Der Ölpreis sank unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 83,34 US-Dollar, das waren 30 Cent oder 0,4 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.
Probanden für Online-Studie der Uni Osnabrück gesucht: Wie wirksam ist Psychotherapie bei Essstörungen?
Die Universität Osnabrück untersucht derzeit, welche Therapiebestandteile von Betroffenen bei Essstörungen als hilfreich empfunden werden und sucht dafür Studienteilnehmende jeglichen Geschlechts und jeglicher Geschlechtsidentität.
„Die Essstörung war meine beste und einzige Freundin“: Solche oder ähnliche Aussagen kommen von fast allen Betroffenen einer Essstörung und zeigen, wie sehr die Erkrankung zur Isolation führen kann. Die Verbesserung von sozialen Beziehungen ist ein Baustein von vielen, der in der Psychotherapie von Essstörungen aufgegriffen wird.
Essstörungen gehören zu psychischen Erkrankungen mit höchsten Sterberaten
Essstörungen zählen zu den psychischen Erkrankungen mit den gravierendsten körperlichen und psychosozialen Folgen. „Die Betroffenen leiden unter einer Vielzahl an organischen Folgeerkrankungen wie zum Beispiel Herzrhythmusstörungen, Zyklusstörungen oder Osteoporose“, erklärt Psychologin Friederike Holtmann von der Uni Osnabrück. Außerdem berichten Betroffene von einer Vielzahl an Konsequenzen in sozialen, schulischen und beruflichen Bereichen, indem sich beispielsweise die Qualität und Anzahl der sozialen Kontakte massiv verschlechtern. Generell gehören Essstörungen zu den psychischen Erkrankungen mit den höchsten Sterberaten.
Diese potenziell lebensbedrohlichen Folgen zeigen auf, wie wichtig eine effektive Behandlung von Essstörungen ist. Dem entgegen stehen die bisher weiterhin nicht zufriedenstellenden Behandlungserfolge von Essstörungen, insbesondere bei der Magersucht. Aus wissenschaftlicher Sicht ist bereits viel über die einzelnen Behandlungsmethoden und dessen Wirksamkeit bekannt. Die Perspektive der Betroffenen wird dabei allerdings häufig vernachlässigt, weshalb sich die Universität Osnabrück in dem neuen Forschungsprojekt für genau diese Perspektive interessiert.
Probanden mit Essstörungsdiagnose gesucht
Gesucht werden Personen, die in der Vergangenheit eine Essstörungsdiagnose erhalten, die Essstörung psychotherapeutisch behandeln lassen haben und derzeit genesen sind beziehungsweise eine deutliche Verbesserung der Symptome aufweisen. Die Studie wird online durchgeführt und dauert ca. 30 bis 45 Minuten. Bei vollständiger Teilnahme kann an einer Verlosung von Wunschgutscheinen zwischen 15 und 50 Euro teilgenommen werden. Interessierte können sich bei der Studienleiterin Friederike Holtmann per E-Mail melden.
Die FDP fordert militärischen Schutz für ukrainische Getreideschiffe auf dem Schwarzen Meer, mit dem Fokus auf die Rolle der Schwarzmeer-Nationen.
FDP: Militärischer Schutz für ukrainische Getreideschiffe.
Vor der ersten Sitzung des Nato-Ukraine-Rats kommt aus der FDP die Forderung nach militärischem Schutz für ukrainische Getreideschiffe auf dem Schwarzen Meer. „Das ist etwas, was ich für realistisch halte“, sagte der Verteidigungspolitiker Marcus Faber am Mittwoch den Sendern RTL und ntv.
Potentielle Unterstützung durch Schwarzmeer-Nationen
Zu klären sei, welche Länder die Schiffe für mögliche Geleitzüge stellen könnten. Die Türkei habe erklärt, dass sie sich das unter Umständen vorstellen könnte. „Ich finde, andere Schwarzmeer-Nationen müssten sich da bekennen: Bulgarien, Rumänien.“ Sie würden für die Getreideschiffe ja auch ihre Hoheitsgewässer zur Verfügung stellen und hätten ohnehin Schiffe zur Kontrolle der eigenen Grenzen vor Ort.
Kein Einsatz unter dem Dach der NATO
Einen Einsatz unter dem Dach der Nato hält der FDP-Politiker nicht für realistisch. Auch Deutschland könne sich nicht mit eigenen Schiffen beteiligen, so Faber. „Unsere Marine ist auch derzeit sehr an den Grenzen des Leistbaren.“ Die Anrainerstaaten seien also zuerst in der Pflicht.
Die Kinderarmut in Deutschland liegt nur leicht unter dem EU-Durchschnitt, mit einem Anteil von 24,0 Prozent im Jahr 2022, laut den Ergebnissen der Erhebung zu Einkommen und Lebensbedingungen (EU-Silc) des Statistischen Bundesamts.
Armut und Ausgrenzungsgefahr in der EU.
In gut zwei Drittel aller EU-Staaten war der Anteil der armuts- oder ausgrenzungsgefährdeten Kinder und Jugendlichen niedriger als in Deutschland. Zu den Ländern mit dem geringsten Risiko zählen Slowenien (10,3 Prozent), Tschechien (13,4 Prozent) und Dänemark (13,8 Prozent). Im Gegensatz dazu waren Rumänien (41,5 Prozent), Bulgarien (33,9 Prozent) und Spanien (32,2 Prozent) die Länder mit dem höchsten Anteil. Insgesamt waren im Jahr 2022 EU-weit rund 20 Millionen Kinder und Jugendliche von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht.
Bildungsstand der Eltern als Faktor
Wie stark Kinder und Jugendliche von Armut bedroht sind, hängt auch von der Bildung ihrer Eltern ab. Die Armutsgefährdungsquote für Kinder und Jugendliche, deren Eltern einen niedrigen Bildungsabschluss haben, lag 2022 in Deutschland bei 37,6 Prozent. Bei einem mittleren Bildungsabschluss der Eltern waren 14,5 Prozent der Kinder und Jugendlichen armutsgefährdet.
Armutsgefährdung nach höherem Bildungsabschluss
Bei Eltern mit einem höheren Bildungsabschluss, wie einem Meistertitel oder einem abgeschlossenen Studium, waren 6,7 Prozent der Kinder und Jugendlichen von Armut bedroht. Zum Vergleich: Insgesamt waren in Deutschland im vergangenen Jahr knapp 2,2 Millionen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren armutsgefährdet. Das entspricht einer Armutsgefährdungsquote von 14,8 Prozent.
Schwellenwert für Armut
Nach EU-Silc gilt eine Person als armutsgefährdet, wenn sie über weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens der Gesamtbevölkerung verfügt. 2022 lag dieser Schwellenwert für eine allein lebende Person in Deutschland bei 1.250 Euro netto im Monat, für zwei Erwachsene mit zwei Kindern unter 14 Jahren waren es 2.625 Euro netto im Monat, so die Statistiker.
Die britischen Geheimdienste warnen vor einer möglichen Seeblockade der Ukraine durch die russische Schwarzmeerflotte nach dem Rückzug Russlands aus dem Getreideabkommen.
Einschätzungen des britischen Militärgeheimdienstes.
Nach Angaben des britischen Militärgeheimdienstes hat die russische Schwarzmeerflotte seit dem Rückzug Russlands aus dem Getreideabkommen ihre Stellung geändert. Ziel dieser Umpositionierung sei es, auf die Durchsetzung einer Blockade gegen die Ukraine vorbereitet zu sein. Die moderne Korvette Sergei Kotow, so der Bericht, sei in das südliche Schwarze Meer verlegt worden, um die Schifffahrtsroute zwischen dem Bosporus und Odessa zu überwachen.
Potentielle Auswirkungen auf die Ukraine
Die Briten sehen eine realistische Möglichkeit darin, dass die Korvette Teil einer Einsatzgruppe sein könnte, die Handelsschiffe abfängt, von denen Russland annimmt, dass sie in Richtung Ukraine unterwegs sind.
Veränderungen durch das Getreideabkommen
Bemerkenswert ist, dass das Getreideabkommen bisher die Verwicklung des Schwarzen Meeres in den Krieg gemildert hatte. Mit dem Rückzug Russlands aus dem Abkommen bestehe nun jedoch die Möglichkeit, dass die Intensität und das Ausmaß der Gewalt in diesem Gebiet zunehmen könnten.
München plant die Einführung eines neuen „MUC“-Autokennzeichens, da die Kombinationsmöglichkeiten für die bestehenden Kennzeichen knapp werden, insbesondere für E-Krafträder wie E-Roller.
Ursachen für das Kennzeichen-Problem.
Der Stadt München gehen die Kombinationsmöglichkeiten für Autokennzeichen aus, berichtet die „Münchner Abendzeitung“. Das Kreisverwaltungsreferat (KVR) plant daher, beim bayerischen Verkehrsministerium einen Antrag auf ein neues „MUC“-Kennzeichen zu stellen. Ein zunehmender Trend zu E-Krafträdern, auf denen meist nur ein quadratisches, zweizeiliges Kennzeichen Platz findet, führt zu diesem Engpass. Es ist nur Raum für vier weitere Erkennungsnummern neben dem Ortskürzel „M“ und dem E für Elektrofahrzeuge.
Regelung für neue und alte Kennzeichen
Das KVR plant, den Münchnern die Wahl zwischen den Kennzeichen „MUC“ und „M“ zu lassen. Ausnahmen bestehen für Pkw, Anhänger und Lastwagen, die ein „E“ oder ein „H“ (für Elektro oder Oldtimer) benötigen. Diese können kein „MUC“-Kennzeichen bekommen, da die maximale Anzahl von acht Stellen auf dem Kennzeichen in Deutschland nicht überschritten werden darf. Für elektrisch betriebene Krafträder soll nur noch „MUC“ zur Verfügung stehen.
Ausblick auf die Umsetzung
Das KVR rechnet damit, dass das neue Kennzeichen ab Oktober verfügbar sein könnte. Dies setzt voraus, dass eine neue Fahrzeug-Zulassungsverordnung im September in Kraft tritt und sowohl das bayerische als auch das Bundesverkehrsministerium zustimmen. Die Pläne sind laut KVR bereits abgesprochen.
Die Stimmung in der deutschen Exportindustrie zeigt Anzeichen einer Verschlechterung, mit den Ifo-Exporterwartungen, die im Juli leicht auf -6,0 Punkte fielen, im Vergleich zu -5,9 Punkten im Juni.
Einschätzungen der Ifo-Umfragen.
„Die Nachfrage aus dem Ausland entwickelt sich eher schwach“, sagte Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen. Dies sei die Folge der restriktiven Geldpolitik in den USA und Europa, die nach und nach ihre Wirkung entfalte. „Gegenwärtig gibt es auch kaum Hinweise, dass sich dies kurzfristig ändern könnte“, ergänzte Wohlrabe.
Industrielle Prognosen
Die Mehrzahl der Branchen geht davon aus, dass die Exporte in den kommenden drei Monaten rückläufig sein werden. Wie im Vormonat erwarten nur die Bekleidungshersteller und die Getränkeindustrie merkliche Zuwächse beim Auslandsgeschäft.
Schwierige Aussichten für bestimmte Sektoren
Im Maschinenbau und in der Elektroindustrie trüben sich die Aussichten immer weiter ein. Auch die Autobauer rechnen mit einer schwachen Entwicklung. Die Hersteller von Lederwaren sowie Textilien gehen von deutlichen Rückgängen beim Exportgeschäft aus.
Historiker Timothy Garton Ash rät Deutschland zu einer aktiveren Rolle in Europa und lobt die Unterstützung des Bundeskanzlers für die Ukraine.
Deutschlands strategische Rolle.
Der renommierte Historiker Timothy Garton Ash sieht für Deutschland in Europa eine dringende Notwendigkeit zu mehr Engagement. „Eine neue strategische Rolle Deutschlands in Europa ist dringend nötig“, äußerte er gegenüber T-Online. Er betonte die Notwendigkeit einer Diskussion über Macht und ihre Verteilung, die durch äußere Umstände erzwungen werde. „Wir sollten über Macht und ihre Verteilung dringend sprechen“, so Garton Ash.
Erweiterung der EU und NATO
Der Historiker spricht sich zudem für eine „doppelte Osterweiterung von Europäischer Union und NATO in Richtung westlicher Balkan und Ukraine, Moldau und Georgien“ aus. Dieser Schritt wird als notwendig erachtet, um den Herausforderungen aus Russland entgegenzuwirken. „Wie sonst wollen wir Putins aggressivem und revanchistischem Imperium widerstehen“, argumentierte er.
Deutschlands Unterstützung für die Ukraine
Trotz früherer Kritik lobt Garton Ash den aktuellen deutschen Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) für seine Unterstützung der Ukraine. „Olaf Scholz `scholzt` nicht mehr.“ Er spricht von einer „großen Wende“ und betont, dass Deutschland mittlerweile zu den aktivsten Unterstützern Kiews zählt. „Mittlerweile ist Deutschland einer der tatkräftigsten Unterstützer Kiews, sowohl militärisch als auch wirtschaftlich.“