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CDU-Logo (Archiv)

CDU-Initiative: Strafmündigkeit in Deutschland schon ab 12 Jahren

von Hasepost Redaktion 20. Februar 2026

Beim Bundesparteitag der CDU in Stuttgart soll über einen Antrag abgestimmt werden, der eine Absenkung der Strafmündigkeit von 14 auf 12 Jahre vorsieht. Ziel ist es, Kinder bereits ab ihrem 12. Geburtstag unter bestimmten Voraussetzungen strafrechtlich zur Verantwortung zu ziehen. Der Antrag stammt aus dem Berliner CDU-Landesverband und beruft sich auf eine veränderte gesellschaftliche Realität. Bisher gelten Kinder unter 14 Jahren vor dem Gesetz als schuldunfähig.

Initiativantrag aus Berlin für niedrigere Strafmündigkeit

Nach einem Bericht der „Bild“ (Freitagausgabe) sieht ein Initiativantrag aus dem Berliner CDU-Landesverband vor, Paragraf 19 des Strafgesetzbuchs zu ändern. Demnach sollen Kinder künftig bereits ab ihrem 12. Geburtstag strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden können, sofern sie die nötige Reife besitzen.
Bislang sind Kinder unter 14 Jahren vor dem Gesetz schuldunfähig. Der Antrag will diesen Grundsatz aufweichen und begründet dies mit einer veränderten Lebenswirklichkeit junger Menschen, die nach Darstellung der Antragsteller früher ein Bewusstsein für Recht und Unrecht entwickelten.

Neues „Verantwortungsverfahren“ vorgesehen

Vorgesehen ist in dem Antrag die Einführung eines gerichtlichen „Verantwortungsverfahrens“. Dieses Verfahren soll sicherstellen, dass erzieherische Maßnahmen nicht erst spät durch das Jugendamt, sondern verbindlich durch ein Gericht angeordnet werden. Damit sollen Konsequenzen für strafbare Handlungen von Kindern früher und klarer greifen.

Begründung: Früheres Unrechtsbewusstsein und organisierte Kriminalität

In der Begründung des Antrags heißt es, Kinder entwickelten heute durch das Internet und soziale Medien deutlich früher ein Unrechtsbewusstsein. Wer mit 12 Jahren wisse, dass er Unrecht tue, müsse dafür auch geradestehen. Zudem wird argumentiert, kriminelle Banden und Clan-Strukturen nutzten die Strafunmündigkeit von Kindern gezielt aus, um sie für Verbrechen einzuspannen.
„Die Organisierte Kriminalität, auch aus Clan-Strukturen oder dem europäischen Ausland heraus, nutzt bewusst die Strafunmündigkeit von Kindern aus“, heißt es in dem Antrag. Weiter wird festgestellt: „Taten werden immer brutaler und häufen sich“. Für Opfer und Angehörige sei es nach dieser Darstellung nur schwer hinnehmbar, „wenn Täter bei brutalen Delikten aufgrund ihres Alters keinerlei gerichtliche Konsequenzen erfahren“.

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Evonik Industries

Umweltminister fordert mehr Gratis-CO2-Zertifikate für Chemieindustrie

von Hasepost Redaktion 20. Februar 2026

Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) dringt in Brüssel auf eine großzügigere Behandlung der Chemieindustrie im CO2-Emissionshandel und fordert mehr kostenlose Zertifikate als bislang vorgesehen. Er verweist auf den internationalen Wettbewerbsdruck der Branche und will zugleich den Chemiestandort Deutschland und Europa stärken.
Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) will der Chemieindustrie im CO2-Emissionshandel mehr kostenlose Zertifikate zuteilen lassen als bisher geplant. „Ich setze mich in Brüssel für realistischere Maßstäbe für die Zuteilung kostenloser Emissionsrechte ein“, sagte Schneider dem „Handelsblatt“ (Freitagausgabe). „Die Chemiebranche steht unter internationalem Druck, und das nehmen wir ernst.“

Emissionshandel als zentrales Klimaschutzinstrument

Schneider sagte, der Emissionshandel habe „als marktwirtschaftliches Instrument einen guten Job gemacht“. Er verbinde erfolgreich Klimaschutz und wirtschaftliche Stärke. Entscheidend sei aber, die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass Deutschland und Europa starke, innovative Chemiestandorte bleiben könnten.
Nach Angaben seines Ministeriums habe sich Schneider an die EU-Kommission gewandt, um schnell Lösungen zu erreichen. Vorausgegangen seien Gespräche mit Vertretern von Unternehmen, Verbänden und Gewerkschaften aus der Chemiebranche. Die Position, die man nun gegenüber Brüssel vertrete, sei gemeinsam mit der Bundesregierung entwickelt worden. Ziel sei es, für die Chemieindustrie in Deutschland ein attraktives Produktions- und Investitionsumfeld zu schaffen und Verlagerungen von Emissionen ins Ausland zu verhindern.

Verschiebungen zwischen Branchen möglich

Die beiden CO2-Emissionshandelssysteme gelten als wichtigste Klimaschutzinstrumente der EU, denn die Menge der CO2-Zertifikate begrenzt, wie viel CO2 in den jeweiligen Bereichen emittiert werden darf. Von diesem Jahr an soll die kostenlose Zuteilung stark verringert werden. Wird in einer Branche die Menge kostenloser Zertifikate erhöht, verringert sich der Druck für diese Branche, zügig auf klimafreundliche Lösungen umzusteigen. Im Gegenzug könnte der Druck auf andere Branchen, wie etwa die Energiewirtschaft, steigen, da die Gesamtmenge an erlaubten Emissionen gleichbleibt.

Auswirkungen auf Klima- und Transformationsfonds

Die Einnahmen des CO2-Emissionshandels fließen in Deutschland in den Klima- und Transformationsfonds. Daraus werden zum Beispiel der Ausbau erneuerbarer Energien, die Förderung von Elektromobilität, die energetische Gebäudesanierung, Wasserstoffprojekte und die Umstellung auf klimafreundliche Industrieprozesse finanziert. Geringere Einnahmen bedeuten also auch geringere Fördermittel.

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20. Februar 2026 0 Kommentare
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Klassenraum in

Bundesbeauftragte fordert bundesweite Meldepflicht bei sexualisierter Gewalt

von Hasepost Redaktion 20. Februar 2026

Die Unabhängige Bundesbeauftragte gegen sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen (UBSKM) Kerstin Claus fordert von Kitas und Schulen in staatlicher wie privater Trägerschaft die konsequente Erfüllung ihrer Meldepflicht bei sexualisierter Gewalt. Zugleich dringt sie auf bundesweit verbindliche Schutzkonzepte und eine deutlich längere Aufbewahrung von Schülerakten, um Verantwortung für vergangenes und künftiges Unrecht zu übernehmen.

Forderung nach konsequenter staatlicher Verantwortung

Die Unabhängige Bundesbeauftragte gegen sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen (UBSKM) Kerstin Claus hat alle Kitas und Schulen in staatlicher wie privater Trägerschaft dazu aufgefordert, ihrer Meldepflicht von sexualisierter Gewalt in den Einrichtungen nachzukommen. „Es geht mir um staatliche Verantwortung“, sagte Claus der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Freitagausgabe).
Claus plädierte zudem dafür, sämtliche Schülerakten bis zum hundertsten Geburtstag aufzubewahren. Außerdem fordert sie alle Bundesländer dazu auf, verpflichtende schulische Schutzkonzepte gesetzlich zu verankern. „Ich erwarte jetzt einen konsequenten Umgang mit der Vergangenheit, aber auch für die Zukunft“, sagte Claus der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“.

Unterschiedliche Regelungen in den Bundesländern

Nach Angaben im Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ gibt es bisher gesetzliche Regelungen in Berlin, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, dem Saarland und Schleswig-Holstein. Untergesetzliche Regelungen gelten demnach in Baden-Württemberg, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Thüringen. Dort werden die Schulen angehalten, selbst Schutzkonzepte zu entwickeln. Völlig ohne Verpflichtung zu einem Schutzkonzept gegen sexualisierte Gewalt sind laut „Frankfurter Allgemeiner Zeitung“ das Flächenland Bayern, Bremen, Hamburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt.

Meldezahlen und Unterstützung durch Unfallkassen

Wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ weiter berichtet, hat die Unfallkasse in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2025 insgesamt 138 Meldungen aus Schulen, Kitas und Berufsschulen erhalten, in dem Bundesland gibt es rund 5.400 Schulen. Unter den Meldungen konnten 79 Fälle sexualisierter Gewalt als Arbeitsunfälle anerkannt werden, 25 sind in der Bearbeitung, 34 erfüllten nicht die gesetzlichen Voraussetzungen für eine Anerkennung. Die Unfallkassen gewähren nach Informationen der Zeitung nicht nur Rehabilitationsmaßnahmen, sondern in bestimmten schweren Fällen auch vorübergehende oder dauerhafte Renten.
Nordrhein-Westfalens Schulministerin Dorothee Feller (CDU), die auch die unionsregierten Länder in der Bildungsministerkonferenz koordiniert, sagte der Zeitung, sie werde den Hinweis der UBSKM aufgreifen und ihn in der Bildungsministerkonferenz zur Sprache bringen. „Mein Ziel ist, dass Missbrauchsopfer überall in Deutschland sämtliche Leistungen bekommen, die ihnen zustehen“, so Feller gegenüber der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“.

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Fahnen von

EU und Großbritannien starten schnelle Neuverhandlungen nach Brexit

von Hasepost Redaktion 20. Februar 2026

Die Europäische Union und Großbritannien wollen ihre Beziehungen zügig neu ordnen und haben dazu noch vor der parlamentarischen Sommerpause in Großbritannien im Juli einen Gipfel vereinbart. Auf diesem Treffen sollen EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und der britische Premier Keir Starmer über konkrete Verhandlungsergebnisse beraten, wie das "Handelsblatt" (Freitagausgabe) unter Berufung auf mehrere "Eingeweihte" berichtet.

Gipfel noch vor der Sommerpause geplant

Die Europäische Union (EU) und Großbritannien planen, ihre Beziehungen zügig neu zu verhandeln. Beide Seiten haben vereinbart, noch vor der parlamentarischen Sommerpause in Großbritannien im Juli einen Gipfel mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und dem britischen Premier Keir Starmer abzuhalten, berichtet das „Handelsblatt“ (Freitagausgabe) unter Berufung auf mehrere „Eingeweihte“.
Bis dahin sollen die Verhandlungsteams konkrete Ergebnisse zu den Deals vorlegen. Im Fokus stehen neue Abkommen zum Emissionshandel (ETS), zum Strommarkt, zu Lebensmittel- und Agrarstandards (SPS) sowie zur Rüstungskooperation. Der Zeitrahmen sei „ehrgeizig, aber machbar“, heißt es aus EU-Kreisen.

Überprüfung des Brexit-Vertrags als Zeitfenster

Die Wiederannäherung hatten Brüssel und London auf einem Gipfel im Mai vergangenen Jahres vereinbart. Zudem steht in diesem Jahr die Überprüfung des Brexit-Vertrags von 2021 an, die ein Zeitfenster eröffnet, um strittige Punkte nachzujustieren.

Regelmäßige Treffen der Chefunterhändler

Um den Druck auf ihre Verhandlungsteams zu erhöhen, haben EU-Handelskommissar Maros Sefcovic und der britische Europaminister Nick Thomas-Symonds vereinbart, sich bis zum geplanten Gipfel alle zwei Wochen abwechselnd in London und Brüssel zu treffen. Das nächste Treffen ist für Montag in Brüssel angesetzt.

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Frankfurter Börse

Dax fällt unter 25.000 Punkte nach schwachen Firmenbilanzen

von Hasepost Redaktion 20. Februar 2026

Der Dax hat am Donnerstag nach einem schwachen Start seine Verluste weiter ausgebaut und unter die Marke von 25.100 Punkten nachgegeben. Unternehmenszahlen, insbesondere von Airbus, sowie gemischte Konjunkturdaten aus den USA belasteten die Stimmung. Gleichzeitig zogen Gas- und Ölpreise an, während der Euro gegenüber dem US-Dollar etwas nachgab.
Am Donnerstag wurde der Dax zum Xetra-Handelsschluss mit 25.044 Punkten berechnet, was einem Minus von 0,9 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss entspricht. Nach einem bereits schwachen Start baute der Leitindex seine Verluste im Tagesverlauf weiter aus.

Airbus-Zahlen bremsen Dax-Erholung

Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets, sprach von einem erneuten Rückschlag für den deutschen Aktienmarkt. „Der Dax musste heute erneut alle seine Gewinne der vergangenen 24 Stunden abgeben und hat den Kampf um die Marke von 25.000 Punkten wieder aufgenommen“, kommentierte Lipkow laut CMC Markets. „Schuld daran waren auch Unternehmensbilanzen, unter anderem die von Airbus. Das Unternehmen hat zwar gute Zahlen vorgelegt, konnte jedoch mit der Prognose für das laufende Geschäftsjahr nicht überzeugen“, erklärte der Analyst. „Während die Stimmung an der Frankfurter Börse alles in allem nicht schlecht ist, bleibt der Handel von ausgedehnteren Gewinnmitnahmen bei Einzelaktien dominiert.“
Bis kurz vor Handelsschluss standen die Papiere von Rheinmetall und Scout 24 an der Spitze der Kursliste. Das Schlusslicht bildeten die Airbus-Aktien.

Gemischte US-Daten und steigende Energiepreise

Die Konjunkturdaten aus den USA hätten erneut ein differenziertes Bild geliefert, so Lipkow. „Das Handelsdefizit blieb mit minus 70,3 Milliarden US-Dollar weit hinter den erwarteten 55,5 Milliarden US-Dollar zurück und ergibt mit Blick auf den Handelsprotektionismus der USA kein gutes Gesamtbild. Der Philadelphia-Fed-Index dagegen stieg stärker an, als es vorher erwartet worden war, darf aber in der Gesamtbetrachtung nicht überbewertet werden“, sagte der Analyst laut CMC Markets.
Unterdessen stieg der Gaspreis: Eine Megawattstunde (MWh) Gas zur Lieferung im März kostete 33 Euro und damit fünf Prozent mehr als am Vortag. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund acht bis zehn Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben.
Auch der Ölpreis zog an. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Donnerstagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 71,63 US-Dollar, das waren 1,8 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Euro zum Dollar leicht schwächer

Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich am Devisenmarkt etwas schwächer. Am Donnerstagnachmittag kostete ein Euro 1,1763 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8501 Euro zu haben.

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Julia Klöckner

Klöckner fordert schärfere Regeln gegen Vetternwirtschaft im Bundestag

von Hasepost Redaktion 20. Februar 2026

Die Präsidentin des Deutschen Bundestags, Julia Klöckner, ruft angesichts der Vorwürfe gegen die AfD zu einem besonders sorgfältigen Umgang mit Steuergeldern auf. Sie mahnt, politische Anstandspflichten ergäben sich bereits daraus, dass Abgeordnete ihre Mitarbeiterstellen aus öffentlichen Mitteln finanzieren. Union und SPD fordern vor diesem Hintergrund eine Verschärfung des Abgeordnetengesetzes, Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) stellt strengere gesetzliche Regeln in Aussicht.

Klöckner mahnt „politischen Anstand“ im Umgang mit Mitarbeiterstellen an

Bundestagspräsidentin Julia Klöckner verweist auf die besondere Verantwortung von Abgeordneten beim Einsatz von Steuermitteln für Mitarbeiterstellen. Abgeordnete könnten deshalb Mitarbeiter beschäftigen, „weil der Souverän, weil die Steuerzahler das ermöglichen und es für die Arbeitsfähigkeit eines Parlamentes notwendig ist“, sagte Julia Klöckner (CDU) dem „Tagesspiegel“ (Freitagausgabe). Deshalb gebiete es ihrer Ansicht nach alleine schon der politische Anstand, „ordentlich damit umzugehen“. „Das schließt sowohl Vetternwirtschaft, Selbstbedienung und anrüchige Anstellungskonstrukte aus“, sagte sie dem „Tagesspiegel“.

Umgang mit Mitarbeitern ohne Hausausweis

Kritisch äußerte sich die Bundestagspräsidentin auch zu der Frage, ob Mitarbeiter weiterbezahlt werden sollten, denen der Hausausweis für den Bundestag verwehrt wurde. Außerdem sollten keine Mitarbeiter weiterbezahlt werden, denen ihr Hausausweis verwehrt wurde. Diese Forderung hatte die Bundestagspräsidentin schon kurz vor Weihnahten in einem Schreiben an die ersten Parlamentarischen Geschäftsführer gerichtet. „Ich begrüße es deshalb, dass sich die Fraktionen mit Blick auf mögliche Änderungen des Abgeordnetengesetzes damit beschäftigen“, sagte Klöckner dem „Tagesspiegel“.

Union, SPD und Kanzler für strengere Regeln

Union und SPD fordern eine Verschärfung des Abgeordnetengesetzes, in dem die Anforderungen an über Steuermittel finanzierte Beschäftigte definiert sind. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) stellte strengere gesetzliche Regeln in Aussicht.

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Roland Koch

CDU stärkt Merz vor Parteitag, drängt auf Reformkurs

von Hasepost Redaktion 20. Februar 2026

Vor Beginn des Bundesparteitags der CDU in Stuttgart haben sich mehrere führende Christdemokraten demonstrativ hinter Parteivorsitzenden und Bundeskanzler Friedrich Merz gestellt. Zugleich mahnen sie vor dem am Freitag beginnenden Treffen tiefgreifende Reformen und mehr Tempo bei der Umsetzung an. In Interviews mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ verweisen sie auf anhaltende Probleme und werben zugleich um Geduld in der Partei.
CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann bezeichnete Bundeskanzler Merz als zentrale Führungsfigur in der aktuellen politischen Lage. „Merz ist genau der richtige Kanzler zur richtigen Zeit“, sagte er der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Freitagausgabe). Gleichzeitig räumte Linnemann finanzielle Altlasten ein: „Die hohe Verschuldung nach der Bundestagswahl hängt uns bis heute nach“, sagte er der Zeitung. Daraus leitete er Handlungsbedarf ab: „Deshalb müssen die notwendigen Reformen jetzt konsequent umgesetzt werden.“ Erste Schritte seien bereits eingeleitet. „Unser Ziel muss es sein, durch harte Arbeit und gute, sichtbare Ergebnisse Vertrauen zurückzugewinnen“, sagte Linnemann der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“.

Rückhalt für Merz und Kritik an der SPD

Langjähriger Weggefährte und früherer hessischer Ministerpräsident Roland Koch (CDU) betonte in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ die enge Bindung von Merz an seine Partei. Die CDU sei für Friedrich Merz seine politische Heimat, sagte er. „Der Satz Angela Merkels über die CDU, sie sei `die Partei, der ich nahestehe`, wäre Merz niemals über die Lippen gekommen“, so Koch in der Zeitung.
Mit Blick auf die Reformvorhaben zeigte sich Koch unzufrieden mit dem Tempo. Es passiere „natürlich“ nicht genug, kritisierte er gegenüber der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. „Ein Christdemokrat kann doch auch mit der aktuellen Situation nicht wirklich zufrieden sein.“ Die Verantwortung dafür verortete Koch bei den Sozialdemokraten. „Wir haben uns nach der Bundestagswahl über die strategische Leitentscheidung der SPD getäuscht“, sagte er. „Die meisten Christdemokraten waren der Auffassung, dass der Korridor bei der SPD im Interesse des Landes größer ist“, so Koch in dem Interview.

Prien wirbt um Geduld in der Partei

Die stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende Karin Prien mahnte in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ zu mehr Gelassenheit in den eigenen Reihen. „Manche sind nach der Rückkehr der CDU ins Kanzleramt enttäuscht, dass ihre Vorstellungen sich noch nicht von jetzt auf gleich verwirklicht haben“, sagte die Bildungsministerin der Zeitung. „Ich bin das nicht.“ Merz beschrieb Prien als Vertreter eines politischen Kurses in der Mitte. Merz sei ein klassischer Mitte-Politiker, „der sich klar geltenden demokratischen Verfahren verpflichtet“ fühle, „so mühsam es manchmal sein möge“, sagte sie der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. „Manche hätten es gern disruptiver, auch in unserer Partei“, fügte Prien hinzu.

Parteitag in Stuttgart und anstehende Wahl

Am Freitagnachmittag soll Friedrich Merz auf dem Bundesparteitag in Stuttgart erstmals als amtierender Kanzler im Parteivorsitz bestätigt werden. Zuletzt hatte er 2024 knapp 90 Prozent als Vorsitzender erhalten.

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Flüchtlingskind in

Union drängt auf rasche Syrien-Abschiebungen trotz Warnungen vor Destabilisierung

von Hasepost Redaktion 20. Februar 2026

Unionspolitiker dringen trotz syrischer Bitte um Geduld auf rasche Abschiebungen, während SPD-Vertreter vor einer Destabilisierung Syriens warnen. Im Zentrum der Debatte stehen die Fragen nach der Sicherheit in dem Bürgerkriegsland, den Voraussetzungen für Bleiberechte in Deutschland und der Verantwortung syrischer Flüchtlinge beim Wiederaufbau ihrer Heimat.

Union pocht auf schnelle Rückführungen nach Syrien

Der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Alexander Throm, stellt klar, dass Bleiberechte in Deutschland unabhängig von den Vorstellungen der Herkunftsländer zu beurteilen seien. „Bleiberechte richten sich nicht nach Wünschen der Herkunftsländer, sondern danach, ob ein Schutzanspruch besteht. Dieser ist jedoch nach dem Sturz des Assad-Regimes entfallen“, sagte Throm dem „Focus“. Nach seiner Einschätzung könne in sichere Bereiche Syriens zurückgeführt werden. „Wer, wenn nicht Syrer sollten nach dem Bürgerkrieg das Land wiederaufbauen?“, fragte Throm.
Baden-Württembergs Justiz- und Migrationsministerin Marion Gentges (CDU) warnte vor einer „Verzögerung“ der Abschiebungen durch die aktuelle Debatte. „Wir haben das Interesse, dass schwere Straftäter und Gefährder unser Land verlassen. Deshalb müssen solche Rückführungen auch nach Syrien konsequent durchgeführt werden“, sagte die CDU-Politikerin. Zugleich betonte sie die Perspektiven für gut integrierte Schutzsuchende aus Syrien. Diese könnten „durch die Integration in den deutschen Arbeitsmarkt einen verfestigten Aufenthaltstitel erwerben“ und sich in Deutschland eine Zukunft aufbauen. „Perspektivisch sollten die Personen, die kein Bleiberecht haben, aber auch nach Syrien zurückgeführt werden“, forderte Gentges.
Auch der Innenpolitiker Stephan Mayer (CDU) rechnet mit einer absehbaren Rückkehr vieler Syrer. Er äußerte die Erwartung, dass „der Großteil derer, die sich derzeit mit vorübergehendem Schutz in Deutschland aufhalten, in den kommenden Monaten und wenigen Jahren in ihr Heimatland zurückkehren“. Es sei nicht zu viel verlangt, wenn Syrer beim Wiederaufbau ihren eigenen Beitrag leisteten.

SPD verweist auf fehlende Strukturen in Syrien

In der SPD ist die Haltung zurückhaltender. „Syrien braucht noch Zeit, um Strukturen zu schaffen, die eine Rückkehr erlauben“, sagte Serdar Yüksel (SPD), Vorsitzender der Deutsch-Türkischen Parlamentariergruppe, der erst kürzlich Syrien besucht hatte. Der SPD-Politiker warnt davor, Syrien durch weitgehende Abschiebungen zu destabilisieren.
Yüksel beschreibt gravierende Defizite in der Infrastruktur des Landes. An vielen Orten gebe es „keine Schulen, keine Krankenhäuser, kein fließendes Wasser, keine Abwasserfunktion“. Dadurch fehle es an einer „menschlichen Umgebung“. Yüksel zufolge gebe es bisweilen „faktisch keinen Wiederaufbau“ in Syrien.
Der SPD-Politiker plädiert zudem für mehr Flexibilität beim Aufenthaltsstatus syrischer Schutzsuchender. Er forderte, Syrern mit vorübergehendem Aufenthaltstitel „Erkundungsreisen“ nach Syrien zu ermöglichen. „Das würde die Rückkehrbereitschaft auch erhöhen“, erwartet Yüksel. Bislang verliert man durch eine Heimreise den Schutzstatus in Deutschland.

Syrische Regierung wirbt um mehr Zeit für Wiederaufbau

Ende vergangener Woche hatte der Direktor der Konsularabteilung im syrischen Außenministerium, Mohammed Yaqub al-Omar, Deutschland um mehr Geduld gebeten. Er appellierte, „die syrischen Flüchtlinge zu verstehen und uns noch mehr Zeit zu geben für den Wiederaufbau „. Die Rückkehr tausender Syrer nach Syrien zum jetzigen Zeitpunkt könnte die „humanitäre Krise verschärfen und bedeuten, dass viele Menschen in Flüchtlingslagern leben müssen“, sagte er dem Nachrichtenmagazin „Focus“.

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Fahne vor

UN-Experten: RSF verübt mutmaßlichen Völkermord in Darfur

von Hasepost Redaktion 20. Februar 2026

Eine UN-Untersuchungskommission wirft den Rapid Support Forces (RSF) im Sudan eine koordinierte Zerstörungskampagne gegen nicht-arabische Gemeinschaften in und um Al-Faschir vor. Der am Donnerstag veröffentlichte Bericht sieht Merkmale, die auf Völkermord hindeuten, und dokumentiert Kriegsverbrechen sowie Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

UN-Experten sehen „Kennzeichen eines Völkermords“

Die Untersuchungsmission der Vereinten Nationen kommt zu dem Schluss, dass die RSF mit systematischer Gewalt gegen die Gemeinschaften der Zaghawa und Fur in Al-Faschir vorgingen. „Die von uns gesammelten Beweise – darunter die anhaltende Belagerung, die Aushungerung und die Verweigerung humanitärer Hilfe, gefolgt von Massenmorden, Vergewaltigungen, Folter und Verschleppungen, systematischer Demütigung und den eigenen Aussagen der Täter – lassen nur eine einzige vernünftige Schlussfolgerung zu“, sagte Mona Rishmawi, Expertin der Untersuchungsmission, laut dem Bericht. „Die RSF handelte mit der Absicht, die Gemeinschaften der Zaghawa und Fur in Al-Faschir ganz oder teilweise zu vernichten. Dies sind die Kennzeichen eines Völkermords.“
Nach Angaben des Büros des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte wurde belegt, dass mindestens drei grundlegende Akte des Völkermords begangen wurden. Demnach seien Angehörige einer geschützten ethnischen Gruppe getötet worden, ihnen schwere körperliche und seelische Schäden zugefügt und vorsätzlich Lebensbedingungen geschaffen worden, die auf die vollständige oder teilweise physische Zerstörung der Gruppe abzielen. Diese Elemente werden im Bericht als Kernelemente des Völkermorddelikts nach internationalem Recht bezeichnet.

Geplante Operation nach 18-monatiger Belagerung

„Der Umfang, die Koordination und die öffentliche Unterstützung der Operation durch die Führungsspitze der RSF zeigen, dass die in und um Al-Faschir begangenen Verbrechen keine zufälligen Kriegsauswüchse waren“, sagte Mohamed Chande Othman, Vorsitzender der Untersuchungsmission zum Sudan. „Sie waren Teil einer geplanten und organisierten Operation, die die charakteristischen Merkmale eines Völkermords aufweist.“
Der Bericht beschreibt, dass der sorgfältig geplanten und durchgeführten Eroberung von Al-Faschir und der Umgebung eine 18-monatige Belagerung vorausgegangen sei. Diese habe die betroffene Bevölkerung durch Hunger, Entbehrungen, Traumata und Freiheitsberaubung systematisch geschwächt. Es seien Bedingungen geschaffen worden, die darauf abzielten, die Bevölkerung zu vernichten. Die Einwohner der Stadt seien körperlich erschöpft, unterernährt und teilweise fluchtunfähig gewesen, sodass sie der folgenden extremen Gewalt schutzlos ausgeliefert gewesen seien. Tausende Menschen, insbesondere Angehörige der Zaghawa, seien innerhalb von drei Tagen verschwunden, getötet oder vergewaltigt worden.

Warnung vor anhaltender Gefahr

„Da sich der Konflikt auf die Region Kordofan ausgeweitet hat, ist der Schutz der Zivilbevölkerung dringender denn je“, warnte Joy Ngozi Ezeilo, Expertin der Untersuchungsmission. Da es an wirksamen Präventionsmaßnahmen und Rechenschaftspflicht mangelt, gehe die Untersuchungsmission davon aus, dass die Gefahr weiterer Völkermordhandlungen weiterhin ernst und aktuell sei.
„Täter auf allen Ebenen der Macht müssen zur Rechenschaft gezogen werden“, sagte Othman laut Bericht weiter. „Wenn Beweise auf Völkermord hindeuten, hat die internationale Gemeinschaft eine erhöhte Verpflichtung, zu verhindern, zu schützen und für Gerechtigkeit zu sorgen.“

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Wallstreet in

US-Börsen fallen wegen Eskalationsangst im Konflikt mit Iran

von Hasepost Redaktion 20. Februar 2026

Die US-Börsen haben am Donnerstag nachgegeben. Vor dem Hintergrund wachsender Spannungen zwischen den USA und dem Iran reagierten auch Devisen-, Gold- und Ölmarkt deutlich. Anleger verfolgten die politische Lage aufmerksam und positionierten sich neu.

Verluste an den US-Aktienmärkten

Die US-Börsen haben am Donnerstag nachgelassen. Zu Handelsende in New York wurde der Dow mit 49.395 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 0,5 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag. Wenige Minuten zuvor war der breiter gefasste S&P 500 mit rund 6.862 Punkten 0,3 Prozent im Minus, die Technologiebörse Nasdaq berechnete den Nasdaq 100 zu diesem Zeitpunkt mit rund 24.797 Punkten 0,4 Prozent im Minus.

Anleger blicken auf Konflikt zwischen USA und Iran

Anleger wägten am Donnerstag die Wahrscheinlichkeit und die Folgen einer militärischen Eskalation zwischen den USA und dem Iran ab. Während Bundeswehr Soldaten aus dem Nordirak abzieht und der polnische Premierminister Donald Tusk polnische Bürger zum Verlassen des Irans innerhalb weniger Stunden aufruft, pocht US-Präsident Donald Trump auf einen Deal mit dem Regime in Teheran innerhalb von zehn bis 15 Tagen. Beide Parteien bereiten sich auf eine Eskalation vor: Laut einem Bericht des „Wall Street Journals“ haben die USA im Nahen Osten so viel Luftstreitmacht gebündelt wie seit der Irak-Invasion 2003 nicht mehr.

Bewegung bei Währungen, Gold und Öl

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Donnerstagabend etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1770 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8496 Euro zu haben.
Der Goldpreis konnte profitieren, am Abend wurden für eine Feinunze 5.000 US-Dollar gezahlt (+0,5 Prozent). Das entspricht einem Preis von 136,57 Euro pro Gramm.
Der Ölpreis stieg unterdessen stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Donnerstagabend gegen 22 Uhr deutscher Zeit 71,93 US-Dollar, das waren 2,3 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

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