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Frankfurter Börse

Iran-Krieg: Dax fällt, Ölpreis steigt wegen Hormus-Krise

von Hasepost Redaktion 13. März 2026

Der Dax hat am Freitag mit deutlichen Verlusten eröffnet. Auslöser sind nach Einschätzung von Marktbeobachtern die wirtschaftlichen Folgen des Iran-Kriegs, der die Schifffahrt durch die Straße von Hormus und damit wichtige Lieferketten beeinträchtigt. Gleichzeitig zeigt sich der Euro schwächer, während der Ölpreis deutlich anzieht und der Goldpreis nachgibt.

Belastung für Dax durch Iran-Krieg

Der Dax ist am Freitag schwächer in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 23.315 Punkten berechnet, 1,2 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag.
„Der Iran-Krieg dauert nun knapp zwei Wochen: Auf dem Frankfurter Parkett rücken seine wirtschaftlichen Folgen für Deutschland immer stärker in den Vordergrund“, sagte Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank. „Es geht um Inflation, um Wachstum, um Bewertungen. Eine schnelle Lösung ist nicht in Sicht. Ebenso wenig eine sichere Rückkehr des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus. Die globalen Lagerbestände bei Rohöl – die kommerziellen und auch die strategischen – schrumpfen rasch. Der Spielraum für weitere Belastungen wird so mit jedem Tag kleiner“, so Stanzl weiter (Quelle: Consorsbank).
Er warnte vor weiteren Preissprüngen am Ölmarkt: „Je länger die Meerenge blockiert bleibt, desto empfindlicher wird der Ölpreis reagieren. Bleibt die Straße von Hormus blockiert, wird der Tag kommen, an dem sich auch ein Anstieg über 120 Dollar nicht mehr aufhalten lässt. Der Markt verliert seine Puffer. In der Zuspitzung wird der Versuch kaum zu vermeiden sein, das aufgestaute Öl durch die Passage zu bewegen – auch dann, wenn dies unter dem Risiko eines iranischen Beschusses geschieht“ (Quelle: Consorsbank).

Unsicherheit in der Straße von Hormus

Stanzl betonte die mangelnde Transparenz der Lage in der Region: „Die Wahrheit ist das erste Opfer des Krieges. Auch dieser Krieg macht keine Ausnahme. In der Straße von Hormus bleibt unklar, was geschieht: Werden Minen gelegt oder nicht? Die Antworten wechseln mit der Quelle. Anleger fischen im Trüben. Sicher ist nur dies: Öltanker stehen in Flammen. Und wieder beginnt ein Tag, an dem aus dem Persischen Golf nichts kommt – kein Öl, kein Flüssiggas, kein Helium, kein Dünger, keine der Waren, auf denen der gewohnte Lauf der Welt beruht. Es sieht danach aus, dass eine Passage durch die Straße von Hormus versucht werden wird – mit militärischer Hilfe, durch ein aktives Kriegsgebiet. Denn deutliche Signale der Deeskalation sucht man auch heute vergeblich“ (Quelle: Consorsbank).

Helium, Chipproduktion und Energieversorgung

Besondere Sorgen bereiten Stanzl die Auswirkungen auf die globalen Lieferketten: „Die Folgen der Schließung der Straße von Hormus und die Tragweite des Hebels, den der Iran für die eng verzahnte Weltwirtschaft damit in der Hand hält, werden von Tag zu Tag deutlicher sichtbar. Ein Beispiel ist Helium. Katar kann es nicht mehr liefern. Der Staat steht sonst für gut 40 Prozent der weltweiten Versorgung. Helium wird unter anderem in Taiwan oder Südkorea benötigt, wo Lithografiemaschinen bei der Herstellung hochmoderner Computerchips damit gekühlt werden müssen. Ein Substitut für Helium existiert nicht. Man geht von einer Reichweite der Lagerbestände von rund drei Monaten aus. Nordamerika, das fast die Hälfte der Weltproduktion stellt, könnte für die Versorgung mit Helium in die Bresche springen. Die Region benötigt das Edelgas jedoch selbst. Die Folge eines Ausfalls von Helium wäre dramatisch: Die Chipproduktion müsste heruntergefahren werden, die Preise würden steigen, und der milliardenschwere Ausbau von KI-Rechenzentren könnte durch diesen Engpass nicht mehr in der geplanten Geschwindigkeit fortgeführt werden“ (Quelle: Consorsbank).
Zugleich verwies Stanzl auf die Energieabhängigkeit Taiwans: „Taiwan hat – wie Deutschland – alle Atomkraftwerke abgeschaltet. Nun setzt man bei der Grundlast in der Stromerzeugung auf Gaskraftwerke. Taiwan hat sich dabei auch auf vertraglich vereinbarte Lieferungen aus Katar verlassen, die nun entfallen. Taiwan muss sich also am Spotmarkt eindecken, ähnlich wie Europa oder andere asiatische Länder. Das wird nicht nur zu höheren Preisen führen. Es kann auch dazu führen, dass Lieferungen erst verzögert eintreffen. Für ein Land wie Taiwan, das lediglich LNG-Lager für zehn oder elf Tage vorhält, ist das ein Problem“ (Quelle: Consorsbank).
Mit Blick auf den größten Chipproduzenten des Landes sagte Stanzl: „Taiwan ist die Heimat eines der bedeutendsten Chipproduzenten der Erde: TSMC. Schon dann, wenn Taiwan zum Einsparen von LNG seine Gaskraftwerke etwas herunterfährt, entsteht ein weiteres Problem. Der Risikopuffer des Stromnetzes würde auf ein kritisches Niveau sinken. Dadurch kann es zu Spannungsschwankungen oder sogar zu Stromausfällen kommen. TSMCs Lithografiemaschinen reagieren bereits auf Spannungsschwankungen im Millisekundenbereich mit einer Abschaltung. Daraus können schnell Schäden in Millionenhöhe entstehen. Aufgrund der weltwirtschaftlichen Verflechtungen schadet ein langer Iran-Krieg also nicht nur den Schwellen- und Entwicklungsländern, sondern auch den entwickelten Volkswirtschaften, deren Lieferketten bald empfindlich gestört werden könnten“, sagte Stanzl (Quelle: Consorsbank).

Währungen, Gold und Öl im Fokus

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Freitagmorgen schwächer: Ein Euro kostete 1,1438 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8743 Euro zu haben.
Der Goldpreis zeigte sich schwächer, am Morgen wurden für eine Feinunze 5.068 US-Dollar gezahlt (-0,5 Prozent). Das entspricht einem Preis von 142,45 Euro pro Gramm.
Der Ölpreis stieg unterdessen deutlich: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 102,10 US-Dollar, das waren 1,7 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

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Gordon Schnieder

CDU knapp vorn, doch Schweitzer klar beliebtester Ministerpräsident

von Hasepost Redaktion 13. März 2026

Gut eine Woche vor der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz liegt die CDU in der Sonntagsfrage des ZDF-„Politbarometers“ knapp vor der SPD. In der Direktwahlfrage zum Ministerpräsidenten hat jedoch Amtsinhaber Alexander Schweitzer (SPD) einen deutlichen Vorsprung vor seinen Herausforderern von CDU und AfD. Trotz leichter Verschiebungen in den Lagerverhältnissen zeigen die Bewertungen der Regierungs- und Oppositionsarbeit ein insgesamt kritisches Stimmungsbild. Auch mögliche Koalitionen stoßen mehrheitlich auf Skepsis.

CDU knapp vor SPD – viele Unentschlossene

Wenn schon an diesem Sonntag Landtagswahl wäre, käme die SPD laut ZDF-„Politbarometer“ zurzeit auf 26 Prozent, die CDU auf 28 Prozent, die Grünen auf 9 Prozent, die AfD auf 19 Prozent, die Freien Wähler (FW) auf 5 Prozent und die Linke auf 5 Prozent. Die anderen Parteien erhielten zusammen 8 Prozent, darunter keine Partei, die mindestens drei Prozent erzielen würde. 30 Prozent der Befragten sind allerdings noch nicht sicher, wen oder ob sie wählen wollen.
Aufgrund dieser Zahlen würde es für eine Regierung aus CDU und SPD reichen. Rechnerisch mögliche Koalitionen mit der AfD wurden von den anderen Parteien ausgeschlossen.
Bei der letzten Landtagswahl in Rheinland-Pfalz vor fünf Jahren kam die SPD auf 35,7 Prozent, die CDU auf 27,7 Prozent, die Grünen auf 9,3 Prozent, die AfD auf 8,3 Prozent, die FDP auf 5,5 Prozent, die Freien Wähler auf 5,4 Prozent und die Linke auf 2,5 Prozent. Alle anderen Parteien erzielten zusammen 5,6 Prozent.

Kritische Bewertungen für Regierung und Opposition

Die Beurteilung der Regierungsparteien fällt laut ZDF-„Politbarometer“ recht kritisch aus: Die Arbeit der SPD in der Landesregierung wird dabei auf der Skala von plus fünf bis minus fünf („Wie zufrieden sind Sie mit der Arbeit der …?“) mit einem Durchschnittswert von 0,3 bewertet, die der Koalitionspartner Grüne (minus 0,8) und FDP (minus 0,8) sogar klar negativ. Die im Landtag vertretenen Oppositionsparteien werden ebenfalls kritisch gesehen: Die CDU erhält für ihre Oppositionsarbeit eine Bewertung von 0,1, die Freien Wähler minus 0,1 und die AfD sehr schlechte minus 2,6.
Bei der Frage, wen man am liebsten als Ministerpräsidenten hätte, liegt Alexander Schweitzer (SPD) mit 41 Prozent klar vor dem CDU-Spitzenkandidaten Gordon Schnieder, für den sich 23 Prozent aussprechen. Jan Bollinger (AfD) kommt lediglich auf 6 Prozent. Auf der Skala von plus fünf bis minus fünf („Was halten Sie von …?“) wird Alexander Schweitzer mit einem Durchschnittswert von 2,0 deutlich besser beurteilt als Gordon Schnieder mit 1,1. Jan Bollinger liegt mit minus 2,3 weit im Negativbereich.
Von den zur Bewertung vorgelegten möglichen Koalitionen erhält laut ZDF-„Politbarometer“ kein Koalitionsmodell mehr Zustimmung als Ablehnung. Am wenigsten negativ bewertet wird eine Regierung aus CDU und SPD unter Führung der CDU (36 Prozent gut, 45 Prozent schlecht, 16 Prozent egal. Direkt danach folgt eine Koalition aus SPD und CDU unter Führung der SPD (35 Prozent gut, 48 Prozent schlecht, 14 Prozent egal). Klar abgelehnt wird eine Koalition aus CDU und AfD (17 Prozent gut, 74 Prozent schlecht, 6 Prozent egal).

Bildung wichtigstes Thema – CDU bei Kompetenz teils vorn

Die politische Agenda wird in Rheinland-Pfalz laut ZDF-„Politbarometer“ anders als im Bund und wie zuletzt in Baden-Württemberg vom Thema „Bildung/Schule“ bestimmt, das 25 Prozent als aktuell derzeit Problem im Land benennen. Auf Platz zwei liegt das Thema „Infrastruktur“ mit 20 Prozent. Es folgen Wirtschaftslage (15 Prozent), Preise/Kosten (14 Prozent), Verkehr (13 Prozent) und Klima/Energie (11 Prozent).
Beim wichtigsten Thema „Bildung/Schule“ hat die CDU zur SPD im Vergleich zu 2021 aufgeschlossen (größte Kompetenz: CDU 27 Prozent, SPD 24 Prozent). Beim Thema „Wirtschaft“ liegt jetzt anders als noch vor fünf Jahren die CDU mit 24 Prozent vor der SPD mit 19 Prozent. Allerdings können auch viele Befragte keine Partei nennen, die die wirtschaftlichen Probleme am ehesten lösen kann.
Die Umfrage wurde von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen durchgeführt. Die Interviews wurden vom 10. bis 12. März unter 1.121 Wahlberechtigten in Rheinland-Pfalz telefonisch und online erhoben.

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Öltanks (Archiv)

Linken-Chef verurteilt US-Freigabe für russisches Öl scharf

von Hasepost Redaktion 13. März 2026

Der Vorsitzende der Linken, Jan van Aken, wirft der US-Regierung vor, mit der vorübergehenden Erlaubnis zum Verkauf von russischem Erdöl auf See ein „doppelt falsches Signal“ zu senden. Zugleich kritisiert er den Umgang von Kanzler Friedrich Merz (CDU) mit US-Präsident Donald Trump und spricht von einem „peinlichen“ Auftritt im Weißen Haus.

„Doppelt falsches Signal“ beim russischen Erdöl

Jan van Aken, Parteivorsitzender der Linken, hält es für ein „doppelt falsches Signal“, dass die US-Regierung für die nächsten 30 Tage den Verkauf von auf See befindlichem russischen Erdöl erlaubt.
„Er selbst führt einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg, bombardiert den Iran. Dann gehen die Ölpreise durch die Decke. Ja und dann? Dann sagt er im Grunde genommen: Der völkerrechtswidrige Angriffskrieg Russlands ist uns egal. Die dürfen jetzt ihr Öl verkaufen. Was ist denn das für ein Zeichen an die Welt“, sagte van Aken am Freitag den Sendern RTL und ntv.
Das hieße, so van Aken weiter, es gelte das Recht des Stärkeren. „Wer die Kraft hat, wer die Macht hat, der darf andere Länder bombardieren. Also aus meiner Sicht geht das genau in die falsche Richtung.“

Kritik an Kanzler Merz und US-Präsident Trump

Weiterhin kritisiert der Linken-Chef den Umgang von Kanzler Friedrich Merz (CDU) mit US-Präsident Donald Trump. „Ich finde die Figur, die Friedrich Merz da gemacht hat, als er die letzten Tage im Weißen Haus war, war ja nur noch peinlich. Der Trump, der hetzt gegen andere EU-Staaten, gegen Spanien, und Friedrich Merz sitzt bei Donald Trump auf dem Schoß, lächelt dazu und nickt. Das geht überhaupt nicht“, sagte van Aken RTL und ntv.

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So könnte die Große Straße mit Elektro-Pollern aussehen

Grüne und SPD wollen die Osnabrücker Fußgängerzone ‚verpollern‘

von Heiko Pohlmann 13. März 2026

„Das kostet schnell einen sechsstelligen Betrag – und da steht keine Eins davor“, so die nüchterne Einschätzung von Stadtbaurat Thimo Weitemeyer zu einem von den Osnabrücker Grünen und der SPD eingebrachten Prüfauftrag im Stadtentwicklungsausschuss (StUA), der zum Ziel hat, die Einfahrten der Osnabrücker Fußgängerzonen mit versenkbaren Pollern zu versehen.

Eine Glosse aus dem Osnabrücker Rathaus von Heiko Pohlmann

Gleich vorab: Der sechsstellige Betrag, der mindestens eine Zwei vorne stehen hat, bezieht sich auf lediglich eine Polleranlage an einer einzelnen Zufahrt. Und allein die Große Straße hat vom Neumarkt bis zum Nikolaiort fünf davon. Rechnet man den Nikolaiort dazu, könnte man zwar eine Zufahrt abziehen, muss dafür aber wieder zusätzlich die Herrenteichsstraße, die Schwedenstraße und die Zufahrt zum Busring berücksichtigen. Und dann wäre da natürlich noch die Zufahrt zum Domhof sowie die Krahnstraße, die zur Hakenstraße und zur Dielingerstraße hin ebenfalls zu verpollern wäre.

Teure Vorschrift: keine Elektro-Poller ohne zusätzliche Ampelanlage

Insgesamt also rund zehn Zufahrten zur Fußgängerzone – nach überschlägiger Rechnung des Stadtbaurats in Summe locker zwei Millionen Euro. Und das ganz ohne Betriebskosten. Denn elektrische Poller neigen bekanntlich zu Störungen, wie der Baurat ebenfalls zu berichten wusste. Hinzu komme, dass der deutsche Vorschriftenkatalog für solche Anlagen nicht nur eine Beschilderung, sondern sogar eine Ampelanlage vorschreibt – was die Kosten zusätzlich nach oben treibt.

Doch das Geld anderer Leute, also das der Steuerzahler, spielt im linken Sitzbereich des Ratssitzungssaals bekanntlich keine große Rolle. Die hochgradig leergeräumte Stadtkasse gibt mit inzwischen fast 800 Millionen Euro Miesen ein trauriges Zeugnis davon.

Fest installierte Poller billiger als Auf- und Abbau mobiler Poller?

Doch noch bevor Stadtbaurat Thimo Weitemeyer – bei aller Sympathie für derartige Lösungen – mit Zahlen und Fachwissen zumindest den Versuch starten konnte, etwas bremsend einzugreifen und anzudeuten, dass dieser Prüfauftrag vielleicht besser gar nicht gestellt worden wäre, versuchte der grüne Radfahr-Experte Volkmar Seliger den gemeinsam mit der SPD-Ratsfraktion und dem einzelnen Volt-Mitglied eingebrachten Antrag ausgerechnet mit Sparwillen zu begründen.

Schließlich, so Seliger, würde die Stadt ja viel Geld ausgeben, um zu Weihnachtsmarkt und Maiwoche die inzwischen angeschafften mobilen Poller aufzubauen und anschließend wieder abzubauen. Die Logik dahinter also: Ganz viel Geld ausgeben – mindestens zwei Millionen –, um vier Mal im Jahr ein wenig zu sparen. Und die ebenfalls teuer angeschafften mobilen Poller könnte man dann gleich ausmustern und irgendwo in einer dunklen Ecke des Bauhofs abstellen.

Schulden bei Veröffentlichung 13.03.26:
750.024.462,01 €
Schuldenstand der Stadt Osnabrück aktuell:
... = +220,71 € / Min
i Mehr Infos zur Osnabrücker Schuldenuhr

Millionen ausgeben, weil der Paketbote ein paar Minuten länger braucht?

Tatsächlich – das wurde in den weiteren Ausführungen Seligers deutlich – ging es Grünen und SPD gar nicht in erster Linie um mehr Sicherheit. Den Lieferverkehr wolle man eigentlich stärker reglementieren. Denn den haben Grüne und SPD offenbar als Ursache für die schwindende Attraktivität der Innenstadt ausgemacht.

Wenn der Paketfahrer auch nur ein paar Minuten zu lange braucht, um seine Kunden in der Großen Straße oder in der Krahnstraße zu beliefern, soll er künftig zur Kasse gebeten werden – damit man ihn, gesteuert aus der Leitzentrale der OPG, wieder aus dem Poller-Gefängnis entlässt.

FDP: Mobiler Außendienst könnte auch Radfahrer in der Fußgängerzone stoppen

Dass man für das viele Geld auch ganz einfach den Ordnungsaußendienst aufstocken könnte – der vermutlich deutlich mehr Sicherheitsgefühl verbreiten würde als ein paar versenkbare Poller –, regte für die FDP Ratsherr Oliver Hasskamp an. Außerdem könnten menschliche Kontrolleure auch den einen oder anderen Radfahrer stoppen, die tatsächlich ebenfalls nach 10:30 Uhr keine Durchfahrtsberechtigung mehr haben.

Hasskamp erinnerte zudem an das traurige Schicksal des versenkbaren Pollers an der Johannisfreiheit vor dem Marienhospital (MHO): Er hätte eigentlich nie richtig funktioniert und sei seit Jahren defekt.

Der versenkbare Poller in der Johannisfreiheit.

Der versenkbare Poller vor dem MHO / Foto: Pohlmann

CDU will nicht die ganze Stadt abpollern

Ganz grundsätzlich brachte Anette Meyer zu Strohen die ablehnende Haltung der CDU auf den Punkt: „Wir können nicht die ganze Stadt abpollern.“ Und weiter: „Was ist das für ein Bild, wenn morgens um kurz nach zehn die Poller hochfahren und der Lieferant seine Tour nicht mehr weiterfahren kann, nur weil er ein paar Minuten zu spät ist?“

Sven Liekam, für die CDU hinzugewähltes Ausschussmitglied, brachte das Problem besonders deutlich auf den Punkt. Angesichts der schlechten Haushaltslage sei bereits die Idee für die Bürger kaum vermittelbar: „Unglaubwürdiger können wir uns in der Bevölkerung nicht machen.“ Der Prüfauftrag sei schlicht inakzeptabel.

Grüne und SPD setzen sich durch: Verwaltung muss nun prüfen

Doch so deutliche Kritik und auch die erste grobe Kostenschätzung des Stadtbaurats wollte Pollerfreund Seliger nicht an sich und seinen Vorschlag heranlassen. Die Verwaltung solle prüfen und doch einmal gegenrechnen, was das Auf- und Abbauen der gerade erst angeschafften mobilen Poller tatsächlich koste.

Mit ihm waren seine Parteifreunde und die Vertreter der SPD-Fraktion der Meinung, dass das eine wirklich gute Idee sei. Gemeinsam überstimmten sie schließlich die Vertreter von CDU, FDP und AfD.

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Besuch auf der Baustelle der neuen Michaelisschule (von links): Anton Hornstein, neuer Leiter des Fachbereichs V, Zentrales Gebäudemanagement, gemeinsam mit Projektleiter Jan-Henrik Blomenkamp / Foto: Stadt Georgsmarienhütte

Millionenprojekte im Blick: Georgsmarienhütte treibt Schulbau voran

von Hasepost 13. März 2026

Baufortschritt deutlich erkennbar: Hinter der Sporthalle der Michaelisschule wachsen derzeit sichtbar die Wände des vierzügigen Grundschulneubaus in die Höhe – im Sommer soll Richtfest gefeiert werden. Die Baustelle im Georgsmarienhütter Zentrum ist derzeit eine von insgesamt drei großen Investitionsprojekten, die vom Zentralen Gebäudemanagement (ZGM), welches seit Jahresbeginn bei der Stadt als eigenständiger Fachbereich organisiert ist, prioritär betreut wird.

Hornstein nun für alle Hochbauprojekte in Georgsmarienhütte verantwortlich

Auch deshalb ließ es sich Anton Hornstein nicht nehmen, gleich in seiner ersten Arbeitswoche gemeinsam mit Projektleiter Jan Henrik Blomenkamp der Grundschulbaustelle vor Ort einen Besuch abzustatten. Hornstein ist seit dem 1. März der Leiter des Fachbereichs V und damit für alle Hochbauprojekte innerhalb der Stadt verantwortlich. Ganz unbekannt sind ihm die Baustellen und die damit verbundenen Herausforderungen aber nicht. War er doch bereits bis Herbst 2024 mehrere Jahre als Leiter des ZGM – damals noch im Fachbereich III – für die Stadt Georgsmarienhütte tätig.

Bürgermeisterin und Rat schenken Hornstein das Vertrauen

„Ich freue mich sehr wieder hier sein zu dürfen und bedanke mich für das mir entgegengebrachte Vertrauen bei Bürgermeisterin Dagmar Bahlo und dem Rat.“ Hornstein war der Posten der Fachbereichsleitung im zum 1. Januar dieses Jahres neu geschaffenen Fachbereich zuvor von Bürgermeisterin Dagmar Bahlo in Abstimmung mit dem Rat der Stadt Georgsmarienhütte angeboten worden. „Wir haben viele Herausforderungen und spannende Projekte vor der Brust, die ich nun gemeinsamen mit meinem ZGM-Team angehen werde.“

Sanierung der Sophie-Scholl-Schulle soll voraussichtlich im neuem Schuljahr fertig sein

Die weitere Begleitung und Koordinierung des Neubaus der Michaelisschule gehöre definitiv dazu, aber insbesondere auch die beiden in Sichtweite zueinanderstehenden Projekte im Stadtteil Alt-Georgsmarienhütte. In der Sophie-Scholl-Schule soll die in mehreren Bauabschnitten verlaufenden Sanierung und Modernisierung des Gebäudes weiter vorangetrieben werden. Insbesondere die Aufstockung der Schule mit ergänzenden Unterrichtsräumen soll zu Beginn des neuen Schuljahres abgeschlossen sein. „Bei der Aufstockung sind wir auf einem guten Weg. Es fehlen im Wesentlichen noch die Türen, die Tafeln und die Möblierung“, so Hornstein. Auch der Verbindungsgang zwischen den beiden Treppenhäusern sei so gut wie fertig. Die Sachverständigenabnahme der elektrischen Anlagen und der Sicherheitstechnik sei terminiert, der Aufzugsschacht warte auf den Einbau der Aufzugsanlage. „Und auch am zweiten baulichen Rettungsweg für den denkmalgeschützten Altbau haben die Arbeiten am Fundament begonnen. Ich bin guter Dinge, dass zum neuen Schuljahr die vier neuen Klassenräume pünktlich an den Start gehen können.“

„Alte Wanne“ soll bis Ende 2027 fertig sein

Und dann ist da noch die „Alte Wanne“. Erst kürzlich sind die Entwurfspläne für die Sanierung und Erweiterung des denkmalgeschützten Gebäudes mitsamt der Neugestaltung der Freianlagen im Rat vorgestellt und beschlossen worden. Im Frühsommer soll es auf der Baustelle und damit auch mit der Modernisierung der Sporthalle für die Sophie-Scholl-Schule richtig losgehen. Ein Projekt, bei dem Verzögerungen unbedingt zu vermeiden sind: „Mit Blick auf den Bewilligungszeitraum der uns bei diesem Projekt zugesagten Fördermittel, muss das Investitionsvorhaben bis Ende 2027 abgeschlossen sein. Das ist sportlich, aber wir arbeiten dran“, so Hornstein.

Die drei Vorhaben haben Priorität

Drei Vorhaben mit einem Investitionsvolumen im mittleren zweistelligen Millionenbereich sind dabei auch in personeller Hinsicht nicht einfach zu stemmen: „Mehr geht da nicht und im Rat und in der Verwaltung haben diese drei Projekte eine klare Priorität, bis mindestens einschließlich 2027“, so der ZGM-Leiter. Denn, so Hornstein, es dürfe nicht vergessen werden, dass das ZGM auch weiter in der Bauunterhaltung und Modernisierung tätig und handlungsfähig sein müsse.

In diesem Jahr werden neben den drei oben genannten Projekten, mit dem zweiten Bauabschnitt der Modernisierung der Freiherr-vom-Stein-Schule investive bauliche Maßnahmen in einem Volumen von knapp einer Million Euro bewegt. Im übrigen Bauunterhaltungsprogramm sind weitere kleine bis größere Maßnahmen mit Finanzmitteln in Höhe von 3,47 Millionen Euro veranschlagt, um die städtischen Liegenschaften zu modernisieren und instand zu halten. Auszuführen sind dabei unter anderem Maßnahmen an der Regenbogenschule, am Waldbad, am Museum Villa Stahmer, den Feuerwehrhäusern in Alt-Georgsmarienhütte und Oesede sowie in den Kindertagesstätten AWO und Lummerland.

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Amtsgericht (Archiv)

Deutsche Unternehmensinsolvenzen 2025 steigen erneut deutlich an

von Hasepost Redaktion 13. März 2026

Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland ist im Jahr 2025 deutlich gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) registrierten die Amtsgerichte 24.064 beantragte Unternehmensinsolvenzen, 10,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Trotz des Anstiegs der Fallzahlen gingen die Forderungen der Gläubiger zurück.

Mehr Unternehmensinsolvenzen, aber geringere Forderungssummen

Im Jahr 2025 haben die deutschen Amtsgerichte 24.064 beantragte Unternehmensinsolvenzen registriert. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Freitag mitteilte, waren das 10,3 Prozent mehr als im Vorjahr, nachdem die Zahl bereits 2024 und 2023 jeweils um mehr als 20 Prozent angestiegen war (2024 zum Vorjahr: +22,4 Prozent, 2023 zum Vorjahr: +22,1 Prozent). Höher als 2025 hatte die Zahl der Unternehmensinsolvenzen zuletzt im Jahr 2014 mit 24.085 Fällen gelegen. Während der Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahr 2009 war die Zahl der Unternehmensinsolvenzen auf 32.687 Fälle gestiegen.
Bei den Ergebnissen ist zu berücksichtigen, dass die Anträge erst nach der ersten Entscheidung des Insolvenzgerichts in die Statistik einfließen. Der tatsächliche Zeitpunkt des Insolvenzantrags liegt in vielen Fällen annähernd drei Monate davor.
Die Forderungen der Gläubiger aus den im Jahr 2025 gemeldeten Unternehmensinsolvenzen bezifferten die Amtsgerichte auf rund 47,9 Milliarden Euro. Im Jahr 2024 hatten die Forderungen bei rund 58,1 Milliarden Euro gelegen. Dieser Rückgang der Forderungen trotz steigender Zahl der Unternehmensinsolvenzen ist darauf zurückzuführen, dass im Jahr 2024 mehr wirtschaftlich bedeutende Unternehmen Insolvenz beantragt hatten als 2025. So gab es im Jahr 2025 weniger "Großinsolvenzen" (-15,6 Prozent beziehungsweise -49 Fälle) mit einer Forderungssumme von 25 Millionen Euro und mehr als im Jahr 2024.

Branchen mit besonders vielen Insolvenzen

Bezogen auf 10.000 Unternehmen gab es im Jahr 2025 insgesamt 69 Unternehmensinsolvenzen. Am höchsten war die Insolvenzhäufigkeit im Wirtschaftsabschnitt Verkehr und Lagerei mit 133 Fällen je 10.000 Unternehmen. Danach folgte das Gastgewerbe mit 108 Fällen und das Baugewerbe mit 104 Insolvenzen sowie die Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (zum Beispiel Zeitarbeitsfirmen) mit 100 Fällen.
Im Dezember 2025 verzeichneten die Amtsgerichte insgesamt 2.037 beantragte Unternehmensinsolvenzen, das waren 13,7 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Forderungen der Gläubiger summierten sich auf 3,6 Milliarden Euro. Im Vorjahreszeitraum hatten sie bei 5,8 Milliarden Euro gelegen.

Anstieg auch bei Verbraucherinsolvenzen

Im Jahr 2025 gab es 77.219 Verbraucherinsolvenzen. Das waren 8,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Im Dezember 2025 erfassten die Amtsgerichte insgesamt 6.278 Verbraucherinsolvenzen und damit 12,3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, so Destatis.

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Eier (Archiv)

Deutschland 2025: Eierproduktion steigt, Freiland- und Bio-Anteil wächst

von Hasepost Redaktion 13. März 2026

In Deutschland sind im Jahr 2025 rund 13,7 Milliarden Eier in Betrieben von Unternehmen mit mindestens 3.000 Hennenhaltungsplätzen produziert worden. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) stieg die Eierproduktion damit im Vergleich zum Vorjahr leicht um 0,5 Prozent beziehungsweise 64 Millionen Eier. Die Bodenhaltung blieb die wichtigste Haltungsform, während Freiland- und ökologische Erzeugung weiter an Bedeutung gewannen.

Eierproduktion insgesamt leicht gestiegen

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Freitag mitteilte, ist die Eierproduktion damit zum Vorjahr leicht gestiegen (+0,5 Prozent bzw. +64 Millionen Eier). Die Bodenhaltung war mit 57,6 Prozent der erzeugten Eier die nach wie vor dominierende Haltungsform, wenngleich der Anteil im Vorjahresvergleich erneut leicht sank (2024: 58,0 Prozent). Demgegenüber stieg der Anteil der Eier aus Freilandhaltung im Jahr 2025 weiter auf 24,7 Prozent (2024: 23,6 Prozent).
Der Anteil der Eier aus ökologischer Erzeugung lag bei 14,6 Prozent und stieg damit ebenfalls gegenüber dem Vorjahr (2024: 14,1 Prozent). Der verbleibende Anteil von 3,1 Prozent der Eierproduktion entfiel auf die Haltung in Kleingruppen und ausgestalteten Käfigen (2024: 4,3 Prozent). Insgesamt wurden in den erfassten Betrieben im Jahresdurchschnitt 45,2 Millionen Legehennen gehalten. Damit legte eine Henne im Jahr 2025 durchschnittlich 304 Eier.

Freiland- und Öko-Haltung mit deutlichem Zuwachs

Der durchschnittliche Bestand an Legehennen in Freilandhaltung stieg erneut deutlich um 5,0 Prozent oder 538.000 auf 11,2 Millionen Tiere. Die Eierproduktion in Freilandhaltung nahm um 5,2 Prozent oder 167 Millionen auf 3,4 Milliarden Eier zu. Gut die Hälfte dieser Eier stammte aus Niedersachsen (45,0 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (10,7 Prozent).
Die durchschnittliche Zahl der Legehennen in der ökologischen Erzeugung nahm im Jahr 2025 ebenfalls zu, und zwar um 3,3 Prozent oder 215.000 auf 6,7 Millionen Tiere. Damit einhergehend stieg die Zahl der Öko-Eier um 4,1 Prozent oder 79 Millionen auf 2,0 Milliarden. Mehr als die Hälfte aller Öko-Eier wurde dabei in Niedersachsen (45,3 Prozent) und Bayern (11,4 Prozent) erzeugt.

Bodenhaltung leicht rückläufig, Käfighaltung vor dem Aus

Die durchschnittliche Zahl der Legehennen in Bodenhaltung ging im Jahr 2025 um 0,9 Prozent oder 226.000 leicht zurück auf 25,9 Millionen Tiere. Die Zahl der erzeugten Eier aus dieser Haltungsform veränderte sich hingegen kaum. 7,9 Milliarden Eier entfielen auf die Bodenhaltung, was einem leichten Rückgang von 0,2 Prozent oder knapp 17 Millionen Eiern entspricht. Fast die Hälfte der Bodenhaltungseier stammte dabei aus Niedersachsen (34,7 Prozent) und Nordrhein-Westfalen (12,8 Prozent).
Wie in den Vorjahren sank auch 2025 sowohl die Zahl der Tiere in Kleingruppen und ausgestalteten Käfigen als auch die Zahl der in dieser Haltungsform produzierten Eier. Gegenüber 2024 reduzierte sich die durchschnittliche Zahl der Legehennen deutlich um 28,8 Prozent oder 562.000 auf knapp 1,4 Millionen Tiere. Ähnlich stark ging die Zahl der Eier zurück: um 28,0 Prozent oder 164 Millionen auf 423 Millionen. Ursache für den starken Rückgang ist das Verbot dieser Haltungsform in Deutschland seit 2010, wobei bestehende Betriebe die Haltung in Kleingruppen und ausgestalteten Käfigen noch bis Ende 2025 weiterführen durften, so die Behörde.

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Pilze (Archiv)

Speisepilz-Ernte 2025 steigt leicht – Champignons dominieren Markt

von Hasepost Redaktion 13. März 2026

In Deutschland sind im Jahr 2025 insgesamt 78.400 Tonnen Speisepilze in Betrieben mit mindestens 0,1 Hektar Produktionsfläche geerntet worden. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) entspricht dies einem Plus von 1,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr und einem Zuwachs von 4,4 Prozent im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2024.

Leichter Anstieg der Speisepilzproduktion

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Freitag mitteilte, stieg die Erntemenge an Speisepilzen insgesamt damit um 1,0 Prozent oder 760 Tonnen gegenüber dem Vorjahr. Im Vergleich zum zehnjährigen Durchschnitt von 2015 bis 2024 lag die Ernte um 4,4 Prozent oder 3.280 Tonnen höher.

Champignons dominieren die Ernte

Der Schwerpunkt der Speisepilzerzeugung in Deutschland liegt auf Champignons: Sie machten mit 76.800 Tonnen 97,9 Prozent der gesamten Speisepilzernte im Jahr 2025 aus. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Champignon-Ernte 2025 um 1,4 Prozent und im Vergleich zum zehnjährigen Durchschnitt um 4,6 Prozent. Die übrige Erntemenge setzte sich aus Kräuter- und Austernseitlingen, Shiitake und sonstigen Spezialpilzkulturen zusammen.

Hoher Anteil ökologischer Produktion

47,4 Prozent der Speisepilze (37.200 Tonnen) wurden in Betrieben produziert, die ihre Flächen ökologisch bewirtschaften. Auch hier waren Champignons mit 98,2 Prozent (36.500 Tonnen) die bei Weitem bedeutendste Speisepilzart.
Die gesamte Erntefläche für Speisepilze belief sich im Jahr 2025 auf 355 Hektar, das waren 0,2 Prozent mehr als im Vorjahr und 4,2 Prozent mehr als im Durchschnitt 2015 bis 2024. Die Hälfte dieser Fläche (50,1 Prozent) wurde ökologisch bewirtschaftet. Die Erntefläche für Champignons stieg gegenüber dem Vorjahr um 0,2 Prozent auf 342 Hektar. Sie lag damit 3,8 Prozent über dem zehnjährigen Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2024.
Die beiden bedeutendsten Bundesländer für die Speisepilzproduktion waren 2025 wie in den Vorjahren Niedersachsen mit einer Erntefläche von 200 Hektar und Nordrhein-Westfalen mit einer Erntefläche von 80 Hektar, so die Statistiker.

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Chemie-Anlagen (Archiv)

Chemiebranche in Deutschland bleibt in der Krise – Pharma stabilisiert

von Hasepost Redaktion 13. März 2026

Die chemisch-pharmazeutische Industrie in Deutschland befindet sich weiterhin in einer schwierigen Lage. Während die Chemiebranche im vierten Quartal 2025 erneut Rückgänge bei Produktion, Preisen und Umsatz hinnehmen musste, sorgte ein leichtes Wachstum in der Pharmaindustrie für eine gewisse Stabilisierung des Gesamtbildes. Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) sieht die Branche unter starkem Importdruck und intensivem Preiswettbewerb und warnt vor tiefgreifenden strukturellen Risiken.

Schwache Auslastung und anhaltender Importdruck

Die Kapazitätsauslastung der Chemieanlagen blieb nach Angaben des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI) im vierten Quartal 2025 unter der Rentabilitätsschwelle. Die Branche leide unter Importdruck und einem intensiven Preiswettbewerb, wie der Verband am Freitag mitteilte. Im Chemiebereich gingen Produktion, Preise und Umsatz erneut zurück, während die Entwicklung in der Pharmaindustrie dem Gesamtsektor etwas Stabilität verlieh.

Kritik an wirtschaftspolitischem Kurs

VCI-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Große Entrup bewertete die Lage der Chemiebranche deutlich negativ. Er sagte zur Jahresbilanz der Chemie, sie sei "unterirdisch" und erklärte weiter, "die wirtschaftspolitische Kurskorrektur" der Regierung "mit angezogener Handbremse" verstärke den Frust in den Unternehmen. Große Entrup betonte, dass 2026 nicht leichter werde und die hohen Preise sowie die anhaltende Unsicherheit viele Betriebe an ihre Grenzen bringen würden. Ohne "echten Reformwillen" und mächtig Tempo in Berlin und Brüssel drohe ein Strukturbruch für die industrielle Basis, warnte er. Die Zitate stammen aus der Mitteilung des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI).

Uneinheitliche Entwicklung von Chemie und Pharma

Die Prognose für 2026 bleibt laut Verband der Chemischen Industrie (VCI) aufgrund des Irankriegs unsicher. Im letzten Quartal 2025 wurde die Produktion in der Chemie erneut deutlich gedrosselt. Die Pharmaindustrie verzeichnete dagegen ein Produktionsplus von 4,5 Prozent. Der Gesamtumsatz der chemisch-pharmazeutischen Branche sank im vierten Quartal 2025 um 0,6 Prozent im Vergleich zum Vorquartal und lag 2,8 Prozent unter dem Niveau des entsprechenden Vorjahresquartals. Diese Angaben gehen aus der Mitteilung des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI) hervor.

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Bauer mit

Erzeugerpreise Landwirtschaft im Januar 2026 um 10 Prozent gefallen

von Hasepost Redaktion 13. März 2026

Die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte in Deutschland sind im Januar 2026 deutlich gefallen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) lagen sie um 10,1 Prozent unter dem Niveau des Januar 2025. Gegenüber dem Dezember 2025 sanken die Preise insgesamt um 2,3 Prozent.

Deutlicher Rückgang im Jahresvergleich

Im Dezember 2025 hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat noch bei -8,3 Prozent gelegen, im November 2025 bei -5,7 Prozent. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Freitag mitteilte, fielen die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte im Januar 2026 gegenüber Dezember 2025 um 2,3 Prozent.
Die Preise für pflanzliche Erzeugnisse sanken im Januar 2026 um 11,9 Prozent gegenüber Januar 2025. Die Preise für Tiere und tierische Erzeugnisse verbilligten sich um 8,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Im Vergleich zum Vormonat entwickelten sich die Preise für Produkte aus pflanzlicher und tierischer Erzeugung im Januar 2026 erneut gegenläufig. So stiegen die Preise für pflanzliche Erzeugnisse um 1,9 Prozent, während die Preise für Tiere und tierische Erzeugnisse um 4,7 Prozent sanken.

Preisentwicklung bei pflanzlichen Produkten

Der Preisrückgang bei pflanzlichen Produkten um 11,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat ist erneut unter anderem auf die gesunkenen Preise für Speisekartoffeln zurückzuführen. Diese waren im Januar 2026 um 49,8 Prozent niedriger als im Januar 2025. Im Dezember 2025 hatte die Vorjahresveränderung bei -48,0 Prozent, im November 2025 bei -45,6 Prozent gelegen. Gegenüber dem Vormonat Dezember 2025 stiegen die Speisekartoffelpreise um 1,7 Prozent.
Die Erzeugerpreise für Obst waren im Januar 2026 um 25,3 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor. Preissenkungen gab es unter anderem bei Tafeläpfeln mit -26,9 Prozent.
Die Preise für Gemüse stiegen binnen Jahresfrist um 1,8 Prozent, wobei insbesondere Salat (+14,4 Prozent) und Champignons (+3,4 Prozent) teurer waren. Preisrückgänge waren hingegen unter anderem bei Kohlgemüse zu beobachten, das 24,1 Prozent billiger war.
Getreide war im Januar 2026 im Vergleich zum Januar 2025 um 16,7 Prozent günstiger. Die Preise für Handelsgewächse insgesamt lagen im Januar 2026 um 4,7 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor. Auch Raps verbilligte sich um 9,1 Prozent zum Vorjahresmonat. Die Preise für Futterpflanzen waren mit einem Rückgang von 8,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat ebenfalls weiterhin rückläufig. Beim Wein war im Januar 2026 dagegen eine Preissteigerung um 1,4 Prozent gegenüber Januar 2025 zu verzeichnen.

Tierische Erzeugnisse unter Druck, Eier und Rinder teurer

Der Preisrückgang für Tiere und tierische Erzeugnisse um 8,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat ist unter anderem auf die gesunkenen Preise für Milch zurückzuführen. Der Milchpreis lag im Januar 2026 um 23,5 Prozent niedriger als im Vorjahresmonat. Auch im Vergleich zum Vormonat Dezember 2025 sanken die Preise für Milch (-8,7 Prozent). Bei Eiern kam es binnen Jahresfrist zu einer Preissteigerung von 15,4 Prozent.
Die Preise für Tiere lagen im Januar 2026 um 1,6 Prozent höher als im Januar 2025. Maßgeblich dafür war der Preisanstieg bei Rindern um 26,5 Prozent. Bei Schlachtschweinen sanken die Preise hingegen erneut um 16,1 Prozent (Dezember 2025: -16,1 Prozent gegenüber Dezember 2024). Die Preise für Geflügel waren im Januar 2026 um 5,1 Prozent höher als im Januar 2025. Ausschlaggebend hierfür waren die Preissteigerungen bei Sonstigem Geflügel (Enten und Puten) um 12,9 Prozent. Bei Hähnchen kam es zu einem moderaten Preisanstieg um 0,2 Prozent, so die Statistiker.

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