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G7 lehnt Lockerung der Russland-Sanktionen trotz Iran-Krieg ab

G7 lehnt Lockerung der Russland-Sanktionen trotz Iran-Krieg ab

von mit Material von Euronews German via Glomex 12. März 2026

Trotz steigender Energiepreise bleiben die G7-Staaten bei den Sanktionen gegen Russland hart.

Trotz der stark gestiegenen Energiepreise infolge des Iran-Krieges haben die G7-Staaten eine Lockerung der Sanktionen gegen Russland ausgeschlossen. Dies teilte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron nach einer Videoschalte mit anderen Staats- und Regierungschefs der Gruppe der sieben führenden Industriestaaten (G7) mit. Diese Situation rechtfertige keinesfalls eine Aufhebung der gegen Russland verhängten Sanktionen, erklärte Macron. Auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen warnte vor einer Lockerung der Sanktionen gegen russisches Öl. Dies sei nicht der Moment, um Sanktionen gegen Russland zu lockern, schrieb von der Leyen auf X nach einem Telefonat mit Vertretern der G7-Staaten. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj unterstützte diese Haltung und sagte, eine Lockerung der Sanktionen würde die russische Aggression anerkennen, was absolut ungerecht wäre. Der ukrainische Präsident betonte, dass nicht alles von der Ukraine abhänge, sondern auch vom Willen Russlands, den Krieg zu beenden.


Selenskyj fordert Plan B gegen Ungarn

Selenskyj äußerte sich auch zu den von Ungarn blockierten EU-Hilfen und forderte einen Plan B, um weitere Erpressungsversuche von Ungarns Regierungschef Viktor Orban abzuschmettern. Der Streit zwischen Kiew und Budapest hat sich zuletzt verschärft, da Ungarn die schnelle Reparatur der durch russische Angriffe beschädigten Ölpipeline Druschba fordert, über die es günstiges russisches Öl bezieht. Die Ukraine hat hingegen betont, dass die Reparatur langwierig sei. Unterdessen trafen sich eine russische Delegation unter Leitung des Putin-Sondergesandten Kirill Dmitrijew und eine US-Delegation in Florida. Die Teams diskutierten eine Vielzahl von Themen und vereinbarten weitere Kontakte, wie der US-Sondergesandte Steve Witkoff mitteilte. Dmitrijew ist der russische Sonderbeauftragte für die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit dem Ausland und spielt bei den Verhandlungen mit den USA eine wichtige Rolle. Medienberichten zufolge hat Dmitrijew in den vergangenen Monaten ein gutes Verhältnis zu Trumps Sondergesandtem Steve Witkoff aufgebaut.

USA vermitteln in Ukraine-Russland-Verhandlungen

In den USA wirbt er regelmäßig für bessere Wirtschaftsbeziehungen, sofern der Krieg gegen die Ukraine unter russischen Bedingungen endet. Das Treffen in Florida dürfte der Vorbereitung einer vierten Verhandlungsrunde zwischen Russland und der Ukraine unter Vermittlung der USA dienen. Die ersten drei Treffen fanden im Januar und Februar in Abu Dhabi und Genf statt. Das vierte Treffen soll laut Angaben der Ukraine mutmaßlich kommende Woche in der Türkei abgehalten werden. Die bisherigen Verhandlungsrunden waren weitgehend ergebnislos geblieben. In der Zwischenzeit gehen die Kämpfe weiter. Die Ukraine hat in der Nacht ein Öldepot in der russischen Region Krasnodar angegriffen, wobei ein Feuer ausbrach.

Ukraine und Russland beschuldigen sich gegenseitig

Verletzt wurde niemand, wie der regionale Krisenstab mitteilte. Das russische Verteidigungsministerium meldete zudem, dass die Luftabwehr in der Nacht 80 ukrainische Drohnen über russischem Gebiet abgefangen und zerstört habe. Bei einem russischen Angriff im Norden der Ukraine wurde eine 15-Jährige getötet und ihre Eltern verletzt, wie die örtlichen Behörden mitteilten. Zwei Wohnhäuser seien beschädigt worden. Die Ukraine und Russland werfen sich gegenseitig vor, Zivilisten anzugreifen und den Konflikt zu eskalieren. Das russische Außenministerium verurteilte einen ukrainischen Angriff auf die westrussische Stadt Brjansk als Terrorakt, bei dem britische Raketen eingesetzt worden seien. Die Ukraine erklärte hingegen, sie habe eine wichtige Fabrik für Raketenkomponenten getroffen.

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12. März 2026 0 Kommentare
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Frank-Walter Steinmeier

Steinmeier fordert Brandmauern gegen Extremisten und Social-Media-Verbot

von Hasepost Redaktion 12. März 2026

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wirbt für klare Brandmauern gegen Extremisten und betont die Notwendigkeit einer wehrhaften Demokratie. In einem Interview mit der Wochenzeitung "Die Zeit" spricht er sich zudem für ein Social-Media-Verbot für Unter-14-Jährige aus und kritisiert eine aus seiner Sicht verbreitete Untergangsstimmung im Land. Zugleich umreißt er seinen eigenen Anspruch an das Amt bis zum Ende seiner zweiten Amtszeit im März 2027.

Brandmauern gegen Extremisten

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hält Brandmauern für nötig, um die Demokratie vor ihren Verächtern zu schützen. "Der Versuch, Extremisten zu zähmen, indem man ihnen Macht gewährt, ist nicht nur in der Weimarer Republik gescheitert", sagte Steinmeier der Wochenzeitung "Die Zeit". Er sei sicher: "Aus der Zusammenarbeit von Demokraten und Demokratieverächtern wird die Demokratie nicht als Sieger hervorgehen." Deshalb befürworte er Brandmauern gegen Extremisten.
Im Zusammenhang mit der Diskussion um ein mögliches AfD-Verbotsverfahren sagte Steinmeier, er plädiere dafür, "die Instrumente der wehrhaften Demokratie zu zeigen und sie, wo notwendig, anzuwenden" ("Die Zeit"). Dazu gehöre die Erinnerung daran, "dass die Möglichkeit eines Parteiverbots jedenfalls als Ultima Ratio zum Arsenal der wehrhaften Demokratie des Grundgesetzes gehört".

Forderung nach Social-Media-Verbot für Jüngere

Eindeutig spricht sich der Bundespräsident für ein Social-Media-Verbot für Heranwachsende aus: "Unterhalb von 14 Jahren, ja" ("Die Zeit"). Die Regellosigkeit führe zu Gefährdungen für das soziale Miteinander und zu Gefährdungen der Demokratie. "Ganz besonders gilt das für Kinder und Jugendliche, die mit Inhalten konfrontiert werden – Gewaltdarstellungen, Pornografie, Manipulationen -, die ihre Persönlichkeitsentwicklung belasten", so Steinmeier weiter. Er sei selbst jedes Mal "fassungslos" darüber, was auf entsprechenden Plattformen "an Häme, Hetze, Hohn und Hass" verbreitet werde.

Kritik an Untergangsstimmung und Blick auf Amtsende

Steinmeier wendet sich zudem gegen den Missmut im Land. "Mich besorgt unser Kleinmut und die selbstverordnete Untergangsstimmung. Deshalb sage ich ganz bewusst: Ich bin stolz auf unser Land. Es ist nicht selbstverständlich, dass wir inmitten dieses Weltgewitters von Krieg, Unrecht und Schurkenstücken unseren Anstand, unsere innere Stärke und unseren moralischen Kompass behalten haben", sagte er "Die Zeit".
Die zweite Amtszeit von Frank-Walter Steinmeier endet am 18. März 2027; er kann nicht noch einmal gewählt werden. "Ich wünsche mir, dass die Leute nach meinem Abschied sagen, das war einer, der hat seine Verantwortung ernst genommen, der hat sein Kreuz gerade gemacht für den Schutz der liberalen Demokratie, der konnte zusammenführen und Brücken bauen zwischen Menschen und Meinungen", sagte er der "Zeit".

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12. März 2026 0 Kommentare
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Frankfurter Börse

Dax erholt sich leicht – Zalando und RWE führen Gewinnerliste

von Hasepost Redaktion 12. März 2026

Der Dax hat sich am Donnerstag nach einem schwachen Start bis zum Mittag leicht ins Plus vorgearbeitet. Gegen 12:30 Uhr stand der Leitindex bei 23.650 Punkten und damit 0,1 Prozent über dem Schlussniveau des vorherigen Handelstags. Gefragt waren vor allem Zalando, RWE und Symrise, während Deutsche Bank, Commerzbank und Continental zu den größten Verlierern zählten.

Leichte Erholung im Dax, Mode- und Rückversicherungswerte gefragt

Nach einem verhaltenen Handelsbeginn konnte sich der Dax am Donnerstag bis zur Mittagszeit etwas erholen und in den grünen Bereich drehen. Der Index notierte gegen 12:30 Uhr bei 23.650 Punkten und damit 0,1 Prozent höher als am Vortagesschluss. An der Spitze der Kursliste lagen Zalando, RWE und Symrise, am Ende fanden sich Deutsche Bank, Commerzbank und Continental.

Anleger schauen auf „Lichtblicke“ bei Einzelwerten

„Die Anleger fokussieren sich heute sehr stark auf die wenigen Lichtblicke, insbesondere von der mikroökonomischen Seite“, sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. „So können sich die Aktien von Zalando und Hannover Rück auf die Gewinnerseite retten, nachdem diese positive Unternehmenszahlen präsentiert hatten“, so Lipkow laut CMC Markets.
„Zurückhaltender zeigen sich die Investoren bei den Bankenwerten, da es zu weiteren hohen Mittelabflüssen im Private-Equity-Sektor kommt und dies zu Liquiditätsengpässen führt“, erklärte Lipkow weiter (Quelle: CMC Markets). Das erhöhe die Kreditrisiken im Unternehmensfinanzierungsbereich und strahle negativ auf die Banken ab.

Erwartungen an Iran-Krieg, großer Verfallstermin im Fokus

Die Investoren setzen dem Experten zufolge übergeordnet weiterhin auf ein schnelles Ende im Iran-Krieg und sehen die hohen Ölpreise als vorübergehendes Phänomen an. „Hilfreich sind auch noch die hohen Absicherungspositionen, die im Vorfeld des Iran-Kriegs aufgebaut wurden. Diese federn aktuell noch einen Großteil der potenziellen Kursrückgänge ab“, sagte Lipkow laut CMC Markets.
Umso spannender werde nach Einschätzung des Marktanalysten der in der kommenden Handelswoche stattfindende große Verfallstermin an den Terminbörsen. „Viele Anleger befinden sich, trotz aller negativer Ereignisse, noch in der Komfortzone und sind entweder in die sicheren Häfen abgewandert oder aber abgesichert.“ Nun müsse sich zeigen, wie lange diese Situation Bestand haben könne und welche weiteren Risiken auf die Investoren zukommen, so Lipkow (Quelle: CMC Markets).
Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich am Donnerstagmittag etwas stärker. Ein Euro kostete 1,1561 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8650 Euro zu haben.
Parallel dazu setzte der Ölpreis seinen Anstieg fort. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 12 Uhr deutscher Zeit 97,15 US-Dollar, ein Plus von 5,6 Prozent gegenüber dem Schluss des vorherigen Handelstags.

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12. März 2026 0 Kommentare
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Flugzeug (Archiv)

Deutschland verschärft Abschiebungen von Straftätern nach Afghanistan und Syrien

von Hasepost Redaktion 12. März 2026

Deutschland schiebt seit dem Amtsantritt der Regierung von Kanzler Friedrich Merz (CDU) verstärkt Straftäter nach Afghanistan und Syrien ab. Laut Zahlen aus dem Bundesinnenministerium, über welche die "Welt" berichtet, wurden seit Mai 105 Afghanen zurückgeführt, 22 davon in diesem Jahr. Zudem haben seit Ende Dezember erstmals seit Beginn des syrischen Bürgerkriegs wieder Abschiebungen von Straftätern nach Syrien stattgefunden.

Mehr Abschiebungen nach Afghanistan und Syrien

Seit dem Amtsantritt der Regierung von Kanzler Friedrich Merz (CDU) im vergangenen Mai sind nach Angaben des Bundesinnenministeriums 105 Afghanen zurückgeführt worden, 22 von ihnen allein in diesem Jahr. Am Tag vor Heiligabend startete demnach die erste Abschiebung eines syrischen Straftäters – die erste Rückführung seit Beginn des Bürgerkriegs 2011. Drei weitere Abschiebungen von syrischen Straftätern folgten. Künftig sollen deutlich häufiger Linienmaschinen nach Kabul und Damaskus abheben.

Bundesinnenminister sieht Kurs bestätigt

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) sieht sich durch die Entwicklung bestätigt. "Wir treiben die Rückführungen weiter voran. Straftäter und Gefährder schieben wir ab, auch nach Syrien. Dass es uns als erstem europäischen Land gelungen ist, Straftäter per Charterflug direkt nach Afghanistan zurückzuführen, ist ein klares Signal: Straftäter haben in Deutschland keine Zukunft und müssen ihre Perspektive in ihrem Heimatland suchen", sagte er der "Welt".

Charterflüge und Dublin-Überstellungen

Am 26. Februar gelang nach Angaben des Bundesinnenministeriums erstmals eine direkte Rückführung nach Afghanistan ohne Unterstützung von Drittstaaten: 20 afghanische Männer wurden per Charterflug von Leipzig nach Kabul gebracht. Sie waren ausreisepflichtig und unter anderem wegen Sexualdelikten, Körperverletzung und Drogendelikten verurteilt worden. Möglich machen diese Charterflüge den Angaben zufolge feste Absprachen mit dem Taliban-Regime und der syrischen Interimsregierung.
Zu den abgeschobenen Straftätern kommen sogenannte Dublin-Überstellungen: Seit Mai vergangenen Jahres hat die Bundesregierung laut Auskunft des Bundesinnenministeriums 563 Afghanen und 356 Syrer in andere EU-Staaten überstellt, die nach dem Dublin-Abkommen für deren Asylverfahren zuständig waren.

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Bauarbeiter (Archiv)

Zoll-Razzia im Baugewerbe: Hunderte Verfahren wegen Mindestlohnverstößen

von Hasepost Redaktion 12. März 2026

Der Zoll hat bei einer bundesweiten Schwerpunktprüfung im Baugewerbe mehr als 800 Ermittlungsverfahren eingeleitet. Nach Angaben der Generalzolldirektion waren am Dienstag rund 3.200 Zollbeamte im Einsatz, die etwa 8.000 Arbeiter auf Baustellen zu ihren Beschäftigungsverhältnissen befragten und die Geschäftsunterlagen von über 300 Arbeitgebern überprüften. Die Kontrollen führten zu einer Vielzahl von Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren sowie weiteren Verdachtsfällen.

Bundesweite Kontrollen auf Baustellen

Nach Mitteilung der Generalzolldirektion wurden vor Ort rund 340 Straf- und 500 Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. In etwa 250 Fällen bestand der Verdacht des illegalen Aufenthalts, in 40 Fällen ging es um das Vorenthalten von Sozialversicherungsbeiträgen. Zudem wurden in 220 Fällen Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen des Verdachts der Beschäftigung ausländischer Arbeitskräfte ohne gültige Arbeitsgenehmigung eingeleitet. Über 100 Mal wurde die Pflicht zur Mitführung von Ausweispapieren verletzt.

Verdacht auf Verstöße gegen Sozialversicherung und Mindestlohn

In fast 2.200 weiteren Fällen ergaben sich nach Angaben der Generalzolldirektion Hinweise auf mögliche Verstöße, die nun weiter geprüft werden. In knapp 600 Fällen besteht der Verdacht, dass Arbeitgeber ihre Beschäftigten nicht oder nicht korrekt zur Sozialversicherung angemeldet haben. Mehr als 670 Arbeitgeber stehen im Verdacht, den Mindestlohn nicht zu zahlen. In 60 Fällen gab es Anhaltspunkte für Leistungsmissbrauch.

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12. März 2026 0 Kommentare
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Uni Osnabrück

Uni Osnabrück: Prof. Dr. Karsten Müller über Motivation am Arbeitsplatz

von Hasepost 12. März 2026

Prof. Dr. Karsten Müller ist seit 2011 Professor für Arbeits- und Organisationspsychologie an der Universität Osnabrück. Für die Reihe „UOS fragt nach“ sprach die Universität Osnabrück mit ihm über Zufriedenheit am Arbeitsplatz, Motivation und „Lifestyle-Teilzeit“.

Raumgestaltung und Sitzordnung prägt die Gesprächsatmosphäre

Prof. Dr. Müller, ich habe jetzt zielstrebig einen Tisch angesteuert und mich für dieses Gespräch Ihnen gegenübergesetzt, anstatt diesen neuen schönen Raum mit den vielen Sofas und Stehtischen zu nutzen. Bin ich damit bei Ihnen schon durchgefallen?

Müller (lacht): Nein, das nicht. Aber wir haben schon einmal bei einer Veranstaltung festgestellt, dass die Studierenden gerne unseren Open Space nutzen, während einige anderen Kolleginnen und Kollegen gerne am Tisch sitzen wollen. Neben individuellen Präferenzen ist ja auch wichtig, dass die räumlichen Gegebenheiten zur Situation passen.

Welchen Unterschied macht es denn, wie wir uns gegenübersitzen?

Gesprächsatmosphären verändern sich stark durch Raumgestaltung und Sitzordnung. Ein runder Tisch oder offene Räume fördern oft eher einen gleichberechtigteren, konstruktiveren Austausch als klassische frontale Settings.

Über Arbeitsmoral und Motivation

Aktuell wird viel über Teilzeit und Arbeitsmoral diskutiert, Stichwort Lifestyle-Teilzeit. Wie ordnen Sie diese Debatte psychologisch ein?

Diese Diskussion ist weniger arbeitspsychologisch als politisch geprägt. Als Arbeitspsychologe kann ich sagen, was motivationsfördernde Rahmenbedingungen für Arbeit sind, und wie Arbeit gestaltet sein muss, damit sie gut ist für den Menschen und die Leistungsfähigkeit von Organisationen sind. Arbeitszeitmodelle mögen da ein Punkt sein.

Was motiviert Menschen bei der Arbeit denn wirklich?

Es gibt da kein Geheimrezept, sondern viele Ansätze. Menschen sollen engagiert bei der Arbeit sein und ihren Beitrag leisten, aber sie sollen dabei psychisch und körperlich gesund bleiben – das ist ja auch im Interesse des Arbeitgebers. Und dann kommen viele Faktoren ins Spiel: Arbeitszeitregelungen, die zu meinen persönlichen Bedürfnissen passen, eine angemessene Entlohnung, Weiterbildungsmöglichkeiten, das Betriebsklima oder die Arbeitsplatzgestaltung. Darüber hinaus soll Arbeit für den Menschen auch persönlichkeitsfördernd sein. Für wen arbeite ich da eigentlich? Hat diese Organisation eine Zukunft, habe ich hier eine Perspektive? Stehe ich moralisch dahinter? Auch die Ganzheitlichkeit von Aufgaben ist ein wichtiger Aspekt.

Was meinen Sie hier konkret mit Ganzheitlichkeit?

Ganzheitliche Aufgaben erlauben es Mitarbeitenden, eine Tätigkeit zu planen, umzusetzen und zu kontrollieren. Alles bleibt in einer Hand bzw. in mehreren Händen, da viele Aufgaben heute eher Teamaufgaben sind. Das erhöht das Verantwortungsgefühl und die Motivation im Vergleich zu stark fragmentierter Arbeit. Die kennt man von der Jahrhundertwende und den Tayloristischen Arbeitsstrukturen, als der Mensch plötzlich nur noch ein Anhängsel der Maschine war und nur noch die Aufgaben übernahm, die die Maschine übriggelassen hat. Das waren oft repetitive und monotone Tätigkeiten. Im Übrigen ein Modell, das derzeit in manchen Bereichen wiederkommt. Es mag sicherlich auch hier Unterschiede bei dem Wunsch nach eigener Entwicklung geben, aber im Prinzip ist es keine motivierende Aufgabenstruktur, wenn man acht Stunden lang mehr oder weniger das Gleiche macht.

Herausforderungen ziehen sich durch alle Generationen

Hat sich die Einstellung zur Arbeit über die Generationen hinweg verändert? Stichwort „arbeitsscheue Gen Z“?

Die National Academy of Sciences empfiehlt, diese Generationenbezeichnungen mit höchster Vorsicht zu genießen. Dem würde ich mich anschließend. Jede Generation hat seine Herausforderungen. In den 1980er Jahren hatten wir zum Beispiel eine erhöhte Arbeitslosigkeit als Herausforderung. Aber meistens betreffen solche großen Ereignisse und Herausforderungen ja alle: Mit den Chancen und Risiken durch KI beispielsweise müssen wir uns alle auseinandersetzen. Zudem sind die Zuschreibungen an Generationen oft widersprüchlich. Da heißt es dann, eine Generation sei überbehütet und wenig selbst verantwortlich, aber ebenso wird über sie gesagt, sie sei besonders risikofreudig und ambitioniert. Es ist schon sehr heterogen, was so alles in eine Generation hineinprojiziert wird.

Prof. Dr. Karsten Müller / Foto: Elena Scholz

Prof. Dr. Karsten Müller / Foto: Elena Scholz

Welche Bedeutung hat Geld für die Arbeitszufriedenheit? In Zeiten von Inflation und einer stagnierenden Wirtschaft – haben andere Faktoren da an Gewicht gewonnen?

Um es mal klassisch mit Kurt Lewin zu sagen: Die Arbeit hat zwei Gesichter, nämlich Mühsal und Lebenserfüllung. Eine faire Bezahlung ist wichtig, wirkt aber eher als Hygienefaktor. Schlechte Bezahlung macht unzufrieden, gute Bezahlung allein macht jedoch nicht automatisch zufrieden. Wir sollten bei der Arbeit auch eine Selbstwirksamkeit erleben, im besten Fall macht die Arbeit uns Spaß und wir erfahren eine soziale Einbettung. Wir sehen an Studien zur Erwerbslosigkeit, dass die Arbeit ein wichtiger Faktor der sozialen Integration ist. Es kann aber unter Umständen zu einer sogenannten Gratifikationskrise nach Johannes Siegrist kommen. Das bedeutet, dass ein Ungleichgewicht zwischen der beruflichen Anstrengung und der damit verbundenen Anerkennung herrscht. Diese Anerkennung kann in Form von Bezahlung sein, aber auch Aufstiegschancen oder Einflussmöglichkeiten. Also: Eine schlechte Bezahlung ist ein Problem, aber eine bessere Bezahlung führt nicht immer zu einer größeren Zufriedenheit.

Es heißt oft, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verlassen keine Unternehmen, sondern Chefs. Ist da was dran?

Führung ist laut Studien ein wichtiger Faktor für Fluktuationsneigungen, aber nicht der einzige. Auch Stress, Wertekonflikte oder fehlende Perspektiven spielen eine große Rolle. Ebenfalls wichtig: Arbeitsplatzunsicherheit. Sobald Entlassungen angekündigt werden, geht gefühlt schon die Hälfte der Belegschaft in Gedanken, weil sie sich nicht mehr sicher ist und dies als Anlass nimmt, um lieber mal auf dem Arbeitsmarkt nach einem anderen Job zu suchen.

Homeoffice hat Vor- und Nachteile

Seit der Corona-Pandemie haben sich viele Menschen an das Arbeiten im Homeoffice gewöhnt. Welche Auswirkungen hat Homeoffice auf die Arbeitskultur?

Dazu gibt es eine ganze Reihe an Untersuchungen. Die Effekte sind sehr unterschiedlich. Es gibt so etwas wie ein Remote Syndrom: Einige Menschen fühlen sich im Homeoffice verloren und einsam, ihnen fehlt die soziale Einbindung. Auf der anderen Seite sehen viele Menschen große Vorteile im Homeoffice. Es hängt also von den individuellen Einstellungen und den Settings ab, in denen ich mich bewege. Viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bevorzugen ein gemischtes Modell. Wenn ich nur im Homeoffice bin, ist es schwer, eine Teamkultur aufrecht zu erhalten. In der Pandemie hat es oft gut geklappt, weil die Menschen häufig aus einem Umfeld mit stabilen sozialen Strukturen kamen, die sich vorher auf der Arbeit herausgebildet hatten. Aber die Leute, die neu ins Team kamen, hatten diese Strukturen nicht. Für sie war die Kommunikation deutlich schwieriger. Ein hybrides Arbeiten muss in jedem Fall gut organisiert sein, damit Beziehungen aufgebaut werden, bestehen bleiben und Arbeitsprozesse funktionieren auf bei verteilter Arbeit. Es braucht viele Absprachen und eine Art Verhaltenskodex. Wenn einfach nur ein Teil zu Hause ist und ein Teil im Büro – das funktioniert auf Dauer nur schwer.

12. März 2026 0 Kommentare
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Computer-Nutzerin auf

Politik prüft Digitalabgabe: Tech-Konzerne sollen Journalismus finanzieren

von Hasepost Redaktion 12. März 2026

Führende Medienvertreter und Politiker fordern eine stärkere finanzielle Beteiligung großer Tech-Konzerne an der Finanzierung des Journalismus. Hintergrund ist ein Vorstoß von Funke-Verlegerin Julia Becker für eine Digitalabgabe für Plattformen wie Facebook und Google, der in der Branche und in der Politik zunehmend Unterstützung findet.

Forderung nach Digitalabgabe für Plattformen

Die Rufe an die Politik, große Tech-Konzerne stärker an der Finanzierung von Journalismus zu beteiligen, werden immer lauter. Wie die Funke-Mediengruppe berichtet, gibt es immer mehr Unterstützer aus der Medienbranche und auch aus der Politik selbst für einen entsprechenden Vorschlag von Julia Becker, Verlegerin der Funke-Mediengruppe.
Becker hatte die Bundesregierung zuletzt auf einer Konferenz aufgefordert, eine Digitalabgabe für Plattformen wie Facebook und Google zu beschließen. Diese Plattformen würden journalistische Inhalte verbreiten und daraus finanzielle Vorteile ziehen, während die Redaktionen die aufwendige Produktion der Inhalte leisten. Es gehe um eine medienpolitische Ordnung, die „ins Ungleichgewicht geraten“ sei, so Becker laut Funke-Mediengruppe.

Unterstützung aus der Medienbranche

Zu den Unterstützern aus der Medienbranche zählt etwa der Gründer und Geschäftsführer der Ippen Digital GmbH, Jan Ippen. Er bezeichnete Journalismus laut Funke-Mediengruppe als Basis der Meinungsbildung, die im Internet zunehmend unter Druck gerate. „In der digitalen Sphäre haben wir aktuell eine offensichtliche Marktschräglage bei den beteiligten Akteuren – bei der Verpflichtung zur Neutralität und Objektivität, bei den Methoden der Verbreitung und bei der Erlösverteilung“, so Ippen. Die Initiative von Becker sei „ein ernstzunehmender Diskussionsbeitrag“.

Rückhalt aus der Politik

Auch aus der Politik erhält der Vorstoß Unterstützung. Stefan Gruhner (CDU), Thüringens Staatskanzleichef und Medienminister, hob laut Funke-Mediengruppe die Bedeutung regionaler Medien für die demokratische Öffentlichkeit hervor. „Unsere regionalen Verlage, privaten Medienanbieter und Kulturschaffenden leisten einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Wertschöpfung, zur regionalen und lokalen Medienvielfalt sowie zur Identität und zur demokratischen Öffentlichkeit in unserem Land“, sagte er.

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12. März 2026 0 Kommentare
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Bundesrechnungshof (Archiv)

Bundesrechnungshof warnt vor Verfassungssorgen um 500-Milliarden-Sondervermögen

von Hasepost Redaktion 12. März 2026

Bundesrechnungshof-Präsident Kay Scheller warnt die Bundesregierung vor einem „gigantischen Verschiebebahnhof“ im Zusammenhang mit dem 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen. Der Staat häufe hohe Schulden an, während Zinsen steigen und Investitionen in den Hintergrund zu geraten drohen, kritisiert Scheller im Nachrichtenmagazin Focus.

Warnung vor „gigantischem Verschiebebahnhof“

Bundesrechnungshof-Präsident Kay Scheller wirft der Politik mangelnde Prioritätensetzung bei den Staatsausgaben vor. Der Reflex in der Politik sei „bedauerlicherweise meist: Ich habe Lücken in der Finanzierung, auch für banale Konsumausgaben, also muss ich Geld finden – und nicht etwa über eine Neupriorisierung meiner Ausgaben nachdenken“, sagte Scheller dem Nachrichtenmagazin Focus.
Im Mittelpunkt seiner Kritik steht das 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen. Man müsse „damit rechnen“, dass rund um dieses Sondervermögen „gerade ein neuer, gigantischer Verschiebebahnhof seine Arbeit aufnimmt – beim Bund wie bei den Ländern“. Die politische Absicht sei aber ursprünglich eine andere gewesen. „Das Sondervermögen sollte in erster Linie für zusätzliche Investitionen genutzt werden. Wenn das nun zu kurz kommt, ist das in der Tat beklagenswert“, sagte Scheller dem Focus.

Verfassungskonformität und steigende Schulden

Ob die Gestaltung des Sondervermögens und vergleichbarer Konstruktionen überhaupt verfassungskonform sei, müsse „das Bundesverfassungsgericht möglicherweise irgendwann beurteilen“. Sein Amt habe jedenfalls immer „vor solchen Aktionen gewarnt – etwa beim Klimafonds“, sagte Scheller dem Nachrichtenmagazin Focus.
Parallel warnt der Bundesrechnungshof-Präsident vor einem deutlichen Anstieg der Staatsschulden. Er verwies darauf, dass die Schulden des Bundes bis 2029 auf 2,7 Billionen Euro steigen würden – „und da haben wir über die Schulden von Ländern und Kommunen noch gar nicht gesprochen. Da kommen weitere 800 Milliarden dazu, Stand heute.“ Das seien „die Fakten – und auch nur, wenn nicht weitere Krisen kommen“.

Gestiegene Zinsen und Appell an die Politik

Scheller hob zudem hervor, dass diese Schulden mit Krediten finanziert würden, deren Zinsen zuletzt drastisch gestiegen seien. Angesichts dieser Entwicklung richtete er einen deutlichen Appell an die Verantwortlichen in Berlin und den Ländern. Scheller appellierte an die Politik: „Die alten Versprechen können wir uns schlicht nicht mehr leisten.“

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Olaf Scholz

Scholz gesteht: Merkels Memoiren und Habeck-Romane ungelesen

von Hasepost Redaktion 12. März 2026

Ex-Kanzler Olaf Scholz (SPD) hat nach eigenen Angaben die Erinnerungen von Angela Merkel (CDU) bislang nicht gelesen. Auch mit den Romanen von Robert Habeck (Grüne) ist Scholz nicht vertraut, wie er in einem Interview sagte. Der frühere Regierungschef der Bundesrepublik Deutschland sprach zugleich über seine allgemeinen Lesegewohnheiten und frühere Lektürevorlieben.

Scholz hat Merkels Buch „Freiheit“ noch nicht gelesen

Auf die Frage, ob er das 2024 veröffentlichte Buch „Freiheit“ der langjährigen Bundeskanzlerin gelesen habe, sagte Olaf Scholz der „Rheinischen Post“ (Freitagsausgabe): „Noch nicht.“ Auch die Bücher eines anderen Kollegen kennt Scholz nicht. Auf die Frage, ob er jemals einen Roman von Robert Habeck (Grüne) gelesen habe, antwortete Scholz laut „Rheinischer Post“ lakonisch: „Nein.“ Auf die Nachfrage „Warum nicht?“ erklärte Scholz der „Rheinischen Post“: „Vielleicht komme ich ja noch dazu.“

Querbeet-Leser ohne System

Scholz ist als leidenschaftlicher Leser bekannt. Nach seinen Lektürevorlieben befragt, antwortete er der „Rheinischen Post“: „Ich bin kein systematischer Leser, der etwas abarbeitet. Ich lese quer durcheinander – je nachdem, was mir begegnet in den Feuilletons oder in den Büchern selbst und was dann als weitere Lektüre naheliegt.“

Science-Fiction in der Jugendzeit

Scholz weiter in der „Rheinischen Post“: „Ich habe immer gelesen in den unterschiedlichen Phasen meines Lebens. Es hat auch mal eine Phase gegeben, als stellvertretender Vorsitzender der Jungsozialisten, da habe ich beispielsweise nur Science-Fiction gelesen. Ich habe die Bücher im Bahnhofskiosk gekauft für die Zugfahrt Hamburg – Bonn und zurück.“
Scholz war von Dezember 2021 bis Mai 2025 Regierungschef der Bundesrepublik Deutschland. Bei der Lit-Cologne wird er am Montag über Bücher sprechen, die ihn begeisterten.

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Vorstellung Zukunftsquote

Zukunftsquote im Bundeshaushalt 2025 erreicht Rekordniveau

von Hasepost Redaktion 12. März 2026

Die vom ZEW berechnete „Zukunftsquote“ für den Bundeshaushalt hat im Jahr 2025 einen neuen Höchststand erreicht. Während die Zukunftsausgaben im Gesamthaushalt deutlich zunehmen, warnen Experten vor einer Verschiebung der Mittel in Sondervermögen und kritisieren das politische Narrativ, zusätzliche Schulden würden sich automatisch durch Zukunftsinvestitionen tragen.

Rekordwert bei Zukunftsausgaben, Rückgang im Kernhaushalt

„Die gute Nachricht ist, dass im Gesamthaushalt die Zukunftsausgaben im Haushalt 2025 so hoch sind wie seit der ersten Messung nie, bei 22,3 Prozent oder 125 Milliarden“, sagte Friedrich Heinemann, ZEW-Forscher, am Donnerstag in Berlin. Die weniger gute Nachricht sei, dass die ganze Ausweitung der Zukunftsausgaben sich in den Sondervermögen abspiele. Diese seien stark zukunftsorientiert, während im Kernhaushalt die Linie schon wieder steil nach unten zeige. „Wir waren da vor zwei Jahren noch bei 20,5 Prozent, sind jetzt runter auf 17,3 Prozent.“
Auf Nachfrage der dts Nachrichtenagentur ergänzte Heinemann, dass die Zukunftsquote beim Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität (SVIK) 90 Prozent betrage und beim Klima- und Transformationsfonds (KTF) zuletzt knapp 60 Prozent erreicht habe.

Kritik am politischen Schulden-Narrativ

Mit Blick auf die zusätzlichen Schulden verwies der ZEW-Forscher auf das politische Narrativ, dass diese zusätzlichen Ausgaben sich selber tragen. „Und da reihen wir uns jetzt ein Stück weit in den Chor derjenigen ein, die zeigen: Ja, das scheint zwar im Hinblick auf die Sondervermögen schon zu stimmen, weil die doch relativ zukunftsorientiert sind. Aber wir zeigen eben, dass diese Verschiebegeschichte nicht nur für die eng definierte Investitionsquote gilt, sondern auch für die umfassend definierte Zukunftsquote.“ In der Gesamtbilanz stünden diese neuen Schulden längst nicht in diesem Maße Zukunftsausgaben gegenüber. „Und damit falsifizieren wir dieses Narrativ.“

WWF fordert Umbau klimaschädlicher Subventionen

Die „Zukunftsquote“ wird im Auftrag des WWF Deutschland berechnet. Auf die Frage nach Sparempfehlungen an die Bundesregierung sagte WWF-Klimachefin Viviane Raddatz der dts Nachrichtenagentur, dass sie immer zuerst „an einem Umbau und Abbau der klimaschädlichen und umweltschädlichen Subventionen ansetzen“ würde. „Da haben wir einen Posten von 65 Milliarden im Bundeshaushalt, der auch gerade wieder diskutiert wird, an einigen Stellen – Stichwort Pendlerpauschale -erhöht zu werden, um jetzt gerade gegenwärtig intensive Belastungen abzufedern, ohne aber strukturell das so umzubauen, dass man langfristig in eine andere Logik kommt.“
Aber auch das sei nicht alles „abbauwürdig“, so Raddatz weiter. „Sondern da kann man viel umbauen, um damit richtige Investitionen auch anzureizen von diesen Subventionen.“ Aber natürlich gelte es vor allen Dingen, die Investitionen gezielt so auszusteuern, dass tatsächlich Wachstum und private Investitionen folgten, die dann auch die Haushalte wieder besser ausstatten würden.

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