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Bushaltestelle (Archiv)

Erneuter ÖPNV-Warnstreik legt Nahverkehr in mehreren Bundesländern lahm

von Hasepost Redaktion 19. März 2026

In mehreren Bundesländern hat am Donnerstagmorgen ein erneuter Warnstreik im kommunalen Nahverkehr begonnen. Betroffen sind vor allem Bayern, Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt, während in Hessen und im Saarland die Aktionen kurzfristig abgesagt wurden. Durch die Arbeitsniederlegungen fällt ein Großteil der Bus-, U- und Straßenbahnverbindungen aus, Regionalzüge und S-Bahnen der Deutschen Bahn fahren planmäßig weiter.

Busse und Bahnen stehen vielerorts still

In zahlreichen Städten und Regionen bleiben wegen des Warnstreiks Busse, U- und Straßenbahnen in den Depots. Regionalzüge und S-Bahnen der Deutschen Bahn sind von den Arbeitsniederlegungen nicht betroffen. In einigen Regionen wie in Halle (Saale) gelten Notfahrpläne, um zumindest ein eingeschränktes Angebot sicherzustellen.
Laut Verdi handelt es sich um den dritten gemeinsamen Arbeitskampf im Rahmen der bundesweiten Tarifrunde, bei der die Arbeitsbedingungen für knapp 100.000 Beschäftigte in 150 Unternehmen verhandelt werden. In einigen Bundesländern soll der Streik mehrere Tage andauern.

Forderungen nach Entlastung und besseren Arbeitsbedingungen

Verdi hat in jedem Bundesland eigene Forderungen aufgestellt. Dazu zählen die Verkürzung der Wochenarbeitszeit und der Schichtzeiten sowie höhere Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit. Ziel sei es, die Belastungen der Beschäftigten zu reduzieren und die hohe Fluktuation in den Betrieben zu stoppen, um den ÖPNV als Daseinsvorsorge zu sichern.
Die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Christine Behle verteidigte die Streiks. „Es braucht bundesweit mehr Geld für den Nahverkehr“, sagte sie dem Fachdienst „Tagesspiegel Background“. Veränderungen erreiche man nicht, wenn nur ein einzelnes Unternehmen bestreikt werde. „Es braucht eine bundesweite Streikbewegung, die zeigt, dass es sich nicht um ein isoliertes Problem, sondern um ein strukturelles Thema der Unterfinanzierung handelt.“
Behle verweist darauf, dass die Beschäftigten nur in fünf Bundesländern mehr Geld fordern. „Im Mittelpunkt stehen ansonsten klassische Entlastungsthemen wie die Verkürzung von Schicht- und Wochenarbeitszeiten oder die Verlängerung von Ruhezeiten.“ Die Überlastung sei groß. „Derzeit gibt es hohe Krankheitsausfälle in den Verkehrsunternehmen“, so Behle. Zudem habe der ÖPNV „ehrlicherweise auch ein Attraktivitätsproblem“ – vor allem bei jungen Menschen.

Debatte um Streikrecht im Nahverkehr

Die Gewerkschafterin weist Forderungen nach Einschränkungen des Streikrechts zurück: „Wir wissen, dass ein Warnstreik Menschen hart treffen kann, gerade wenn sie in den Urlaub fliegen wollen. Aber wir reden hier von einem einzigen Streiktag und nicht davon, das Land dauerhaft in Angst und Schrecken zu versetzen.“ Streiken sei ein verfassungsrechtlich garantiertes Grundrecht und dessen Ausübung könne nicht als Missbrauch gewertet werden, so Behle.

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19. März 2026 0 Kommentare
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Blitzer an der Pagenstecherstraße in Osnabrück

Blitzer und Radarkontrollen in Osnabrueck am Donnerstag, 19. März 2026

von Redaktion HASEPOST.de 19. März 2026

Auch heute, am 19. März 2026, sind in Osnabrück wieder einige Blitzgeräte aktiv – die Standorte wurden von aufmerksamen Leser der HASEPOST gemeldet.

Blitzerstandorte und Geschwindigkeitskontrollen heute in Osnabrück:

  • Blitzer-Anhänger, Sutthauser Straße
  • Blitzer-Anhänger, Wersener Straße

Die Standorte der Geschwindigkeitskontrollen in Osnabrück wechseln täglich und sind nicht vorhersehbar. Kontrollen können überall im Stadtgebiet durchgeführt werden, ohne feste Routine. Die Angaben erfolgen ohne Gewähr auf Vollständigkeit oder Aktualität.

Wenn Sie im Stadtgebiet Osnabrück einen mobilen „Blitzer“ entdecken, schicken Sie uns einfach eine kurze Info per Mail an blitzer@hasepost.de.
Am besten mit genauer Ortsangabe (Straße + Richtung) und, wenn möglich, mit Uhrzeit. Ein Foto ist nicht notwendig, aber hilfreich. Wir prüfen jede Einsendung redaktionell, bevor sie online geht oder bei HASERADIO gesendet wird.

Warum wir über Geschwindigkeitskontrollen informieren.

Hier finden Sie die aktuellen Blitzer-Standorte für den Landkreis Osnabrück.

Angaben aktualisiert am 19.03.2026 um 23:30.

19. März 2026 0 Kommentare
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Manuel Hagel

Alice Schwarzer: Hagel-Vorwürfe sind kein Sexismusfall

von Hasepost Redaktion 19. März 2026

Alice Schwarzer sieht in den Vorwürfen gegen den CDU-Politiker Manuel Hagel wegen eines zurückliegenden Schulbesuchs keinen Fall von Sexismus. Die Feministin kritisiert stattdessen die politische Instrumentalisierung der Debatte, prangert gesellschaftliche und rechtliche Missstände bei Sexualdelikten an und wendet sich gegen Auswüchse des Genderns.

Keine Sexismus-Debatte um Manuel Hagel

Alice Schwarzer sieht die Vorwürfe gegen CDU-Politiker Manuel Hagel wegen eines acht Jahre zurückliegenden Schulbesuchs nicht als Fall von Sexismus. „Mir schien dieser Wahlkampf keineswegs feministisch. Im Gegenteil: Dieses acht Jahre zurück liegende Alt-Herren-Benehmen eines konservativen jungen Mannes war kaum der Rede wert und kein Sexismus“, sagte Schwarzer der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Die Debatte um Hagels Blick auf Mädchen wertete sie kritisch: „Die Klage war also eher ein wahltaktisches Manöver als ein feministischer Akt.“

Erschütterung über Pelicot-Prozess und Kritik an Justiz

Erschüttert zeigte sich Schwarzer über die gesellschaftlichen Abgründe im Pelicot-Prozess. Es sei erschreckend, dass so viele „ganz normale Männer nebenan“ mitgemacht hätten. Schwarzer appellierte dabei auch an Frauen: „Ich denke, in einem ersten Schritt müssen die Frauen selber lernen, genauer hinzuschauen – und weniger wegzuschauen. Erst dann werden sich auch manche Männer wirklich ändern“, sagte die Feministin der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. „Von den 50 Ehefrauen der 50 angeklagten Mitvergewaltiger im Fall Pelicot zum Beispiel war nicht eine bereit, das Angebot der Polizei wahrzunehmen, ihr Haar darauf untersuchen zu lassen, ob nicht auch sie schon unwissentlich unter Drogen gesetzt wurde.“
Massive Kritik übte Schwarzer an der deutschen Rechtsprechung bei Sexualdelikten. „Nur jeder 100. Vergewaltiger wird in Deutschland letztendlich auch verurteilt. Da muss etwas passieren!“, sagte die 83-Jährige laut „Neuer Osnabrücker Zeitung“. Hoffnung setze sie in Justizministerin Stefanie Hubig und ihre Initiative gegen den Handel mit K.o.-Tropfen.

Ablehnung der aktuellen Genderpraxis und Appell an Männer

Auch zur aktuellen Sprachentwicklung fand Schwarzer deutliche Worte. Zwar sei das Gendern einst von „klugen Linguistinnen“ eingeführt worden, um Frauen sichtbar zu machen, doch die heutige Praxis lehne sie ab. „Mit den heutigen Auswüchsen des Genderns wollen diese Linguistinnen selber längst nichts mehr zu tun haben. Mit den Sternchen, Unterstrichen und Doppelpunkten, die für winzige Bevölkerungsgruppen hinterm Komma stehen sollen. Das ist in der Tat absurd“, sagte Schwarzer der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.
Für einen gesellschaftlichen Wandel müsse man sich laut Schwarzer auf jene Männer besinnen, die offen für Veränderung sind. Während ein Drittel der Männer „Machos“ und ein weiteres Drittel „feige Unentschlossene“ seien, gebe es ein Drittel „Feministen, zumindest schon mal theoretisch“. Schwarzer resümierte in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“: „Auf sie müssen die Frauen sich konzentrieren.“

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Janis Ehling

Linken-Manager Ehling attackiert niedersächsischen Antizionismus-Beschluss scharf

von Hasepost Redaktion 19. März 2026

Der Bundesgeschäftsführer der Linken, Janis Ehling, hat den Antizionismus-Beschluss des niedersächsischen Landesverbandes seiner Partei deutlich kritisiert. Zugleich wies er in einem Interview dem Magazin "Politico" gegenüber den Vorwurf zurück, die Linke habe ein grundsätzliches Antisemitismus-Problem, räumte aber eine „Einseitigkeit“ in Teilen der Partei ein.

Kritik am Antizionismus-Beschluss

Janis Ehling bezeichnete den Beschluss des niedersächsischen Landesverbandes zum Antizionismus als grundlegend verfehlt. „Der Beschluss ist Murks. Der ist auch inhaltlich falsch“, sagte Ehling dem Magazin „Politico“. Zwar sei es nach seinen Worten richtig, sich von einem „rechten Zionismus“ abzugrenzen, etwa mit Blick auf die aktuelle israelische Regierung. Eine pauschale Ablehnung des Zionismus gehe jedoch zu weit.

Debatte über Antisemitismus und Einseitigkeit

Gleichzeitig wies Ehling den Vorwurf zurück, die Partei habe ein grundsätzliches Antisemitismus-Problem. Er räumte jedoch ein, dass es in Teilen der Linken eine „Einseitigkeit“ gebe. „An dem Beispiel sieht man sehr gut, dass wir ein großes Problem gerade mit einer Einseitigkeit haben“, sagte er „Politico“. Viele neue, vor allem junge Mitglieder hätten sich nach seinen Worten über den Gaza-Krieg politisiert und nähmen diesen vor allem über soziale Medien wahr.

Streit um Aussagen von Gregor Gysi

In der parteiinternen Debatte um Aussagen von Gregor Gysi wandte sich Ehling gegen den Vorwurf, Antisemitismus werde innerhalb der Linken vor allem von migrantischen Mitgliedern getragen. „Die Aussagen sind einfach nicht richtig“, sagte er „Politico“. Auf die Frage, ob Gysi die geforderte antirassistische Weiterbildung brauche, plädierte Ehling stattdessen für Dialog. „Ich glaube, es wäre gut, wenn sich Gregor Gysi auch mit den migrantischen Genossen mal zusammensetzt und sie die unterschiedlichen Perspektiven einfach miteinander austauschen“, so Ehling gegenüber „Politico“.

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Medizinisches Personal

Krankenhäuser: Rekordzahl Pflegekräfte treibt Kosten und Streit

von Hasepost Redaktion 19. März 2026

Die Zahl der Pflegekräfte in deutschen Krankenhäusern ist 2024 auf rund 409.000 Vollzeitäquivalente gestiegen. Während die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) darin ein Zeichen für die Attraktivität des Gesundheitssektors sieht, beklagen die gesetzlichen Krankenkassen eine kostentreibende Entwicklung. Zwischen Kassen und Pflegevertretern ist ein Streit über die Folgen des Personalaufbaus entbrannt.

Mehr Pflegepersonal in den Kliniken

Die Zahl der Pflegekräfte in Krankenhäusern ist 2024 auf rund 409.000 Vollzeitäquivalente gestiegen. Das geht aus Zahlen des Fachkräftemonitorings der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) hervor, über die das Nachrichtenportal „Politico“ berichtet.
Henriette Neumeyer, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der DKG, wertet die Entwicklung positiv. „Das Interesse an der Arbeit im Krankenhauswesen und an entsprechenden Ausbildungswegen ist hoch und zeigt die anhaltende Attraktivität des Gesundheitssektors“, sagte sie laut „Politico“. Zugleich räumte sie Vorbehalte gegenüber einer systematischen Personalplanung ein: „Eine bedarfsgerechte Personalbemessung wird grundsätzlich als wichtig anerkannt, stößt jedoch noch nicht überall auf Akzeptanz, da sie vielfach als zu starr und bürokratisch wahrgenommen wird und ihre Vorteile in den Krankenhäusern bislang nicht ausreichend zur Geltung kommen.“

Steigende Kosten belasten Krankenkassen

Die steigenden Pflegepersonalkosten belasten nach den vorliegenden Angaben zunehmend die gesetzlichen Krankenkassen. Laut Bundesgesundheitsministerium stiegen die Pflegepersonalkosten 2025 um rund zwölf Prozent, die Kosten für die Krankenhausbehandlungen insgesamt um 9,6 Prozent.
Für die Vertreter der gesetzlichen Krankenkassen ist diese Entwicklung problematisch. „Jetzt reicht es. Wir erleben derzeit im Krankenhaussektor eine gefährliche Entkoppelung von ökonomischer Realität und politischer Rhetorik“, sagte Johannes Wolff, Abteilungsleiter Krankenhäuser beim GKV-Spitzenverband. „Während das Wirtschaftswachstum stagniert, driften die Gesundheitsausgaben ungebremst nach oben. Der zentrale Treiber dieser Entwicklung ist das (Pflege)personal, das sich zum Ausgabentreiber entwickelt hat.“ Es gebe einen historischen Höchststand an Beschäftigten. „Doch dieser massive Personalaufbau führt paradoxerweise nicht zu einer effizienteren Versorgung.“ Man finanziere „immer mehr Personal für immer weniger Patienten“.

Pflegerat widerspricht Ausgabenkritik

Der Pflegerat wies die Kritik der Krankenkassen zurück. „Der Personalaufbau ist kein Beleg für Entwarnung, sondern für einen lange ignorierten Mangel“, sagte Christine Vogler, Präsidentin des Deutschen Pflegerats. In den frühen 2000er Jahren seien mehr als 50.000 Stellen abgebaut worden, was jetzt „mühsam korrigiert“ werde.

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Shell-Tankstelle (Archiv)

SPD fordert Übergewinnsteuer gegen Abzocke bei Spritpreisen

von Hasepost Redaktion 19. März 2026

SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf dringt in der Debatte um sinkende Spritpreise auf eine Einführung der Übergewinnsteuer. Er wirft Mineralölkonzernen vor, die Lage im Mittleren Osten auszunutzen und auf Kosten der Bevölkerung hohe Gewinne zu erzielen.

Forderung nach Übergewinnsteuer

SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf hat in der Diskussion um eine wirksame Absenkung der Spritpreise Forderungen nach einer Übergewinnsteuer bekräftigt. „An der Tankstelle werden die Autofahrer gerade abgezockt. Mineralölkonzerne nutzen die Situation im Mittleren Osten aus und machen hierzulande auf Kosten der Bevölkerung fette Gewinne“, sagte Klüssendorf der „Rheinischen Post“ (Donnerstag).
„Wir müssen diesem unmöglichen Gebaren jetzt ein Ende setzen – es braucht deshalb jetzt auch eine Übergewinnsteuer auf diese unverhältnismäßigen Krisenprofite“, so Klüssendorf weiter in der „Rheinischen Post“. „Hier sollte die EU gemeinsam vorgehen.“

Maßnahmen der Regierung und Forderung nach mehr Transparenz

Zusätzlich habe die Regierung auf Dringen der SPD bereits beschlossen, dass Benzinpreise nur noch einmal täglich erhöht werden dürfen sowie dass Mineralölkonzerne künftig offenlegen müssen, warum sie die Preise anheben. „Das sorgt für dringend notwendige Transparenz“, sagte Klüssendorf der „Rheinischen Post“.
„Doch auch das reicht nicht aus, um solche Entwicklungen wirksam für die Zukunft zu verhindern. Daher müssen wir das Kartellrecht darüber hinaus weiter stärken, sodass Deutschland künftig schneller gegen solche Abzocke vorgehen kann“, fügte er hinzu, ebenfalls gegenüber der „Rheinischen Post“.

Rückendeckung aus der SPD-Spitze

Vor Klüssendorf hatten sich auch SPD-Chefin und Arbeitsministerin Bärbel Bas und SPD-Fraktionschef Matthias Miersch offen für eine Übergewinnsteuer gezeigt.

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Anhörung der

CDU-Politikerin: Deutschland ist schlecht auf neue Pandemien vorbereitet

von Hasepost Redaktion 19. März 2026

Die Vorsitzende der Enquete-Kommission zur Aufarbeitung der Corona-Pandemie, Franziska Hoppermann (CDU), hält Deutschland für unzureichend auf künftige Pandemien vorbereitet. Sie fordert klarere gesetzliche Regelungen und kritisiert zugleich die Zusammenarbeit in der Kommission, insbesondere das Verhalten einzelner von der AfD benannter Sachverständiger.

Hoppermann fordert klare Regeln für Krisenfälle

Die Vorsitzende der Enquete-Kommission zu Corona, Franziska Hoppermann (CDU), sieht in Deutschland erhebliche Defizite bei der Vorsorge für kommende Gesundheitskrisen. Man müsse „bei den Regelungen und Gesetzen so nachschärfen, dass transparent und klar ist, was in welcher Situation passiert und wie es zu Entscheidungen kommt“, sagte Hoppermann der „Rheinischen Post“ (Donnerstag).
Hoppermann kritisierte laut „Rheinischer Post“: „Wie die Zusammenarbeit in einer länderübergreifenden oder bundesweiten Katastrophe zwischen Bund, Ländern und Kommunen funktioniert, ist unklar.“ Die CDU-Politikerin betonte gegenüber der Zeitung: „Wir haben versucht, am Infektionsschutzgesetz zu arbeiten, aber es gibt zum Beispiel kein Bundeskatastrophenschutzgesetz, das regelt, wie Krisenstäbe zusammengesetzt sind.“ Neben einem Bundeskatastrophenschutzgesetz könne sie sich auch einen „nationalen Gesundheitsrat“ vorstellen, führte sie aus („Rheinische Post“).

Kritik an Zusammenarbeit in der Enquete-Kommission

Kritisch äußerte sich Hoppermann in der „Rheinischen Post“ auch zur Zusammenarbeit in der von ihr geleiteten Enquete-Kommission. „Es gibt schon mitunter Situationen, die der Deutsche Bundestag so noch nicht gesehen hat“, sagte sie angesprochen auf das Verhalten von Sachverständigen, die die AfD benannt hat. Einige würden sich „dem Haus und seinen Regeln gegenüber mitunter nicht angemessen verhalten“. Man werde „sehen, inwieweit man da nachsteuern muss“.

Kommission tagt seit einem halben Jahr

Die Enquete-Kommission zur Aufarbeitung der Corona-Pandemie tagt seit einem halben Jahr unter dem Vorsitz Hoppermanns. An diesem Donnerstag kommt das Gremium erneut zusammen.

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Eurowings (Archiv)

Piloten-Gewerkschaft droht Eurowings mit Streiks in Osterferien

von Hasepost Redaktion 19. März 2026

Die Piloten-Gewerkschaft Vereinigung Cockpit droht mit Streiks bei Eurowings in den Osterferien. Hintergrund sind gescheiterte Tarifverhandlungen zur betrieblichen Altersvorsorge, in deren Folge sich eine große Mehrheit der Mitglieder für Arbeitskampfmaßnahmen ausgesprochen hat.

Streiks in den Osterferien nicht ausgeschlossen

Ein Streik der Eurowings-Piloten in den Osterferien ist nach Angaben der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit weiterhin möglich. „Ein Streik in den Osterferien wird derzeit nicht ausgeschlossen“, sagte Heike Wagner, Sprecherin der Vereinigung Cockpit, der „Rheinischen Post“ (Donnerstag).
„Entscheidend ist, dass der Arbeitgeber ein verhandlungsfähiges Angebot vorlegt. Solange dies nicht erfolgt, behalten wir uns weitere Maßnahmen vor“, erklärte Sprecherin Wagner laut „Rheinischer Post“. Auf die Frage, wie weit im Voraus Arbeitskämpfe angekündigt würden, sagte sie: „Die Ankündigungsfrist für Arbeitskampfmaßnahmen liegt grundsätzlich im Ermessen der Gewerkschaft. Dabei wägen wir stets sorgfältig die Interessen unserer Mitglieder sowie die jeweiligen Rahmenbedingungen ab.“

Tarifverhandlungen für gescheitert erklärt

Die Vereinigung Cockpit hat die Tarifverhandlungen zur betrieblichen Altersvorsorge mit Eurowings bereits für gescheitert erklärt. In einer Urabstimmung sprachen sich den Angaben zufolge 94 Prozent der teilnehmenden Mitglieder für Arbeitskämpfe aus.

Hohe Zustimmung zu Arbeitskampfmaßnahmen

Die Ergebnisse der Urabstimmung bewertet die Vereinigung Cockpit als klares Mandat für mögliche Streiks. Die Gewerkschaft verweist zugleich darauf, dass weitere Schritte von einem verhandlungsfähigen Angebot seitens des Arbeitgebers abhingen, wie Wagner in der „Rheinischen Post“ betonte.

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AfD-Logo (Archiv)

AfD zwingt Abgeordnete zu Kneipen-Treffpunkten im Wahlkreis

von Hasepost Redaktion 19. März 2026

Die AfD in Rheinland-Pfalz verpflichtet nach einem Medienbericht ihre Landtags- und Bundestagsabgeordneten, in jedem Wahlkreis feste Treffpunkte für Bürger einzurichten oder ersatzweise Strafzahlungen zu leisten. Ziel ist es demnach, die Präsenz der Partei insbesondere im ländlichen Raum auszubauen und neue Wähler zu gewinnen. Kritik an dem Vorgehen kommt aus der SPD, die der AfD mangelnde Originalität und eine problematische Gesprächskultur vorwirft.

AfD will feste Anlaufstellen in den Wahlkreisen

Der stellvertretende Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, Sebastian Münzenmaier, erklärte zur neuen Vorgabe der Partei in Rheinland-Pfalz in der „Bild“ (Donnerstagausgabe): „Unsere Landeskonferenz hat unsere Landtags- und Bundestagsabgeordneten verpflichtet, in jedem Wahlkreis eine Anlaufstelle, im Idealfall eine Kneipe, für die Bürger zu eröffnen oder alternativ monatlich einen mittleren dreistelligen Betrag in einen Topf einzuzahlen. Aus diesem Topf sollen dann Projekte vor Ort realisiert werden.“
Münzenmaier betonte gegenüber „Bild“: „Unser Anspruch ist: Politik aus dem Dorf für das Dorf.“ Die Partei will nach eigenen Angaben auf diese Weise ihre Präsenz vor allem im ländlichen Raum stärken und zugleich neue Wähler ansprechen.

Kritik aus der SPD

In der SPD stößt der Plan der AfD auf deutliche Kritik. Für Dirk Wiese, Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, seien Kneipengespräche längst etabliert. Er sagte zu „Bild“: „Da macht die AfD nur Copy and Paste.“
Wiese betonte gegenüber „Bild“: „In einer AfD-Kaschemme wird nämlich eher das Bier schal bzw. die meisten von denen gehen zum Lachen in den Keller. Zudem bleiben wahrscheinlich eh viele zu Hause, weil sie vor lauter Hasskommentaren nicht vom Bildschirm wegkommen.“

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Zugbildungsanlage (Archiv)

DB Cargo streicht 6.000 Stellen für Rückkehr in Gewinnzone

von Hasepost Redaktion 19. März 2026

DB-Cargo-Chef Bernhard Osburg will die hoch verschuldete Güterbahnsparte des Bahnkonzerns mit einem umfassenden Spar- und Umbauprogramm zurück in die Gewinnzone führen. Bis 2030 sollen Kosten in Höhe von einer Milliarde Euro eingespart und die Produktivität deutlich gesteigert werden, unter anderem durch einen massiven Stellenabbau und eine Neuordnung des Einzelwagenverkehrs.

Kurs auf schwarze Null im Jahr 2026

DB-Cargo-Chef Bernhard Osburg zeigte sich im Gespräch mit dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ zuversichtlich, die Güterbahnsparte bereits in wenigen Jahren wieder profitabel machen zu können. Er sei für 2026 zuversichtlich, „dass wir entlang unserer Managementplanung auch ins Ziel einer schwarzen Null steuern“, sagte Osburg dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.
Gelingen soll dies mithilfe eines umfassenden Kosten- und Produktivitätsprogramms. Das Sparziel liegt nach seinen Angaben bei einer Milliarde Euro bis 2030. Erreichen will Osburg dies unter anderem mit dem Abbau von rund 6.000 Stellen – 4.000 im Maßnahmenprogramm und grob 2.000 im Einzelwagenverkehr.
„Eine ganz zentrale Rolle spielt dabei die Erreichung höherer Produktivitäten. Und zwar keine fiktive Benchmark, sondern eine Produktivität, wie sie DB Cargo vor fünf bis sieben Jahren noch hatte“, sagte Osburg dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Das betreffe alle Bereiche.

Neuausrichtung des Europageschäfts

Der DB-Cargo-Vorstand plant zudem, das Unternehmen europäisch besser aufzustellen. „Denn der Kern der DB Cargo, das deutsche Geschäft im Industriemotor Europas, ist schwer belastet“, sagte Osburg dem RND. Zugleich verwies er auf Chancen außerhalb Deutschlands: „Aber das, was in Deutschland nicht mehr produziert wird, sondern nach anderswo in Europa abwandert, ist ja immer noch nachgefragt und es muss transportiert werden.“ Er sehe da ein großes Wachstumspotenzial.

Umbau im Einzelwagenverkehr und bei Werkstätten

Den teuren Einzelwagenverkehr will Osburg „in einer möglichst großen Fläche erhalten, denn er ist systemkritisch für den Standort Deutschland“. Ein Umbau stehe jedoch an. „Künftig wird es vier Haupt-Produktions-Hubs geben: Köln-Gremberg, Seelze, Mannheim, Nürnberg“, sagte Osburg dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.
Daneben gebe es fünf nachgelagerte Güterbahnhöfe, die Seehäfen oder große Industriecluster bedienen. „In Summe fokussieren wir uns von derzeit mehr als 30 Zugbildungsanlagen auf rund 20. Es wird außerdem weitere Anlagen geben, in denen Güterzüge abgefertigt werden“, sagte Osburg dem RND. Die Zahl der Werkstätten soll auf 12 reduziert werden. „Und diese 12 wollen wir, wenn eben möglich, nicht schließen, sondern veräußern. Da gibt es durchaus Interessenten“, sagte Osburg dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.

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19. März 2026 0 Kommentare
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