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Ostereier

Diese Bräuche und Traditionen machen das Osterfest so besonders

von Lilli Würdemann 4. April 2026

An diesem Wochenende ist Ostern. Die Auferstehung Jesu, die am Osterfest gefeiert wird, ist nicht nur das älteste christliche Fest, sondern auch die Grundlage und der Kern des christlichen Glaubens. Denn im Zuge des Osterfestes entsteht die Hoffnung, dass der Tod nicht das Ende ist. Durch die traditionsreiche Geschichte von Ostern haben sich deutschlandweit, aber auch international gesehen, viele Bräuche entwickelt. 

Osterfeuer ist mehr als nur entspannter Austausch 

Das Anzünden des Osterfeuers ist auch in Osnabrück ein weit verbreiteter Brauch. So finden hier bei uns in Osnabrück jährlich öffentliche Osterfeuer statt, bei denen man vor allem im Austausch mit Freunden und Familie zusammenfindet und die besondere Atmosphäre vor dem Ostersonntag genießt. Historisch gesehen geht das Osterfeuer auf eine symbol trächtige Geschichte zurück, in der das Entzünden des Feuers die Finsternis erhellt. Das Symbol des Lichts stellt dabei Jesus Christus selbst dar. Osterfeuer gibt es jedoch nicht nur hier bei uns. Auch in Irland werden in den Hügeln der Highlands zahlreiche Osterfeuer entzündet, die dabei durch den keltischen Glauben beeinflusst die kalte Jahreszeit vertreiben und den Frühling begrüßen sollen. 

Ostern als das Fest der besonderen Speisen 

Wenn man an Ostern denkt, hat man auch häufig das Osterlamm vor Augen. Ob in Dekoläden oder auch am gedeckten Ostertisch, das Symbol des Lammes taucht immer wieder an Ostern auf. Dies lässt sich auf die frühen jüdischen Einflüsse auf das Christentum zurückführen. Am jüdischen Fest Pessach wird so traditionell ein Lamm geschlachtet. Der Opfertod des Lammes wird dabei im Christentum mit dem Tod Jesu am Kreuz verbunden, der sich für die Menschen stellvertretend opferte. Heute wird meist kein echtes Lamm mehr geschlachtet, aber durch Gebäcke in Form eines Lammes lassen sich immer noch frühe Bräuche am Kaffeetisch finden. 

Apropos Kaffeetisch, viele Christinnen und Christen backen heute noch zu Ostern den traditionellen Osterzopf. Das heute noch oft beim Osterfrühstück zu findende Gebäck wird traditionell auch zum Fastenbrechen genutzt. Manche Christinnen und Christen überraschen am Karfreitag schon kranke oder alte Nachbarinnen und Nachbarn, um ihnen eine Freude zu bereiten. 

Traditioneller Ausritt zu Ostern? 

Die sorbische Gemeinschaft in der Oberlausitz in Sachsen bildet eine slawische Minderheit in Deutschland, die mit eigener Sprache und Kultur viele eigene Bräuche und Traditionen besitzt. Am Ostersonntag reiten sorbische Männer traditionell in das Nachbardorf, um die freudige Botschaft der Auferstehung Jesu kundzutun. Dabei werden Osterlieder oder Bibeltexte vorgetragen.  Gut zu erkennen, sind die Osterreiter dabei auch: Gekleidet mit schwarzem Mantel, Zylinder und weißen Handschuhen werden sie am Ostersonntag schon früh von Bewohnerinnen und Bewohnern erkannt. Dieser alte Osterbrauch ist dabei Zeichen für die sorbische Identität aus Gemeinschaft, Tradition und Glauben. 

Was hat es eigentlich mit dem Hasen an Ostern auf sich?

Auch nicht zu vergessen bei den Osterbräuchen, ist natürlich der Osterhase. Warum der Hase symbolisch Ostern verkörpert, ist dabei nicht eindeutig geklärt. Eine weit verbreitete Theorie ist, dass der Hase eines der ersten Tiere ist, die im Frühling aktiv werden. Der Hase verkörpert dabei Fruchtbarkeit und Lebendigkeit schlechthin und wird somit als Sinnbild für die Auferstehung Jesu gesehen. Spätestens durch die Entdeckung des Hasen durch die Spielzeugindustrie ist jedoch klar, dass Ostern und Hasen einfach zusammengehören.  

Nicht nur in Deutschland spielen Kinder kreative Spiele mit Ostereiern

Gleichzeitig verteilt der Osterhase natürlich die Ostereier, die von den Kindern an den Festtagen fleißig gesucht werden. Auch das Osterei kann als Sinnbild für die Auferstehung Jesu gesehen werden, da innerhalb der harten Schale neues Leben heranwächst. In Frankreich werfen Kinder im Zuge des Osterbrauchs die Ostereier in die Luft. Wessen Ei zuerst auf den Boden fällt, verliert. Auch in Bulgarien ist dieser Brauch leicht abgewandelt zu finden. Die Ostereier werden von den Kindern geworfen. Wenn das Ei dabei nicht kaputt geht, gibt es einen glücklichen Gewinner. Zusätzlich wird das erste rot gefärbte Osterei in Bulgarien von der ältesten Frau im Haus genutzt, um den Kindern damit durch das Gesicht zu streichen. Dies soll traditionell Glück und Stärke bringen. Historisch steht nämlich die rot gefärbte Farbe der Ostereier für das Blut Christi. 

4. April 2026 0 Kommentare
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Ostern

Bedenkliche Farbstoffe in Ostereiern gefunden

von Redaktion Hasepost Videonews 4. April 2026


ÖKO-TEST entdeckt problematische Stoffe in Ostereierfarben, die Kinder gefährden könnten.

Die Tradition des Eierfärbens zu Ostern ist in vielen Familien beliebt, doch nicht alle Farbstoffe sind unbedenklich. Ein aktueller Test von ÖKO-TEST hat gezeigt, dass einige Ostereierfarben kritische Inhaltsstoffe enthalten, die besonders für Kinder bedenklich sein können. Wie chip.de berichtet, wurden in fünf von sieben getesteten Produkten Azofarbstoffe sowie der künstliche Farbstoff Chinolingelb gefunden. Diese Stoffe stehen im Verdacht, Hyperaktivität und Konzentrationsprobleme bei Kindern zu fördern. Lebensmittel mit solchen Farbstoffen müssten eigentlich einen Warnhinweis tragen, doch für Ostereierfarben gilt diese Regelung nicht. Dies liegt daran, dass die Farbstoffe nur die Schale färben sollen. Allerdings konnte im Praxistest nachgewiesen werden, dass einige Farben auf das Ei abfärben und somit nicht ausgeschlossen werden kann, dass kleine Mengen der Farbstoffe ins Innere gelangen und mitgegessen werden.

Natürliche Farben überzeugen Verbraucherschützer

Aus diesem Grund schnitten Produkte mit diesen umstrittenen Farbstoffen schlechter ab. Verbraucherschützer fordern strengere Regeln und halten einen bloßen Warnhinweis für nicht ausreichend. Nur die Ökonorm Nawaro Eierfarben konnten ohne Einschränkungen überzeugen, da sie auf natürliche Farbstoffe setzen und in der Handhabungsprüfung gute Ergebnisse erzielten. Die Farben lösen sich etwas langsamer im Wasser, sind aber in Intensität und Farbton den Verpackungsangaben entsprechend. Die Metma Eierfarben konnten ebenfalls mit dem Gesamturteil ‚gut‘ überzeugen, enthalten jedoch den Farbstoff Karmin, der aus Schildläusen gewonnen wird und bei wenigen Menschen allergische Reaktionen auslösen kann. Die Heitmann Eierfarben schnitten in der Untersuchung nur mit ‚ausreichend‘ ab, vor allem aufgrund des umständlichen Färbesystems und des hohen Plastikmülls, der dabei entsteht.

Ostereier-Mangel durch Tierkrankheiten und Vogelgrippe

Während die Diskussion über die Sicherheit von Ostereierfarben weitergeht, gibt es auch andere Herausforderungen im Zusammenhang mit Eiern. Wie rtl.de berichtet, kann es in deutschen Supermärkten zu Ostern zu Engpässen bei Eiern kommen. Die Regale in Supermärkten und Discountern sind teils nicht so gut gefüllt wie gewohnt. Einzelne Sorten fehlen, die Auswahl ist eingeschränkt. Die Gründe hierfür sind vielfältig, darunter die Vogelgrippe und die Newcastle-Krankheit, die zu sinkenden Tierbeständen führen. Der Leiter des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft, Josef Goos, sieht mehrere Gründe für die angespannte Marktlage.

Eier bleiben trotz Trends günstige Proteinquelle

‚Eier stellen eine kostengünstige Quelle für hochwertiges Eiweiß dar.‘ Ein weiterer Grund könnte der Trend zu vegetarischer Ernährung oder Low Carb sein. Trotz der Herausforderungen betonen Händler wie Lidl und Kaufland, dass die Warenversorgung grundsätzlich sichergestellt sei. Sollte es zu Lieferverzögerungen kommen, würden die Regale schnellstmöglich wieder aufgefüllt. Die aktuelle Situation zeigt, dass sowohl die Qualität als auch die Verfügbarkeit von Eiern zu Ostern Herausforderungen mit sich bringen. Während Verbraucher auf der einen Seite auf bedenkliche Farbstoffe achten müssen, können sie auf der anderen Seite mit leeren Regalen konfrontiert werden. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation in den kommenden Wochen entwickelt und ob die Nachfrage nach Eiern weiterhin steigen wird.

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4. April 2026 0 Kommentare
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Blitzer

Blitzer und Radarkontrollen in Osnabrueck am Samstag, 4. April 2026

von Redaktion HASEPOST.de 4. April 2026

Auch heute, am 04.04.2026, gibt’s wieder ein paar unangekündigte Blitzer in Osnabrück – die Standorte wurden wie immer von aufmerksamen Leser der *HASEPOST* gemeldet. Wer also durch die Stadt fährt, sollte lieber mal kurz aufs Tacho gucken.

Blitzerstandorte und Geschwindigkeitskontrollen heute in Osnabrück:

  • Blitzer-Anhänger, Pagenstecherstraße
  • Osnabrück, Bremer Straße
  • Osnabrück, Hansastraße

Die genauen Standorte für Kontrollen können sich täglich ändern. Geschwindigkeitsmessungen erfolgen in Osnabrück flexibel an unterschiedlichen Stellen. Für eine verbindliche Information wird auf offizielle Quellen verwiesen.

Wenn Sie im Stadtgebiet Osnabrück einen mobilen „Blitzer“ entdecken, schicken Sie uns einfach eine kurze Info per Mail an blitzer@hasepost.de.
Am besten mit genauer Ortsangabe (Straße + Richtung) und, wenn möglich, mit Uhrzeit. Ein Foto ist nicht notwendig, aber hilfreich. Wir prüfen jede Einsendung redaktionell, bevor sie online geht oder bei HASERADIO gesendet wird.

Warum wir über Geschwindigkeitskontrollen informieren.

Hier finden Sie die aktuellen Blitzer-Standorte für den Landkreis Osnabrück.

Angaben aktualisiert am 04.04.2026 um 23:30.

4. April 2026 0 Kommentare
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Medizinisches Personal

Helium-Knappheit bedroht Betrieb lebenswichtiger MRT-Geräte

von Hasepost Redaktion 4. April 2026

Der anhaltende Iran-Krieg sorgt in der Medizintechnik-Branche für wachsende Sorgen um die Versorgung mit Helium, das unter anderem für den Betrieb von MRT-Geräten unverzichtbar ist. Branchenvertreter und Politik warnen vor möglichen Engpässen, steigenden Preisen und einem drohenden absoluten Mangel.

Medizintechnik warnt vor Engpässen bei Helium

Der Deutsche Industrieverband für Optik, Photonik, Analysen- und Medizintechnik (Spectaris) verwies gegenüber der „Welt am Sonntag“ auf erste Auswirkungen. „Aktuell bestehen nur vereinzelt Einschränkungen, allerdings erwartet ein Teil der Unternehmen hier kurzfristig Engpässe und steigende Kosten“, teilte Spectaris der Zeitung mit. Der Verband führt unter seinen Mitgliedsunternehmen derzeit eine Befragung zu den Folgen des Iran-Kriegs durch.
Die bisherigen Rückläufe zeigten laut Spectaris, dass „rund ein Viertel der teilnehmenden Unternehmen Helium in Produkten oder Prozessen“ nutze. Essenziell ist Helium demnach etwa für den Betrieb von MRT-Geräten. Viele Medizintechnikunternehmen würden „bereits reagieren oder entsprechende Maßnahmen vorbereiten, etwa durch Anpassungen in der Beschaffung oder im Lieferantenmanagement“, hieß es weiter.

Warnung vor Preisexplosion und absolutem Mangel

Auch gesundheitspolitischer Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen Janosch Dahmen warnt vor einer Zuspitzung des Helium-Mangels. „Durch den Ausfall von rund 40 Prozent der weltweiten Produktionskapazitäten – insbesondere aus Katar – steigen die Preise bereits massiv. Gleichzeitig ist nicht ausgeschlossen, dass die USA ihre Exportpolitik strategisch einsetzen, etwa um den eigenen Binnenmarkt zu stabilisieren und Europa weiter unter Druck zu setzen. In einem solchen Szenario droht nicht nur eine weitere Preisexplosion, sondern ein tatsächlicher absoluter Mangel“, sagte Dahmen der „Welt am Sonntag“.

Forderung nach Lagebild und Gipfel

Dahmen fordert Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) zu dringendem Handeln auf. „Wir brauchen erstens ein aktuelles Lagebild zu den Auswirkungen der Kriege im Iran und in der Ukraine auf unser Gesundheitswesen – von Lieferketten bis hin zu den mittelbaren Risiken für unsere Sozialversicherungen durch wirtschaftliche Verwerfungen“, so Dahmen in der „Welt am Sonntag“. Zudem brauche es „jetzt einen Gipfel mit allen relevanten Akteuren aus Gesundheitswesen und Industrie, um Versorgungssicherheit und resiliente Lieferketten zu gewährleisten, bevor sich die Lage weiter zuspitzt und die Kosten noch deutlich steigen“.

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Holger Münch

BKA-Chef warnt: Ausländische Cyberangriffe auf Deutschland nehmen zu

von Hasepost Redaktion 4. April 2026

Der Präsident des Bundeskriminalamts, Holger Münch, warnt vor einer wachsenden Bedrohung durch Cyberangriffe aus dem Ausland. Vor allem Betrugsmaschen im Internet würden durch moderne Software und Künstliche Intelligenz immer professioneller organisiert. Deutschland sei dabei zunehmend Ziel krimineller Aktivitäten, während Behörden und Gesetzgeber über erweiterte Befugnisse für Ermittler diskutieren.

BKA registriert deutlichen Anstieg ausländischer Cyberangriffe

„Vor allem die Cybercrime-Attacken aus dem Ausland steigen deutlich“, sagte Holger Münch den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben). Durch moderne Software und Künstliche Intelligenz würden Täter Betrugsmaschen wie das sogenannte „Phishing“ professionalisieren.
Derzeit sei Deutschland auf Platz 4 der Zielländer für Online-Betrug. „Auf den ersten drei Plätzen stehen englischsprachige Länder, aber diese Sprachhürde für Deutschland fällt mit KI nun faktisch weg“, erklärte der BKA-Chef laut Funke-Mediengruppe. „Die Angreifer übersetzen ihre gefälschten Nachrichten einfach per Software ins Deutsche.“

Forderung nach mehr Befugnissen für das BKA

Im Zuge der wachsenden Bedrohung verlangte der BKA-Präsident zusätzliche gesetzliche Kompetenzen für seine Behörde. „Das BKA benötigt eine gesetzliche Grundlage, um zur Gefahrenabwehr gezielt auf Server von kriminellen Gruppierungen einwirken zu können“, sagte Münch den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Ähnlich wie bei Terrorismus lässt sich der Bedrohungslage im Cyberraum nur über eine solche Regelung auf Bundesebene angemessen entgegentreten.“
Zudem verwies Münch darauf, dass derzeit ein Bundesland teste, wie schnell Behörden Telefonnummern oder Webseiten von Tätern sperren können. „So zerstören wir das Geschäftsmodell der Betrüger“, sagte der BKA-Präsident den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Polizei soll Datenaustausch ausbauen

Neben erweiterten Eingriffsmöglichkeiten in die Infrastruktur von Kriminellen sieht Münch auch Verbesserungsbedarf beim Informationsaustausch innerhalb der Polizei. Die Polizei müsse „den Austausch von Daten über Straftäter besser automatisieren und zentralisieren“, sagte der oberste Kriminalbeamte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Diese Daten müssen künftig in die gemeinsame Verbunddatei eingespeist werden können, losgelöst von der Schwere der Straftat.“
Aus Sicht des BKA-Präsidenten reicht der Blick auf einzelne Ermittlungsverfahren vor Ort nicht aus, um die Strukturen der Täter zu erkennen. Wer als Polizist nur seinen Einzelfall sehe, erkenne keine kriminellen Netzwerke, sagte Münch den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

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Schweißer bei

Industriestellen brechen ein: Experte warnt vor Deindustrialisierung Deutschlands

von Hasepost Redaktion 4. April 2026

In der deutschen Industrie ist die Zahl der ausgeschriebenen Stellen im zweiten Jahr in Folge deutlich gesunken. Während Unternehmen aus dem produzierenden Gewerbe ihre Personalsuche per Anzeige weiter zurückfahren, wächst die Nachfrage nach Arbeitskräften im Gesundheits- und Sozialwesen. Experten sehen darin einen Warnhinweis auf strukturelle Verschiebungen mit möglichen Folgen für die gesamte Volkswirtschaft.

Rückgang bei Stellenanzeigen in der Industrie

Nach einer Auswertung des Personalmarktforschers Index, über die die „Welt am Sonntag“ berichtet, suchten Industrieunternehmen im vergangenen Jahr sieben Prozent weniger Jobs per Anzeige als im Vorjahr. Zuvor war bereits ein Rückgang von elf Prozent verzeichnet worden. Insgesamt wurden 2025 rund 1,13 Millionen Stellen inseriert, nach 1,21 Millionen im Jahr 2024.
Gegenläufig entwickelte sich der Arbeitsmarkt in anderen Bereichen: Im Gesundheits- und Sozialwesen stieg die Zahl der ausgeschriebenen Stellen um vier Prozent. Die zugrunde liegenden Daten basieren laut Index auf einer Analyse von 197 Printmedien, 321 Onlinebörsen, dem Stellenportal der Bundesagentur für Arbeit sowie rund 969.000 Firmenwebsites.

Frühindikator für den Arbeitsmarkt

Die Entwicklung der Stellenanzeigen gilt als Frühindikator für die Lage am Arbeitsmarkt. Wer heute keine Stellen mehr ausschreibt, stellt morgen nicht mehr ein und baut übermorgen ab. „Der Arbeitsmarkt sieht besser aus, als er eigentlich ist“, sagte dazu Oliver Stettes, Arbeitsmarktexperte am Institut der deutschen Wirtschaft in Köln, der „Welt am Sonntag“. „Die Krise findet weitgehend im Verborgenen statt, und man sieht sie vor allem am sehr zurückhaltenden Einstellungsverhalten der Unternehmen.“ Die Gesamtbeschäftigung auf Rekordniveau täusche darüber hinweg, dass sich die Struktur verschiebe – hin zu staatsnahen Dienstleistungen und weg von industrieller Wertschöpfung.

Warnung vor Deindustrialisierung

Für die Volkswirtschaft habe diese Entwicklung weitreichende Folgen. „Neue Stellen in Pflege oder Erziehung haben einen hohen gesellschaftlichen Wert“, sagte Enzo Weber, Forschungsbereichsleiter am Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), der „Welt am Sonntag“. „Aber wenn wir Industriebeschäftigte und Investitionen verlieren, wird das zu einer durchgreifenden Deindustrialisierung führen.“
Aus der Wirtschaft kommt angesichts dieser Tendenzen zunehmender Druck auf die Politik. „Es braucht spürbare Reformen beim Sozialstaat, beim Bürokratieabbau und den Energiekosten – sonst wird sich der Arbeitsplatzabbau fortsetzen“, sagte Rainer Dulger, Präsident des Arbeitgeberverbands BDA, der „Welt am Sonntag“.

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Strand (Archiv)

Ökonom: Rente mit 70 unnötig, flexible Modelle gefordert

von Hasepost Redaktion 4. April 2026

Der Renten-Ökonom Axel Börsch-Supan sieht derzeit keinen Bedarf für eine Anhebung des gesetzlichen Renteneintrittsalters auf 70 Jahre. Stattdessen fordert er mehr Flexibilität beim Übergang in den Ruhestand sowie eine Korrektur bestehender rentenpolitischer Regelungen, die nach seiner Einschätzung hohe Mehrkosten verursachen.

„Rente mit 70“ nach Einschätzung des Experten noch fern

Renten-Ökonom Axel Börsch-Supan hält die aktuell diskutierte Anhebung des Renteneintrittsalters auf 70 Jahre für nicht erforderlich. Die Lebenserwartung steige nur sehr langsam, sagte er der „Welt am Sonntag“. Wörtlich erklärte er: „grob gesagt müsste man etwa alle 14 Jahre ein Jahr länger arbeiten“. Eine „Rente mit 70“ liege damit „weit in der Zukunft“.
Börsch-Supan, Chef des Munich Research Institute for the Economics of Aging (MEA), plädiert stattdessen für mehr Flexibilität beim Renteneintritt. Wer früher aus dem Erwerbsleben ausscheide, solle dafür deutlich stärkere Abschläge in Kauf nehmen müssen.

Forderung nach höheren Abschlägen und flexiblerem Rentenbeginn

Nach Auffassung von Axel Börsch-Supan ist der geltende Abschlag von 3,6 Prozent bei einem vorzeitigen Renteneintritt zu niedrig. Rechnerisch müsste er bei fünf Prozent liegen, argumentiert der Ökonom. Mehr Flexibilität beim Rentenbeginn solle mit einer strengeren finanziellen Anrechnung eines frühen Ausstiegs verbunden werden.
Als eine der beiden größten rentenpolitischen Fehlentscheidungen bezeichnet Börsch-Supan die Haltelinie beim Rentenniveau. Sie allein werde Mehrkosten „in der Größenordnung von 200 Milliarden Euro“ verursachen, sagte er der „Welt am Sonntag“.

Kritik an Haltelinie, Rente nach 45 Jahren und Rente mit 63

Neben der Haltelinie beim Rentenniveau nennt Axel Börsch-Supan die abschlagsfreie Rente nach 45 Arbeitsjahren als zweite große rentenpolitische Fehlentscheidung. Kurzfristig drohe ab spätestens 2031 ein Beitragssprung um etwa zwei Prozentpunkte, sobald die Reserve der Rentenversicherung von rund 40 Milliarden Euro aufgebraucht sei, erklärte er gegenüber der „Welt am Sonntag“.
Besonders kritisch bewertet Börsch-Supan die Rente mit 63. „Erstaunlicherweise nutzen sie vor allem gutverdienende und gesunde Menschen“, sagte er der „Welt am Sonntag“. Würde man diese Regelung abschaffen, könnten nach seiner Einschätzung, über zwei Jahre gerechnet, mehr als eine halbe Million zusätzliche Arbeitskräfte im System gehalten werden.

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Europäischer Rat

CDU-Außenminister fordert Ende des EU-Einstimmigkeitsprinzips

von Hasepost Redaktion 4. April 2026

Außenminister Johann Wadephul (CDU) fordert ein rasches Ende des Einstimmigkeitsprinzips in der Außen- und Sicherheitspolitik der Europäischen Union. Nur so könne die EU international ein handlungsfähiger Akteur sein und Blockaden einzelner Mitgliedstaaten überwinden, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Forderung nach qualifizierten Mehrheiten in der EU

Außenminister Johann Wadephul (CDU) dringt auf eine grundlegende Änderung der Entscheidungsregeln in der Europäischen Union. „Um international ein handlungsfähiger Akteur zu sein, um wirklich erwachsen zu werden, sollten wir in der EU das Einstimmigkeitsprinzip in der Außen- und Sicherheitspolitik abschaffen, bevor diese Wahlperiode zu Ende geht“, sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben).
Wadephul sprach sich dafür aus, in der Europäischen Union künftig mit Mehrheitsentscheidungen zu arbeiten. „Ich bin dafür, in der Europäischen Union mit einem System qualifizierter Mehrheiten zu arbeiten. Alle Erfahrungen, die wir in den letzten Wochen mit Hilfen für die Ukraine und Sanktionen gegen Russland gemacht haben, sprechen dafür“, so der Außenminister den Zeitungen der Funke-Mediengruppe zufolge.

EU soll wirtschaftliche Stärke politisch nutzen

Wadephul verwies auf das wirtschaftliche Gewicht der Europäischen Union. Die EU sei der größte einheitliche Wirtschaftsraum der Welt, erklärte der Außenminister. „In dieser Welt in Unordnung müssen wir unsere wirtschaftliche auch in politische Kraft übersetzen – deswegen können wir uns nicht mehr erlauben, durch einzelne Staaten blockiert zu werden.“
Ein wiederkehrendes Beispiel für solche Blockaden war nach seinen Worten Ungarn. Das von Ministerpräsident Viktor Orban geführte Land hatte wiederholt einen 90-Milliarden-Kredit für die EU blockiert. Mit Blick auf die ungarischen Parlamentswahlen am 12. April sagte Wadephul, dass die Entscheidung über die politische Führung in Ungarn bei den Bürgerinnen und Bürgern liege. Die Ungarn selbst würden demokratisch entscheiden, welche Führung sie wollten. „Und wir müssen und werden mit jeder ungarischen Regierung zusammenarbeiten.“

Unterstützung für die Ukraine

Parallel zu seinen Forderungen nach Reformen in der EU sicherte Wadephul der Ukraine weitere umfassende Unterstützung zu. „Inzwischen ist Deutschland der wichtigste Unterstützer der Ukraine. Das hat mit Präsident Selenskyj bei meinem Besuch in der Ukraine auch nochmals gesagt“, so der Außenminister den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.
Er betonte, dass sich an dieser Rolle Deutschlands nichts ändern solle. „Ich habe ihm zugesichert, dass Deutschland stärkster Unterstützer bleiben wird“, sagte Wadephul laut Funke-Mediengruppe.

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Flüchtlinge in

CDU-Außenminister fordert Rückkehr vieler syrischer Kriegsflüchtlinge

von Hasepost Redaktion 4. April 2026

Außenminister Johann Wadephul (CDU) dringt auf die Rückkehr zahlreicher syrischer Kriegsflüchtlinge aus Deutschland nach Syrien. Eine verbesserte wirtschaftliche Lage in Syrien soll nach seinen Vorstellungen die Stabilität des Landes erhöhen und eine Heimkehr vieler Syrer ermöglichen.

Rückkehrperspektiven für syrische Kriegsflüchtlinge

Außenminister Johann Wadephul (CDU) hat eine Ausreise zahlreicher Syrer aus Deutschland gefordert. Es gehe darum, einer „signifikanten Zahl der Kriegsflüchtlinge eine Rückkehr in ihre Heimat zu ermöglichen“, sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben). Je erfolgreicher der wirtschaftliche Aufbau in Syrien sei, desto stabiler werde dieser Staat und desto schneller werde „eine größere Zahl“ von Syrern „nach Hause zurückkehren“.
Wadephul verwies auf die Unterstützung der Bundesregierung für ein stabiles Syrien, das die Rechte aller seiner Bürger wahre und schütze. Das sei das Ziel, sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Und daran werden wir die syrische Regierung messen.“

Bewertung der Sicherheitslage in Syrien

Zugleich räumte Wadephul ein, dass Syrien nicht überall sicher sei. „Der syrische Staat ist nach wie vor nicht in der Lage, über alle Gebiete die Staatsgewalt auszuüben und für Sicherheit zu sorgen“, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Es bleibt viel zu tun.“
Bei einem Besuch in Syrien hatte Wadephul im vergangenen Herbst gesagt: „Hier können wirklich kaum Menschen richtig würdig leben.“ Jetzt relativierte er die Aussage und verwies darauf, dass er sie in einem bestimmten Stadtteil von Damaskus gemacht habe. „Dort wird sich die Lage seither nicht entscheidend verändert haben. Aber der Satz gilt nicht für ganz Syrien“, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Bleibeperspektiven für integrierte Syrer in Deutschland

In Deutschland könnten diejenigen Syrer bleiben, „die sich integrieren, Arbeit aufnehmen, die deutsche Sprache lernen und zu unserem Gemeinwesen beitragen“. Das täten etliche und das werde von vielen Arbeitgebern geschätzt, sagte Wadephul den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Diejenigen, die entsprechende Integrationserfolge nachweisen können, werde auch in der Lage sein, die deutsche Staatsbürgerschaft zu erwerben.“

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Lufthansa-Flugzeuge (Archiv)

Lufthansa warnt vor Kerosin-Engpässen durch Nahost-Krieg

von Hasepost Redaktion 4. April 2026

Der Lufthansa-Konzern warnt vor möglichen Engpässen bei der Kerosin-Versorgung, sollte der Krieg in Nahost länger andauern. Besonders die anhaltende Blockade der Straße von Hormus und bereits spürbare Schwierigkeiten an asiatischen Flughäfen bereiten dem Unternehmen Sorgen. Zudem treiben Lieferengpässe die Kerosinpreise deutlich in die Höhe, was trotz Absicherungsstrategien auch die Lufthansa-Gruppe belastet.

Lufthansa fürchtet zunehmende Versorgungsprobleme

Grazia Vittadini
„Je länger die Straße von Hormus blockiert bleibt, desto kritischer kann die Versorgungssicherheit mit Kerosin werden“, so die Lufthansa-Managerin weiter. Die Blockade der für den internationalen Ölhandel zentralen Wasserstraße wirkt sich demnach unmittelbar auf die Beschaffung von Flugkraftstoff aus.

Lieferengpässe treiben Preise in die Höhe

Weil die Straße von Hormus seit Beginn des Iran-Kriegs nicht mehr sicher zu passieren ist, führen Lieferengpässe laut „Welt am Sonntag“ schon jetzt zu einem drastischen Anstieg der Kerosinpreise teilweise um mehr als 100 Prozent. Von der Preisentwicklung sind auch europäische Fluggesellschaften betroffen.
Die Airlines der Lufthansa-Gruppe seien dagegen nur teilweise abgesichert, so Vittadini in der „Welt am Sonntag“. „Für unsere Passagier-Airlines wird der Ölpreisanstieg durch eine Absicherungsquote von 80 Prozent des Treibstoffbedarfs im laufenden Jahr noch weitgehend abgepuffert. Aber natürlich treffen auch uns die steigenden Kerosinpreise.“

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4. April 2026 0 Kommentare
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