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Gaszähler (Archiv)

Nabu kritisiert Heizungsreform: Bundesregierung schwächt Klimaschutz-Ziele

von Hasepost Redaktion 26. Februar 2026

Der Naturschutzbund (Nabu) kritisiert die von der schwarz-roten Bundesregierung vorgelegten Eckpunkte für eine Reform des Gebäudeenergiegesetzes als Rückschritt für den Klimaschutz im Gebäudesektor. Nach Ansicht des Verbands schwächt die geplante Neuregelung zentrale Instrumente, die bislang für Verlässlichkeit beim Umstieg auf klimafreundliche Heizungen gesorgt hätten.

Nabu sieht Klimaschutz im Gebäudebereich geschwächt

Die von der Bundesregierung angekündigte Reform des Gebäudeenergiegesetzes stößt beim Naturschutzbund (Nabu) auf deutliche Kritik. Steffi Ober vom Nabu-Bundesverband sagte dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Donnerstagausgaben): "Mit der angekündigten Reform des Gebäudeenergiegesetzes schwächt die Bundesregierung ein zentrales Instrument für den Klimaschutz im Gebäudesektor."
Nach Einschätzung von Ober ist insbesondere die im Gesetzentwurf vorgesehene Änderung bei der Heizungsmodernisierung problematisch. "Die Streichung der 65-Prozent-Regel für erneuerbare Energien beim Heizungstausch ist ein Rückschritt. Sie hat bislang für Verlässlichkeit gesorgt und den Umstieg auf klimafreundliche Wärme verbindlich vorgegeben", sagte sie dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Donnerstagausgaben).

Kritik an geplanter „Grüngas- und Grünölquote“

Die Bundesregierung plant den Angaben zufolge, die bisherige Vorgabe durch eine "Grüngas- und Grünölquote" zu ersetzen. Nach den Worten von Ober kann diese die bisherige Leitplanke jedoch nicht ersetzen. Vielmehr handele es sich um "das nächste Luftschloss", so Ober gegenüber dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Donnerstagausgaben).
Ober begründete dies mit der aus ihrer Sicht geringen Wirkung der vorgesehenen Quote: "Die Beimischung kleiner Mengen nicht-fossiler Anteile ist ineffizient und ändert nichts daran, dass neue Öl- und Gasheizungen über Jahrzehnte fossile Emissionen verursachen. Die günstigste und klimafreundlichste Lösung für den Verbraucher ist der Umstieg auf die Wärmepumpe", sagte sie dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Donnerstagausgaben).

Gebäudesektor verfehlt seit Jahren Klimaziele

Ober verwies zudem auf die seit Langem bestehenden Probleme beim Klimaschutz in Gebäuden. "Statt klare Vorgaben aufzugeben, braucht es einen konsequenten Ausbau erneuerbarer Wärme und verlässliche Rahmenbedingungen für Klimaneutralität im Bestand", sagte sie dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Donnerstagausgaben). Nach ihren Worten verfehlt der Gebäudesektor seit Jahren seine Klimaziele.

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26. Februar 2026 0 Kommentare
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Strommast (Archiv)

Berliner Stromnetz-Anschlag: Ermittler tappen weiter im Dunkeln

von Hasepost Redaktion 26. Februar 2026

Knapp zwei Monate nach dem Brandanschlag auf das Berliner Stromnetz tappen die Sicherheitsbehörden bei der Suche nach den Verantwortlichen weiterhin im Dunkeln. Aus Antworten des Bundesinnenministeriums (BMI) auf eine Kleine Anfrage der Grünen, über die die "Rheinische Post" (Donnerstagausgabe) berichtet, geht hervor, dass es bislang keine klare Spur zu den Tätern gibt. Trotz eines im Anfangsverdacht angenommenen terroristischen Hintergrunds halten die Ermittler verschiedene Szenarien offen.

Ermittlungen laufen weiter ergebnisoffen

Wie aus den Antworten der Bundesregierung hervorgeht, werden nach dem Anschlag unterschiedliche Täterprofile geprüft. "Ungeachtet der im Anfangsverdacht angenommenen Verantwortlichkeit einer terroristischen Vereinigung werden auch andere mögliche Täter in den Blick genommen; die Ermittlungen erfolgen ergebnisoffen", heißt es demnach in den Antworten der Bundesregierung, über die die "Rheinische Post" berichtet.
In einem angeblichen Bekennerschreiben war die Tat zunächst einer linksextremistischen "Vulkangruppe" zugeschrieben worden. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte sich ebenfalls früh auf einen linksextremen Anschlag festgelegt.

Kritik aus den Reihen der Grünen

Irene Mihalic, Parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen, kritisierte laut "Rheinische Post" die frühe Einordnung des Anschlags durch Dobrindt. "Gerade angesichts der weiterhin sehr dünnen Erkenntnislage wäre Alexander Dobrindt gut beraten, sich nächstes Mal nicht derart vorschnell festzulegen", sagte Mihalic der Zeitung.
Auch Grünen-Politiker Konstantin von Notz, Vorsitzender des Parlamentarischen Kontrollgremiums zur Kontrolle der Nachrichtendienste, äußerte sich kritisch zur bisherigen Aufklärung. "Es ist erschreckend, wie wenig die Bundesregierung weiterhin zu den Hintergründen des Anschlags auf die Berliner Stromversorgung Anfang des Jahres weiß", sagte von Notz der "Rheinischen Post".

Forderung nach Aufarbeitung möglicher Strukturen

Von Notz mahnte laut "Rheinische Post" eine umfassende Analyse möglicher Täterstrukturen an. Es gelte nun, die Versäumnisse der vergangenen Jahre "aufzuarbeiten und endlich ein stimmiges Bild dazu zu erarbeiten, wer oder was die Vulkangruppen eigentlich sind, wer dahintersteht, was die Gruppen eint beziehungsweise voneinander unterscheidet oder ob nicht andere Strukturen und Netzwerke für diese Taten verantwortlich sind", so von Notz.

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26. Februar 2026 0 Kommentare
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Verbraucherzentrale-Bundesverband (Archiv)

Verbraucherschützer warnen: Neue Altersvorsorge droht zu scheitern

von Hasepost Redaktion 26. Februar 2026

Vor der ersten Lesung des neuen Altersvorsorge-Gesetzes im Bundestag an diesem Donnerstag warnen Verbraucherschützer vor einem erneuten Scheitern der privaten Altersvorsorge. Aus Sicht der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg wiederholt die Reform zentrale Konstruktionsfehler der Riester-Rente und setzt zu stark auf den Vertrieb durch Finanzvermittler.

Verbraucherschützer sehen Risiken für Sparer

Verbraucherschützer Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg kritisierte in der "Süddeutschen Zeitung" (Donnerstagausgabe) die geplante Reform scharf. "Die Geschichte wiederholt sich", sagte Nauhauser der Zeitung. "Mit dieser Reform wird die private Altersvorsorge wieder scheitern."
Die Reform von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) soll nach den Plänen der Bundesregierung eigentlich die Fehler der unbeliebten Riester-Rente beheben. Das neue Altersvorsorge-Gesetz sieht jedoch weiterhin vor, Finanzprodukte privat zu vertreiben. "Für Menschen, die sich nicht auskennen, ändert sich nichts", kritisierte Nauhauser in der "Süddeutschen Zeitung". "Die sind weiterhin Finanzvermittlern ausgeliefert. Die werden verkaufen, was am meisten Provision bringt."

Vorwurf der Nähe zur Finanzlobby

Nach Einschätzung von Nauhauser setze das Bundesfinanzministerium eine Agenda der Finanzlobby um. Wie bei der Riester-Rente werde die Gesellschaft seiner Ansicht nach in zehn Jahren feststellen, dass die private Altersvorsorge für viele Bürger weiterhin nicht funktioniere. Als Alternative forderte der Verbraucherschützer in der "Süddeutschen Zeitung" einen staatlichen Fonds nach schwedischem Vorbild.

Inhalte der Reform und Zeitplan

Das Kabinett hatte die Pläne von Klingbeil im Dezember beschlossen. Die Reform sieht neben den bisherigen Produkten mit Garantien ein neues Altersvorsorgedepot vor, das höhere Renditen am Kapitalmarkt ermöglicht. Die neuen Produkte sollen ab Januar 2027 verfügbar sein.

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26. Februar 2026 0 Kommentare
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Wallstreet /

US-Börsen steigen vor Nvidia-Zahlen, Euro und Gold stärker

von Hasepost Redaktion 25. Februar 2026

Die US-Aktienmärkte haben am Mittwoch zugelegt, angeführt von Technologiewerten und der Hoffnung auf positive Impulse durch Entwicklungen im Bereich „Künstliche Intelligenz“. Gleichzeitig reagierten die Anleger auf politische Ankündigungen aus den USA und Bewegungen an den Devisen-, Gold- und Ölmärkten.

US-Indizes im Plus

Die US-Börsen haben am Mittwoch zugelegt. Zu Handelsende in New York wurde der Dow mit 49.482 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,6 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag. Wenige Minuten zuvor war der breiter gefasste S&P 500 mit rund 6.946 Punkten 0,8 Prozent im Plus, die Technologiebörse Nasdaq berechnete den Nasdaq 100 zu diesem Zeitpunkt mit rund 25.329 Punkten 1,4 Prozent im Plus.

Spannung vor Nvidia-Zahlen und Trumps Energieplänen

Anleger warteten am Mittwoch gespannt auf die Quartalszahlen des marktführenden Anbieters von leistungsstarken Grafikprozessoren für sogenannte „Künstliche Intelligenz“, Nvidia. Beobachter erhoffen sich Hinweise auf die Auswirkungen von KI auf die wirtschaftliche Entwicklung.
Derweil bewerteten die Marktteilnehmer die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, dass Betreiber großer Rechenzentren künftig selbst ihre Stromerzeugung finanzieren sollen. In den USA ist zuletzt der Widerstand gegen neue Rechenzentren für KI stark gestiegen, nachdem die Ausbaukosten und die Sonderverträge für die Betreiber der Zentren die Stromkosten für die Bevölkerung vor Ort in die Höhe getrieben haben. Ob Trumps Ankündigung letztlich den Bürgern hilft und den KI-Unternehmen schadet, kommt auf die konkrete Ausgestaltung der Regelung an.

Devisen-, Gold- und Ölmarkt in Bewegung

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Mittwochabend stärker: Ein Euro kostete 1,1807 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8470 Euro zu haben.
Der Goldpreis konnte profitieren, am Abend wurden für eine Feinunze 5.160 US-Dollar gezahlt (+0,3 Prozent). Das entspricht einem Preis von 140,50 Euro pro Gramm.
Der Ölpreis stieg ebenfalls: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Mittwochabend gegen 22 Uhr deutscher Zeit 70,95 US-Dollar, das waren 18 Cent oder 0,3 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

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Karim Adeyemi

Atalanta demütigt Dortmund und erzwingt Champions-League-Achtelfinale

von Hasepost Redaktion 25. Februar 2026

Atalanta Bergamo hat im Rückspiel der Zwischenrunde der Champions League Borussia Dortmund mit 4:1 besiegt und damit den 0:2-Rückstand aus dem Hinspiel wettgemacht. Dank einer dominanten Vorstellung vor heimischer Kulisse zogen die Italiener ins Achtelfinale ein, während der BVB trotz zwischenzeitlicher Hoffnung in der Schlussphase ausschied.

Frühe Führung und dominantes Flügelspiel

Vor heimischer Kulisse erwischten die Italiener den deutlich besseren Start. Bereits in der 5. Minute brachte Gianluca Scamacca Atalanta mit 1:0 in Führung. Kurz vor dem Seitenwechsel erhöhte Davide Zappacosta in der 45. Minute auf 2:0.
Nach der Pause legte Mario Pasalic in der 57. Minute das 3:0 nach und drehte damit auch das Gesamtergebnis zugunsten der Gastgeber. Während Atalanta die Partie über weite Strecken kontrollierte und vor allem über die Flügel immer wieder gefährlich wurde, tat sich der BVB im Spiel nach vorn lange schwer.

Späte Dortmunder Hoffnung und turbulente Nachspielzeit

Dortmund stemmte sich in der Schlussphase gegen das Aus. Karim Adeyemi verkürzte in der 75. Minute auf 3:1 und ließ die Gäste nochmals hoffen.
In einer turbulenten Nachspielzeit entschied jedoch ein Strafstoß die Partie endgültig: Nach Videobeweis sah Ramy Bensebaini Gelb-Rot (90.+7), zudem wurde Nico Schlotterbeck auf der Bank mit Rot bedacht (90.+8). Lazar Samardzic verwandelte den Elfmeter in der 8. Minute der Nachspielzeit zum 4:1-Endstand.

Unzureichende Chancenverwertung des BVB

Mehrere Chancen blieben für die Dortmunder ungenutzt, zudem verhinderten Aluminiumtreffer und Paraden von Torhüter Marco Carnesecchi ein früheres Comeback. Mit dem klaren Heimsieg zieht Atalanta in die nächste Runde ein.

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Gasspeicher (Archiv)

Außenminister wirft Weidel gezielte Lüge über Gaslieferungen vor

von Hasepost Redaktion 25. Februar 2026

Außenminister Johann Wadephul (CDU) hat der AfD-Parteivorsitzenden Alice Weidel eine gezielte Lüge über angebliche deutsche Gaslieferungen an die Ukraine vorgeworfen. Hintergrund ist eine Aussage Weidels zu angeblich fast leeren Gasspeichern und Gaslieferungen in die Ukraine, die von Wadephul und dem Bundeswirtschaftsministerium entschieden zurückgewiesen wird.

Wadephul wirft Weidel „gezielte Lüge“ vor

Außenminister Johann Wadephul (CDU) reagierte mit deutlicher Kritik auf Äußerungen der AfD-Parteivorsitzenden Alice Weidel zu angeblichen Gaslieferungen an die Ukraine. „Wir liefern kein deutsches Gas aus unseren Gasspeichern an die Ukraine – und das Gas in Deutschland ist auch nicht knapp“, sagte Wadephul der „Bild“ (Donnerstagausgabe) auf Anfrage. „Es ist schamlos, wie dreist Frau Weidel die Deutschen hier belügt.“ Zugleich warf er der AfD vor, „systematisch prorussische Propaganda“ zu verbreiten. „Wir unterstützen die Ukraine entschlossen in ihrem Freiheitskampf gegen Russlands Aggression“, erklärte der Minister.

Aussagen Weidels und Reaktion der Bundesregierung

AfD-Parteivorsitzende Alice Weidel hatte am Montag vor Journalisten erklärt: „Die Gasspeicher in Deutschland sind fast leer, trotzdem hat sich Merz entschieden, das verbliebene Gas in die Ukraine zu leiten.“ Auch das Bundeswirtschaftsministerium widersprach der Darstellung. „Die Bundesregierung finanziert und koordiniert keine Gaslieferungen an die Ukraine, auch nicht im Rahmen der deutsch-ukrainischen Energiepartnerschaft“, erklärte eine Sprecherin auf Anfrage. Es handele sich vielmehr um „normale Warenströme der Privatwirtschaft“. Die Formulierung „Deutschland liefert“ sei daher irreführend.

Füllstände der Gasspeicher und Importmöglichkeiten

Nach Angaben der Bundesnetzagentur sind die Gasspeicher in Deutschland aktuell zu 20,67 Prozent gefüllt. Seit Mitte September liegen die Speicherfüllstände unter den jeweiligen Tageswerten der Jahre 2018 bis 2021. Die Bundesnetzagentur gibt zu den Daten zu bedenken, dass sich die Versorgungslage in den vergangenen Jahren verändert hat. Deutschland verfüge nun über unterschiedliche Importmöglichkeiten. Gasmengen könnten über Pipelines wie etwa aus Norwegen sowie über LNG-Terminals importiert werden.

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25. Februar 2026 0 Kommentare
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Saskia Ludwig

CDU-Politikerin Ludwig offen für Minderheitsregierung mit AfD-Stimmen

von Hasepost Redaktion 25. Februar 2026

Vor der Regierungsbildung in Sachsen-Anhalt nach der Landtagswahl hat die Brandenburger CDU-Bundestagsabgeordnete Saskia Ludwig eine Öffnung für Stimmen der AfD im Landtag ins Gespräch gebracht. Sie stellte dabei die von CDU-Chef Friedrich Merz bekräftigte Brandmauer zur AfD infrage, während Linkenchef Jan van Aken vor einer weiteren Normalisierung der AfD warnte.

Debatte um AfD-Stimmen für mögliche Minderheitsregierung

Die Brandenburger CDU-Bundestagsabgeordnete Saskia Ludwig zeigte sich vor der anstehenden Regierungsbildung in Sachsen-Anhalt offen dafür, AfD-Stimmen im Parlament in Kauf zu nehmen. „Wenn man gute, vernünftige Anträge stellt, die gut fürs Land sind, dann muss man auch diejenigen dafür nutzen, die den Wählerauftrag bekommen haben“, sagte Ludwig dem Format „Spitzengespräch“ des „Spiegels“ auf die Frage, ob sich eine CDU-Minderheitsregierung sich im Parlament auch auf AfD-Stimmen stützen solle.
„Ich persönlich denke, dass man ein Wählervotum sehr ernst nehmen sollte“, sagte sie in dem Gespräch. „Wenn es eine Minderheitenregierung werden sollte, dann müsste es eine Minderheitsregierung werden, wenn andere Prozente nicht möglich sind.“

Kritik an Brandmauer zur AfD

Grundsätzlich stellte Ludwig die von CDU-Chef Friedrich Merz auf dem Parteitag bekräftigte Brandmauer infrage. „Wenn 50 Prozent oder mehr als 50 Prozent Mitte-Rechts wählen, dann muss es auch Mitte-Rechts-Politik geben“, sagte sie laut „Spitzengespräch“ des „Spiegels“.
Der Erfolg der AfD sei aus ihrer Sicht auch eine Folge der bisherigen Strategie. „Demokratie bedeutet Ausgleich und nicht Ausgrenzung. Und ich glaube, das, was wir sehen, ist das Ergebnis einer Ausgrenzungsstrategie.“ Die Brandmauer selbst halte sie für kontraproduktiv, so Ludwig im „Spitzengespräch“ des „Spiegels“. „Ich halte diese Brandmauerdiskussion für falsch. Für meine Begriffe ist die Brandmauer schuld daran, dass diese Prozente wachsen. Und sie helfen der AfD und sie helfen den Linken.“

Warnung vor Normalisierung der AfD

Linkenchef Jan van Aken warnte hingegen eindringlich vor einer weiteren Normalisierung der AfD. „Je mehr wir die AfD normalisieren, so tun, als ob sie eine normale demokratische Partei ist“, sagte er, desto größer werde die Gefahr für die Demokratie. Die AfD sei eine Partei, „die versucht, mit den Mitteln der Demokratie die Demokratie kaputtzumachen“.
Mit Blick auf Erfahrungen in den USA sagte van Aken, viele Demokraten hätten dort die Gefahr zu lange unterschätzt. „Wenn wir in zwei Jahren die AfD an Schalthebeln der Macht haben, dann werden Sie genauso aufwachen, wie jetzt die Menschen in Minneapolis, das ist eine ganz große Gefahr.“

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25. Februar 2026 0 Kommentare
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Städtische Gartenabfallplätze öffnen im März wieder ihre Tore. / Foto: Oliver Pracht

Gartenabfallplätze der Stadt Osnabrück öffnen ab März wieder ihre Tore

von PM 25. Februar 2026

Nach der Winterpause öffnen ab März alle 15 Gartenabfallplätze der Stadt Osnabrück wieder. Die Standorte haben dabei unterschiedliche Öffnungszeiten während der Woche. Am Montag eröffnen folgende Plätze die Saison: Obere Waldstraße in Pye, Strohmannsweg in Gretesch, Bröckerweg am Schölerberg, Eversheide in Eversburg, Birkenallee in Atter und Hunteburger Weg im Widukindland.

Auch Entsorgung anderer Abfälle an Standorten möglich

Neben der Möglichkeit, Gartenabfälle wie Laub, Rasen- und Heckenschnitt bequem zu entsorgen, stehen auf den Plätzen zusätzliche Container für Altglas, Altkleider, Batterien, CDs und DVDs sowie für Elektrokleingeräte und Energiesparlampen zur Verfügung und zum Teil auch für Altpapier.

Städtischer Kompost zur Gartenpflege

Pünktlich zur Öffnung der Gartenabfallplätze startet auch der Verkauf von städtischem Fertigkompost – ein idealer und umweltfreundlicher Dünger für den eigenen Garten. Der Kompost wird lose zur Selbstabholung angeboten. Verfügbar ist er auf den Recyclinghöfen in der Limberger Straße, Ellerstraße/Knollstraße, St.-Florian-Straße, dem Abfallwirtschaftszentrum Piesberg sowie an den Gartenabfallplätzen in der Eversheide, Gluckstraße, Hanns-Braun-Straße, Hasewinkel, Hunteburger Weg, Klaus-Stürmer-Straße und Paradiesweg. Kompost erhältlich. Die Kosten betragen 12 Euro pro Kubikmeter, wahlweise kann die Mindestmenge von zwei Euro erworben werden.

Kompost-Bringservice für größere Menge

Für Bürgerinnen und Bürger, die größere Mengen benötigen, bietet der Osnabrücker Servicebetrieb (OSB) einen Kompost-Bringservice an. Ab einer Mindestmenge von fünf Kubikmetern wird der Kompost direkt ins Stadtgebiet geliefert. Der Transport kostet 86 Euro, hinzu kommt die Gebühr für die gewünschte Menge an Kompost. Geliefert wird per Lkw, wobei vor Ort ein Abkippen möglich sein muss.

25. Februar 2026 0 Kommentare
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Kulturhaus Osnabrück im Sommer

Stadt Osnabrück bezuschusst wieder Kunst- und Kulturprojekte

von PM 25. Februar 2026

Kulturakteurinnen und -akteure, Künstlerinnen und Künstler, Vereine, Initiativen und engagierte Einzelpersonen können in der bevorstehenden Förderrunde des städtischen Fachbereichs Kultur Anträge für die Umsetzung kultureller Vorhaben in der Stadt Osnabrück stellen. Anträge für Projekte, die in 2026 umgesetzt werden sollen, können noch bis einschließlich 1. März gestellt werden. Hierfür steht das digitale Antragsverfahren online zur Verfügung. 

Innovation in Literatur, Tanz und Theater für die Stadt Osnabrück erwünscht

Förderfähig sind Kulturprojekte wie Ausstellungen und andere Veranstaltungen mit künstlerischem Schwerpunkt, Konzerte und andere Musikveranstaltungen sowie Veranstaltungen in den Bereichen Literatur, Tanz und Theater. Auch für innovative Formate aller künstlerischen Sparten ist eine Förderung möglich. Die beantragten Vorhaben sollten im Osnabrücker Stadtgebiet durchgeführt werden. Abweichend hiervon ist eine Förderung von Veranstaltungen denkbar, die außerhalb Osnabrücks stattfinden, sofern von einer positiven Wirkung für die Stadt Osnabrück auszugehen ist. Über die Anträge wird nach Fristende von einer unabhängigen Jury beraten.

Umwelt, Klima und Nachhaltigkeit als Fokus der Kulturprojekte

Da sich der Fachbereich Kultur mit dem Kulturextra „nature. culture. future“ am diesjährigen Jubiläum „100 Jahre Grüne Finger“ beteiligt, sind auch in der allgemeinen Kulturförderung Kulturprojekte ausdrücklich erwünscht, die sich thematisch mit „Umwelt“, „Klima“ und „Nachhaltigkeit“ auseinandersetzen und im Zeitraum von Juni bis September realisierbar sind. Die Zuschussanträge können bis zum 1. März 2026 digital gestellt werden.

25. Februar 2026 0 Kommentare
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Autoproduktion (Archiv)

Chipmangel verschärft sich: Deutsche Industrie leidet unter KI-Boom

von Hasepost Redaktion 25. Februar 2026

Die deutsche Industrie steht erneut vor massiven Lieferproblemen bei Halbleitern: Wichtige Chiplieferanten haben Lieferzeiten ausgedehnt und Preise deutlich erhöht. Branchenexperten berichten von extremen Engpässen vor allem bei Speicherchips, während sich eine schnelle Entspannung der Lage nicht abzeichnet.
Die deutsche Industrie kämpft wieder um Chips. „Die sonst übliche Lieferzeit von acht Wochen ist bei einigen Produkten auf 50 Wochen gestiegen“, sagte Noureddine Seddiki, Chef des Frankfurter Elektronikbrokers „Sand and Silicon“, dem „Handelsblatt“ (Donnerstagausgabe). Manche Halbleiterhersteller würden keine Neukunden mehr annehmen.

Preissprünge und verschärfte Lieferbedingungen

Die Produzenten nutzen die Gunst der Stunde. „Einige für die deutsche Industrie wichtige Chiplieferanten haben in den vergangenen Wochen wieder Preiserhöhungen und verschärfte Lieferbedingungen angekündigt“, sagte Tanjeff Schadt, Halbleiterexperte der Beratungsgesellschaft „Strategy&“, dem „Handelsblatt“. Am größten sei der Preissprung Noureddine Seddiki zufolge bei Speicherchips. Die Abnehmer seien gezwungen, drei- oder viermal so viel zu bezahlen wie noch im Herbst – wenn sie denn überhaupt Ware bekommen.

Hohe Nachfrage durch Künstliche Intelligenz

Auslöser der neuen Chipkrise sei eine „hohe Nachfrage, die hauptsächlich durch Künstliche Intelligenz und Rechenzentren getrieben wird“, sagte Bo Lybaek, Chef des dänischen Elektronikfertigers GPV.

Komplexe Lieferketten verhindern schnelle Entspannung

Schnelle Besserung sei nicht in Sicht, warnte Peter Fintl, Halbleiterspezialist der Technologieberatung Capgemini, im Gespräch mit dem „Handelsblatt“. Denn es sei schwierig, die Chipproduktion kurzfristig zu steigern. Das liege unter anderem an der komplexen Lieferkette, in der es mitunter auf einzelne Anbieter ankomme, die ihre Kapazitäten nur langsam erweitern könnten – oder wollten.

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25. Februar 2026 0 Kommentare
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