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Containerschiff in

Deutschland bleibt 2025 trotz Krise drittgrößte Volkswirtschaft weltweit

von Hasepost Redaktion 23. Februar 2026

Deutschland behauptet trotz anhaltender Wirtschaftskrise im Jahr 2025 seinen Rang als drittgrößte Volkswirtschaft der Welt hinter den USA und China. Nach Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) wächst die Bundesrepublik zwar nur moderat, profitiert aber von einer starken industriellen Basis und gut ausgebildeten Fachkräften.

Deutschland hält Rang drei vor Japan

Trotz anhaltender Wirtschaftskrise hat Deutschland 2025 seinen Platz als drittgrößte Volkswirtschaft der Welt gesichert. Laut am Montag veröffentlichten Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) belief sich der Wert aller deutschen Waren und Dienstleistungen auf 5.100 Milliarden Dollar. Die USA führen das Ranking mit 30.800 Milliarden Dollar an, gefolgt von China mit 19.500 Milliarden Dollar.
Japan liegt mit einer Wirtschaftsleistung von 4.400 Milliarden Dollar auf dem vierten Platz, knapp hinter der Bundesrepublik. 2024 hatte Japan seinen dritten Platz an Deutschland verloren. Beide Volkswirtschaften kämpfen mit ähnlichen Herausforderungen: zunehmendem globalen Protektionismus, wachsender Konkurrenz aus China und einer alternden Bevölkerung.

Rückstand bei Dynamik und Hightech

Zugleich verlieren Deutschland und Japan seit geraumer Zeit an Dynamik gegenüber den beiden Spitzenreitern. Die USA und China wachsen deutlich schneller, nicht zuletzt wegen ihrer Führungsrolle bei Hightech und Künstlicher Intelligenz sowie ihrer großen Binnenmärkte.
Dennoch dürfte Deutschland auch 2026 seinen dritten Platz halten – dank seiner starken industriellen Basis, gut ausgebildeter Fachkräfte und forschungsintensiver Unternehmen. Nach zwei schwachen Jahren wird die Wirtschaft nach IW-Prognosen um etwa ein Prozent wachsen – mit Hilfe von staatlichen Investitionen. Die Erholung bleibt jedoch moderat, die Konjunktur läuft weiter mit angezogener Handbremse.

Bedeutung des Wachstumsmarkts Indien

Perspektivisch könnte Ende des Jahrzehntes das stark wachsende und bevölkerungsreiche Indien Deutschland überholen, so das IW. Davon könne Deutschland jedoch auch profitieren: Ein stärker wachsender indischer Markt eröffne zusätzliche Absatzmöglichkeiten für Waren „Made in Germany“. Umso wichtiger sei es, den Handel mit Indien noch stärker auszubauen.

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23. Februar 2026 0 Kommentare
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Euroscheine (Archiv)

Ökonom warnt trotz Sondervermögen vor dauerhaftem Investitionsstau

von Hasepost Redaktion 23. Februar 2026

Der Ökonom Jens Südekum warnt trotz des neuen Sondervermögens Infrastruktur und Klimaneutralität (SVIK) vor einem anhaltenden Investitionsstau. Er kritisiert, dass geplante Mittel nicht abfließen und sich Jahr für Jahr aufstauen. Gleichzeitig fordert Nordrhein-Westfalens Verkehrsminister Oliver Krischer eine bedarfsorientierte Verteilung der SVIK-Gelder und warnt vor Fehlanreizen bei der Nutzung des Sondervermögens.

Warnung vor Investitionsstau trotz Sondervermögen

Der Ökonom Jens Südekum sieht auch mit dem neuen Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität (SVIK) die Gefahr eines langfristigen Investitionsstaus. „Das darf natürlich nicht so weitergehen, dass sich jedes Jahr eine Bugwelle aus nicht ausgegebenen Investitionsmitteln bildet“, sagte der persönliche Berater von Bundesfinanzminister und SPD-Chef Lars Klingbeil dem „Spiegel“. Er bezog sich dabei auf fast 30 Milliarden Euro an geplanten Investitionsausgaben des Bundes, die 2025 übrig geblieben waren.
Südekum hofft, dass bald schneller und unbürokratischer gebaut wird – insbesondere durch das sogenannte Infrastrukturzukunftsgesetz, das beschleunigte Verfahren wegen überragenden öffentlichen Interesses ermöglichen soll. Er hatte zusammen mit drei Kollegen ein Konzept entworfen, das vor rund einem Jahr als Vorlage für das Sondervermögen und eine Lockerung der Schuldenbremse für Verteidigungsausgaben diente.
Noch vor ihrem Antritt hatte die Bundesregierung entsprechende Grundgesetzänderungen auf den Weg gebracht – aus Sorge, dass diese im neuen Bundestag wegen der erstarkten AfD nicht mehr möglich sein würden. „Man musste den zweiten Schritt vor dem ersten gehen“, räumte Südekum im „Spiegel“ ein. „In einer idealen Welt hätte es erst einen Masterplan mit verschiedenen Reformen gegeben. So aber muss man im laufenden Betrieb die Umsetzung organisieren.“

Kritik an Verschiebung von Ausgaben ins Sondervermögen

An der Umsetzung des Sondervermögens gibt es erhebliche Kritik – auch, weil die Regierung Ausgaben aus dem regulären Haushalt ins Sondervermögen verschoben hat. „So werden dann Geschenke wie die niedrigere Mehrwertsteuer in der Gastronomie quersubventioniert“, sagte der nordrhein-westfälische Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne). „Das ist fatal.“
Krischer verlangte, dass die Mittel nach Bedarf und nicht nach Proporz verteilt werden. Er verwies darauf, in Nordrhein-Westfalen das schlechteste Bahnnetz aller Bundesländer zu haben; bei ihm werde das Geld dringender benötigt als andernorts. 100 Milliarden Euro an SVIK-Mitteln gehen über den sogenannten Königsteiner Schlüssel an die Länder: Je mehr Steueraufkommen und Einwohner, desto mehr Geld fließt.

Finanzbedarf übersteigt möglichen Anteil

Wollte Krischer nach eigener Einschätzung den gesamten Verkehr von der Kreisstraße über die ICE-Trasse bis hin zur Autobahn einmal durchsanieren, so bräuchte er 130 Milliarden Euro – schon das ist mehr als der rechnerische Anteil seines Bundeslandes am Sondervermögen. Das Problem skizzierte er so: „Damit ist dann aber noch keine Schule, kein Krankenhaus und keine Uni saniert“, so Krischer.

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23. Februar 2026 0 Kommentare
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Philipp Türmer

Jusos fordern Besteuerung großer Kapitalerträge für Sozialstaat

von Hasepost Redaktion 23. Februar 2026

Die Jusos sehen die jüngsten Äußerungen des Bundeskanzlers zur Reform des Sozialstaats zwar als Schritt in die richtige Richtung, bleiben jedoch skeptisch gegenüber der Union. Juso-Chef Philipp Türmer fordert insbesondere eine stärkere Besteuerung von Kapitalerträgen und eine gerechtere Beteiligung Vermögender an der Finanzierung des Sozialstaats.

Jusos begrüßen neue Töne, bleiben aber misstrauisch

Der Vorsitzende der Jusos, Philipp Türmer, reagierte mit Zurückhaltung auf das Entgegenkommen des Bundeskanzlers beim Thema Reform des Sozialstaats. „Das sind neue Töne aus der CDU. Das ist gut. Ich traue dem Braten noch nicht ganz“, sagte Türmer den Sendern RTL und ntv. Mit Blick auf die Aussage des Kanzlers zur Ausgestaltung möglicher Reformen erklärte er weiter: „Das war eine klare Ansage an seine Partei, dass man den Sozialstaat nicht reformieren kann, indem man den Leuten die Zahnarztleistungen streicht. Ich bin mir noch unsicher, ob sich daran alle in der Union halten. Aber es wäre auf jeden Fall begrüßenswert“ (RTL/ntv).

Forderung nach stärkerer Besteuerung von Kapitalerträgen

Angesprochen darauf, welche Reformen die Regierung nun zuerst angehen müsse, nannte Türmer die stärkere Heranziehung von Einkommen aus Vermögen. „Wir müssen Kapitalerträge zur Finanzierung des Sozialstaats heranziehen“, sagte er. Es sei aus seiner Sicht „total unfair, dass der gesamte Sozialstaat nur von den Löhnen der Arbeitnehmer bezahlt“ werde und Menschen, die viele Milliarden an Kapitalerträgen hätten, sich „komplett rausnehmen“ (RTL/ntv).
Niemand habe die Absicht, kleinere Vermögen oder Ersparnisse zu belasten, betonte Türmer. „Niemand will Kleinsparer treffen. In jedem Fall gäbe es da immer Freibeträge.“ Es gehe ihm um „andere Leute“. Zur Veranschaulichung verwies er auf besonders vermögende junge Menschen: So gebe es fast zehn Milliardäre unter 30 in Deutschland. „Die haben ganz gewiss nicht dafür gearbeitet, sondern die haben das einfach von Mami und Papi geerbt oder geschenkt bekommen. Das ist unfair. Diese Menschen leisten im Moment kaum etwas zur Finanzierung unseres Sozialstaats. Das geht nicht“ (RTL/ntv).

Kritik an CSU-Chef Söder

Zu der Ankündigung von CSU-Chef Markus Söder, eine Reform der Erbschaftssteuer kategorisch auszuschließen, äußerte sich der Juso-Vorsitzende gelassen. Dass Söder eine solche Reform zuletzt deutlich abgelehnt habe, besorge ihn nicht, sagte Türmer. „Markus Söder sagt alle drei Tage was anderes, und besonders am Aschermittwoch. Ich bin mir unsicher, ob er sich selbst noch daran erinnern kann, was er da gesagt hat“ (RTL/ntv).

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23. Februar 2026 0 Kommentare
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Polizeiabsperrung (Archiv)

Vierköpfige Familie in Strullendorf tot aufgefunden – Vater tatverdächtig

von Hasepost Redaktion 23. Februar 2026

In Strullendorf im oberfränkischen Landkreis Bamberg sind in einem Wohnhaus die Leichen einer vierköpfigen Familie gefunden worden. Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler soll der 52-jährige Familienvater seine Frau und die beiden Kinder erschossen und anschließend Suizid begangen haben.

Vermieter alarmiert Polizei

In dem Wohnhaus in Strullendorf entdeckten Polizeibeamte die Leichen einer vierköpfigen Familie. Das teilten Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei Bamberg am Montag mit. Der Fund erfolgte demnach bereits am Freitagabend, nachdem der Vermieter der Wohnung die Polizei alarmiert hatte, weil er seine Mieter nicht erreichen konnte und sich Sorgen machte.
Die Beamten öffneten die versperrte Wohnung und fanden dort die Leichen einer 49-jährigen Frau, eines 52-jährigen Mannes sowie der beiden 14 und sechs Jahre alten Kinder.

Erste Erkenntnisse zu Tatablauf

Nach ersten Erkenntnissen erschoss der 52-jährige deutsche Mann zunächst seine Frau und die Kinder, bevor er sich selbst tötete. Der Mann besaß eine waffenrechtliche Erlaubnis und mehrere Schusswaffen.
Es ergaben sich bislang keine Hinweise auf die Beteiligung weiterer Personen an der Tat. Neben der Kriminalpolizei waren auch ein Vertreter der Staatsanwaltschaft Bamberg und ein Rechtsmediziner vor Ort, um die Hintergründe der Tat zu untersuchen.

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23. Februar 2026 0 Kommentare
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Autoproduktion (Archiv)

Ifo-Geschäftsklimaindex steigt: Deutsche Wirtschaft zeigt Belebungssignale

von Hasepost Redaktion 23. Februar 2026

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Februar leicht aufgehellt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg auf 88,6 Punkte nach 87,6 Zählern im Januar, wie das Ifo-Institut am Montag mitteilte. Beobachter hatten mit einem minimal schwächeren Anstieg gerechnet. Nach Angaben des Instituts zeigt die deutsche Wirtschaft erste Signale einer Belebung.

Leichte Verbesserung der Geschäftslage und Erwartungen

Die Unternehmen in Deutschland bewerteten ihre laufenden Geschäfte zuletzt insgesamt positiver, zudem hellten sich die Erwartungen auf. Nach Einschätzung des Ifo-Instituts zeige die deutsche Wirtschaft „erste Signale einer Belebung“, wie das Institut am Montag mitteilte. Der Anstieg des Geschäftsklimaindex auf 88,6 Punkte fiel damit etwas kräftiger aus, als es Beobachter mit Blick auf die zuvor erwartete, minimal schwächere Zunahme prognostiziert hatten.

Positive Signale aus Industrie und Dienstleistungen

Im Verarbeitenden Gewerbe ist der Index erneut gestiegen. Dies war auf merklich bessere Urteile zur aktuellen Geschäftslage zurückzuführen. Zwar trübten sich die Erwartungen ein, doch die Auftragslage entwickelte sich positiv, und die Produktionspläne wurden nach oben korrigiert.
Auch im Dienstleistungssektor hat sich das Geschäftsklima verbessert. Besonders die Erwartungen hellten sich auf. Die Dienstleister zeigten sich zudem zufriedener mit den laufenden Geschäften. In der Logistik legte der Geschäftsklimaindikator deutlich zu.

Gespaltene Lage im Handel, anhaltende Erholung im Bau

Im Handel hat der Index dagegen leicht nachgegeben. Die Unternehmen beurteilten ihre aktuelle Lage etwas schlechter, korrigierten den Ausblick auf die kommenden Monate jedoch geringfügig nach oben. Während es im Großhandel leichte Aufwärtstendenzen gab, trübte sich im Einzelhandel die Stimmung merklich ein.
Im Bauhauptgewerbe setzte das Geschäftsklima seine Erholung fort. Die Urteile zur aktuellen Lage fielen positiver aus, und auch die Erwartungen verbesserten sich. Die Auftragslage verbessert sich jedoch nur langsam.

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23. Februar 2026 0 Kommentare
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Zug der Linie RE 9 nach Bremen. / Foto: Dominik Lapp

Mann belästigt zwei Mädchen im Zug von Osnabrück nach Bremen

von Hasepost 23. Februar 2026

Eine Zugfahrt am Sonntagmittag (22. Februar) von Osnabrück nach Bremen ist für zwei Jugendliche zu einem beunruhigenden Erlebnis geworden. Während der Fahrt im Regionalexpress RE9 soll ein bislang unbekannter Mann die Mädchen sexuell belästigt haben. Nun bittet die Bundespolizei die Öffentlichkeit um Mithilfe bei der Identifizierung des Tatverdächtigen.

Vorfall im voll besetzten Zug

Nach Angaben der Bundespolizei ereignete sich der Vorfall während der Fahrt des Regionalexpresses, der um 12:26 Uhr in Osnabrück gestartet war. Im letzten Wagen des stark ausgelasteten Zuges sollen sich ein etwa 45 Jahre alter Mann und zwei Mädchen im Alter von 15 und 16 Jahren begegnet sein.

Die Jugendlichen saßen demnach auf ihren Koffern, als der offenbar alkoholisierte Mann sie zunächst mit unsittlichen Angeboten angesprochen haben soll. Anschließend habe er sich zu ihnen gesetzt und die beiden mehrfach an den Beinen berührt. Die Situation spielte sich mitten im Fahrgastbetrieb ab.

Mutiger Fahrgast greift ein

Erst als ein anderer Reisender den Mann auf sein Verhalten ansprach, entspannte sich die Lage. Laut Polizei versuchte der Verdächtige daraufhin, ein angebliches Verwandtschaftsverhältnis zu den Mädchen vorzutäuschen. Das Eingreifen des Zeugen dürfte jedoch entscheidend dazu beigetragen haben, die Situation zu beenden. Die Bundespolizei hofft nun besonders auf Hinweise dieses bislang unbekannten Fahrgastes, der als wichtiger Zeuge gilt.

Nach der Ankunft des Zuges gegen 13:45 Uhr im Bremer Hauptbahnhof entfernte sich der Mann laut Bundespolizei umgehend. Einsatzkräfte konnten ihn vor Ort nicht mehr antreffen. Erst eine spätere Auswertung von Videoaufnahmen brachte neue Erkenntnisse: Demnach hielt sich der Verdächtige noch rund eine Stunde im Bahnhof auf, bevor er seine Reise fortsetzte. Gegen 14:35 Uhr soll er mit einem Zug in Richtung Hamburg weitergefahren sein.

Täterbeschreibung veröffentlicht

Der unbekannte Mann wird als etwa 45 Jahre alt, deutschsprachig und mit weißer Hautfarbe beschrieben. Zur Tatzeit habe er ein schwarzes Basecap mit Emblemen, eine schwarze Softshelljacke, ein weißes T-Shirt sowie eine blaue Hose getragen. Außerdem soll er eine Bierflasche bei sich gehabt haben.

23. Februar 2026 0 Kommentare
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Frankfurter Börse

Zollurteil und Iran-Spannungen drücken Dax zum Wochenstart

von Hasepost Redaktion 23. Februar 2026

Der Dax ist am Montag mit Verlusten in die neue Handelswoche gestartet. Belastet wird der deutsche Leitindex nach Einschätzung von Marktbeobachtern vor allem von neuer Unsicherheit in der Zollpolitik und der Gefahr eines möglichen US-Angriffs auf den Iran. Zugleich sehen Analysten Chancen für internationale und europäische Aktien, sollten sich die jüngsten Entwicklungen in den USA bestätigen.

Schwächerer Start in die Woche

Am Montagmorgen notierte der Dax gegen 9:30 Uhr bei rund 25.135 Punkten und damit 0,5 Prozent unter dem Schlussstand vom Freitag. An der Spitze der Kursliste standen die Aktien von Commerzbank, Henkel und RWE, während SAP, Zalando und Airbus zu den größten Verlierern zählten.
Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank, sagte laut Consorsbank: „Neue Zollangst und ein drohender Angriff der USA auf den Iran belasten den Dax zu Wochenbeginn gleich doppelt.“ Die neue Zollangst habe bislang jedoch keinen allgemeinen Rückzug aus Aktien ausgelöst. „Das zeigt, dass sich die Anleger bereits auf die Suche nach möglichen Gewinnern gemacht haben, die aus dem Urteil des Obersten Gerichts hervorgehen könnten“, so Stanzl weiter.

Mögliche Gewinner des Zollurteils

„Internationale Aktien – darunter auch europäische – könnten zu den Gewinnern des Zollurteils zählen, da sich Anleger in ihrer bereits seit Monaten laufenden Abkehr von US-Aktien bestärkt sehen könnten“, fügte der Marktexperte laut Consorsbank hinzu. Schließlich müsse der US-Präsident nun erst beweisen, dass er seine politischen Vorhaben noch finanzieren könne, wenn ihm Einnahmen aus reziproken Zöllen fehlen und Zölle auf Basis alternativer Rechtsgrundlagen erst noch im Kongress durchgesetzt werden müssen. „Der festere Euro gegenüber dem US-Dollar zu Wochenbeginn ist ein Hinweis darauf. Die US-Regierung könnte gezwungen sein, gut 130 Milliarden US-Dollar an bereits gezahlten reziproken Zöllen klagenden Unternehmen wieder zurückzuerstatten.“
„US-Präsident Trump kann nun keine permanenten Zölle mehr per Unterschrift aktivieren oder deaktivieren – damit verliert er die Rechtsgrundlage für ein zentrales Element seiner politischen Agenda“, sagte Stanzl laut Consorsbank. Für permanente Zölle benötige er die Zustimmung des Kongresses, und hier könne er sich angesichts der Abweichler in den eigenen Reihen keiner Mehrheit mehr sicher sein. „In der Handelspolitik könnte sich die US-Regierung nun also Ländern gegenübersehen, die selbstbewusster in Verhandlungen gehen. Viele bereits verhandelte Zollabkommen stehen potenziell wieder zur Disposition – darunter auch das noch nicht ratifizierte Abkommen der EU mit den USA.“

Festerer Euro, sinkender Ölpreis

Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich am Montagmorgen etwas fester: Ein Euro kostete 1,1817 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8462 Euro zu haben.
Der Ölpreis gab unterdessen nach: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 71,09 US-Dollar. Das waren 67 Cent oder 0,9 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

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Junge Leute

Juso-Chef fordert strengere Regeln für US-Tech-Milliardäre

von Hasepost Redaktion 23. Februar 2026

Juso-Chef Philipp Türmer lehnt ein Verbot von Social-Media-Plattformen für Unter-14-Jährige ab und zweifelt die praktische Umsetzbarkeit der Pläne an. Statt Kinder und Jugendliche ins Visier zu nehmen, fordert er eine stärkere Regulierung großer Tech-Konzerne aus den USA. Türmer plädiert für empfindliche Strafen oder das Abschalten von Netzwerken, falls Betreiber gegen Regeln verstoßen, und verweist auf problematische Erfahrungen mit Verboten in Australien.

Türmer kritisiert Pläne für Social-Media-Verbot

Juso-Chef Philipp Türmer lehnt die Pläne für ein Verbot von Social-Media-Plattformen für Unter-14-Jährige ab. „Ich kenne kein Konzept, wie ein solches Social-Media-Verbot funktionieren soll“, sagte Türmer den Sendern RTL und ntv. Solange dies so sei, müsse man die „wirklich großen Verbrecher“ ins Visier nehmen und nicht Kinder und Jugendliche. Gemeint sind die Tech-Milliardäre aus den USA.

Forderung nach strengerer Regulierung der Plattformen

„Man muss eher die Plattformen in die Pflicht nehmen. Man muss Mark Zuckerberg und Elon Musk in die Pflicht nehmen. Es muss Schluss sein mit kinderpornografischen Inhalten oder mit Betrug, der systematisch auf diesen Netzwerken stattfindet.“ Sofern sich die Betreiber nicht an die Spielregeln halten, müsse die EU entweder empfindliche Strafen auferlegen oder sogar die Netzwerke abstellen, sagte Türmer den Sendern RTL und ntv. Türmer: „Dann können wir dabei zugucken, wie plötzlich die Metaaktien in den Keller rasen. Wir können nicht mehr akzeptieren, dass sich diese Milliardäre, diese Plutokraten aus den USA, gar nicht mehr an Recht und Gesetz halten.“

Zweifel am Vorbild Australien und Sorge um den Jugendschutz

Auch das bestehende Verbot in Australien sei kein gutes Vorbild, findet der Juso-Chef. Dort sei „vor allen Dingen eins nach oben gegangen, nämlich die Downloadraten für VPN-Server.“ Der Effekt: „Wenn wir hier ein Social-Media-Verbot einführen, dann wird aus Lisa aus Ulm ganz plötzlich Lisa aus Utah und dann kann sie jedes Social-Media-Verbot umgehen.“ Zustimmung gibt es von Türmer für die Bemühungen, Kinder und Jugendliche im Internet besser zu schützen. „Das ist eine Katastrophe, was da teilweise vor sich geht“, sagte er den Sendern RTL und ntv.

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Johann Wadephul

Wadephul kritisiert Ungarns Blockade von EU-Hilfen für Ukraine

von Hasepost Redaktion 23. Februar 2026

Außenminister Johann Wadephul (CDU) hat sich vor Beratungen mit seinen EU-Amtskollegen in Brüssel überrascht über die jüngste Blockade von EU-Hilfen für die Ukraine durch Ungarn gezeigt. Er kritisierte die Haltung der ungarischen Regierung und rief dazu auf, die Entscheidung zu überdenken.

Wadephul kritisiert ungarische Blockadehaltung

Außenminister Johann Wadephul (CDU) zeigte sich am Montag in Brüssel überrascht von der Ankündigung Ungarns, EU-Hilfen für die Ukraine zu blockieren. „Ich bin über die ungarische Position erstaunt“, sagte Wadephul vor Beginn der Beratungen mit seinen EU-Amtskollegen laut seinen Ausführungen vor Ort. „Wir werden mit unserem ungarischen Kollegen darüber diskutieren.“
Wadephul stellte die ungarische Haltung in einen grundsätzlichen Zusammenhang mit der europäischen Werteordnung. Er glaube nicht, dass es richtig sei, „wenn Ungarn seinen eigenen Kampf für die Freiheit, für die europäische Souveränität verrät“. Daher kündigte er weitere Gespräche sowohl mit der ungarischen Regierung als auch auf EU-Ebene an: Man werde „mit Argumenten noch einmal in Budapest, aber auch in Brüssel an die Ungarn herantreten, dass man die Position überdenke“.

Verweis auf gemeinsame Geschichte

Wadephul verwies zudem auf die historische Verbundenheit zwischen Deutschland und Ungarn. „Denn am Ende sollte ein Blick in die Geschichte zeigen, dass es richtig ist, europäisch orientiert zu bleiben“, sagte er. Weiter betonte er: „Gerade wir Deutsche haben Ungarn viel zu verdanken. Wir wissen das und wir wissen auch, dass Ungarn am Ende des Tages sich immer für die Freiheit entschieden hat, und das sollte auch jetzt die richtige Orientierung geben.“

Hintergrund: Streit um Öllieferungen

Ungarn hatte zuletzt mit der Blockade des 90 Milliarden Euro schweren Unterstützungspakets für die Ukraine gedroht. Hintergrund sind Vorwürfe, wonach Kiew angeblich absichtlich Öllieferungen nach Ungarn verhindere.

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Spürhund Crixus

Spektakulärer Ermittlungserfolg: Polizei deckt Heroinhandel in der Osnabrücker Innenstadt auf

von Hasepost 23. Februar 2026

Am Mittwochvormittag (18. Februar) durchsuchten Ermittler der Polizeiinspektion Osnabrück, unter Federführung der Staatsanwaltschaft Osnabrück, mehrere Objekte im Osnabrücker Stadtgebiet sowie in Georgsmarienhütte und Hagen a.T.W. (Landkreis Osnabrück), teilen Polizei und Staatsanwaltschaft Osnabrück gemeinsam in einer Erklärung mit.

Ermittlungen wegen Verdacht auf Heroinhandel

Hintergrund der Maßnahmen sind laufende Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Handels mit Heroin in großer Menge. Die Ermittlungen richten sich gegen sechs Beschuldigte im Alter zwischen 40 und 50 Jahren. Die Beschuldigten stehen im Verdacht, eine Vielzahl von Hartdrogenabhängigen aus der Stadt Osnabrück nahezu täglich mit Heroin versorgt zu haben.

Mehrere verschiedene Betäubungsmittel gefunden

Bei den koordinierten Durchsuchungen wurden umfangreiche Betäubungsmittel, darunter etwa 1,6 Kilogramm Heroin und weitere beweisrelevante Gegenstände sichergestellt. Darüber hinaus wurden insgesamt rund 260 Gramm Marihuana, ca. 10 Gramm Haschisch und weitere geringe Mengen Cannabisprodukte festgestellt. Ferner wurden ca. 25 Gramm Amphetamin, ca. 20 Gramm Kokain, etwa 25 Ecstasy-Tabletten, drei Methadon-Tabletten, drei Joints sowie ca. 60 Gramm Streckmittel sichergestellt.

Weiteres aufgefunden

Neben den Betäubungsmitteln wurden etwa 60.000 Euro Bargeld, 7 Smartphones sowie Verpackungsutensilien aufgefunden, die auf eine strukturierte Aufbereitung und Weitergabe von Betäubungsmitteln hindeuten können. Ein Geldbetrag im vierstelligen Bereich wurde in einem Keller in Hagen unter einem Brett versteckt vom Rauschgiftspürhund Crixus erschnüffelt. Weiterhin wurden 2 Feinwaagen, eine geladene Schreckschusswaffe, drei Messer, zwei Schlagstöcke sowie ein Knüppel sichergestellt. Zu den sonstigen sichergestellten Gegenständen zählen ein entwendetes E-Bike sowie ein gestohlener E-Scooter.

Zu den aktuellen Ermittlungen

Die Auswertung der sichergestellten Gegenstände dauert derzeit an.

Der Hauptbeschuldigte, ein Mann im Alter von 46 Jahren aus dem Landkreis, wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft beim Amtsgericht Osnabrück einem Haftrichter vorgeführt. Dieser ordnete eine Untersuchungshaft an. Zusätzlich konnten rund 20 Abnehmer identifiziert werden.

Das Ermittlungsverfahren wird seit November 2025 durch eine Ermittlungsgruppe der Polizeiinspektion Osnabrück geführt und dauert weiter an.

23. Februar 2026 0 Kommentare
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